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Der Weg eines Mädchens...

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von ravina Fall, 6. Dezember 2009.

  1. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    @ Nelly: Definitiv zu früh! *schmunzelt* Ich habe Urlaub, macht euch ruhig auf 3 Wochen gefasst!
     
  2. Nelly Yumako

    Nelly Yumako Superstar

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    /me verzieht leicht verärgert das Gesicht und murmelt was von "wo gibts denn sowas?" und "ich werde mal den Wirt fragen.."


    ;) ((schönen Urlaub wünsch ich dir))
     
  3. Ekki51 Allen

    Ekki51 Allen Superstar

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    Schönen Urlaub Ravina und gaaanz viel Sonne :)
     
  4. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Sie kamen nur äußerst langsam voran und Ravina fürchtete mit jeder Ehn die verstrich, dass er es nicht mehr schaffen würde. Immer wieder sackte der Rarius halb in sich zusammen und nur mit aller Kraft konnte sie verhindern, dass er hart auf den Boden stürzte. Endlich erreichten sie das erste Haus und Ravina konnte in einiger Entfernung Stimmen hören, die aufgeregt zu Diskutieren schienen. Sie blieb heftig atmend stehen, holte dann tief Luft und rief laut: „Hilfe! Bitte helft uns. Hier ist ein verletzter Krieger!“ Kaum waren ihre Worte verhallt, verstummte die Diskussion hinter dem Haus und nur wenige Ihn später stürmten 2 Männer und eine Bond um die Hausecke herum. Einer der Freien nahm Ravina den Verletzten ab, legte ihn sanft auf das weiche Gras und tastete ihn sofort ab. Der andere schickte die Bond, in der Ravina erst jetzt das Mädchen Silly erkannte, weg, um den Heiler zu holen. Dann sah er scharf zu Ravina. „Wer bist du? Wo hast du ihn gefunden? Gehörst du etwa zu diesen Waldweibern, die uns so hinterrücks überfallen haben?“ Ravina schüttelte erschrocken den Kopf. „Aber nein, Herr. Ravina ist schon seit zwei Tagen hier im Dorf! Diese Sklavin hat mit den Pantherfrauen nichts zu schaffen!“ „Du solltest beten, dass ich nichts anderes herausfinde Kajira!“ knurrte er sie an, beachtete sie dann jedoch nicht weiter, drehte sich zu den beiden Männern um, kniete sich neben sie ins Gras und redete leise und beruhigend auf den Verletzten ein. Ravina lies sich völlig erschöpft zu Boden sinken und sah einfach nur stumm zu, wie die beiden sich um den Rarius kümmerten. Kurze Zeit später kam Silly mit einem fremden Mann in grünen Roben zurück, der wohl der Heiler des Dorfes sein musste. Dieser warf nur einen kurzen Blick auf den Kranken, dann sagte er ruppig: „Hier kann ich nichts für ihn tun. Bringt ihn sofort ins Heilerhaus!“ Er drehte sich abrupt um und schritt wieder in die Richtung davon, aus der er gekommen war. Die beiden Freien hoben den Rarius behutsam hoch. „Ihr folgt!“ sagte der Eine noch knapp zu Silly und Ravina, dann half er, den Verletzten beim Gehen zu stützen. Die beiden Mädchen folgten stumm zum Heilerhaus und Ravina sah erst jetzt, dass Silly leicht humpelte. Vor dem Haus wies man die beiden Sklavinnen an sich hinzuknien. Silly wartete bis die Türe des Hauses zuschlug, dann drehte sie sich mit wütendem Gesichtsausdruck zu Ravina und zischte: „Verräterin! Na warte! Die Schmerzen werde ich dir heimzahlen!“ Ravina sah sie völlig perplex an. „Aber Silly! Was soll das? Denkst du ich hätte dich mit Absicht gestoßen?“ Silly starrte sie mit einem derart hasserfüllten Blick an, dass Ravina zurück zuckte. „Was denn sonst?“ fauchte die Bond „Du steckst doch mit dem Pack unter einer Decke!“
    In diesem Augenblick öffnete sich die Türe und einer der Freien trat wieder heraus. Ein wenig erstaunt blickte er von einem Mädchen zum anderen, dann sagte er streng: „Was ist hier los? Silly! Rede!“ In den Augen des Bondmädchens blitzte es kurz triumphierend auf, dann wandte sie den Blick von Ravina ab und dem Freien zu. „Die Kajira hat mich von den Klippen gestoßen Jarl! Direkt zu den Panthern! Und nun muss ich humpeln und kann meiner Arbeit gar nicht nachgehen. Das Seidenpüppchen wollte, dass wir alle überfallen werden, ganz bestimmt!“ Ravina schnappte empört nach Luft und starrte die Bond wütend an. „Du bist ja verrückt, Silly! Ich bin einfach nur gestolpert! Das war alles! Was stehst du auch mitten im Weg rum!“ Der Jarl sah nachdenklich von einer zur anderen, dann packte er Ravina plötzlich grob am Haarschopf und zerrte ihren Kopf nach hinten, so dass sie ihn ansehen musste: „Warum sollte ich einer fremden Kajira Glauben schenken? Es ist schon seltsam, dass du hier auftauchst, dann werden wir überfallen und während des Überfalls setzt du auch noch eine Bond außer Gefecht! Ich hoffe für dich, dass du eine besser Erklärung findest, als Ich war es nicht“ Er lies abrupt los, verschränkte die Arme vor der Brust und sah ernst zu ihr hinab. „Nun? Ich warte!“
    Ravina war ganz blass geworden und stammelte leicht, als sie ihm antwortete. „Bitte, Herr, was… was soll Ravina denn noch sagen? Sie… ist mit dem Schiff hierher gekommen und ein Herr von hier hat sie aufgenommen. Dann… dann ist Ravina Silly begegnet, die ihr den Weg zum Hafen gezeigt hat, damit Ravina wieder nach Hause kann. Und dort waren die Panthermädchen… wie hätte Ravina das denn wissen sollen? Und hat Ravina euch nicht den verletzten Krieger zurück gebracht? Das hätte sie doch nicht getan, wenn sie zu den Panthern gehört hätte!“

