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Folkvangar - IC und OOC

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von Oolaaf Resident, 30. September 2011.

  1. Oolaaf Resident

    Oolaaf Resident Nutzer

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    Seit ein paar Wochen lebt Oolaaf der Bauer und Krieger jetzt auf Folkvangar und es sieht so aus, als ob er lange dort bleiben wird. Aus diesem Grund werde ich ab und zu hier etwas schreiben über Folkvangar und seine Bewohner. Ihr seid alle auch eingeladen, eure Kommentare und Erfahrungen zu Folkvangar hier reinzuschreiben und wenn ihr auch Geschichten reinstellen wollt, dann nur zu!

    Eigentlich würde das ja in einen Blog gehören, aber mir fehlt die Zeit dazu, um einen zu gestalten und zu betreiben. Zudem hat slinfo viele Besucher und vielleicht lässt sich der eine oder der andere dazu anregen, Folkvangar zu besuchen oder sogar in Gor einzusteigen.

    Folkvangar ist eine Full Sim und angedockt daran ist die Homestead Sim Port Folkvangar. Das Dorf ist auf der Full Sim und auf der Homestead Sim befindet sich der Hafen mit einer Taverne und einem kleinen Markt und dann geht der Weg über die ganze Homestead Sim durch einen grossen Wald bis zu der Brücke, die ins Dorf führt.

    Folkvangar liegt im Norden Gors, in Torvaldsland und die Sitten und Gebräuche, die Kleider etc. sind nordisch - oder sollten es ungefähr sein, wir legen mehr Wert auf stimmiges Rollenspiel als auf die Richtigkeit der kleinsten Details. Aber seltsam gekleidete Leute wie letzthin ein Pilger müssen sich natürlich schon ein paar derbe Anspielungen auf die komischen Sitten der Südländer gefallen lassen - wir leben im Norden und wir sind stolz darauf!

    Im Moment sind in der Einwohnergruppe von Folkvangar etwas über 50 Leute und am Abend sind üblicherweise 10 bis 20 Leute auf der Sim - es kommt selten vor, dass Besucher niemanden zum Spielen finden. Sie müssen aber natürlich auch etwas dafür tun - wer nur wie ein Kleiderständer stumm in der Ecke steht, der hat es naturgemäss etwas schwieriger. Wenn es sich dabei allerdings um eine hübsche Bond handelt, dann wird sie vermutlich nicht lange allein sein - wir brauchen eine Menge Arbeitskräfte im Dorf!

    Der Wald auf Port Folkvangar ist gross und bietet Platz für gesetzloses Gesindel, welches das Tageslicht scheut. Die Krieger von Folkvangar machen daher regelmässig Patrouillen durch den Wald bis zum Hafen und greifen die zwielichtigen Gestalten auf. Dieser lästige Wachdienst ist seit der Eröffnung der Taverne im Hafen mit den tanzenden Servierbonds schlagartig beliebt geworden - unser Berserker hat jetzt keine Mühe mehr damit, Freiwillige dafür zu finden.

    Das wars fürs Erste - kommt vorbei und spielt mit uns. Wir lernen gerne neue Spieler kennen.
     
  2. Oolaaf Resident

    Oolaaf Resident Nutzer

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    Folkvangar wächst - fast jedesmal, wenn ich im Dorf herumlaufe, sehe ich neue Gesichter. Der Dorfjarl hat einen vollen Terminkalender und ist schwer damit beschäftigt, neue Krieger auf den Clan einzuschwören und Gefährtenschaftsfeiern abzuhalten. Die alte Longhall wurde langsam zu klein und nun wurde eine neue aufgebaut, die einiges grösser ist. Häuser müssen gebaut werden für die neuen Einwohner und dafür werden neue Gebiete erschlossen und der Wald wird dort gerodet.


    IC - Das Ende der Junggesellenzeit

    Hätte ich doch nichts gesagt an der letzten Gefährtenschaftsfeier! Da habe ich nach ein paar Hörnern Met den frischgebackenen Gefährten in der Longhall lauthals bemitleidet und verkündet, dass mir, Oolaaf dem Bauern, das traurige Schicksal eine Gefährtenschaft nie zustossen würde - wenigstens nicht in den nächsten ein- bis zweihundert Jahren. Ich würde mein freies Leben geniessen auf meinem Hof, mit meinen Bosks und mit meinen Bonds, frei und unabhängig umherstreifen auf der Suche nach Vieh, das nicht allzugut bewacht ist und mit dem ich handeln könnte (ich verkaufe natürlich nicht meine eigenen wertvollen Bosks, das ist ja wohl klar) und ich würde auf Feldzügen Ruhm und Beute erwerben.

    Nun ja - das ist alles eigentlich immer noch so, aber es gibt da eine klitzekleine Aenderung - eigentlich nicht der Rede wert. Also so klein ist die Aenderung zwar auch nicht, sie reicht mir ungefähr bis zur Nasenspitze und recht ansehnlich ist sie ja auch - jeder Mann im Dorf schaut ihr nach, wenn sie vorbeigeht, mit ihren langen schwarzen Haaren und den grünen blitzenden Augen. Sie kam vor etwa 2 Hand in unser Dorf und wir trafen uns gleich vorne bei der Brücke, wo ich Wachdienst hatte und sie natürlich pflichtbewusst sehr ausführlich befragte, wie ich das immer mache. Unser Berserker legt nämlich grossen Wert darauf und er ist sehr erfinderisch im Ausdenken von lästigem Strafdienst. Beim Befragen kamen wir zum Schluss, dass wir sehr gut zueinanderpassen würden - rein ökonomisch natürlich, ich als Bauer und sie als Händlerin, denn ich bin ja ein kühl denkender Nordmann und so werden wir demnächst vor den Jarl treten und er wird unsere Gefährtenschaft besiegeln.

    Das anzügliche Grinsen der anderen Huskarls im Dorf wird ihnen schon noch vergehen, sobald der erste seine Zähne als Halskette tragen kann, das schwöre ich bei Odin!

    Nun ja, so schlecht ist es ja nicht, wenn zuhause eine treusorgende Gefährtin zum Hof schaut und den Bonds Beine macht, währenddem ich unterwegs bin oder in der Longhall wichtige Gespräche mit den anderen Kriegern führe - so habe ich mir eine Gefährtenschaft vorgestellt. Meine zukünftige Gefährtin ist da offenbar etwas anderer Meinung. Sie kommt nämlich etwas weiter aus dem Süden und da sind die Weiber halt etwas anders als bei uns. Kommt dazu, dass sie störrischer ist als ein Bosk - wenn ich das nächste Mal einen Barden von der Sanftmut der Weiber singen höre, dann stopfe ich ihm aber das Maul, bei Odin!

    Kürzlich zum Beispiel wurde eine Freundin meiner Zukünftigen von den Black Shark Piraten entführt und der Jarl beauftragte mich und einen anderen Krieger, mit einem kleinen Schiff zur Insel zu reisen, wo diese Piraten ihr Lager haben und dort die die Sache auszukundschaften. Wir taten das und als wir nach der Ueberfahrt dort angekommen waren und uns bis auf Sichtweite an das Lager herangeschlichen hatten, da knackte es hinter uns im Gebüsch und wer trat heraus? Meine zukünftige Gefährtin, die sich auf dem Schiff versteckt hatte und uns gefolgt war - aus Sorge um ihre Freundin, wie sie sagte. Ich bezwang mannhaft meinen Zorn - lautes Gebrüll vor den Palisaden der Piratenfestung wäre nicht sehr gesundheitsfördernd gewesen für uns - und schleppte sie zurück aufs Schiff und band sie dort sicher fest. Zurück im Dorf berichtete ich zuerst dem Jarl und dann führte ich mit meiner zukünftigen Gefährtin ein sehr ernsthaftes Gespräch unter vier Augen - die Bonds zählen ja nicht.
     
  3. ravina Fall

    ravina Fall Aktiver Nutzer

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    Es ist immer gut, wenn einer dieser wilden Nordkerle unter die Haube kommt. Wie es scheint, noch dazu bei einem Weib, dass ihn lehren wird, dass es nicht immer einfach ist, das Leben wie ein Mann zu meistern! ;-)

    /me reibt sich die Hände "Wieder einer weniger, der Zeit hat in den Süden zu streunen und unschuldige Kajirae zu klauen!"
     
  4. Falls sich jemand fragt warum Beo so alt geworden ist..Er hatte nie eine Fc.Ein Garant für ein langes glückliches Leben ;-)

    Toll geschrieben Oolaaf.
     
  5. Oolaaf Resident

    Oolaaf Resident Nutzer

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    Ravina, freu dich nicht zu früh - meine Geschäftsreisen werden mich auch wieder nach Jort's Fähre führen und Rothaarige bringen dieses Jahr einen guten Preis dem Vernehmen nach.

    Weise Worte, Beo. Ich weiss ja nicht, ob ich so alt werde wie du, aber ein ruhiges Leben werde ich in der nächsten Zeit nicht haben, soviel ist mal sicher.
     
  6. Ach du bist also der neue Gefährte von Mindly... tjaja, die Welt ist klein.
     
  7. Oolaaf Resident

    Oolaaf Resident Nutzer

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    IC

    Neulich in der Longhall von Folkvangar

    Oolaaf der Bauer geniesst am späteren Nachmittag in der Longhall sein VordemBoskmelkenMet, als eine verschleierte Frau die Hall betritt und sich an den gleichen langen Tisch wie er setzt.

    Frau: Tal Sir
    Oolaaf reagiert nicht
    Frau lauter: Ich sagte Tal Sir, Sir
    Oolaaf schaut auf: Kenne ich nicht, Weib
    Frau irritiert: Was kennt ihr nicht, Sir?
    Oolaaf: Den Sir - habe ich nie gesehen bei uns im Dorf
    Frau irritiert: Aber ich meine doch euch, Sir!
    Oolaaf: Dann sag das doch, Weib
    Frau: Aber das habe ich doch, Sir
    Oolaaf: Nein, du hast mir Sir gesagt
    Frau: Natürlich, bei uns in Lydius sagen wir zu den Freien Sir
    Oolaaf: Aber hier ist nicht Lydius
    Frau gereizt: Aber das weiss ich doch, ich bin ja nicht blöd!
    Oolaaf: So?
    Frau verschränkt gereizt ihre Arme und starrt die Tischplatte an

    Bond kommt auf leisen nackten Sohlen zur Frau und kniet neben ihr nieder
    Bond: Darf ich dir etwas servieren, Herrin?
    Frau fährt aus ihren Gedanken auf und wendet sich der Bond zu
    Bond lächelt die Frau an
    Frau schnappt empört nach Luft: Aber..., aber... das ist ja unerhört!
    Bond blickt verständnislos zur Frau hoch: Herrin?
    Frau wendet sich an Oolaaf: Schaut euch die Sklavin an, Sir!
    Oolaaf schaut die Bond an:
    Frau: Seht ihr! So eine Unverschämtheit!
    Oolaaf: Ich seh nichts
    Frau: Seht doch!
    Oolaaf: Ich seh immer noch nichts
    Bond schaut an sich herunter und öffnet ihre Schenkel, um zu sehen, ob sie irgendwo schmutzig ist
    Frau kreischt entsetzt auf: Seht doch!
    Oolaaf blickt genau hin: Jaaaa... ganz nett
    Frau empört: Macht etwas mit dieser Sklavin, Sir!
    Oolaaf schüttelt den Kopf: Nö, keine Zeit jetzt. Muss gleich melken gehen.
    Frau empörter: Aber die da ist nackt! Das ist ein Beleidigung für mich! Diese Sklavin muss bestraft werden!
    Oolaaf: Nö
    Frau: Ich verlange, dass diese Sklavin bestraft wird!
    Oolaaf: So?
    Frau: Ja! Auf der Stelle!
    Oolaaf: Aber hier ist nicht Lydius
    Frau: Ich sagte schon, dass ich das weiss!
    Oolaaf: So? Weisst du auch, dass in der Longhall die Bonds immer nackt sind?
    Frau starrt Oolaaf an: Was?
    Oolaaf: Ja
    Frau verschränkt sprachlos ihre Arme und starrt wieder die Tischplatte an

    Oolaaf grinst vor sich hin: Bond, bring mir noch einen brustwarmen Met!
     
  8. Mel17 Gibbs

    Mel17 Gibbs Guest

    Achja? Wirklich?

    /me kichert
     
  9. Colin Dragonash

    Colin Dragonash Aktiver Nutzer

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    Sehr gut geschrieben, bitte mehr davon:gruen
     
  10. Boundy Schwartzman

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    Schöne Beiträge, da werde ich glatt bald mal eine Reise unternehmen. Guckt sich dann die Zeichnung von Beo an und fragt sich warum man ihm das Serum verweigert ;-)

    Bo
     
  11. Oolaaf Resident

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    Ooc

    Folkvangar ist grösser geworden und besteht nun aus 3 Sims: Folkvangar, Port Folkvangar und Folkvangar Siedlung. Die Erweiterung wurde nötig, weil immer mehr Volk in den Norden kommt und bei uns leben will. Erfreulicherweise sind darunter auch viele Krieger und wir werden viele Schiffe bemannen können, wenn der Frühling kommt und wir gegen Süden segeln werden.

    Folkvangar ist auch ein Ort der Pilgerreise. Als Pilgerzeit zählt die Zeit, die auf allen 3 Sims verbracht wird. Mehr dazu könnt ihr in den folgenden Blogs lesen:

    Ta-Sardar-Gor

    Fredis zweites Leben
     
  12. Oolaaf Resident

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    Wintereinbruch

    IC

    Vor einiger Zeit hat es begonnen zu schneien bei uns in Folkvangar und der Schnee fiel einige Finger lang vom Himmel. Das Land ist bedeckt von einer tiefen Schneedecke und der kleine See im grossen Wald zwischen dem Hafen und dem Dorf ist bereits zugefroren. Eisschollen treiben auf dem stürmischen Meer und wir haben unsere Schiffe an Land gezogen.

    Vor zwei Hand sind ich und meine Gefährtin auf dem Runenberg vor den Jarl getreten und unsere weise Frau hat den Segen der Götter für uns erbeten. Sie hat unsere Handgelenke mit dem Leder zusammengefügt und wir haben uns Brot und Met geteilt. Aus zwei wurde eins und mehr als zwei. Danach feierten wir mit dem ganzen Dorf in unserer neuen grossen Langhalle und früh am morgen führte ich meine Gefährtin durch den Wald zu den Klippen und dort nahm ich sie auf Nordmannsart vor Odin als meine Gefährtin.

    Meine Gefährtin ist zwar im Süden geboren worden, aber in ihr brennt das Feuer einer Nordmannsfrau. Das hat zwar durchaus auch seine Vorteile, vor allem in den langen kalten Winternächten, aber ihr Feuer und ihr Stolz bringen sie zuweilen in Situationen, die gefährlich sind für sie. Wir lassen unseren Frauen ja mehr Freiheiten als die Leute im Süden und insgeheim bin ich natürlich sehr stolz auf meine wilde und freie Gefährtin, aber das werde ich ihr selbstverständlich nie sagen! Im Gegenteil – wenn sie wieder einmal gegen unsere Regeln verstossen hat, dann wird sie von mir streng bestraft.

    Der kalte Winter treibt so einige zwielichtige Gestalten aus den Wäldern in das Dorf und in den Hafen, die dort Zuflucht vor der Kälte und vor dem Schnee suchen. Wir Krieger kontrollieren diese Herumtreiber und Herumtreiberinnen mehr oder weniger sorgfältig und manchmal entdecken wir unter den Lumpen und unter dem Schmutz etwas, aus dem eine gute Bond werden kann.

    Vor ein paar Finger wurden auch die Spuren eines grossen Larls gesichtet und seither war ich auf meinen Wachgängen zum Hafen im Wald doppelt vorsichtig. Tatsächlich fanden wir auch das Lager des Larls im Wald, mit einem grossen Haufen Knochen von seinen Opfern. Vor drei Fingern dann hallte plötzlich die Alarmglocke durch unser Dorf, gerade als ich beim Melken der Bosks war. Ich packte meine Waffen, die griffbereit an der Stallwand lehnten und rannte zur Mitte des Dorfes und dort sah ich ihn. Es war der Larl, dessen Spuren wir gesehen hatten und den der Hunger offenbar ins Dorf getrieben hatte. Ein Krieger machte schon Jagd auf ihn und ich zog meinen Bogen und schoss auch auf den Larl, aber der war unglaublich schnell und sprang zwischen den Häusern davon in Richtung des Runenberges. Ich rannte ihm hinterher, voller Sorge um meine Bosks, aber er sprang an ihnen vorbei und den Berg hinauf.

    Ich schulterte meinen Bogen und packte meine grosse Axt und ging vorsichtig durch den Hohlweg den Berg hinauf, immer den Spuren des Larls nach. Die Spuren führten in die Richtung des Steinkreises und um die grossen Steine herum. Die Dämmerung war schon angebrochen und die Winterstille wurde nur unterbrochen durch das Geräusch meiner Schritte auf dem gefrorenen Schnee und durch meinen Atem. Vorsichtig ging ich auf der linken Seite um den Steinkreis herum. Im Tal unten sah ich bereits die ersten Fackeln im Dorf leuchten. Plötzlich wurde die Stille unterbrochen durch ein lautes Knurren und ein grosser Schatten sprang auf mich los. Instinktiv riss ich meine Axt hoch und hielt sie dem Schatten entgegen – es war der Larl. Beim Aufprall seines Körpers stürzte ich nach hinten in den Schnee und ein markerschütterndes Heulen zeigte mir, dass auch die scharfe Schneide der Axt ihn getroffen hatte. Mühsam kämpfte ich mich auf meine Knie hoch und hob wieder die Axt und da sprang mich der Larl auch schon ein zweites Mal an. Der Kampf war kurz und heftig und das letzte, an das ich mich erinneren kann, war der Larl, der mit beiden Pfoten auf meiner Brust stand und seinen Sieg in die anbrechende Nacht hinausbrüllte.

    Als ich wieder zu mir kam, lag ich in der Heilerstube auf einer Liege. Wie mir später erzählt wurde, war mir einer der anderen Krieger des Dorfes gefolgt und hatte den Larl auf meiner Brust gesehen und mit seinen Pfeilen verscheucht. Dann hatte er mich den Berg hinunter bis zu meinem Hof geschleppt, wo meine Gefährtin beim Anblick meines blutverschmierten Körpers zuerst entsetzt aufschrie, sich aber dann schnell wieder fasste und dem Krieger half, mich in die Heilerstube zu bringen. Dort lag schon das Kräuterweib des Dorfes, auch sie war vom Larl angefallen worden. Die Heilerin war nicht da, aber ihre Bond tat ihr bestes und meine Gefährtin half ihr dabei. Der Larl hatte mir wohl ein oder zwei Rippen gebrochen, aber die dicke Winterkleidung hatte die Wirkung seiner Krallen gemildert, so dass ich noch ganz gut davongekommen war. Mit der Hilfe meiner Gefährtin schleppte ich mich mit einem dicken Verband um die Brust zu meiner Hütte und liess mich dort auf den Fellen solange verwöhnen, wie es nur ging.

    Meine Axt musste ich allerdings einige Finger lang zuhause lassen, weil ich sie nicht schwingen konnte und auch der umgehängte Bogen war eher eine Dekoration in dieser Zeit als eine nützliche Waffe, weil ich ihn kaum spannen konnte. Aber ein Nordmann ohne Waffen ist nur ein halber Nordmann und wie man ja weiss, muss man nur furchterregend genug auftreten, um den meisten Gegnern Eindruck zu machen.

    Ich hatte grosses Glück gehabt mit dem Larl. Der Jäger, der vor etwa zwei Hand in unser Dorf gekommen ist und bei uns geblieben ist, kann ein Lied davon singen. Der gleiche Larl hatte auch ihn angefallen und ihm ein Auge ausgekratzt, darum läuft er jetzt mit einer Augenklappe umher. Der Jäger nennt sich seither Larl, weil er seinen Namen vergessen hat und er hat sich geschworen, den wilden Larl zur Strecke zu bringen und das Fell in seiner Hütte aufzuhängen.


    OOC

    Danke dem Spieler, der ab und zu in die Rolle des Larls schlüpft und ihn sehr überzeugend spielt. Daraus hat sich sehr schönes RP ergeben.