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Der Avatar ein erotisches "Wesen"

Dieses Thema im Forum "Sozialwissenschaft & Gesellschaft" wurde erstellt von Migon Aeon, 25. März 2009.

  1. Danae Magic

    Danae Magic Guest

    Ich glaub Chicco und Sylvie da muss ich euch recht geben, denke mal das wir hier etwas abgeschweift sind...

    In SL sind wir alle Pixelpüppchen... :)
     
  2. Xaver Odell

    Xaver Odell Aktiver Nutzer

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    Hehe nein da verwechselst Du was. Es geht nicht um die Farbe oder den Typ eines Prims, auch wenn er immer ein Prim bleibt selbst wenn ein Avatarname drüber steht. Sondern das es manche Leute tatsächlich schaffen sich in einen Prim zu verlieben oder ihn erotisch finden. Das hat nichts mit einer Homepage zu tun, sondern als ob jemand knutschenderweise mit seinem Toaster im Arm auf der Straße herum rennen würde, oder ins Restaurant geht und sich in das Schnitzel auf dem Teller verknallt. Es gibt Leute, zumindest lese ich das hier des öfteren davon, die stecken haufenweise Emotionen in einen Haufen Pixel, wohlgemerkt nicht in den Menschen hinter dem Avatar, sondern rein in den Avatarpixelhaufen selbst, was vollkommen irrational ist. Wenn jemand in der Öffentlichkeit seinen Kühlschrank heiraten wollte, dann würden wohl irgendwann mal die Männer mit der weißen Weste auftauchen.
    Und genau das ist der Punkt, sich von Äußerlichkeiten verblenden zu lassen, ist schon ein Stück weit naiv.
    Und es ist tatsächlich so, dass ich beim größten Teil meiner Onlinekommunikation eher Skype, EMail oder andere 2D Webboardmittel bevorzuge. SL dient rein zur dreidimensionalen Visualisierung von Objekten. Ich würde nicht einmal annähernd auf die Idee kommen, irgendwelche Gefühle für einen Prim, einen Kühlschrank oder ein Auto zu hegen oder es erotisch zu finden, mal abgesehen davon, dass mir dann sowieso das Nudelholz im Nacken schweben würde.
    Ich streite nicht ab, dass es solche Leute gibt, aber ich kann sie nicht verstehen. Vor allem wenn Leute anfangen ihre Kinder, ihre Familie, ihr ganzes Leben hinschmeißen, allein wegen ein paar Pixeln auf dem Monitor. Dann hat das meiner Meinung nach einen krankhaften Suchtcharakter.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte niemanden hier als suchtkranken Spinner betiteln, davon liest man schon genug auf Heise. Ganz im Gegenteil, ich komme aus der Webbranche und interessiere mich ganz besonders für innovative Technologien die zukünftig vielleicht ihren Einsatz im Internet finden werden. Erst gestern hat Mozilla angekündigt eine Web 3D API herauszubringen: http://www.golem.de/0903/66105.html
    die es vielleicht irgendwann einmal jedem erlauben wird, ohne viel Geld eigene dreidimensionale Webplattformen auf eigenen Webseiten zu erstellen.
    Viel schwieriger aber als die Technologie zu erstellen, ist es die Akzeptanz solcher Technologien bei den Nutzern zu erreichen. Sprich Leute zu finden, die diese Technologien ernstnehmen, Vorteile sehen und auch nutzen möchten. Wir wissen alle wie die Presse über SL und virtuelle Welten berichtet. Jemand der sich offenkundig dazu bekennt, läuft Gefahr schon beinahe als Ketzer oder Idiot oder potentieller Amokläufer dargestellt zu werden. Und genau gegen solche Vorurteile versuche ich anzugehen, diskutiere und argumentiere auch mit anderen Außenstehenden über die Nutzungsmöglichkeiten solcher Technologien, damit sich ebend niemand mehr verstecken muss, weil er einen Avatar in einer virtuellen Welt hat.
    Der eine oder andere kann sich gar nicht vorstellen, welche Diskussionen es allein schon beim Einsatz von "modernen" Webmitteln wie AJAX, Flash und CSS gibt. Selbst dabei schlagen sich die Experten schon beinahe die Köpfe ein, da rede ich dann noch nicht einmal von virtuellen Welten oder 3D.
    Also bleibt mir nur übrig auch die Nutzer solcher Technologien darauf hinzuweisen und den Leuten die das schlechte in solchen Techniken sehen, nicht auch noch Argumente zu liefern. Und SecondLife wird ebend derzeit sehr stark in Bezug auf Realitätsverlust gebracht. Leute, die zwischen Virtualität und Realität nicht mehr unterscheiden können. Leute, die jeglichen Bezug zur Realität verlieren. Und sich ebend in einen Pixelhaufen zu verlieben, IST nicht real, auch wenn der eine oder andere das nicht wahrhaben möchte und mich als bösen Onkel sieht, der sowas schlimmes sagen kann.
    Trefft euch im realen Leben, wenn ihr den Gegenüber dann immer noch erotisch findet und mehr draus macht, dann kann man wenigstens positiv argumentieren, dass es dem einen oder anderen etwas gebracht hat. Aber irgendeinem Avatar hinterherzuschmachten, hinterherzustalken oder die Erfüllung seiner erotischen Wunschträume in einer virtuellen Comicfigur zu sehen, kann doch nicht die Erfüllung des Lebens sein. Denn dann gebt ihr den Kritikern recht, die eine Gefahr in der sozialen und gesellschaftlichen Verkümmerung sehen.
     