    Unbemerkt war Auron zu der kleinen Gruppe hinzu getreten und hatte stumm dem Gespräch gelauscht. „Nun, ich denke, sie sagt die Wahrheit“ mischte er sich plötzlich ein. Der fremde Nordmann drehte sich erstaunt zu Auron, wartete, was dieser zu sagen hatte. „Sie ist vor zwei Tagen durchnässt und alleine hier angekommen. Ich habe sie in meinem Haus untergebracht. Allerdings…“ jetzt sah er scharf zu Ravina „allerdings habe ich nicht gesagt, dass sie auf eigene Faust zum Hafen schleichen und sich davonstehlen soll!“ Ravina sackte leicht in sich zusammen und schaute beschämt zu Boden. Auron wandte den Blick verächtlich von ihr ab und wieder zu dem Freien. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in der Zeit hier irgendwelche Pläne mit diesen wild gewordenen Panthermädchen geschmiedet haben soll. Aber wenn du dir nicht sicher bist und sie lieber bestrafen willst, dann tu das nur. Schick sie mir danach bitte in mein Haus, ich habe ihr auch noch einiges zu sagen!“ Ravina wurde noch bleicher und die Angst vor Bestrafung lies ihre Stimme beben. „Bitte, ihr Herren“ flehte sie „bitte bestraft Ravina nicht, sie hat nichts Unrechtes getan!“ Silly schnaubte, als sie Ravinas Worte hörte und murmelte leise, doch so, dass die Freien es mit Sicherheit verstehen würden: „Du hast mich verletzt und arbeitsuntauglich gemacht! Alleine dafür hast du Strafe verdient!“
    „Silly, es reicht jetzt!“ Auron runzelte verärgert die Stirn. „Geh an deine Arbeit, es gibt genug zu tun, das man auch mit einem verstauchten Fuß erledigen kann. Und wenn ich in den nächsten Tagen höre, dass du Ravina unnötig quälst, bist DU es, die ihre verdiente Strafe bekommen wird!“ Silly zog erschrocken die Luft ein, dann sprang sie so flink auf ihre Füße, als hätte sie den kleinen Unfall nie gehabt. „Ja, Jarl. Ich bin ja schon weg, Jarl“ stammelte sie und ging dann leicht humpelnd davon.
    Auron sah wieder zu dem Freien. „Was ist? Willst du sie noch strafen, oder kann ich sie gleich mitnehmen?“ Der Nordmann blickte noch einmal zu Ravina hinab, dann zuckte er müde mit den Achseln. „Nimm sie mit Auron. Du wirst schon tun was nötig ist. Ich werde kurz ins Heilerhaus zurückgehen und sehen was unser Verwundeter macht. Dann löse ich Arc unten am Hafen bei der Wache ab. Nicht, dass diese verrückten Weiber zurückkommen und noch mehr Schaden anrichten!“ Er nickte Auron noch einmal zu und ging dann wieder ins Haus, ohne einen weiteren Blick auf Ravina zu verschwenden. „Folge mir, Kajira!“ Kurz und streng klangen die Worte Aurons und die Sklavin stand hastig auf und folgte ihm.
     
  5. Steffi Darkwatch

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    Huhu
    /me springt vor Freude in die Luft und jubelt

    Neuer Stoff, neue Ware und wie immer super geschrieben.
    Danke Ravina

    Dicken Kusssssss
     
  6. MarieLena Messmer

    MarieLena Messmer Aktiver Nutzer

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    Daaaaanke, ravina...das ist super spannend geschrieben und kaum fertig mit Lesen, kann ich wieder nur ganz schwer die Fortsetzung abwarten

    LG Lena
     
  7. Steffi Darkwatch

    Steffi Darkwatch Superstar

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    /me schaut zu Herrin Lena

    Herrin habt Ihr immer noch diese komische Kniefallsucht und was ist das an eurem Hals?
    /me grinst
     
  8. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Auf dem Rückweg grübelte sie über eine möglichst gute Ausrede für ihr Verhalten nach, mit der sie den Freien eventuell besänftigen könnte, doch ihr wollte nichts Überzeugendes einfallen. Sie musste sich eilen um seinen großen Schritten folgen zu können und war ziemlich außer Atem, als sie endlich sein Haus erreichten. Auron stieß die Türe auf und deutete dann stumm hinein. Sie schob sich an ihm vorbei in den dämmrigen Raum und ließ sich dort augenblicklich auf die Knie sinken, in der Hoffnung, dass ihn dies ein Wenig besänftigen würde. Auron sah für einen Augenblick böse auf die kniende Kajira hinab, dann ging er in den hinteren Teil des Raumes, goss sich ein Getränk ein und nahm einen großen Schluck. Der grimmige Zug um seinen Mund hatte sich in der ganzen Zeit nicht gemildert. Ravina fühlte sich mit jeder Ihn elender, ihre Hände umklammerten krampfhaft ihren Camisk und sie wagte es nicht aufzublicken, voller Furcht, was sie in den Augen des Freien sehen würde. Aurons Stimme klang ruhig als er zu Sprechen begann. „Was glaubst du, würde man im Norden mit einer Bond tun, die tatsächlich so dumm ist einen Fluchtversuch zu wagen, Sklavin?“ Ravina wurde noch blasser im Gesicht, als sie es schon war und stammelte: „Einen… Fluchtversuch, Herr? Aber… aber das war doch kein, kein… Fluchtversuch… Ravina wollte doch nur…“
    „SCHWEIG!“ unterbrach Auron sie mit donnernder Stimme und von seiner Ruhe war nichts mehr zu merken. „Ich will deine Ausreden gar nicht hören! Ich habe dir gesagt, dass du hier bleibst, bis ich dich gehen lasse. Und wenn du meinst, trotzdem zum Hafen gehen zu müssen, so ist das ein Fluchtversuch, Sklavin!“ Er trat auf sie zu und starrte dann mit vor Wut funkelnden Augen zu ihr hinab. „Ich habe im Augenblick wirklich keine Zeit mich mit ungezogenen Südsklavinnen herumzuschlagen, geschweige denn, dich ständig zu bewachen, damit du mir nicht davon läufst! Und du kannst von Glück sprechen, dass dem so ist, Kajira, denn sonst würde dich meine Kurt lehren, was Gehorsam ist!“ Er knallte den leeren Becher auf den Tisch und wandte sich zur Türe. Grob stieß er sie auf, dann drehte er sich noch einmal zu Ravina um. „Mit dem nächsten Schiff wirst du nach Hause geschickt, aber sei gewiss, dass deine Herrin hiervon erfahren wird! Du wirst das Haus heute nicht mehr verlassen! Morgen kannst du dich im Dorf nützlich machen und wehe dir ich höre Klagen! Gegen Abend wird ein Schiff nach Süden aufbrechen. Ich sorge dafür, dass du an Bord kommst - mit einer Nachricht über dein unglaubliches Betragen an deine Herrin!“ Damit wandte er sich endgültig ab und ging mit polternden Schritten hinaus. Ravina sah ihm stumm und mit weit aufgerissenen Augen hinterher.

    Am nächsten Morgen wachte sie schon zeitig auf, doch wieder war der Jarl bereits aus den Fellen und hatte die Hütte verlassen. Diesmal war es ihr sehr recht, denn seine harschen Worte am Vorabend hatte ihr doch schwer zu schaffen gemacht und sie war sehr froh, ihm nun nicht in die Augen blicken zu müssen. Flink kleidete sie sich an und ging dann nach draußen. Die morgendliche Kälte kroch ihr sofort unter den Camisk und fröstelnd rieb sie sich über die Arme. Als sie beim Gehen ihren Blick über das Dorf schweifen ließ, entdeckte sie eine Bewegung auf einem der Hügel und Neugierde trieb sie den schmalen Pfad vor ihr hinauf. Schon nach einem kurzen Wegstück entdeckte sie vor sich eine Art Lagerplatz. Über vier dicken Pfosten war ein Dach aus dunklem Holz errichtet worden, das den Ort ein wenig vor Regen und dem rauen Wind in dieser Region schützen sollte. Auf dem Boden lag ein dickes bräunliches Fell und mittig darauf stand ein Tisch mit einem einlandenden, rotweiß karierten Tischtuch darüber. Um den Tisch hatte man einige Fässer gestellt, die sicherlich den Freien als Sitzgelegenheiten dienen sollten. Ganz hinten waren andere Fässer gestapelt worden und unzählige Kisten standen ohne ersichtliche Ordnung überall herum. Vier Bondmädchen, unter denen Ravina nur Silly erkannte, wuselten eifrig umher, gingen ihren Arbeiten nach und unterhielten sich dabei kichernd. Ein wenig scheu trat Ravina näher und beobachtete die Sklavinnen bei ihrer Arbeit. Von hinten hallte eine Stimme zu ihnen herüber und Ravina drehte sich um. Sie erblickte in einiger Entfernung einen Freien, den sie noch nicht kannte und der an ihr vorbei zu den Bonds sah, während er laut Anweisungen rief. „Zwei Met, ein Paga und bring am besten gleich den Brutwein mit, Elisa!“ Dabei lachte er dreckig, drehte sich um und stapfte in Richtung der Langhalle davon. Das Mädchen namens Elisa verdrehte lachend die Augen, blinzelte zu ihren Schwestern und sagte: „Ha! Diesen ewig nörgelnden Jarl bringe ich in Schwung, das könnt ihr mir glauben!“ Dann füllte sie geschickt zwei Hörner mit Met und einen Becher mit Paga, stellte alles auf ein Tablett und ging hüftschwingend los. Als sie jedoch Ravina kurz vor dem Lagerplatz entdeckte stockte sie und schaute sie dann von oben bis unten an. Silly hatte die Kajira nun auch bemerkt und ihr Gesicht verfinsterte sich. „Du bist ja immer noch hier, Seidenraupe!“ grummelte sie mürrisch und Ravina lief vor Ärger rot an. „Natürlich bin ich noch hier!“ giftete sie. „Wo soll ich auch sonst sein? Der Herr hat mich bisher nicht gehen lassen!“ Elisa beobachtete das ganze mit hochgezogenen Augenbrauen, sah erst zu Silly, dann zu Ravina und sagte spitz: „Sei friedlich du unfreundliches Ding und sei vor allem nicht frech zu Silly, sonst wirst du hier ganz schnell Sleenfutter!“ Silly grinste breit und ließ sich dabei seelenruhig auf einem großen Monoliten nieder, der am vorderen Pfosten des Lagerplatzes lag. „Ach, die ist sauer auf mich, Elisa! Dabei müsste ich sauer auf sie sein! Sie hat mich gestern bei dem Überfall vom Pfad ins Wasser geschubst, damit ich nicht helfen konnte!“ Ravina spürte wie die Wut wieder in ihr aufstieg, als sie Sillys Worte hörte und sie verschränkte die Arme vor der Brust und schnaubte. „ Ich bin sonst nie unfreundlich, aber Silly ist unmöglich! Wer soll denn so einen Unsinn glauben?“ Elisa schüttelte den Kopf und sagte dann schmunzelnd: „Na Rotschopf, vielleicht bist du ja die, die unmöglich ist? Wer weiß! Aber ich muss jetzt den Freien ihre Getränke bringen. Vertragt euch!“ Und sie ging, das Tablett geschickt balancierend, davon.

    Die beiden anderen Bondmädchen hatten das ganze stumm verfolgt, nun achteten sie nicht weiter auf Silly und Ravina und gingen, gemeinsam eine Kiste schleppend, davon. Silly lächelte versöhnlich zu Ravina. „Ich denke wir sollten uns wieder vertragen! Im Übrigen…“ sie sah an Ravinas Körper entlang nach unten bis zu ihren Füßen. „ …brauchst du dringend Schuhe! Du frierst dir hier ja sonst die Füße ab!“ Und sie deutete in eine Ecke, neben den Fässern, wo ein paar ziemlich derbe Männerstiefel standen und grinste dabei. „Die haben unserem Kajirus gehört, sind jetzt frei! Sicher nicht der letzte Schrei, aber warm!“ Ravina zuckte nur mit den Schultern und ging dann zu den Stiefeln hinüber. Es war ihr gleich, wie sie aussahen, wenn sie nur endlich wieder warme Füße hätte. Während Ravina die Stiefel begutachtete und dann hineinschlüpfte war ein Freier zum Lagerplatz gekommen und sah nun die Mädchen der Reihe nach prüfend an. „Tal, Sklavinnen! Ich hoffe ihr habt vor, die Brauerei zu putzen und nicht, meinen Met zu trinken!“ „Grüße, Jarl!“ Silly stand eilig auf und lächelte dann unschuldig zu ihm hin. „Wir haben nur Trinken geholt, Jarl. Elisa bringt es, weil Silly doch nicht in die Langhalle darf!“ Der Freie, den man im Norden unter dem Namen Arc kannte, runzelte die Stirn. „Hier ist aber keine Selbstbedienung! Und ich habe dir schon einmal gesagt, dass du ruhig in die Langhalle darfst, Silly!“ Die Bond schüttelte wild den Kopf. „Mein Jarl hat es vorhin noch mal ausdrücklich verboten, Jarl!“ Elisa war wieder von der Langhalle zurückgekommen und hatte die letzten Worte Sillys noch aufgeschnappt. Sie stellte sich neben sie, sah zu Arc und sagte: „Silly darf erst in die Langhalle, wenn ihr Jarl in ihr drin gesteckt hat! Ja, das hat er gesagt! Und irgendwas von Bienchen und Blümchen! Vorher habe sie nichts in der Halle verloren!“ Sie nahm Silly am Arm und zog sie mit sich. „Komm, wir gehen, sind alle komisch heute! Sichere Wege, Jarl!“ Der Freie sah ihnen verärgert hinterher und rief: „Das heißt aber noch lange nicht, dass ihr euch an meinem Met vergreifen dürft!“ dann drehte er sich mit einem resignierten Seufzen um und sein Blick fiel auf Ravina. „Und was tust du hier?“ Fragte er stirnrunzelnd. Sie hatte den beiden Bonds aus den Augenwinkeln hinterher geschaut und tat nun schnell wieder so, als sei sie völlig ins Stiefel anziehen vertieft. „Ravina zieht Stiefel an, Herr“ antwortete sie unschuldig. Arc seufzte: „Na, wenigstens eine, die nicht dumm daher redet. Dann zieh sie nur an, solange du nicht ewig hier im Weg herum sitzt.“
    Ravina sah auf. „Der andere Herr sagt, Ravina darf erst heute Abend gehen, also muss sie hier im Weg sein! Ravina will aber heim!“ Der Freie zog die Stirn kraus und blickte dann mit verschränkten Armen zu ihr hinab. „Heim? Wo ist das Kajira?“ Ravina hielt seinem kritischen Blick stand. „In Torburg, Herr. Kennt ihr Torburg? Dort ist es nicht so scheußlich kalt wie hier. Ravina bekommt schon Frostbeulen!“ Arc schaute einen Augenblick verblüfft, dann lachte er. „Ach was, du musst dich nur an die Kälte gewöhnen, das ist alles. Du hast jetzt Stiefel und kniest auf einem warmen Fell! Wo sollten da Frostbeulen herkommen?“ Ravina knurrte leise. „Ravina kann ja nicht den ganzen Tag am warmen Feuer und auf Fellen knien, Herr!“ sagte sie mürrisch. „Und außerdem… die Sklavin will doch nur heim!“ Arc schüttelte den Kopf und sah sie ernst an. „Eine Kajira, die Ansprüche stellt? Na, ich weiß ja nicht! Was erwartet dich denn in Torburg, das so viel besser ist?“
    Ravina sah ihn trotzig an. „Meine Herrin erwartet mich! Das ist keine Wilde, wie die Freien hier! Und die Kajirae sind alle sehr nett… nicht solche Zicken wie die Bondmädchen hier im Norden und überhaupt…“ sie deutete in einem Kreis um sich. „ Das hier ist doch alles nur barbarisch, Ravina will wieder in eine richtige Stadt!“ Sie hatte sich so in Rage geredet, dass sie gar nicht bemerkte, wie sich das Gesicht des Freien bedenklich verfinsterte…
     
  9. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Ohne Vorwarnung packte er Ravina am Kragen und zog sie ganz nah an sein Gesicht heran. „Ach, du nennst meine Brauerei also barbarisch?“ Er sprach sehr leise, doch der Ton in seiner Stimme fuhr der Kajira durch Mark und Bein und hastig stammelte sie: „Eure… Eure Brauerei? Aber nein, Herr. Ravina meinte doch nur... das... andere. Also… das außen herum… das hier ist… also…“ Schroff schnitt er ihr das Wort ab. „Ja, MEINE Brauerei! Meine Brauerei, die ich mir mit meiner Kraft und meinem Schweiß aufgebaut habe! Dort wo der beste Met des Torvaldslandes hergestellt wird und die weitläufig bekannt ist!“ Er stieß sie unsanft von sich und funkelte sie an. Ravina war hart auf Händen und Knien gelandet und nun hob sie den Kopf und erwiderte seinen Blick nicht minder funkelnd. „Das ist sicher etwas ganz Besonderes, Herr. Aber Ravina hat doch immer gehört das nur die primiti…“ im letzten Moment schluckte sie das Wort, trotz der brodelnden Wut in ihr, noch herunter „ähm, dass nur die Nordmänner Met trinken!“ Sie verstummte als sie sah, wie er die Arme vor der Brust verschränkte, ahnend, dass ihr Geplapper alles nur noch schlimmer machte. Seltsamerweise breitete sich plötzlich ein feines Lächeln auf dem Gesicht des Freien aus und er sagte mit trügerisch sanfter Stimme: „Ich denke es ist Zeit, das ich dir etwas nordisches „Ambiente“ näher bringe, Sklavin! Wir wollen doch, dass du dich an die barbarischen Dinge hier gewöhnen kannst, nicht wahr?“ Und er deutete ihr mit einer Hand an, aufzustehen. Ravina erhob sich und sah ihn misstrauisch an. „Nordisches Ambiente, Herr?“ fragte sie zögernd und fühlt sich mit einem mal ziemlich unbehaglich. „Komm mit, Sklavin! Du hast eine Aufgabe zu erledigen!“ Ohne auf ihre Frage weiter einzugehen, drehte der Nordmann sich um und ging davon.
    Ravina eilte hastig, ein wenig behindert von den zu großen Stiefeln, hinter ihm her. Sie gingen einen weiteren steilen Pfad nach oben, bis zu einer kleinen Anhöhe. Leicht versteckt hinter einer Hütte und ein Stück in den Hügel eingelassen, sah sie eine eiserne Gittertüre, vor der der Freie stehen blieb. Er kramte einen großen Schlüssel aus seinem Umhang heraus und sie hörte wie das Schloss quietschte, als er ihn herumdrehte. Er schob die Gittertür nach innen auf und blickte dann mit funkelnden Augen auf das Mädchen. „Nach dir, Sklavin!“ Er deutete in den finsteren Tunnel, der sich nun hinter ihm auftat. Ravina überfiel eine dunkle Vorahnung, doch ihr blieb kaum etwas anderes übrig, als ihm zu gehorchen. Sie drückte sich an dem Freien vorbei durch die schmale Türe. Vor ihr ging es leicht abschüssig in den Berg hinein. Zögernd setzte sie sich in Bewegung, doch ein unsanfter Schubs von hinten lies sie augenblicklich schneller laufen. Sie waren kaum eine Ehn gegangen, als der Weg in ein großes Gewölbe mündete. An der Wand lief rundherum ein breiter Holzsteg, der mit einem Geländer gesichert war, dazwischen schien es in die Tiefe zu gehen. Über dem Abgrund hing eine Holzbrücke an einer kompliziert wirkenden Seilkonstruktion. Ravina war stehen geblieben und ihre Augen wanderten langsam von links nach rechts, alles in sich aufnehmend. Und das mulmige Gefühl wurde immer stärker. Arc ging an ihr vorbei und betätigte eine Kurbel. Das schwere Holz setzte sich knirschend in Bewegung, sackte ein Stück nach unten und nun konnte man bequem vom Holzsteg aus, die Brücke betreten. „Los! Auf die Brücke, Sklavin!“ Arc ging mit festem Schritt voran und Ravina folgte ihm, wobei sie sich krampfhaft am Geländer festhielt. „Bitte sagt, Herr… wo sind wir?“ Sie hatte kaum die Frage gestellt, als der Freie den Seilzug betätigte und die Brücke Stück für Stück ruckartig in die Tiefe sank. Ravina schloss entsetzt die Augen und ihre Hände krallten sich noch fester um das Holz, voller Panik, dass sie nun sicher gleich in die Tiefe stürzen müssten. Doch sie landeten nur mit einem letzten Ruck auf dem Boden der Höhle und nun beantwortete Arc grinsend ihre Frage. „Dies, kleine Seidenkajira, ist der Kerker von Runar!“...
     
  10. MarieLena Messmer

    MarieLena Messmer Aktiver Nutzer

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    Hallo ravina :)
    Dankeeee! Die Geschichte ist ungewöhnlich kurz diesmal, aber genauso spannend wie die bisherigen. Hoffentlich müssen wir nicht lange auf die Fortsetzung warten.

    *lächelt so lieblich es ihr möglich ist um diese Uhrzeit*
     
  11. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Ach Lena, ich wollte euch nur nicht so lange warten lassen. Die Fortsetzung ist schon fast fertig!

    /me guckt ihn das lieblich lächelnde Nachtknittergesicht und grinst heimlich
     
  12. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    (Extra für die liebe Sura noch vorm Wochenende eingestellt!)

    Ravina sah ihn voller Entsetzen an und ihr wurde die Kehle eng. Stumm blickte sie sich um. Direkt vor ihr war über ein Drittel des ganzes Raumes ein Gitter in den Boden eingelassen, durch das man Wasser erkennen konnte, das sich hier wohl unterirdisch seinen Weg durch den Berg suchte. Eine aus Holz gezimmerte Konstruktion, die einem Kreuz ähnelte, stand über dem Gitter und Ravina versuchte sich nicht vorzustellen, wozu die Nordmänner es wohl benötigten. Der restliche Boden bestand aus braunem Gestein, unregelmäßig und an manchen Stellen von undefinierbaren dunklen Flecken durchzogen. Hinter ihr stand eine lange Bank mit seltsamen Rädern an beiden Enden und alle möglichen Kisten waren daneben aufgestapelt worden. An der hinteren Wand waren noch drei Holzkäfige mit Gitterstäben zu sehen.
    „Zieh dich aus, Kajira!“ Der scharfe Befehl des Freien riss Ravina aus ihren Betrachtungen. Sie zog gehorsam die Stiefel von den Füßen und stellte dann mit einem Schaudern fest, wie eiskalt der Boden hier war. Sie zögerte weiter zu machen und ihr Blick fiel noch einmal durch den Raum, auf der Suche nach einem Fluchtweg. „Wird es bald?“ Sein Ton war noch um einige Grade schärfer geworden und die Sklavin spürte, dass seine Geduld wohl am Ende war. Resigniert löste sie den Gürtel ihres Camisk und lies ihn zu Boden sinken. Dann hielt sie den Blick scheu von ihm abgewandt, sich ihrer Nacktheit nur zu deutlich bewusst. Sie spürte, wie ihr die Kälte langsam von den Füßen hoch, in den ganzen Körper kroch. Arc nickt zufrieden, dann zog er grob ihr Haar nach hinten, so dass sie ihn ansehen musste und sah ihr ernst in die Augen. „So, du denkst also wir sind hier Barbaren. Damit könntest du gar nicht so unrecht haben!“ Er lachte kalt und lies dann seinen Blick durch den Raum schweifen. „Siehst du das Blut, das hier überall klebt?“ Er machte eine bedeutungsvolle Pause, lies ihr Haar los und gab ihr so Gelegenheit sich noch einmal umzusehen. Ravina folgte seinem Blick und mit einem Mal fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. All die dunklen Flecken am Boden, auf dem Holz der Bank und auf dem Gitter… es musste das Blut der Gefangenen sein, die man hier unten eingesperrt und gefoltert hatte. Wimmernd sank Ravina vor dem Nordmann auf ihre Knie und sah dann flehend zu ihm auf. Arc sah für einige Ihn stumm und kühl zu ihr hinab, doch auf einmal begannen seine Mundwinkel zu zucken und in seine Augen trat ein belustigter Ausdruck. „Gut, Kajira. Du hast jetzt die ehrenvolle Aufgabe, das Verlies von Runar zu putzen!“ Er deutete auf eine der Kisten unter der Streckbank. „Da sind Putzsachen drin. Ich werde derweil nach Hause gehen. Wenn ich wieder komme, will ich keinerlei Blut mehr auf dem Boden und den Holzgeräten sehen!“
    Ravina blinzelte verwirrt und brauchte einen Augenblick, bis ihr klar wurde, was er gerade gesagt hatte und dass sie hier nicht als Gefangene eingesperrt werden würde. „Oh!“ war das erste was ihr entfuhr, dann konnte man deutlich sehen wie sich ihr Körper entspannte und die Erleichterung in ihrem Gesicht ausbreitete. „Ja, Herr! Das wird Ravina tun. Ravina wird alles ordentlich putzen!“ versprach sie eilig, bevor er es sich noch einmal überlegen würde. Arc nickte und konnte sich ein Grinsen nun nicht mehr verkneifen. „Schön! Und streng dich an! Und wenn ich wieder komme, dann sagst du mir noch einmal, ob wir hier Barbaren sind, oder nicht!“ Noch immer grinsend drehte er sich um und ging zur Brücke.


    Ravina sah ihm erleichtert hinterher. Doch als die Brücke langsam wieder nach oben glitt und sie plötzlich alleine da stand, spürte sie wieder dieses mulmige Gefühl, dass sie langsam von ihrem Bauch nach oben schlich und drohte ihr die Kehle zuzuschnüren. Erst das entfernte Quietschen der Gittertüre draußen, riss sie wieder aus ihrer Erstarrung. Sie nahm sich zusammen, ging zu der Kiste, die der Freie ihr genannt hatte und holte sich Tücher und einen kleinen Eimer heraus. An der Seite des Bodengitters war eine kleine Lücke gelassen worden, vor die Ravina sich nun kauerte, so den Eimer in das Wasser darunter tauchte und ihn füllte. Sie drehte sich um und besah sich die Blutflecken auf dem Boden nun genauer. Wilde Bilder begannen durch ihren Kopf zu rasen, die sie mit aller Macht versuchte wegzudrücken. Als sie ihren Lappen in das Wasser tauchte und begann den Fleck weg zu schrubben stieg ein leichter Blutgeruch auf und Ravina begann vor Ekel zu würgen. Sie ballte ihre linke Hand zur Faust und schloss für einige Ihn die Augen. Sie musste sich jetzt zusammenreißen, das wusste sie. Als sie die Augen wieder öffnete, hatte der Brechreiz ein wenig nachgelassen und sie zwang sich weiter zu machen. Die Zeit kam Ravina wie eine Ewigkeit vor, während sie frierend auf dem Boden kniete und einen Fleck nach dem anderen weg zu putzen. Als sie damit fertig war ging sie vorsichtig über das Gitter, jeden Blick nach unten vermeidend und putzte das Holzkreuz. Wieder schob jeden Gedanken an den Daseinszweck der Foltergeräte hier unten weit von sich und konzentrierte sich nur noch darauf, die Aufgabe, die man ihr gestellt hatte, sorgfältig auszuführen. Sie war gerade fertig und ging wieder vom Gitter herunter, als sie hörte, wie sich die Brücke über ihr in Bewegung setzte. Rasch sah sie sich noch einmal um, ob auch alles sauber war, dann stellte sie ihren Eimer beiseite, kniete sich nieder und versuchte nicht allzu sehr vor Kälte zu schlottern. Abwartend sah sie zur Brücke, die sich langsam zu ihr herabsenkte. Arc hatte die Zeit zuhause wohl genutzt um sich in aller Ruhe umzuziehen und nun trug er statt seines Braumeistergewandes eines aus feinstem Stoff, das so gar nicht in diese Umgebung passen wollte. Er schritt zu Ravina, sah auf das zitternde Mädchen hinab und sagte ruhig: „Nun, Sklavin, was ist jetzt mit den Barbaren?“ Ravina blickte zu ihm auf und ihre Stimme zitterte vor Kälte als sie antwortete. „Hier gibt es keine Barbaren, Herr. Das hat Ravina nun verstanden.“
    Arc nickte bedächtig und gab ihr dann ein Zeichen aufzustehen. „Nun, dann lass mal sehen, ob du ordentlich gearbeitet hast!“ Mit langsamen Schritten ging er durch das Verlies, schaute genauestens in jede Ecke und überprüfte die Geräte. Er fuhr mit einem Finger über das Rad der Streckbank und sah dann stirnrunzelnd darauf. „Was ist das? Hier ist noch Staub, Sklavin“ Ravina lief zu ihm hin, sah den Staub auf seinen Finger und die Angst, dass er sie vor Unzufriedenheit doch noch hier einsperren würde, lies ihr Herz schneller schlagen. „Das muss Ravina vergessen haben, Herr.“ Sagte sie hastig „Bitte verzeiht. Die Sklavin wird das sofort wegputzen!“ Arc nickte nur und sah denn dem nackten Mädchen hinterher, wie sie noch einmal zu ihrem Putzeimer zurücklief, ihren Lappen holte und dann sorgfältig über die Räder der Bank wischte. Er schmunzelte und sah anerkennend zu, wie ihre Hüften sich dabei hin und her bewegten. Ravina spürte nichts von seinen Blicken. Sie schaute noch einmal prüfend über die Streckbank, dann drehte sie sich zu ihm um. „Nun ist alles sauber, Herr!“ Und hoffnungsvoll fügte sie hinzu: „Darf die Sklavin sich jetzt wieder anziehen, Herr?“ Arc sah sie für einen Augenblick prüfend von oben bis unten an und Ravina wurde tiefrot. Doch dann nickte er und sagte freundlich: „Du hast deine Aufgabe zufrieden stellend erledigt, Sklavin und es ist tatsächlich verdammt kalt in diesem Kellerloch. Zieh dich an und dann darfst du mit mir wieder nach oben fahren.“ Erleichtert ging Ravina in die Ecke wo sie ihren Camisk hingeworfen hatte und schlüpfte wieder hinein. Der Stoff war klamm und kalt, doch es war weit besser, als weiterhin nackt hier frieren zu müssen. Sie zog ihre Stiefel über die Füße, dann ging sie wieder zum Freien. Arc sah leicht belustigt zu, wie flink sie in ihre Kleidung schlüpfte, dann ging er zur Brücke, wartete, bis sie bei ihm stand und betätigte erneut den Flaschenzug um sie nach oben zu heben.
    Als sie wieder vor dem kleinen Hügel standen und er die Türe hinter sich verschlossen hatte blickte Arc noch einmal ernst zu der Sklavin. „Ich hoffe du hast gelernt, das wir hier keine Barbaren sind, sondern Nordmänner! Und du solltest außerdem wissen, dass meine Brauerei mein Heiligtum ist! Und nun lauf! Auron sagt, dass du mit dem Schiff heute Abend auslaufen sollst. Elisa wird dich noch zum Hafen begleiten!“ Kleinlaut blickte Ravina zu dem Freien. „Es tut der Sklavin wirklich leid, Herr. Sie wird nie mehr schlecht über die Nordmänner reden. Danke, das Ravina nun gehen darf... und sichere Wege, Herr“ Sie drehte sich um und lief hastig davon.
     
  13. MarieLena Messmer

    MarieLena Messmer Aktiver Nutzer

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    Uhhh, wie toll, ravina! Danke nochmal.
    :respekt
     
  14. Indira Furse

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    Daaaaaaaaaankeschön :wink:

    Wie immer sowas von schön geschrieben..., lass uns bitte nicht zu lang auf eine Fortsetzung warten..., büdde :smile:
     
  15. Nelly Yumako

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    Genau! Ist bald wieder Wochenende 8)
     
  16. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Tatsächlich hatte Elisa schon auf Ravina gewartet und war dann mit ihr zum Hafen hinab gegangen. Es herrschte nun reges Treiben dort, doch das Bondmädchen hieß Ravina zu warten und bahnte sich gezielt einen Weg durch die Freien. Sie ging auf einen dicklichen, graubärtigen Mann zu und redete auf ihn ein. Der Freie hörte dem Mädchen kurz zu, dann glitt sein Blick suchend durch die Menge, blieb an Ravina hängen und er nickte, sprach ein paar knappe Worte zu Elisa und wandte sich dann ab. Diese ging nun eilig zu Ravina zurück. "Es ist alles in Ordnung, der Kapitän sagt, du sollst zu ihm kommen. Er wird dich in Torburg dann von Bord lassen." Sie lächelte Ravina zu und nahm sie kurz in den Arm. "Ich wünsche dir alles Gute, Seidenkajira" Ravina erwiderte die Umarmung und sagte schmunzelnd: "Danke, du Nordding. Ach, du glaubst ja nicht, wie ich mich freue wieder in den warmen Süden zu kommen!" Sie bückte sich, zog die Stiefel von den Füssen und reichte sie Elisa. "Die gehören mir nicht. Und ich werde sie auch schon bald nicht mehr brauchen!" Sie versuchte, die Kälte zu ignorieren, die augenblicklich in ihr nach oben kroch. Elisa nahm die Stiefel lächelnd entgegen, dann schaute sie mit hochgezogenen Brauen auf die Tunika des Mädchens. "Die gehört dir aber auch nicht, oder? Zieh dich lieber aus, bevor du Ärger bekommst!" Ravina sah sie missmutig an, doch sie wusste, dass Elisa recht hatte. Mit zusammengepressten Lippen streifte sie die Tunika von ihrem Körper und reicht sie dann der Bond, den Blick gesenkt. Elisa lachte nur, nahm das Kleidungsstück entgegen und gab Ravina dann einen sanften Stups in Richtung des Kapitäns.

    Die Überfahrt dauerte fast zwei Tage, da der Wind den Seeleuten nicht hold war und Ravina wurde die Zeit schnell lang. Man hatte sie und ein paar andere Mädchen von der ersten Ehn an unter Deck in einen Käfig gesperrt. Es war duster und muffig in dem Laderaum. Immer wieder sah Ravina Schatten über den Boden huschen und sie machte sich möglichst klein in ihrem Käfig um nur ja nicht zu Nahe zum Gitter und somit in Reichweite der bissigen Nager zu kommen, die zweifellos dort unten waren. Die Mädchen waren alle geknebelt worden, damit sie nicht miteinander sprechen konnten und so würde sie auch nicht um Hilfe rufen können, falls eine der Urts ihr tatsächlich zu nahe käme. Zweimal am Tag kam einer der Seemänner und brachte den Mädchen ein wenig Essen und Wasser, das war die einzige Abwechslung.
    Endlich, am Abend des zweiten Tages, war zu spüren, wie das Schiff langsamer wurde, von oben war hektische Betriebsamkeit zu vernehmen und dann wurde die Luke zum Laderaum geöffnet. Tageslicht fiel auf die blassen Gesichter der Sklavinnen in ihren Käfigen, die nun aufgeregt den zwei Seemännern entgegensahen, die vorsichtig die steile Leiter zu ihnen hinab kletterten. "Hände auf den Rücken, Blick gesenkt!" bellten die Befehle der Freien und die Mädchen kamen hastig der Aufforderung nach, hoffend, dass man sie umso schneller aus ihren engen Gefängnissen heraus holen würde. Ravina spürte, wie sich Sklavenfesseln um ihre Handgelenke legten, dann wurde der Käfig geöffnet und starke Männerhände hoben sie heraus und stellten sie auf dem Boden ab. Von der Luke her hallte eine Männerstimme nach unten: "Die vier Blonden für Talbot und das rothaarige Ding geht auch mit raus. Die überstellt ihr am Besten an den Sklavenhändler, der soll dafür sorgen, dass sie nach Torburg gebracht wird!" Die beiden Männer nickten, dann packten sie zwei schöne, schwarzhaarige Mädchen, die sie zuvor erst herausgehoben hatten, und hievten sie wieder in ihre Käfige. "Ihr habt es gehört, ihr seid noch nicht dran!" sagte der eine lachend und ein enttäuschtes Stöhnen war von beiden zu hören. Nun wurden Ravina und die vier anderen Mädchen mit Ketten an einer Führungsleine festgemacht und nach oben gebracht, wo sie sich in einer Reihe niederknieten. Gierig sog Ravina die frische Luft an Deck ein. Warm war es, endlich wieder warm, und es roch hier auch ganz anders als im Norden. Sie brauchte einige Ehn um sich wieder an das helle Licht zu gewöhnen, doch dann ließ sie ihren Blick zum Land hin schweifen. Der Hafen Talbots lag direkt vor ihr und sie sah über die vertraute Silhouette der Stadt.
    "Wieder zuhause" dachte sie froh und doch wurde ihr die Kehle eng, bei dem Gedanken, dass sie nun schon bald ihrer Herrin würde gegenübertreten müssen.
     
  17. cleo Rexie

    cleo Rexie Neuer Nutzer

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    /me stellt sich in die mitte des raumes und senkt den kopf *auch ich bin ravinasüchtig... *

    deine geschichte ist einfach genial .. ich lese sie sehr gerne...
     
  18. Steffi Darkwatch

    Steffi Darkwatch Superstar

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    Willkommen Cleo. Du siehst du bist nicht allein,:)
     
  19. Viktor Krastins

    Viktor Krastins Aktiver Nutzer

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    Wo gehts hier zur Selbsthilfegruppe für Ravinasüchtige?


    "Hallo, mein Name ist Viktor und ich habe ein ravinaproblem." :)
     
  20. Nelly Yumako

    Nelly Yumako Superstar

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    /me holt noch einen Stuhl und stellt ihn zu den anderen

    Setz dich doch, Viktor und erzähle, wie es dazu kam...






    :smile: