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Eine Frage der Ehre

Dieses Thema im Forum "Sozialwissenschaft & Gesellschaft" wurde erstellt von Bernhard McIntyre, 8. April 2008.

  1. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Ich möchte euch gerne eine Frage stellen:
    was haltet ihr von dem Begriff der männlichen Ehre. Ist das für euch hier im SL Universum eine verstaubte Angelegenheit, die in die Schublade "19. Jahrhundert" gehört, oder verbindet ihr noch irgendeine Wertvorstellung damit?

    Ich bin gespannt auf eure Antworten.

    Bernhard




    Wort-Synonyma:
    ehrenrührig, ehrenhaft, ehrbar, ehrlich, Ehrenamt, Ehrenwort, Ehrung, Ehrerbietung, ehrenvoll, ehrbar, ehrenwert, ehrwürdig, Ehrwürdigkeit, ehrlich, Ehrlichkeit, ehrlicherweise, ehrgeizig, Ehrgeiz, ehrenamtlich, ehrenhalber, Ehrensache, Ehrlosigkeit, ehrfürchtig, Ehrfurcht, Ehrenkodex, Ehrenmal, Ehrenpreis, Verehrung

    Der US-Film "Eine Frage der Ehre"...

    "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Fassbinder

    Basislexikon:
    EHRE ist das Empfinden vom Wert der eigenen Person, verbunden mit dem Willen, ihn zu erhalten und zu mehren.... Doch solche Ehre ist für alle die, die herrschen wollen, höchst unbequem. Denn Menschen mit Ehre sind nicht mehr manipulierbar. Also manipuliert man sie frühzeitig mit einer Ersatzehre, die zwar leer ist, doch nach den Spielregeln des Horror Vacui auch begierig übernommen wird.
     
  2. Marsha Auer

    Marsha Auer Superstar

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    Ehre, die nach außen getragen wird wie ein sauberes Hemd ist unsauber.

    Ist was für Pipi-Kinder, die nicht verlieren können, obwohl sie vlt. Recht haben.

    Wahre Größe duelliert sich nicht, Wahre Größe lächelt.
     
  3. Celina Kamachi

    Celina Kamachi Superstar

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    Ehre oder männliche Ehre? Das muss man differenzieren. Sind 2 ganz unterschiedliche Ausgangspunkte mit zwangsläufig unterschiedlichen Spektren. Bernhard, du solltest ggf. die Auswahl deiner Themen überdenken, da bei kontroversen Themen erfahrungsgemäß auch mit kontroversen bis spitzfindigen Reaktionen seitens der Zuschauer äh leser zu rechnen ist. Sag ich mal so.

    Ich hol mir jetzt ein ehrliches Bier aus dem Kühlschrank.

    Celina :mrgreen:
     
  4. Arno Panacek

    Arno Panacek Superstar

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    Gar nichts!
    Ehre ist Ehre. Es gibt sie (für mich) weder männlich noch weiblich.
     
  5. Haha, "männliche Ehre" ist das, was erwachsene Männer dazu verleitet, sich auf das Niveau von Kindergartenkindern oder brünftigen Hirschen herabzubegeben, um eben diese Ehre, in der sie verletzt wurden, zu verteidigen, oder?

    Nee, im Ernst, "männliche Ehre" ist für mich einfach ein Konstrukt, das ein völlig veraltetes Geschlechterbild zu Grundlage hat und dem zu Folge auch keinen Platz in meiner Denkweise hat - genausowenig wie "weibliche Sanftmut" und ähnlicher Krempel.

    ja mata

    die schwarze Katze
     
  6. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Hmm das ist wieder so ein Thema... die Ehre, noch dazu die männliche Ehre...

    Eventuell sollte man die Ehre erst mal lexikalisch definieren bevor man sie über ein Adjektiv qualifizieren kann. Dazu ist die von Bernhard vorgegebene Definition leider alles andere als ausreichen, das ist mehr eine Illustration.
    Allenfalls der erste Satz ist hier brauchbar:

    "EHRE ist das Empfinden vom Wert der eigenen Person, verbunden mit dem Willen, ihn zu erhalten und zu mehren...."

    Nun, dies ist wohl wesentlich besser durch "Selbstwertgefühl" zu beschreiben, als durch Ehre, denn Ehre ist weitaus mehr als ein Selbstwertgefühl.
    Ich denke Ehre ist so nicht das Empfinden vom Wert der eigenen Person, sondern vielmehr das Empfinden vom Wert einer anderen Person.
    Ehre kann so auch mit "Achtungswürdigkeit" (wie in der Wikipedia geschehen) beschrieben werden.

    Dabei bezieht sich diese Ehre immer als Abstraktum auf ein soziales Konstrukt, nie auf den Einzelnen. Ein Einzelner kann für sein ein Haus oder einen Apfel oder auch Stolz und Ruhm haben, aber er kann niemals für sich Ehre haben. Diese Ehre teilt er mit den anderen aus seiner Gilde, aus seiner Famlie, aus seinem Stand. Wir seine Ehre verletzt, so wird nicht nur er angegriffen, sondern in diesem Fall wird auch seine Familie, seine Gilde, Sein Stand angegriffen. Und verletzt einer seine Ehre, so verletzt er sich nicht nur selbst, sondern er verletzt auch die Famlie, die Gilde oder den Stand damit. Die Ehre sorgt so für Stabilität in sozialen Gefügen indem sie klar einschränkend und wohl auch durchaus mit Sanktionen wirkt.

    Ehre kann so eben nicht zu den Wertvorstellungen gehören. Denn Wertvorstellungen sind individuell, sowas wie Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Toleranz oder auch, um auf Schopenhauer zu kommen, Mitleid. Und noch andere.

    Wenn wir uns soweit einigen, dass die Ehre also nicht für sich existieren kann und letztendlich nur eine soziale Kontrollfunktion darstellen, dann kann ich dazu sagen:

    Wenn ich etwas hasse, dann ist das Ehre.

    Denn aufgrund dieser abstrakten Kontrollstruktur werden jährlich in Afrika viele junge Mädchen grausam an ihrer Vagina verstümmelt, denn es ist dort unehrenhaft mit einem gewissen Alter nicht Genitalverstümmelt zu sein.
    Aufgrund dieser abstrakten Kontrollstruktur werden jedes jahr hunderte Frauen ermordet, denn die Famlie kann es nicht hinnehmen, dass diese Frauen eine Schande für die Famlie sind und aus Liebe Sex haben.
    Wenn es wieder mal Krieg ist, dann ist es eine Ehrensache etwas zu tun, das man im Frieden "Mord" nennt. Und das millionenfach.
    Ehre, das bedeutet Blutrache. Das bedeutet Misshandlung, Zwangsehe und Misshandlung und Gewalt.

    Nein, von Ehre halte ich nichts. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich in SL unterwegs bin. Das hat etwas damit zu tun, dass ich viel von Freundschaft, Liebe, Mitleid, Aufrichtigkeit und individuller Freiheit unter freien Mitmenschen halte.

    Ich bin eine atheistisch-agnostische Anarchistin.
    Und da hat diese Ehre aus dem 19. Jahrhundert wirklich keinen Platz.


    Und speziell zur "männlichen Ehre": das wäre eine Ehre, die allen Männern gemein wäre. Sowas gabs nicht, und sowas wird es nie für mich geben.
    (Abegesehen davon dass ich mich weder als "männlich" oder als "weiblich" bezeichnen würde, wenn man die klassischen Geschlechterrollen oder das Empfinden als Klassifizierung wählt bin ich irgendwo dazwischen, und die biologischen Kriterien sind hier im Forum eigentlich wurscht...)

    Das ist ein altes patriachales und wohl auch oft schon sexistisches Rollenverständnis. Und das teil ich ganz sicher nicht.
    Für mich gibt es keinen existenten Unterschied zwischen Mann und Frau in irgendeiner Wertigkeit. Lediglich einen ideologischen, den in den Köpfen unfreier Menschen.
     
  7. und ich dachte schon, es wäre vorbei...
     
  8. Lexington Jie

    Lexington Jie Aktiver Nutzer

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    Mein Gott Shirley, such dir endlich nen Freund...
     
  9. Linda Decosta

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    Bernhard, Du bist nicht zufällig die Reincarnation eines gewissen Aleco Collas ???

    Linda
     
  10. Chicco Runo

    Chicco Runo Guest

    ich schreib in so ´nen thread eh nix mehr rein .... wird dann geschlossen, gelöscht und ganze arbeit umsonst ... wollte ich nur mal gesagt haben. höhöhööö :mrgreen:
     
  11. *chips reinschlepp*

    sorry :oops: :oops: :oops: :oops:
     
  12. Mascha Petrova

    Mascha Petrova Freund/in des Forums

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    Trotz alledem.

    "Männliche Ehere" ist so eine Sache, im Grunde nur ein Mittel zur Unterdrückung.

    Nur ein Beispiel:

    Ehrenmord läuft auf dieser Begründung.

    Auch hier nur ein Namen - Hatun Sürücü!

    Mehr ist dazu nicht zusagen.
     
  13. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Die US TV-Serie "Auf der Flucht".

    Die Serie erzählt vom Arzt Dr. Richard Kimble, der zu Unrecht des Mordes an seiner Frau angeklagt wird. Obwohl er seine Unschuld beteuert, wird er schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Auf einem Gefangenentransport gelingt es Kimble zu fliehen.

    Dieser Arzt hat vor der Öffentlichkeit seine Ehre verloren. Man hält ihn für einen Anderen, als er ist. Man verunglimpft ihn, verleumdet ihn, diffamiert ihn.

    Das meine ich mit männlicher Ehre und dem Verlust derselben.

    Guten Morgen
    Bernhard
     
  14. Andre Geiger

    Andre Geiger Guest

    äähm und was ist daran jetzt speziell männlich ??

    ..außerdem ist die Nachverfilmung mit Harrison `solo´ Ford besser lol
     
  15. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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  16. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Aus der Wikipedia über den US Film "Eine Frage der Ehre":
    "Die Marines werden ... vom Vorwurf des Mordes freigesprochen, jedoch im Anklagepunkt "Verhalten unwürdig eines Marines" für schuldig befunden und unehrenhaft aus der Armee entlassen. Für den naiven Downey bricht eine Welt zusammen - er glaubt, nichts Falsches getan zu haben."

    Auch hier wird aus einem ehrenhaften Mann vor der Öffentlichkeit, vor dem Gericht, ein unehrenhafter Mann. Er hat seine Ehre verloren.

    Guten Morgen
    Bernhard
     
  17. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Der Fassbinder Film "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".

    Wikipedia: "Die Erzählung beschreibt, wie eine bisher unbescholtene Frau wegen ihrer Freundschaft zu einem Straftäter Gegenstand der Boulevardpresse wird und schließlich einen Reporter tötet, der ihr das Leben zur Hölle machte."

    Hier wird zur Abwechslung einer unbescholtenen Frau die Ehre genommen. Sie wird diffamiert, verfolgt, verleumdet.

    Guten Morgen
    Bernhard
     
  18. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Zitat: LG von Sven 200701 - gefunden in www.india.de

    "Über die Ehre

    Meiner Ansicht nach haben viele Menschen überhaupt ein grundfalsches Verständnis von der Ehre. Mir ist die Ehre aus zweierlei:

    1. Die Ehre als Achtungsanspruch, die allen Menschen, aller Natur zukommen sollte, damit mit allen und allem vernünftig und respektvoll umgegangen wird.
    Wenn diese Ehre durch Rücksichtslosigkeit, Beleidigung oder anderes verletzt wird, dann sollte der Verletzende dafür bestraft werden und zur Wiedergutmachung verpflichtet sein, so weit das möglich ist.

    2. Die Ehre als Verdienst, beispielsweise durch besondere Leistung in Wissenschaft, Kultur, Sport oder in sozialen Angelegenheiten. Auch in der Politik, aber besonders in der Politik muss man sich darüber im Klaren sein, dass politische Leistungen sehr unterschiedlich beurteilt werden, so dass die Ehre eines Politikers bezogen auf seine Politik eben auch kritisiert und ihm die Ehre verweigert werden darf, aber eben nicht darüber hinaus, indem man ihn z.B. seiner Herkunft kritisiert, denn das stünde dann wieder unter Schutz der Ehre, wie beim allgemeinen Achtungsanspruch oben beschrieben."

    Guten Morgen
    Bernhard
     
  19. Hera Loon

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    Guten Morgen zusammen,

    spannendes Thema......
    Mit der "männlichen Ehre" im speziellen habe ich mich bisher noch nicht intensiv beschäftigt. Ich denke Ehre ist etwas das sich - ob nun bei Mann oder Frau - entwickelt, es ist nichts das einfach da ist und ich stelle bei mir persönlich fest, dass sich dieses Ehrgefühl im laufe der Jahre immer deutlicher strukturiert, eine immer klarer erkennbare Form annimmt. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, andere Menschen zu studieren. Ich finde es spannend andere herauszufordern und ihre Reaktionen darauf zu analysieren. Dabei stelle ich des öfteren fest, dass es heute wesentlich weniger Menschen mit Ehrgefühl gibt, als z.b. noch vor 15 - 20 Jahren. Manchen kommt dieses Ehrgefühl, dass sie wohl früher entwickelten, wieder abhanden - was für mich den Schluss zulässt, dass Ehre evtl. etwas ist, an dem man (unbewusst) immer weiter arbeiten muss um sie zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Ich bin ausserdem im Gegensatz zur breiten Masse der Meinung, dass Ehre etwas ist, das einem Menschen von anderen nicht genommen werden kann, denn Ehre ist etwas das in den Menschen ruht - im Gegensatz zum Stolz, der doch eher nach Aussen getragen wird und somit auch anfälliger gegenüber Verletzungen ist.
    Ich denke aber auch dass der Grundstein des Ehrgefühls bei den meisten bereits in der frühen Kindheit gelegt wird. Sprich: das Ehrgefühl wird bei manchen quasi mit der Muttermilch aufgenommen, je nachdem wie das Umfeld des Kindes ist.

    ... und eigentlich widerspricht es meinem persönlichen Ehrgefühl hier überhaupt noch etwas zu posten (ausser wenn es unbedingt sein muss und direkt mit SL zu tun hat), da die Gedanken der Einzelnen auf dieser Plattform jederzeit wieder verschwinden können weil sie völlig willkürlich entfernt werden - aber das Thema hatten wir ja schon mal. ;)

    Lieber Bernhard, ich bewundere zwar irgendwie dein "Durchhaltevermögen" der Hirachie in diesem Forum die Stirn zu bieten, möchte mich jedoch dem Vorschlag eines Forummitglieds anschliessen und dir nahe legen einen Blog zu eröffnen.
    Dort kannst du dir zumindest sicher sein, dass sich deine Gedanken nicht von einer Sekunde zur nächsten in Luft auflösen.
    Ich werde eine treue Leserin sein. :)

    ich wünsche euch allen einen wundervollen Frühlingstag

    *LG* Hera
     
  20. Bernhard McIntyre

    Bernhard McIntyre Freund/in des Forums

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    Liebe Hera...

    es ist schön, am frühen Morgen etwas Herzerwärmendes (von Dir) lesen zu dürfen. Du siehst an meinen Beiträgen, dass auch ich Angst vor dem dräuenden Finger und dem Blitz aus den düsteren (MOD)Wolken habe und daher nur ganz behutsam wage ein paar Worte abzusondern. Das mit dem BLOG werd ich mir überlegen... Vielleicht ist mir aber eine Zeitschrift grafisch und vom Design her noch lieber...

    Einen schönen Frühlingstag (ohne düstere (...)Wolken) wünsch ich Dir auch...
    Bernhard