  3. Ezian Ecksol

    Ezian Ecksol Guest

    So wie ich den Eingangspost verstanden habe, geht es hier überhaupt nicht um Gefühle und Bindungen, sondern nur darum, ob ein Avatar erotische Empfindungen bei einem Betrachter auslösen kann.

    Für mich kann ich sagen: ja, das kann ein Avatar, wenn er annähernd menschlich gestaltet ist und bestimmte Attribute hat. Allerdings eher so wie eine Zeichnung "sexy" sein kann. Und da kommt es ganz auf den eigenen Geschmack an. Letztlich wirkt der gerenderte, visuelle Avatar so ähnlich wie eine Illustration, Zeichnung, Gemälde wahrgenommen, und ich könnte jetzt aus dem Internet mal schnell sicher eine Menge Illustrationen rausfischen, die erotisch wirken.

    Allerdings ist diese visuelle Erotik (im Sinne von sexueller Ausstrahlung) sehr flüchtig und oberflächlich. Was ja nicht immer ein Nachteil sein muss.

    Aber wir erinnern uns daran, dass es eine ganze Filmindustrie gibt, die auf den oberflächlichen, expliziten sexuellen Reiz setzt, und das funktioniert. Mir kann also niemand erzählen, vor allem nicht Männer, dass ihr NIE JEMALS irgendeinen Avatar irgendwie sexy gestaltet gefunden habt. Selbst wenn ihr wisst, dass es "eigentlich nur eine Holzkiste" ist.
     
  4. Monalisa Robbiani

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    Richtig. Und dieses Irrationale nennt man Empathie, Fantasie, Kreativität und Vorstellungskraft. Das macht uns zu Menschen. Bevor es Web fünf acht und SL gab, gab es Kino und Fernsehen. Zu Tausenden flennten die Leute im Kino, wenn der Held stirbt. Noch viel früher nannte man das griechisches Theater, Roman, oder die Kunst, Liebesbriefe zu schreiben. Diese zutiefst menschlichen Eigenschaft, sich in fiktive Charaktere derart hineinzuversetzen, daß man deren fiktiven Gefühle empfindet, macht uns zu Menschen. Sonst wären wir Roboter.

    Übrigens beziehe ich mich damit nicht nur auf Liebesbeziehungen, sondern auf jegliche menschliche Regung, von Freundschaft bis Dankbarkeit, Neid bis Haß. Alles das kann man in SL erleben, als ob es echt wäre. Oder im Kino. Oder beim Lesen eines Buches...
     
  5. ElecV Voom

    ElecV Voom Forumsgott/göttin

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    In SL gibt es die "Anziehung auf den ersten Blick" irgendwie.. Man denkt an nix böses.. plötzlich erscheint ein Avatar der deine volle aufmersamkeit erregt und man schreibt ihn weil er auffällt, raussticht oder weil man ihn süss findet an...oder eben nicht.

    Durchaus hab ich schon Leute so kennengelernt.. Und nachher festgestellt das sie mich schon 4 Tage angucken und sich nicht getraut haben... aber ich sie wegen was dann anschrieb.
     
  6. Xaver Odell

    Xaver Odell Aktiver Nutzer

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    Genau, nur mit dem kleinen aber nachhaltigen Unterschied, dass man nach einem Film, Theater, Roman, Kunst und was weiß ich noch alles einen realen Nutzen zieht und nicht die Flucht in eine künstliche Welt begeht und von der Realität nichts mehr wissen möchte. Und genau das geschieht hier nur all zu oft. Ich habe schon genügend Leute in Secondlife getroffen, die spielen nicht eine Rolle, sie leben sie. Und dann wirds gefährlich, denn der eine oder andere vergißt dabei sehr schnell das sich sein wirkliches Leben nicht in der Virtualität abspielt. Mal angenommen Du triffst auf der Straße einen Menschen der angezogen ist, wie der Zwerg da in Herr der Ringe. Cool denkst Du Dir, hat er sich viel Mühe für sein Kostüm gegeben. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Zwerg stellst Du aber fest: Das ist aber gar kein Kostüm, sondern seine allgemeine Alltagskleidung und seine Aufgabe sieht er ernsthaft darin, rund um den Globus Orks zu jagen. Was denkst Du dann über einen solchen Menschen? Und genau das ist das Problem, welches ich mit Kritikern immer argumentieren muss.
    Ich sehe es überhaupt nicht als ein Problem, wenn jemand nach seinem Arbeitsalltag ein paar Leute auf einer Web2.0 Plattform trifft, andere gehen ins Fitneßstudio oder basteln Holzflugzeuge. Und alle wissen in der Regel auch sehr genau wo die Grenzen zu sehen sind.
    Irgendwann ist das Hobby mal zu Ende und man muss seinen realen Pflichten wieder nachkommen, die wir nunmal alle haben. Deshalb sagte ich ja auch (die Stelle zitierst du natürlich nicht gern) "Trefft euch im RL..." Secondlife oder sonstige Plattformen im Internet sind nur ein Werkzeug wie ein Handy, Hammer, Liebesbrief, nicht mehr und nicht weniger. Und wer sich in den Liebesbrief verliebt und nicht in den Menschen der ihn geschrieben hat, hat ein reales Problem.

    Nun erotische Empfindungen zähle ich mal zu einer Form von Emotionen. Und wie ich schon sagte, einmal hinzuschauen und zu sagen: Ja sieht gut aus. Zack Weg Weiter. Ist auch null problemo. Allerdings so, wie ich dies hier in diesem Forum schon allzuoft herausgelesen habe, bleibt es bei einigen ebend nicht nur dabei.

    Unbestritten gibt es genügend Leute die einen sexuellen Anreiz in irgendwelchen Pornofilmchen suchen. Warum auch nicht? Aber zwischen Anreiz und Ausleben liegen Welten. Wenn die einzige Erfüllung nur noch darin besteht diesen Anreiz allein in einer virtuellen Welt auszuleben, da man sonst keine Anreize mehr findet oder diese real ausleben kann, ist es ein klares Anzeichen dafür, nicht in eine virtuelle Welt zu fliehen, sondern mal zu schauen was da in der Realität nicht stimmt.
     
  7. Monalisa Robbiani

    Monalisa Robbiani Superstar

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    Ich würde mich mal mit der Geschichte des Fernsehens, des Radios und früher des Romans beschäftigen. Du wirst dich wundern, wie bekannt die Stimmen der damaligen Kritiker klingen.

    Verliebtheit ist immer auf eine Illusion bezogen. So ist sie definiert. Da ist es egal, ob diese Illusion durch einen Brief zustandekam oder durch eine flüchtige Begegnung in einer Bar. Verliebtheit lebt von der Ungewißheit und von den Informationslücken, die man mit blühender Fantasie ausschmückt. Verliebt ist man das, was nicht real ist, und von dem man sich wünscht, daß es real wird. Erst wenn Verliebtheit vorbei ist, löst sie sich entweder in nichts auf, oder in Freundschaft, oder es kann so etwas wie Liebe entstehen.

    Ja und? Ist das schlecht?

    Ist das nun eine Vermutung, oder sprichst du aus Erfahrung, oder was ist das?

    Siehe oben, lies in der Wikipedia ein wenig zum Thema Romane, Fantasy-Literatur, Realitätsflucht, Fernsehe, Radio, Medien. Die Kritiker sagen das gleiche seit Jahrhunderten. Nur die Realitätsfluchtdrogen von damals (=Bücher) werden heute als hohe Literatur den Schulkindern eingetrichtert.
     
  8. Mona .. ich dachte, es ging hier in diesem Thread um Erotik, nicht um Liebe ! Ich meine ja nur *stupst ihr mal freundschaftlich in die Seite* .....
     
  9. Danae Magic

    Danae Magic Guest

    *schaut verwirrt da sie den faden hier verloren hat*
     
  10. Danziel Lane

    Danziel Lane Superstar

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    Xaver, das verstehe ich nicht wirklich.

