Emerald hat nach Spitfire Clary und anderen seinen nächsten, handfesten Skandal.
Darum geht's:
Emerald nutzt zur Kodierung seiner Bilder im JPEG2000-Format die aktuelle Version der Standardbibliothek Kakadu. In jeder der Texturen wird standardmässig von Seiten Seiten Second Lifes normalerweise gewisse Metadaten hinzugefügt. Diese sind natürlich unsichtbar, aber auslesbar.
Zwagoth Klaar hat nun bei früheren (!) Emeraldversionen unter Max OS X und Linux, Windows ist davon nicht betroffen, die diese Bibliothek nutzten (1635 und dergleichen), in die Metadaten der baked Textures für den Avatar das Arbeitsverzeichnis des Emerald-Viewers eingebaut.
Anders gesagt: wer die Metadaten des Avatars ausliest, der kann sich so das Arbeitsverzeichnis der betreffenden Emeraldnutzer anzeigen lassen. Hazim Gatov hat seinen Inertia-Viewer, der nicht TPV-konform ist, so programmiert, dass er diese Informaitionen im Radar auswerten kann und anzeigt.
Spitfire Clary mutmasst, dass nur das Onyx-Team über diese Art des Informations-Lecks wusste, nicht mal die Hauptentwickler hätten davon gewusst, und dass man beim Datamining der ModularSystems-Bots vor einem Monat darauf zugegriffen hätte. Im Extremfall könne man durch diese Daten Rückschlüsse auf andere Accounts oder die RL-Identität ziehen.
Weiterhin mutmasst Spitfire Clary, die von ihm benachrichtigten Emerald-Entwickler hätten sich schockiert gezeigt, und er vermutet, JCool wird das Feature in Emerald belassen, nur die Kodierung anders vornehmen. Als Sofortmaßnahme empfiehlt Spitfire Clary, entweder auf OpenJPEG als Bibliothek zurückzugreifen oder die Kakadu-Version, die Linden Lab ohnehin verteilt.
Eine genauere Erklärung auf Englisch findet sich noch in diesem Blog.
Interessant wird es aber später im Thread, als sich der Emeraldentwickler LordGregGreg zu Wort meldet - und den Sachverhalt bestätigt.
Es handele sich dabei um eine geheime Erweiterung des Codes, den er hätte nicht sehen können. Er habe mit den Leuten (Onyx ist wohl gemeint) gesprochen, und dieser Code sei ursprünglich hinzugefügt worden, um festzustellen, ob andere Viewer illegal die EmKDU-Bibliothek benutzen würden oder nicht, da Phox für diese Bibliothek hätte bezahlen müssen und er alleine dazu das Recht habe.
Er hätte da nichts tun können, die EmKDU-Linzenz war für einen Entwickler gedacht, nicht ihn, Phox habe die Bibliothek nun gefixt und der Pfad würde nicht weiter in den Metadaten veröffentlicht.
Er entschuldigt sich dann noch zu den Emeraldbenutzern unter Linux und Macintosh, deren Benutzernamen so geleakt worden wären, und wünschte, er hätte davon früher erfahren.
Wer sich nicht sicher sei, der solle Emerald einfach erneut von der eite von modularsystems.Second Life herunterladen. Die neuen Binaries seien davon nicht mehr betroffen.




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