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Die zweite Pilgerreise durch das Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Sonstige Welten" wurde erstellt von Llewelyen, 16. Dezember 2011.

  1. Llewelyen

    Llewelyen Neuer Nutzer

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    Nun, gestattet mir mich kurz vorzustellen, mein Name ist Llewelyen und ich begleite die Reisenden für eine Weile, die nunmehr erneut aufgebrochen sind um alte Bekannte wiederzusehen oder neue Länder zu bereisen.

    Auch für mich und meine Wolfsgefährtin Minuial ist es die erste Pilgerreise während manche Reisende schon eine ganze Weile unterwegs sind.

    Für Magistra Tarina, die diese Reise ebenfalls begleitet und die sich mit mir die Aufgabe teilt, diese Fahrt zu dokumentieren, ist es wohl schon die zweite abenteuerliche Unternehmung dieser Art.

    Unser Reisegefährte Seda, ein Zwerg und sicherlich durchaus versiert im Umgang mit der Axt, sowie Lady Kara und Sir Hartmut Adept der Magierakademie in Carima begleiteten uns, während die anderen Reisenden wohl erst nächste Woche zu uns Stoßen können.


    Unser gemeinsamer Aufbruch aus Carima Stadt, wo einige der Reisenden und auch ich zu hause sind, wurde fast durch den extremen Wintereinbruch vereitelt, doch gelang es uns schließlich das tief verschneite Gebiet zu verlassen und uns bis Canavaron durchzuschlagen.

    Canavaron - Hogewald Teil 1

    Begrüßt wurden wir in Canavaron von Lukuar - dem einzigen Drachen dieses Gebietes und wohl selbst ein Reisegefährte von Magistra Tarina, wie ich erfahren habe.
    Für diese Reise jedoch führte er uns selbst herum in einem Land, das bisher noch niemand für sich beansprucht hat.

    Ein wildes, hügeliges und ursprüngliches Land in dem die menschlichen Einwohner noch mit harter Arbeit ihr Dasein fristen.
    Das kleine Dorf aus Holzbauten, das wir zunächst besuchten, wirkte fast wie ausgestorben, aber sicherlich war zu unserer Ankunftszeit fast jeder Einwohner noch bei der Arbeit.

    Wir kamen auch bei der Schmiede von Meister Ekki vorbei, der vor mir die Reiseberichte geschrieben hat.
    Eine imposante Werkstatt erwartete uns - viel größer als die Schmiede in Carima Stadt und nach den Worten unseres Gastgebers auch dringend benötigt, denn das rauhe Land ist nicht grundlos so dünn besiedelt und ohne Herrscher:

    Wie wir erfuhren leben auch Dunkelelfen in den Tunnelsystemen und Höhlen tief unter dem Land und obwohl diese Höhlen tief unter der Oberfläche liegen, muss es in Canavaron wohl Ausgänge geben.

    Die Einwohner Canavarons sind wehrhaft und die allermeisten scheinen mittlerweile in der wesentlich größeren und sehr gut befestigten Festung oberhalb der Stadt zu wohnen.
    Waffen aller Art werden also dringend benötigt.

    Wie uns Lukuar erzählte leben auch die Skorpione in dieser Burg, eine Gruppe vermummter Krieger, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Drows zu jagen und zu bekämpfen wo immer diese die Oberflächenbewohner überfallen.


    Man warnte uns eindringlich allzu unvorsichtig durch die Wälder zu streifen, da nicht nur Drows sondern auch Diebesgesindel und Halsabschneider in den Wäldern leben sollen. Eine Gruppe die sich selbst Magna zu nennen scheint und wohl nicht einmal vor Mord zurückschreckt.

    Dennoch beschlossen wir noch eine Weile in Canavaron zu bleiben und hatten auch Gelegenheit die imposante Burgveste zu besuchen.
    Bei Bedrohung durch Dunkelelfen und Räuber schien uns das der richtige Ort auch zu übernachten, doch zunächst führte uns der Drache durch die Vorburg und schließlich auch die Hauptfestung.

    Zwar sagte er die Burg wäre nicht besonders groß, doch für diesen eigentlich recht wilden Landstrich durchaus ein riesiges Bauwerk. Meterdicke Mauern und teilweise in den Fels getriebene Räume bieten wohl ausreichend Schutz und die wehrhaften Einwohner, von denen wir später noch einen kennenlernten, gaben uns das Gefühl hier die Nacht sorglos verbringen zu können.

    Gastfreundlich wurden wir nicht nur durch die vielen Räumen, die imposante Bibliothek und sogar den Magierturm der Burg geführt, sondern schließlich auch in die Taverne in den Kellern eingeladen, wo wir auch die Magierin Magistra Aischa antrafen, die uns wie wir hoffen morgen noch etwas Zeit für uns hat, da vor allem Magistra Tarina und Adept Hartmut viele Fragen haben und auch ich muss zugeben dass ich sehr neugierig bin mehr über die magische Seite dieses Ortes zu erfahren.

    Dennoch begaben wir uns an diesem Abend bald in die Gaststuben da meine Gefährten müde von der Reise waren.

    Und ich hoffe unser zwergischer Begleiter schnarcht nicht allzu laut, da wir uns mit ihm ein Zimmer teilen.

    (( Die Pilgerreise findet jeden Mittwoch ab 20:00 Uhr statt. Wer Lust hat zu uns zu stoßen kann sich bei mir gerne melden ))
     
  2. Llewelyen

    Llewelyen Neuer Nutzer

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    Drew mit Tali in Carima vor der Abreise[align=center][/align]

    Dieses Mal hatte ich (nämlich DREW) Glück mitzudürfen.
    Llewelyen musste zu hause bleiben und dafür war auch endlich wieder Tali mit dabei.

    Dieses Mal wollten wir in einen Orts namens Heavens Own reisen.
    Lady Tarina, Mucki, Sir Hartmut und Lukuar unser Drachischer Reisebegleiter waren mit von der Partie.
    Wir hatten auch das Glück Ekki dort zu treffen, der allerdings wegen einer Armverletzung nicht lange mit uns herumziehen konnte sondern sich lieber hinlegen wollte.


    Heavens Own ist ein lustiger Ort. Eigentlich ist da ja schon Winter, aber gewisse Landesteile wissen davon offensichtlich nichts - dank der Anwesenheit einiger magischer Kreaturen, die dafür sorgten, dass wir nicht allzusehr froren.
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    Gastfreundlich wurden wir dort aufgenommen und von Schmied Janos und Frau Isabella herumgeführt und am Schluss gabs in der Taverne ne dicke Brotzzeit und Eintopf. (Vielen dank an Ethena, die uns bewirtet hat)
    Aber ne, ich denke natürlich nicht nur ans Essen sondern beschreibe mal, was wir so gehört und gesehen haben:


    In Heavens Own gibt es Lykaner.
    Das ist sowas wie ein Werwolf, nur hier sind sie nett und flauschig. Zumindest der, der uns mit herumführte war wirklich net und ja.. auch flauschig. Und er haart nicht nur, sondern versteht sich auch aufs Meetbrauen und war auch sonst echt umgänglich.
    Lykaner mögen aber keine Vampire und ob es in Haevens Own welche gibt hab ich nicht nachgefragt.

    Jedenfalls gibts dort Elfen, und Faune und DROW. Aber anstatt alle zu überfallen und umzubringen betreiben die Drow ein Handelshaus und kaufen die Sachen einfach ein, die ihnen gut schmecken oder gefallen.
    das ist natürlich eigentlich nicht blöd, weil so eine Kriegführung wahrscheinlich mehr Geld verschlingt als die Beute dann einbringt.
    Leider haben wir keine von den "netten" Drow getroffen, obwohl mich das ja schon mal interessieren würde.

    Und der Fürst war auch nicht im Land so dass wir das Schloss nicht zu Gesicht bekamen. Schade eigentlich, denn aus der Luft sah es echt fein und vornehm aus.

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    Und wenn man in der Luft ist, kann es einem passieren dass man einem Gargoyle über den Weg fliegt. So eine Art Vogel, nur eine Spur drachischer. Die Gargylen jedenfalls verhindern wohl erfolgreich, dass der kleine Ort von außerhalb angegriffen wird.

    Richtig nett ist auch das Teehaus -war natürlich ausgerechnet zu, als wir kamen.
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    Die Lykanerhöhle die wir zuletzt noch besichtigt haben war weniger spektakulär, aber riesig groß und immerhin mit Einrichtung versehen.. aber es roch irgendwie nach nassem Hund.
    und jede Menge Jagdbeute hatten die herumliegen, aber so gierig waren wir dann doch nicht uns da zu bedienen.

    Dafür hat Lady Tarina auf dem kleinen Markt ein wenig eingekauft und unser Abend wurde fast noch feucht fröhlich in der gemütlichen Taverne.. naja, wenn man keine sperrigen Flügel hat is sie jedenfalls gemütlich.

    Wir werden sicher mal wieder hinreisen und dann hoffentlich auch den Rest sehen.

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    Der Ort von Oben
     
  3. Llewelyen

    Llewelyen Neuer Nutzer

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    Start der Führung in Canavaron Hogewald, wir wollen zu den Drows, aber keiner will eigentlich so richtig
    Lukuar (hier in Grün) wird uns bis zu den Eingängen bringen, er kennt sich ja hier aus -zumindest an der Oberfläche -, danach jedoch sind wir auf uns gestellt.

    Ich mache mir fast in den Lendenschurz, aber Magistra Tarina ist sich sicher, dass die Drow unser Angebot annehmen.
    Sie hat ihren besten Met, etwas Wein und Honig mitgebracht - als Tavernenebesitzerin sitzt sie ja an der Quelle.
    Und wir wissen ja schon aus Heavens Own dass diese Drow dort einen Handelsposten haben, eventuell sind sie also sogar interessiert daran - anstatt uns die Köpfe abzuhacken.

    Lord Etril von Valenor, der selbst gute Kontakte nach Heavens Own hat, ist ebenfalls dabei um hier seine Fühler auszustrecken.
    Ich weiß ja nicht so recht... Ob diese Drow Frauen überhaupt mir einem Mann verhandeln?

    Dann ist da noch eine Drow, die sich unserem Reisezug angeschlossen hat, was die will und wieso genau sie mitkommt sagt sie nicht. Aber vielleicht rettet uns das die Haut hier.
    Ansonsten weiß ich nicht ob ich dieses Frauenzimmer gern in der Reisegruppe hätte.

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    Eine finstere Gestalt erwartet uns schon am Eingang irgendwo in den Höhlen, durch die wir uns halb blind durchgetastet haben.
    Feuer sollten wir nicht anmachen hat man uns gewarnt, das würde nämlich irgendwelche Viecher anlocken.
    DAS da jedenfalls sieht nicht aus wie eine Drow. Eher ein Dämon. Oder ein Mischwesen?
    Ich weiß es nicht und wills eigentlich auch nicht wissen, aber das Wesen bleibt höflich und führt uns zum Thronsaal, als wir vortragen, dass wir Händler sind und Waren dabei hätten.

    Irgendwie hab ich trotzdem das Gefühl, dass wir momentan eher Gefangene sind und erst als Händler gesehen werden, wenn die hiesige Matrone einen guten Tag hat.


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    Im Thronsaal empfängt man uns, aber irgendwie hatte ich das Gefühl die anderen Drows vor dem Thron warten nur darauf uns endlich umbringen zu dürfen.
    Yafila, die weiße Wölfin von Ekki wollten sie als Pelzmantel und fragten mich was sie kostet.
    Hab sie natürlich nicht hergegeben.
    Tarinas Waren scheinen ihnen aber zu gefallen. Die Drow bleiben höflich und interessiert, als es der Matrone schmeckt.
    Natürlich ließ sie jemand vorkosten. Soweit traute sie uns dann auch nicht.
    Aber als sie sagt wir hätten nun ihre Gastfreundschaft und das Gastrecht, fällt mir ein mittleres Gebirge vom Herzen.
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    Schließlich kommen sie überein, dass wir bleiben dürfen, man zeigt uns sogar ein paar Orte, und etwas widerwillig komme ich mit auf die Stadtrundführung.

    Die ganze Zeit über schleichen uns einige dieser Dunklen Gestalten nach und behalten uns schön im Auge.
    Richtig heimelig hier!!



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    Wir sind irgendwo im Underdark, aber keiner kennt sich mehr aus, wir hoffen nur, dass wir wieder rauskommen.


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    Die Drow zeigen uns dass sie ein Lazaret haben
    allerdings ist das nur dafür da "damit man die frisch Geheilten anschließend nochmal foltern kann", wie sie uns sagten.
    Was soll man da noch sagen?


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    Ich stehe auf einem Balkon und sehe über die Stadt. Unglaublich was in diese Höhlen hineinpasst. Hier könnte man fliegen und würde nirgends anstoßen.
    Man hat uns aber davon abgeraten - die Dächer sind gifitg.
    Ein Überblick
    Noch ein bisschen Umsehen

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    Die Folterkammer..


    Den Tempel durften wir nicht betreten.


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    Die Flora und Fauna da unten ist jedenfalls ganz anders als alles was ich kenne.

    Ein paar Impressionen noch
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    noch nie war ich so froh wieder an der Oberfläche zu sein.

    In der Stadt war nicht mehr viel los und auch Ekkis Schmiede war verwaist, als wir hochkamen.
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  4. Llewelyen

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    Unsere letzte Pilgerreise konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht niederschreiben, das hat Isabella übernommen Danke, Sie ist hier zu finden

    CARIMA, Herzogsburg

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    Unsere Reise aus Heavens Own verlief bisher sehr ruhig und in Carima Stadt konnten wir ebenfalls danke des nun wieder eisfreien Hafens die anderen Mitreisenden abholen.

    Lukuar aus Canavaron fand seinen Weg wie immer ganz allein zu uns und wie wir festellten, hatten sich auch einige ganz neue Reisende unserem kleinen Tross angeschlossen.

    Schon im Vorfeld hatten wir gehört dass in (Alt)Carima nur Menschen leben und diese einem Glauben anhängen der dem in Carima Stadt sehr ähnelt, mit der Ausnahme, dass es im Lande Carima offensichtlich sehr viele Menschen gibt, die Drachen und andere Wesenheiten fürchten und ihren Glauben sehr viel strenger auslegen.

    Man legte mir sogar nahe meine spitzen Ohren zu verstecken. Natürlich kam ich dieser Aufforderung mit Hilfe eines einfachen magischen Tricks nach, nur Lukuar ließ sich nicht überreden seine Drachengestalt abzulegen.
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    Ansonsten waren wir wohl alle sehr gut verkleidet und wären nicht weiter aufgefallen, doch weckte unser drachischer Begleiter natürlich die Neugieride der Stadtbevölkerung.
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    Dennoch wurden wir freundlich empfangen und man führte uns ein wenig durch die Gegend, obwohl wir ganz offensichtlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen waren, denn in der Hauptstraße waren die Menschen damit beschäftigt einer Verletzten zu helfen, die man gefunden hatte, so dass wir uns bemühten rasch einen Führer zu finden um die Heiler die sich der Verletzten bereits annehmen nicht zu stören.

    Wir erfuhren so auch, dass der Fürst des Landes zur Audienz gebeten hatte und daher die anderen Straßen bereits recht leer waren. Man lud uns ein uns dort vorzustellen und natürlich nahm Magistra Tarina diese Gelegenheit wahr.

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    Auch jetzt schien die Anwesenheit des Drachen noch kein wirkliches Problem zu sein.
    Im Gegenteil: bei der Audienz wurde Lukuar sogar gebeten zu sprechen und versuchte auf seine, zugegeben sehr eigenwillige Art und Weise, zu erklären, dass Drachen nicht zu fürchten wären, solange man sie nicht reizt und mir schien es als empfände er es als persönliche Kränkung von irgendjemand wie ein wildes Tier behandelt zu werden.

    Natürlich vergaß er nicht zu erwähnen wie wenig er von allen anderen "Alten Rassen" hielt und wüsste ich nicht dass er immer so spricht wäre ich wohl bei seinen Worten über die Elben verärgert gewesen.

    Wie ich aber während seines geistigen Höhenfluges feststellte, als ich mich unauffällig umsah und umhörte, hatte er zumindest zwei oder drei der anwesenden "Menschen" gekränkt.

    Es waren Elben anwesend und mich erstaunte es sehr, dass sie tatsächlich versuchten auszusehen wie Menschen. Es war also tatsächlich wahr, dass in diesem Land nicht einmal mehr das Volk der Elben erwünscht war.

    Trotz der freundlichen Worte der Regierenden hatte ich das Gefühl, dass in diesem Land die Gastfreundschaft nur oberflächlich gilt. Doch möchte ich niemand unrecht tun und habe beschlossen den Elben die wohl noch immer in den Wäldern leben einen Besuch abzustatten. Vielleicht kann ich herausfinden was geschehen ist, dass die menschliche Bevölkerung sich so sehr von den anderen Namensgebern abgewandt hat.
     
  5. Llewelyen

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    Heavens Own

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    Die Pilger treffen sich

    Desmal hatte der Fürst auch Zeit.
    Und Tarina hat das irgendwie hinbekommen dass er uns eine Audienz gibt.

    Na toll, dachte ich mir. SCHON wieder Audienzen.
    Die sind so langweilig!


    Aber gut, wir haben ja sonst nix dümmeres vor und ich wollte den Kerl schon mal sehen, der angeblich das Land regiert in dem ich wohne. Sonst kriegt man ja nie was mit von dem.

    Außer dass er nix gegen Magier hat.
    Und nix gegen Werwölfe und nix gegen Vampire und nich mal was gegen Ascherabe und der ist alles andere aber kein echter Vogel.

    Eigentlich ein seltsames Land. Wahrscheinlich sind hier soviele Wesen weil irgendwo müssen die ja hin, wenn anderswo die Leute durchdrehen und die Mistgabeln auspacken.


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    Vor dem Schloss - ein düsterer Bau und absolut nicht so richtig herrschaftlich wirkend - erwarteten uns Lotta und noch so ein alter Kauz, den Lukuar unser drachischer Begleiter Zwerg nannte.
    ich glaub eher dass Lotta und der zusammen so alt sind wie das Gebirge im Osten.

    Und keifen kann dieses Frauenzimmer!

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    Und dann standen wir vor den Herrschaften.
    Tarina war höflich wie immer, erkundigte sich nach dem Befinden, bot ihre medizinischen Dienstleistungen an und stellte uns vor.
    Und der Fürst war ja auch ganz höflich, begrüßte uns und alles wie es gehört, aber...

    Irgendwie sind die ganz anders als in Carima oder im anderen Carima.
    Also ich weiß nich..

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    Fürst Angelo und seine Lady

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    wer sich so vermummt is doch nicht normal?

    Allerdings beschwerte sich das Fräulein dann in gebrochenem Südlandisch, dass sie zurück in ihr Heimatland wolle und sowieso nur hier wäre, weil sie mit Angelo verheiratet sein müsste.
    'die Arme'

    Natürlich ging das Gespräch sofort in die die Richtung, dass die Burg viel zu zugig und kalt wäre.. Lukuar vergaß nicht gleich zu erwähnen dass seine groß und luftig und warm - ja und voller Gold wäre.
    Das gefiel dem Fräulein offenbar - und Tarina lud sie auch gleich noch nach Carima ein..
    langweilig!

    Wenn es ihr nich gefällt in der Burg, soll sie halt in ein Haus ziehen. In ein schönes warmes Holzhaus.
    Dann muss sie auch nicht frieren.
    Und sich nicht von zwei zänkischen Alten bedienen lassen.
    Selber schuld!

    Der Angelo kann einem Leid tun!
    Der kam mir eigentlich nett vor. Auch wenn er diese doofe Kaputze aufhatte. Is uns doch egal ob er ein vampir is oder ein Dämon oder was auch immer!
    Aber das find ich sicher noch raus.


    Ascherabe hat uns dann erklärt dass angeblich hier im Land das oberste Gesetz Freundschaft wär.
    Klingt ja toll. Vielleicht halten sich ja sogar ein paar Leute dran.

    Und kaum waren wir wieder draußen ging es auch gleich freundschaftlich weiter.


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    Lundhup war da und wartete schon auf mich.
    Ich kann jetz nicht behaupten ich hätt mich besonders gefreut.
    Immerhin hat dieser Drache mir versprochen er würde niemand was antun WENN ich für ihn was erledige...

    Und kaum hatte unser Drachenfreund Lukuar den schwarzen Drachen entdeckt, fingen sie auch sofort an zu zanken.

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    Natürlich stand Tali mitten in der Schusslinie, und dann kamen auch noch alle Anderen hinzu.
    Und es ging den Drachen natürlich gleich um die Klärung wer hier wohl der Chef ist.

    Lukuar wollte sicher gehen dass der Schwarze keine unlauteren Absichten hat.
    Ja und da bin ich mir ja auch nicht so sicher. Ich hoffs natürlich.
    Lukuar jedenfalls war sich wohl auch nicht so ganz sicher, immerhin sind schwarze Drachen bekannt dafür dass sie nicht unbedingt nett sind.

    Aber diese Sache ist wohl etwas, das wir nicht auf einer Pilgerreise klären können.
     
  6. Llewelyen

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    Die Pilger trafen sich
    noch einmal in Carima doch dieses Mal war unsere Gruppe sehr viel kleiner als beim ersten Mal.
    Dies lag auch daran, dass nicht alle von uns mit Interesse in einem Wald herumstolpern wollten, von dem man uns bereits in der Stadt erzählt hatte, er wäre voller giftiger Pflanzen und tödlicher Sümpfe.
    Die ominösen Waldbewohner allerdings wollte unser verbliebener Rest der Reisegruppe doch gerne näher kennenlernen.

    Besonders ich war neugierig, denn obwohl es offiziell in Carima nur menschliche Einwohner gibt, haben mich vor zwei Wochen auf unserem Besuch in der Stadt ein paar Damen in meiner Muttersprache angeredet.
    Schnell wurde uns Pilgern schon damals klar, dass in diesem Wald höchstwahrscheinlich noch immer Elben leben, auch wenn diese sich unter den Menschen als solche zu tarnen verstehen.
    Und diesen Gerüchten aus den Tavernen der Stadt, in denen immer noch vom "Elbenwald" gesprochen wird, wollten wir nachgehen.

    Es war allerdings nicht ganz einfach jemand zu finden, der für uns den Kontakt herstellte.
    Eine freundliche junge Frau erklärte sich schließlich bereit um den "Waldbewohnern" Bescheid zu geben und obwohl wir dies gar nicht erwartet haben, ließen diese uns am Vorabend in unserem Gasthaus wissen, dass sie uns am nächsten Abend abholen würden, wenn wir zum Steg bei den Stadtmauern kommen wollten.

    Tatsächlich erschienen nach einer Weile ungeduldigen Wartens am Abend drei Gestalten am Rand des Waldes, die uns höflich begrüßten und sich vorstellen.
    Auch wir stellten uns vor und ich spürte deutlich die Furcht, die unsere Gastgeber begleitete. Ihre Blicke die unsere kleine Gruppe musterten waren deutlich zu spüren.

    Ich selbst hatte mir dieses Mal kaum Mühe gegeben mich als Mensch "zu verkleiden" und war in der Hoffnung, dass sich die Elben wohl etwas entspannten, sobald ihnen klar wurde, dass von uns sicherlich keine Bedrohung ausgehen konnte.

    Dennoch beeilten wir uns nach unserer kurzen Vorstellung aus der Sichtweite der Mauer zu kommen und folgten den drei Waldbewohnern so schnell es möglich war.

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    Der Weg in den Elbenwald ist gefährlich und dies zeigte sich schon auf der schwankenden Brücke und den morschen Pfaden über den verschneiten Sumpf.
    Wer hier einen Fehltritt macht, versinkt bis zum Halse im Morast und der zweistündige Fußmarsch durch den wilden Wald, vorbei an riesigen, tatsächlich giftigen und sehr wehrhaften Pflanzen dürfte jeden "zufälligen" Besucher abschrecken.

    Als Waldläufer wäre es mir wohl gelungen den Weg durch diesen Sumpf allein zu finden, aber auch ich war froh, als unsere Führer uns schließlich auf eine wunderschöne Lichtung im Wald führten.
    Die Sümpfe hatten uns wieder freigegeben.

    Begeistert sahen sich meine Begleiter um, doch Mucki und mich traf der Anblick des verschneiten Waldes mehr, als wir hätten zugeben wollen.
    Es ist lange her, dass ich Heimweh in dieser Form verspürt hatte und für die junge Elbin Mucki muss der gerade erst halbwegs verschmerzte Verlust ihrer Heimat bei diesem Anblick der riesigen Bäume alle Erinnerungen an zu Hause wieder aufgewühlt haben.

    Ich fühlte wie verwirrt auch meine wölfische Begleiterin Minuial war, die ihre Heimat sicherlich auch vermisste und nun aufgeregt über die Lichtung lief um schließlich ganz im Wald zu verschwinden.

    Ithildin, die höchste Heilerin und höchste der Waldelben setzte ihre Führung fort, sobald wir uns satt gesehen hatten und brachte uns weiter zu Samuels Schmiede, der uns dort selbst erwartete und es sich nicht nehmen ließ Janos, den Schmied der Pilgergruppe durch seine Werkstätten zu führen.

    Wir anderen waren noch immer damit beschäftigt unsere freundlichen Führer davon zu überzeugen, dass sie sich vor uns gewiss nicht verbergen brauchten und wir gaben uns ganz zwanglos.

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    Auf dem Weg zum Palast jedoch fiel es auch mir schwer nicht endgültig in Staunen zu verfallen.
    Ich fühlte mich, als wäre ich wieder zu hause, als ich durch den Säulengang schritt und von dort aufs Wasser blickte.

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    http://www.boronk.de/BIO/SUSI/SL/Carima/Elbenwald_Palast2.png]Palast von oben



    Vor dem Palast angekommen staunten die Pilger atemlos über die wunderbare Architektur, die niemand von ihnen wohl hier hinter diesen ungastlichen Sümpfen erwartet hätte.

    In der Empfangshalle wurden wir von Königin Gwen von Aurora empfangen und spätestens jetzt sah ich keinen Sinn mehr darin weiterhin etwas so entwürdigendes zu tun wie meine Ohren zu verstecken.

    Auch die Elben gaben sich nun offen zu erkennen und entspannten sich sichtlich.
    Wir erkannten jetzt, dass sich hier an diesem Zufluchtsort neben Waldelben auch Lichtelben versammelt hatten und ich versicherte noch einmal, dass alle aus unserer Reisegruppe absolute Verschwiegenheit garantierten.

    Sowohl Barlok, der Schreiner, als auch Magierin Tarina und Adeptus Hartmut aus Carima Stadt, aber auch Janos und Bella aus Heavens Own wussten genug über meine Art, um bei der Audienz im Palast deutlich zu zeigen, dass wir die Regeln und Geheimnisse dieses Ortes respektierten.

    Durch das Wandbild das wir schließlich in den Gängen während der Palastführung entdeckten, führte uns ein magisches Tor hinunter die die Keller und die Verliese der Festung.
    Natürlich standen sie leer und es fiel uns schwer uns vorzustellen, dass an einem friedlichen Ort wie diesem Verliese nötig wären.

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    Wir schritten durch das magische Portal hinter dem die Bibliothek lag, in der die alten Schriften aufbewahrt werden.

    Nur zu gerne wäre ich hier geblieben und hätte mich festgelesen.
    Doch ich habe die Erlaubnis wiederzukommen und hoffe sehr, dass ich in diesen Büchern und Schriftrollen vielleicht eines Tage auch Antworten auf Fragen finde, die ich bis heute nicht ergründen konnte.

    Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt längst durch die vielen Eindrücke müde und erschöpft waren, folgten wir den Elben weiter zu deren zum Heilerhaus .
    Die Heilerin Ithildin führte uns kurz herum.
    Die wenigsten von uns hatten ein so komfortables Heilerhaus je zu Gesicht bekommen und ich sah in Muckis Blick, wie gerne sie hier wohl gelernt hätte.

    Ich weiß dass die junge Elbin große heilerische Fähigkeiten besitzt, und werde sie wohl nicht ohne schlechtes Gewissen zurückhalten können, wenn sie hier ihr Studium fortführen möchten.
    Um so erstaunter war ich, als ich hören musste, dass niemand hier mehr die Gabe der Zweiten Stimme und der Zaubergesänge hat.
    Für Mucki wird es schwer werden einen Ausbilder zu finden fürchte ich.

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    Unsere Führung endete schließlich an den Mondfällen wo selbst unser Schmied ins träumen geriet und wir alle staunend und still am Ufer standen
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    Einmal mehr hatte ich den plötzlichen Wunsch nach Hause zurückzukehren und setzte mich daher rasch ans Lagerfeuer zu den anderen Elben, die uns ein wenig auszufragen begannen und uns ein Abendessen servierten, wie ich es ebenfalls lange nicht bekommen habe.

    Ein Wolf gesellte sich zu uns, der mich sehr an Minuial erinnerte, die den ganzen Abend nicht wieder aus dem Wald aufgetaucht ist, so sehr war sie wohl mit ihren Erkundigungen beschäftigt.

    Zum Ersten Mal seit langer Zeit haben wir auf unserer Pilgerreise wieder Freunde gefunden und einen Ort an den wir zurückkehren können.


    Dennoch verabschiedeten wir uns Tags darauf um Hartmut und Tarina sicher nach Carima Stadt zurückzubringen, während wir anderen nach Heavens Own heimkehrten.
    Für Mucki und mich wird dies jedoch sicher nicht der letzte Besuch im Wald der Elben gewesen sein.