    Erkläre mir bitte, welchen realen Nutzen ich ziehe, wenn ich ins Kino gehe, um mir Starwars Folge XX anzuschauen, wenn ich mir Romeo und Juila anschaue, einen Roman von Terry Pratchett, Franz Kafka oder Agatha Christie lese, im Konzert den Frühling von Vivaldi auf mich wirken lasse oder im MOMA in New York die modernen Bilder ...
    Jedes Mal begebe ich mich in eine andere, künstliche Welt ... lasse sie auf mich wirken ... oder habe keinerlei Genuss von der Sache, wenn ich es schaffe mich komplett zu distanzieren.

    Und ja, wenn ich Vivaldis Frühling höre, dann möchte ich definitiv von der Realität nichts mehr wissen.

    Aber Flucht würde ich das dennoch nicht nennen.

    Es ist ein neues Medium, das wir Menschen nutzen können, von einigen ebenso verflucht und als gefährlich eingestuft wie früher moderne Kunst, die unmoralische Musik eines Vivaldi, oder die Buchdruckkunst, die es den Menschen ermöglicht, in eine andere Welt zu "entfliehen".

    Aber es ist eine Gabe des Menschen, Kreativität und Fantasie einzusetzen, und darum spricht nichts dagegen, sich in einen Romanhelden, ein Musikstück oder einen Pixelberg zu verlieben.

    Denn egal, für wie realistisch wir uns geben, für wie auf- oder abgeklärt wir uns halten, wir reagieren niemals auf die Realität, sondern immer nur auf die Landkarte, die wir uns in unserem Kopf davon gemacht haben.

    Dass es Menschen gibt, die mit einen Angebot nicht klar kommen (Nikotin, Alk, Filme, TV, Spielgeräte, Autos, ...) liegt nicht in erster Linie an den Medien oder Angeboten, sondern an den Menschen. Ich kenne auch Leute, die 100 mal in den gleichen Film gehen, dass sind 150 - 200 Stunden, das gleiche, was man bei 40-Stunden-Woche in einem Monat arbeitet.

    Dass Menschen mit einem Angebot nicht klar kommen, liegt nicht am Angebot.

    SL spricht nun einmal die Fantasie, die Kreativität, die Neugier, das Vorstellungsvermögen, das Sich-Einbringen-Können in eine andere Welt, den Wechsel der Sichtweisen intensiver an, als andere Medien das tun.
    Daraus entsteht für Menschen mit Genusssucht, mit Zwängen oder mit einer negativen Einstellung zum Leben die Möglichkeit dessen, was du Flucht nennst.

    Es sind vor allem Erwachsene, die glauben, aufgrund ihrer Lebens-"Erfahrungen" eine solche "Flucht" verdient zu haben, und die da bisweilen nicht so recht wieder rauskommen. Dann fängt aber die Hilfe bei diesen Menschen und ihren Lebensumständen und -einstellungen an, nicht beim Medium SL.

    Als Kinder haben wir alle gelernt, mit unserer Fantasie und Kreativität umzugehen, wir WAREN Cowboys und Prinzessinnen, einige hatten definitiv einen viruellen unsichtbaren Freund, der ihnen half (und das ist tatsächlich sehr gesund), wir konnten uns so richtig reinbringen in unser Spiel ... aber wir kamen auch sehr schnell wieder raus, wenn es Abendessen gab.

    Erwachsene schaffen oft diesen schnellen Umstieg nicht aus der virtuellen Fantasiewelt, haben ihn verlernt, sie möchten in der Welt bleiben, in der sie spitzenmäßig aussehen und was zu sagen haben. Die Fähigkeit der Kinder, schnell wieder aus ihrer Fantasie herauszukommen, ist ihnen verloren gegangen. Und die meisten nennen das dann: Lebenserfahrung.

    Aber SL spricht unsere wichtigsten Skills an und fördert sie: Kreativität, Neugier, Fantasie und vor allem ... um zum Thema zurückzukehren: die Fähigkeit zur Empathie, zur Zuneigung, und auch zur Liebe zu dem, was wir hinter einem Avatar sehen.
     
  11. Xaver Odell

    Xaver Odell Aktiver Nutzer

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    Hi Mona,
    ich denke die Argumentation gleitet jetzt auch in die Polemik ab, für so etwas fehlt mir ein wenig die Zeit, sorry. All die Fragen wurden ja auch vorhergehend schon beantwortet. Natürlich ist daran nichts verwerfliches, wer seinen Kühlschrank auch erotisch findet, soll das tun und ich muss demnächst halt so argumentieren: Ja es gibt da Typen die wollen ihren Kühlschrank heiraten, aber es sind bei weitem nicht alle. Schade nur das genau die es sind, die immer in den Pressemeldungen auftauchen und die allgemeine Akzeptanz für die innovative Technologie erschweren.

    @Danziel
    Der Unterschied ist, wie ich schon sagte, dass man nach einem Film oder Konzert die Welt verläßt, in die Realität zurückkehrt und nicht noch als Zwerg in Herr der Ringe rumrennt und Orkse jagt. ;) Lies da bitte nochmal oben, ich kanns leider nicht immer wiederholen, dazu ist meine Zeit zu knapp und kostbar. Es ist ein Unterschied den Zwerg zu spielen und ihn zu leben.

    Ja richtig, siehe Kühlschrank. Deshalb gibt es auch die ganzen Stalker die den "VIPs" nachstellen.

    Auch hier sagte ich ja schon, wenn man den Anreiz in der Virtualität sucht, ihn aber in der Realität auslebt, wird man keine Probleme haben ein solches Medium zu nutzen. siehe oben. ;) Derjenige für den die Virtualität aber zur Realität wird und meint auch wirklich fliegen zu können, hat ein Problem. Es geht nicht um Fantasie, Kreativität, Neugier - siehe Holzkiste, sondern um Leute die ihre Holzkiste, respektive Kühlschrank erotisch finden. Um es noch einmal zu verdeutlichen. Es ist kein Problem wenn jemand in einer virtuellen Welt sein Haus oder Prunkschloß oder weiß ich was nachbaut und das als ein paar Stunden Entspannung bei einem Hobby sieht. Oder wenn jemand für ein par Minuten mit anderen Leuten diskutieren möchte oder Erfahrungen austauscht. Problematisch wird es erst, wenn der Häuslebauer sich vom Rechner wegdreht und in den Raum brüllt: "Kinners, Martha, packt die Koffer wir wohnen ab morgen in Secondlife. Onkel Klaus lebt da auch schon." um es mal überspitzt darzustellen, vielleicht wird dann klar was ich meine. Aber das steht auch hier schon alles.

    So dann viel Spaß noch bei der Diskussion ich muss mal wieder an meine reale Arbeit, um reales Geld zu verdienen, um auch morgen noch reale Brötchen mit meinen realen Lieben essen zu können. ;)
     
  12. Ezian Ecksol

    Ezian Ecksol Guest

    Da haben wir es, das Missverständnis des Threads. "Erotische Empfindungen" können zwar recht intensiv sein, sind für mich aber keine Emotionen (wie Liebevollsein, Hass, Wut, Trauer etc.), sondern im Vergleich dazu fast eher was mechanisches. Vielleicht sowas wie "Körper-Gefühle", wobei die "richtigen" Gefühle einen eher geistigen Charakter haben, finde ich. Umgangssprachlich setze ich "Erotik" eher mit "Sexualität" gleich, du offensichtlich eher mit "romantischer Liebe mit sexuellen Aspekten".

    Aufgrund solcher Missverständnisse ist mir jetzt natürlich klar, warum die Hälfte des Threads hier über Liebe spricht.

    Da gebe ich dir 100%ig recht, doch mein Vergleich zu den Filmen der Sexindustrie mit dem Hinweis darauf, dass sexuelle Attraktion rein visuell, ohne jede Gefühle funktionieren kann, war eher gedacht, um zu illustrieren, dass es sich mit den Avataren in SL genauso verhalten kann, und nicht, um eine Diskussion um Moral, Ethik und Psychologie anzustoßen ;)
     
  13. Claro Laval

    Claro Laval Freund/in des Forums

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    Servus Xaver!

    [OT]
    Du schreibst...
    Keineswegs. Polemisch isses wenn
    • ich auf (D)eine "nicht bewiesene" Affinität zu Küchengeräten hinweise.
    • ich Dich bitte meinen Beitrag nicht zulesen, da ich Dir Deine Zeit nicht stehlen will.
    [/OT]

    Servus
     
  14. eighthdwarf Checchinato

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    Die Frage, ob Avatare als erotische Wesen angesehen werden können oder nur als Pixelfiguren, ist hauptsächlich eine psychologische, eine Frage der Akzeptanz und Vertrautheit - und dabei ist glaube ich die "Uncanny Valley"-Theorie von Masahiro Mori eine gute Hilfe. (siehe hier und hier)

    [​IMG]
     
  15. Monalisa Robbiani

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    Wow. Das Phänomne ist mir auch schon aufgefallen. Die Erklärung ist spannend. Super daß du das hier bringst.
     
  16. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    Da musste mich aber auch erst Blue Linden in einem Beitrag in der Bot-Diskussion drauf bringen ... :oops: