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GOR oder BDSM

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von Dreammaster Donardson, 26. Januar 2008.

  1. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Wenn ich mal als mehr oder weniger aktive BDSM-lerin was dazu sagen darf:

    Gor hat mit BDSM nicht wirklich direkt was zu tun.
    BDSM ist ein Akronym für Bondage/Disziplin, Dom/Sub und SadoMasochismus. Zumindest in der deutschen Übertragung, im Englischen Original steht das für "Bondage & Disziplin, Domination & Submission, Sadism & Masochism".

    Und das alles hat mit Gor nicht wirklich was zu tun. Auch wenn es in Gor Sklaven gibt, so hat das mit einem BDSM-Sklaven direkt nichts zu tun. In Gor bist du normalerweise nicht Sklave, weil du Sklave sein willst. Das ist in SL vielleicht so, aber da haben auch selbst Panther ihre Kajira...
    Aber Norman orientiert sich da schon weitgehendst an den "klassischen Sklavereien" das Altertums, also Rom, Griechenland usw. insbesondere an der Art wie man Sklave wird. Und selbst der "Rite of Submission", bei dem eine freie Frau von sich aus Sklavin wird, hat mit BDSM eigentlich nix zu tun.

    Denn BDSM basiert auf den Grundlagen "Safe, Sane, Consensual", also Sicher, Vernünftig und Einvernehmlich.

    Und all das ist bei Gor nicht gegeben.

    Wenn die Sub/die Slave im BDSM nicht mehr mag, dann sagt sie das, und dann ist sie keine Sklavin mehr, sondern Partnerin oder Freundin.

    Wenn eine Kajira keine Lust mehr hat Kajira zu sein, dann hat sie eben Pech. Ihr einziger Ausweg aus der Sklaverei ist im Grunde der Tod, denn selbst wenn sie freigelassen wird ist sie nicht wirklich "frei", sie steht als Frau trotz allem noch unter allen Männern, wie jede freie Frau in der Stadt auch... aber das liegt an Normans sexistischer Weltanschauung, in der er nun mal männliche Dominanz und weilbliche Minderwertigkeit als naturgegeben/gottgegeben ansieht. Bei ihm sind Frauen schon aus Prinzip submissiv. Das formuliert der selbst in seinen (zu recht kritisierten) Sachbüchern so.

    Und das mit den Schmerzen wurde schon angesprochen.
    Goreaner sehen Schmerz als Strafe an, weil das jeder Mensch vermeiden will, instinktiv. Keine Kajira wird sich danach sehnen, Nadeln durch die Haut und durch die Nippel gebohrt zu bekommen. Einfach weil sowas schon wehtut.

    Im SM dagegen fügt man sich erotische schmerzen zu, weil man dadurch eben die Lust intenisvieren kann. Die wenigsten lassen sich schmerzen zufügen, weil sie leiden wollen. Oder weil sie bestraft werden wollen, da ist ein Vorurteil. Sowas wie "Popo versohlen" hat auch nicht wirklich was mit SM zu tun, das ist eher beim D/s angesiedelt.

    Aber mit dem bittersüßen Schmerz beim Sex kommt eben neben der Empfindung der Lust noch eine weitere intensive Empfindung hinzu, und wenn der Schmerz intensiv genug wird, dann beginnt der Körper irgendwann auch, darauf zu reagieren. Dann fängt dein ZNS an zu tanzen und du spürst wie die Energie in deinem Körper pulsiert, wie ganz langsam die Endorphine und das Adrenalin immer mehr durch dein pulsierendes Blut strömen und dann passiert genau das, was dir beim Küssen und Kuscheln und Knutschen passiert: Du gerätst nach und nach in eine Euphorie aus Liebe und Lust und "beginnst zu fliegen".
    Denn durch Verletzungen, durch extremen Stress und durch das erreichen der Körperlichen Grenzen (z.B. beim Triathlon, die kennen die Endorphine meist auch, die Triathleten, etwa wenn sie den Punkt der Erschöpfung überwunden haben und dann einfach im High weiterrennen...) werden irgendwann die Mechanismen in dir wach, die auch beim Verlieben erwachen.

    Und das hat mir Gor nun wirklich nix mehr zu tun.

    Und was das D/s angeht, das mag zwar eine kleine Gemeinsamkeit mit sein.
    Aber die Sub im BDSM unterwirft sich normalerweise nicht, weil sie den Dom liebt, sondern weil es dann im Schritt kribbelt und pulsiert und in der Magengegend zieht, wenn sie sowas macht. Genau wie der Dom beim BDSM durchauch eine entsprechende Wirkung empfindet, wenn er seine Sub vor ihm auf den Boden kniet. Da ist es dann die Macht, die in ihm die Sexualhormone rauskitzelt.
    Macht macht einfach fast jeden Menschen an.
    Doch ein BDSMler wird eben irgendwann diese Macht auch wieder abgeben, spätestens nach der Session seine Sub wieder als Partnerin oder Freundin sehen.

    Und so hat auch das D/s der BDSM-Szene nix mit Gor gemeinsam. Nicht wirklich.

    (Und ja, es gibt unter manchen BDSMlern auch sowas wie TPE/Total Power Exchange. Also auch echte Sklaverei. Aber das hat für mich nix mehr mit BDSM zu tun, das halt ich persönlich schon für psychisch krank, dieses Verhalten.)

    Vor allem aber: Es gibt kein OOC im BDSM.
    Wenn es einem der beiteiligten unwohl ist bei der Sache, wenn es keinen Spass mehr macht, dann gibt es kein OOC-Reden während man weiterspielt. Dann bricht man die Scene/Session einfach ab und nimmt sich in die Arme. BDSM ist nun mal kein Rollenspiel.
     
  2. Kottos Sperber

    Kottos Sperber Freund/in des Forums

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    *Einspruch*

    Das ist ja wohl zu sehr verallgemeinert.
    Fuer mich ist BDSM ohne Liebe gar nicht vorstellbar. Ich liebe die Herrin und ich weiss, sie liebt mich. Das ist die Basis des Vertrauens, auf dem alles basiert. Die Basis, auf der ich alles zulasse, was mir aufgetragen wird. Ich will, dass sie gluecklich ist mit mir, was immer es dazu braucht, _weil_ ich sie liebe.
    Sie hat mir was zu sagen, ich kann von ihr lernen. Ich will ihr zuhoeren, was sie sagt und dabei schweigen. Ich will mit ihr reden koennen, ueber was es auch sei und ich weiss auch, sie hoert auch auf mich, weil sie will, dass auch ich gluecklich bin. Und ich achte sie, ich bewundere sie, weil sie das tut.

    Sich deshalb zu unterwerfen, das macht an.

    Einfach so vor jemanden hintreten und sagen: Du Herr, ich Sklave. Befiehl mir, es krabbelt so schoen im Schritt, wenn ich vor die herkrauche. Fuer mich undenkbar.

    Ich will damit nur sagen, es gibt weit mehr Moeglichkeiten und Motivationen als die, die du hier unzulaessigerweise darstellst.

    Und das hier:

    Jemand, der sagt, selber BDSM zu betreiben, einem anderen Perversitaeten vorzuwerfen, ist ja pervers:)

    Kottos
     
  3. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Ich will jetzt hier keine Diskussion anfangen über BDSM, was eine Sub macht und was nicht, ob Liebe dazugehört oder nicht. Dazu ist hier der falsche Ort - ging es nicht zuletzt um den Unterschied zwischen BDSM und Gor.

    Aber zum letzten Abschnitt mal soviel:

    Wo BDSM aufhört einvernehmlich zu sein, da fängt der Missbrauch an.

    Und sowas ohne echtes Safeword zu machen, gefangen und gefesselt zu sein und verletzt zu werden ohne die Möglichkeit abbrechen zu können, das mag für manche zwar reizvoll sein, aber das erfüllt in Deutschland nicht nur mehrere Straftatbestände, das ist auch zumindest mit meiner Ethik absolut unvereinbar. Und an die setz ich grad in einer BDSM-Beziehung schon recht hohe Maßstäbe an und ich lege großen Wert auf die Freiheit und Würde meines Gegenübers.
     
  4. Kottos Sperber

    Kottos Sperber Freund/in des Forums

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    Das stimme ich dir vollkommen zu. Aber ich habe auch nichts Gegenteiliges behauptet.

    Ist vielleicht doch zu sehr OT unsere Diskussion. Belassen wir es dabei. Vorerst.

    Kottos
     
  5. Kati Harrop

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    Ich muss Zelmo recht geben, es spielt absolut keine Rolle, wer was für Neigungen hat, wichtig ist nur, das es gutes Rp gibt und man Spass hat.

    Und wenn nicht in die Persönlichkeitsrechte des anderen eigegriffen wird, kann auch auf Gor ein BDSM-Anhänger seine Neigungen ausleben, wenn er einen Partner findert, der das mitmacht.
    Und bei eventuellen Entgleisungen, wie oben beschrieben mit dem BDSM-Schloss auf Gor, naja dann einfach das RP abbrechen, wenn es nicht anders geht.
    Das wichtigste ist nur, das sich alle nach aussen hin goreanisch verhalten und sich nicht so aufführen, das sie die spezielle gorenische Lebens-und Handelnsweise negativ beeinflussen und anderen Spielern den Spass verderben.

    Dan bleibt Gor auch Gor, auch wenn BDSM immer mit einfliessen wird, weil BDSM und Gor gewisse Berührungspunkte nun mal haben, sich dann auch überschneiden wie zwei Kreise, das gleiche gilt sehr zu meinem Missfallen leider auch für die Counterstike-Anhänger.
     
  6. Sylvie Munro

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    Ich glaube so langsam, dass das, was immer wieder für solche Diskussionen sorgt, die benutzten Begriffe sind: Herr/Herrin und Sklave/Sklavin. Auf Gor bzw. beim Gor-Rollenspiel ist das so, da gibt es Herren und Sklaven, bei BDSM ist das aber nicht so. Da bevorzuge ich persönlich eher die Begriffe Top und Bottom und als Definition umfasst das jemanden der führt und jemanden, der sich führen lässt.

    Sklavin zu sein bedeutet, keinerlei Rechte zu haben, das ist in einer verantwortungsbewussten D/s-Beziehung völlig undenkbar. Auch finden D/s-Beziehungen hauptsächlich zwischen 2 Personen statt, während Gor da anders ist. Wenn der Herr die Sklavin verkauft/verschenkt, dann ist das eben so, kann sie gar nichts gegen machen.

    Wie man das dann spielt, bleibt jedem selbst überlassen.
     
  7. Magus Loon

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    Ich habe mich bisher aus der Diskussion hier zurückgehalten, weil das Eingangspost in meinen Augen doch sehr "trollig" war. Ich habe schon viele derartige Diskussionen hierzu gelesen und auch aktiv daran teilgenommen. Interessierte mögen die Forumssuche bemühen.

    Zusammenfassend würde ich behaupten die Thematik hinter den vier Buchstaben BDSM ist einfach zu vielseitig, vielschichtig und viel von subjektiven Eindrücken und Empfindungen gesprägt, dass wahrscheinlich nicht einmal eine tiefgründige Diskussion unter BDSMler abschliessend klären könnte was BDSM genau ist. Als "Zusammenfassung" verweise ich auf den Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM

    Dieses dann mit RP Welten zu vergleichen, welche an einigen Punkte gemeinsame Schnittmengen haben ist dementsprechend auch nicht möglich und wird immer in einer endlosen Diskussion enden.

    Was letzlich zählt ist die persönliche Einstellung jedes einzelnen und die körperliche wie auch geistige Befriedigung die er daraus zieht. Für die einen beginnt BDSM erst da wo es für andere schon als "pervers" aufhört. (Ohne jetzt das Wort "pervers" werten zu wollen).

    Ich bin es müßig darüber zu diskutieren was was ist, ich tue das woran ich (zusammen mit anderen) Spaß habe, egal wie man es nun nennen mag und ich bin sehr glücklich damit. Ob jetzt der Bottom Sklavin heißt oder wie ich mit ihr umgehe, wie sie sich zu benehmen hat, wo wir die Grenzen ziehen oder auch nicht, etc., das geht nur mich und sie was an. Andernfalls könnte man jetzt auch genau so gut anfangen darüber zu diskutieren ob es gesellschaftlich toleriert, fachmännisch durchgeführt und moralisch vertretbar ist was ihr zuhause mit eurem Partner im Schlafzimmer veranstaltet.
     
  8. bienchen Rhode

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    @Vallis

    lieben dank für deine antwort und den link.

    ja ich habe mehr als nette und komische erfahrungen auf gor sammeln können. wenn ich wirklich mal auf einen markt oder so gehe, dann nur in bgeleitung eines freundes der nur auf gor ist und der mir als schutz seinen titel gab.
    bdsm sm ist für mich halt das reine spiel ohne sex. in gor störte mich das sehr. da hat kajira mitzumachen. es störte mich auch ungemein das jeder meiner sub befehle geben wollte (sie ist ja meine sub), wie man teilweise über sie redete in ihrer gegenwart...oder nur wiel man kein collar trägt (wozu auch als top) diese ewige mega nerverei ich geb dir ein collar ich zeige dir das du sub bist. normalerweise sollte ja ein nein genügen, aber....
    ich habe die einstellung: auch tops müssen fragen, müssen sich kritik gefallen lassen und sollten auch mal bitte und danke sagen dürfen.

    aber auch gab es in der vergangenheit leute von gor die auf eine bdsm sim kamen und sich da aufführten (ich schreibe es nicht aus)... sie standen da und machten sich über die *erdlinge lustig* die man einfangen sollte und verkaufen... ich denke solche begegnungen tragen nicht dazu bei das wer gefallen an gor finden kann (eher dann das gegenteil) und man fragt sich dann wo denn obwohl sl die tolleranz da ist wenn andere ein anderes spiel ausleben.

    rp kann sehr schön sein (wobei jeder eine andere definition von rp hat) aber alles vorschreiben lassen ist dann nicht so meins.

    aus dem grunde habe ich ja auch für mich beschlossen nur noch zu meinem freund aufs schiff zu gehen um ihn zu besuchen. mit dem rest kann ich nichts anfangen. weil es für mich halt nichts mit meinem verständnis zu bdsm zu tun hat.

    winks
     
  9. Bina Mayo

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    Also ich finde es müßig hier über die unterschiedlichen Facetten von BDSM, D/s oder TPE zu diskutieren, nur eins, es gibt Gesetze, und und die machen jeden Sklavenvertrag von vorneherein ungültig. Wenn also TPE, ist das ne Sache der Kopfes, und nichts einklagbares.

    Genau den Punkt liebe ich so im GOR-RP. Ganz SL ist ein Rollenspiel, bloss das hier viele SMer das vergessen. Ich habe in SL schon viele Herren und Herrinnen erlebt, die Anspruch auf RL erheben. Zum einen ist es bei einer Fernbeziehung immer sehr schlacht kontollierbar, ob Sub alles macht, und das viel wichtigere, es ist niemand da, der helfen kann, wenn z.B. mal eine (Selbst-)Bondage in die Hose geht.

    Ich empfinde GOR-RP als wesentlich ehrlicher. Man SPIELT seine Rolle! Sicherlich werden die meisten nur die Rollen auf Dauer spielen, die sie gerne mögen, aber eben durch IC und OOC sind die Grenzen immer klar abgesteckt. Es gibt mit Sicherheit auch viele, die die Herr/Kajira-Beziehung weiterführen, aber das liegt dann wieder außerhalb des GOR-RPs und wäre damit OOC!

    Zu einvernehmlich oder nicht:
    Sicherlich hat GOR lt. John Norman nichts mit einvernehmlich zu tun, aber wenn mir im RP etwas zu viel ist, kann ich jederzeit aussteigen! Es ist eben ein Rollenspiel!
     
  10. Magus Loon

    Magus Loon Superstar

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    RL hat nicht zwangsläufig was mit Selbstgeißelung/-bondage zu tun, sondern eben inwieweit Handlungen das RL beeinflussen, das fängt banal bei der Verfügbarkeit zu bestimmten Uhrzeiten an, die ggf. persönliche Einschnitte des Bottom bedeuten.

    Beispiel:

    Top: Wann mußt du (RL) auf Arbeit sein?
    Bottom: 8 Uhr
    Top: Ok, ich bekomme eine IM von dir um 3:00, 3:30, 4:00, 4:30, 5:00.
    Bottom: (schluckt) Ja...

    Mag auf den ersten Blick für Außenstehende einfach dumm erscheinen, aber Bottom kann damit beweisen das er es ernst meint und persönliche Empfindungen aus Respekt dem Top gegenüber zurücksteckt. Klar wird es hart für den Bottom, aber er hat ja jederzeit die Möglichkeit das ganze z.B. per Safewort zu beenden. Ansonsten obliegt es dem Top zu entscheiden was Bottom ertragen kann und dafür dann auch den nötigen Ausgleich zu schaffen, z.B. im Nachmittagsschlaf am nächsten Tag. Auch kommt es oft weniger auf die Aktion selbst an, sondern um die genau die ersten 5 Sekunden nach dem Aussprechen der Anweisung, da Bottom erstmal von Gedanken und Gefühlen dazu "überwältigt" wird, was ein nicht unmaßgeblicher Teil des "Spiels" sein kann. Mit solchen Anweisungen kann man übrigens RPler recht schnell aussortieren.

    z.B. D/s kann man auch sehr schön in Voice (aus-)leben, denn wenn man die zittrige Stimme am anderen Ende hört und die äußerst respektvolle Anrede und Wortwahl, die Reaktionen auf gesprochenes Wort. Das kann schon sehr befriedigend sein. Sicher kann man auf Distanz nicht kontrollieren, was Top natürlich gern möchte, aber wer sich ernsthaft darauf einläßt zweifelt dann nicht an der Loyalität des Bottom, denn das gegenseitige Vertrauen ist schonmal die Basis einer solchen Beziehung. Bottom wiederum genießt eben das Gefühl beherrscht zu werden, ist Stolz Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erfahren und wird sich sicher nicht aus freien Stücken "mogeln", was die Beziehung absurdum führen würde.
     
  11. Tescia Binder

    Tescia Binder Aktiver Nutzer

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    Hier möchte ich gerne mal kurz einhaken.

    Wenn BDSM mit SSC betrieben wird, also mit Safeword, dann ist es ein Rollenspiel. Die Sub spielt für eine gewisse Zeit die Rolle der Sklavin. Spricht sie das Safeword, ist sie keine Sklavin mehr, sondern Partnerin oder Freundin.

    In Gor betreiben die Spieler ein Rollenspiel... und wenn die Kajira OOC sagt "Stop", dann ist an der Stelle auch ende. Den auch das Rollenspiel in Gor ist SSC, es sei denn, die Spieler legen für SICH SELBST ausdrücklich fest, das sie darauf verzichten.

    In beiden Fällen wird durch einen Hinweis das Rollenspiel beendet.

    Somit finde ich es ein bischen frech, das hier behauptet wird, Gor wäre so völlig anders. Gor ist ein Rollenspiel, BDSM ist ein Rollenspiel. Es existiert eine gewisse Schnittmenge, die aber nicht alzu groß ist. Die Intensität wird bei beiden Rollenspielen von den Teilnehmern selbst bestimmt. Wenn das nicht so ist, dann ist das bei Gor genauso Missbrauch wie es das bei BDSM ist.

    Es gibt sehr wohl BDSM Bereiche, in denen es zwei Safeworte gibt, zum Beispiel Gelb und Rot... Wird Gelb gesagt, heist das für den Top "Achtung, die Richtung, die du einschlägst, gefällt mir nicht. Das geht mir zu weit, das ist falsch, das möchte ich nicht. Ich will aber noch nicht ganz aufhören."... Das ist ein klarer OOC Hinweis, denn eine echte Sklavin, die 100% hilflos ist, kann einen solchen Kommentar nicht abgeben, bzw. kann nicht sicher sein, das der Hinweis auch befolgt wird. Die Sklavin behält durch die Safeworte eine Sicherheitsreissleine, die OOC ist.
    Es mag sein, das Du BDSM nicht als Rollenspiel siehst, aber das sehen viele Leute anders. Solange man kein 24/7 Lifestyler ist, IST BDSM ein Rollenspiel und wenn sich Sub und Dom/me vorher oder hinterher über eine "Session" unterhalten, dann ist das OOC-Gerede über die Sache.

    Tes
     
  12. Bina Mayo

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    @Magnus:
    Genau das sind eben die Sachen, die ich persönlich sehr kritisch sehe. Ich mache BDSM schon ne ganze Weile in RL, und meine Beziehung war mal einen sehr intensive 24/7 Beziehung. Hihi, zu der Zeit hätte ich keine Zeit für SL gehabt.
    Aber... es fällt mir, wie vielen Subs sehr schwer "nein" zu sagen. Ich hab übrigens noch nie im Leben ein Safewort gebraucht, weil mich mein Mann eben sehr gut kennt. Er kann mein Gesicht lesen, meine Körpersprache, und trotzdem habe ich schon den ein oder anderen "Absturz" hinter mir, wo ich nachher einfach nur noch hemmungslos geheult habe. Ich rede da auch nicht von körperlichen Schmerzen, sondern von seelischen!!!
    Viele Sinne scheiden eben bei einer SL-Beziehung aus. Der Gesichtsausdruck des Avas sagt eben nichts über die Verfassung des Menschen dahinter aus, und selbst die stimme verrät es nur begrenzt.

    GOR-RP kann schon sehr die Seele ankratzen, und ist sehr intensiv. Aber genau die Tatsache, das es "nur" ein Rollenspiel ist, gibt Dir auch eine gewissen Sicherheit. Eigentlich sollte es sogar egal sein, ob am andere Ende wirklich eine Frau sitzt, es ist eben eine Rolle...
    Das RL kann man (leider) nie ganz ausblenden, aber ich finde es ehrlicher für alle Beteiligten, wenn die Grenzen duch die Regeln der Rollenspiels schon von vorne herein klar sind!
    Wer eine Kajira gut spielt, wird bestimmt mit Herzblut bei der Sache sein, und es macht einfach Spass zuzusehen, dann sollte es doch egal sein, ob diese Frau im RL wirklich devot ist, oder es nur eine Phantasie bleibt!

    be well, und sorry für das "offtopic"
    Bina
     
  13. Dina Runo

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    Bina...auch bei so einem RP in SL kann man abstürzen....und zwar RL :( ...und das Auffangen ist viel schwerer da.
     
  14. Sylvie Munro

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    Sehr richtig Dina, ich kenne das aus eigener Erfahrung. Unterschätzen darf man sowas nicht.
     
  15. Katta Kattun

    Katta Kattun Freund/in des Forums

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    Ich finde diese Erklärung aber sehr unglücklich. Und für jemanden wie mich der BDSM betreibt und sich auch auf dieser Ebene in SL bewegt sehr unzutreffend. Ein Safeword zu benutzen bedeutet für mich nicht OCC zu sein. So wie ich das in GOR verstehe benutze ich OCC und dann kann ich u.U. eben noch als Sklavin gequält worden sein und dann in OCC darüber sprechen was ich gleich zu Mittag esse (entschuldigt wenn ich etwas überspitze, ihr wisst wohl was ich meine)
    Soetwas gehört aber nicht in das -für mich- definierte BDSM. Wenn ich mich einer Situation durch ein Safeword entziehe dann ist das was danach folgt immer noch die Situation und eben NICHT RP. Nämlich u.U. auch aufgefangen zu werden. Ein so wichtiger Aspekt beim BDSM.

    Man kann das durchaus sehr kritisch betrachten. Aber man kann auch genauso davon ausgehen das es auch über SL möglich ist - begrenzt natürlich - einzugreifen und etwas zu schaffen was beide zufrieden stellt. Und auch ohne das man das Gesicht des anderen in dem Moment sieht.
    Natürlich schwer vergleichbar mit RL, aber dennoch machbar. Man kann also in SL fallen. Anders als RL, klar, aber man kann, und es kann unter Umständen schon sehr sehr "schmerzhaft" sein. Genauso wichtig wie wohltuend ist der Moment wenn man dann aber wieder aufgefangen wird.
    Dazu gehört eine Menge Vertrauen und das man sich kennt. Das der Dom durchaus weiss was er mit der sub ( die in den seltensten Fällen gern nein sagt, ;) kenn ich von mir nur zu gut) anstellen kann wenn er unvernünftig an die Sache geht. Es ist in meinen Augen extrem schwierig über SL dieses Vertrauen und diese "Verbindung" zu schaffen. Aber wie gesagt, es ist machbar und kann erfüllend sein. :) *lächelt zufrieden*

    Das Beispiel mit den IMs die stündlich geschickt werden müssen ist ein schönes. Gerade weil es über PC nunmal nur bedingt möglich ist seine sub zu beeinflussen sind diese Möglichkeiten aber eben sehr wichtige. Ich als sub zeige damit meinen Respekt, meine Bereitschaft mich auf als das einzulassen, meine Zuneingung, mein Vertrauen was ich
    entgegenbring und auch empfange. Und andereseits natürlich das bittersüße Gefühl vielleicht am nächsten Tag auf der Arbeit davon noch etwas zu spüren weil übernächtigt etc.
    Wie schön ist es wenn ich dann vom Dom am Nachmittag aber die Auflage erhalten einen Mittagsschlaf zu halten damit es sich wieder reguliert.
    Dieses Wissen ist doch im Grunde genau das was Dein Mann macht oder eben sein lässt weil er in deinen Augen sieht was los ist mit Dir.
    Wenn man sich kennt, wenn der Dom mit Vernunft etc. darangeht kann man das auch über SL in gewissen Umfang erfahren.

    und eins noch zu diesem Teil:
    Natürlich niemals in dem Ausmass wie es RL möglich wäre, aber man sollte nicht unterschätzen was eben doch über SL alles möglich ist :)



    Und um wieder darauf zurückzukommen was GOR mit BDSM zu tun hat:
    Aufgrund meiner Erfahrungen eher weniger Gemeinsamkeiten.
    Begrifflichkeiten sind teilweise die gleichen die aber nicht die gleichen sein sollten.
    Ein Sklave auf GOR ist etwas anderes als das was ich bin. Und ich bin auch eine Sklavin.
    Wenn aber beide gleich heissen beginnt man schonmal gern zu vergleichen was aber im Grunde garnicht so machbar ist weil die Ursprünge einfach ganz andere sind.

    --wow..bei diesem Thema OT zu bleiben ist immer wieder anstrengend -- schönen Tag noch.... erstmal :)
     
  16. Bina Mayo

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    @Dina & Sylvie:

    Ja ich weiß, das das hatte ich ja auch gemeint, aber ganz gut das noch mal deutlicher zu sagen!

    Meine intensivsten Erlebnisse in SL, sowohl schöne, als auch Sachen die mich 'runter gezogen haben, hatte ich auf GOR, und das ganze obwohl das ganze ohne RL-Bezug war.

    Wenn aber dann der RL-Bezug noch dazu kommt, gerade bei Leuten die Ihre ersten Schritte Richtung D/S machen... das finde ich noch um einiges gefährlicher.
     
  17. Sophie Reiter

    Sophie Reiter Aktiver Nutzer

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    Die Frage an für sich ist doch schon falsch
    Gor oder BDSM

    Der Durchschnittsgoreaner in SL [libary:f6751ecc37]Abkürzung für [Second Life][/libary:f6751ecc37] (da lehne ich mich jetzt mal weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeit aus dem Fenster), kommt online und schlüpft in seine/ihre Rolle.

    Dies ist vergleichbar, wie wenn du D&D, Das Schwarze Auge, Runemaster oder was weiss ich für ein Pen&Paper spielen würdest.

    Loggst du dich aus, bzw. wechselt du die sim, verläßt du diese Rolle wieder.
    Somit ergeben sich zwangsläufig IC und OOC Situationen.

    Der DurchschnittsBDSMler (auch hier lehne ich mich mal wieder weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeit aus dem Fenster)
    geht eher eine D/s Beziehung ein, die sich nicht auf eine sim (Gor) beschränkt, sondern allgemien in SL [libary:f6751ecc37]Abkürzung für [Second Life][/libary:f6751ecc37] seine Gültigkeit besitzt und ggf. sogar Auswirkungen in dessen RL [libary:f6751ecc37]Abkürzung für [Real Life] - das [Reale Leben][/libary:f6751ecc37] hat.
    Somit findet hier auch kein IC/OOC Wechsel statt.

    Natürlich kann nun jemand in Gor dies ebenso leben, wie mein DurchschnittsBDSMler, und sicher gibt es BDSMler,
    die es mehr so handhaben, wie ein Durchschnittsgoreaner.

    Hoffe mit meinen Bezeichnungen 'Durchschnittsgoreaner' und 'DurchschnittsBDSMler' fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, mir fallen im Moment nur leider keine besseren Bezeichnungen ein.


    In die Gor Welt lassen sich BDSM Elemente leicht einfügen, weil sie in das Hintergrundszenario passen (Herr/Sklave Verhältnisse), dies würde nun aber auch auf ein RP [libary:f6751ecc37]Abkürzung für [RolePlay] / [Rollenspiel][/libary:f6751ecc37] Hintergrund zutreffen, der im alten Rom
    spielen würde.
    Natürlich kann nicht jeder BDSM Interessierte etwas mit Gor anfangen, da nicht jeder ein Fan von Rollenspielen wie den oben genannten (D&D etc...) ist.

    Gruß,
    Sophie
     
  18. Dina Runo

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    Da geb ich Dir uneingeschränkt recht Bina, auch ein Grund, warum ich auf strikte Trennung zwischen RL [libary:2e99526253]Abkürzung für [Real Life] - das [Reale Leben][/libary:2e99526253] und SL [libary:2e99526253]Abkürzung für [Second Life][/libary:2e99526253] achte.

    Ich habe zur Zeit zum Glück einen Herrn, der sehr viel Gespür für mich hat und mich auch auffängt, wenn es nötig ist. Zum zweiten bin ich in der glücklichen Situation im RL [libary:2e99526253]Abkürzung für [Real Life] - das [Reale Leben][/libary:2e99526253] mit meinem Mann darüber reden zu können. Aber ich kenne auch ganz viele in SL [libary:2e99526253]Abkürzung für [Second Life][/libary:2e99526253] / auf Gor, die alleine zuhause vor dem PC sitzen und nicht so einen Herrn habe. Da kann es wirklich gefährlich werden.
     
  19. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Ich kann nix mit Gor anfangen, da ich das Setting absolut nicht mag.
    Insbesondere den überall vorhandenen Sexismus und die patriarchalen Elemente in der Gesellschaftsstruktur.

    Aber ich praktiziere BDSM und ich mach seit Jahren Rollenspiele, meist Pen&Paper. Darunter auch D&D, AD&D, DSA, Shadowrun, Kult,... ich hab da echt ziemlich viele Systeme und Universen gespielt, und auch wenn da innerhalt des Rollenspiels schon mal BDSM-Szenen vorkamen, mit BDSM an sich haben Rollenspiele nichts gemeinsam.

    Das hat damit nix zu zun dass nur das Setting ein anderes ist, sondern dass BDSM eben absolut kein Rollenspiel ist, wenn man mal diese klischee-BDSM-Beziehungen verlassen hat, die man aus dem Fernsehen von diesen "Domina-Reports" auf Vox& Co. kennt und die auch in vielen Teilen in SL Einzug gehalten haben, etwa wenn man meint mit Peitsche am Gürtel und einer Lederbikerkappe ist man wie von selbst Domina.

    Wenn man BDSM nicht nur mal als "Kinky fun" mit Plüschhandschellen und Polizistinnen-Uniform betreibt (wobei die Domina dann oft eher eine Stripperin ist...), sondern wenn man das wirklich ernsthaft macht, dann wird da nix gespielt. Dann lässt man da die Triebe raus, so weit es geht. Dann gibt man dem inneren Drang nach sich zu Unterwerfen, oder aber auch mal gemein zu sein und die Macht über andere fast hemmungslos zu genießen.

    Wenn im BDSM ein Safeword fällt, dann geht es eben nicht ins OOC. Denn ein OOC gibt es da nicht. Man hört auf mit dem Pieksen oder Cutten oder was auch immer. Das mag sein. Man lässt seine Triebe nicht mehr weiter am Partner aus. Und man fängt den Partner ein wenig auf.
    Und ob da ein rotes und ein gelbes oder nur ein Safeword benutzt wird, das ist egal.Das ist aber auch schon alles. Da gibt es keine "andere Ebene", in die man wechselt. Kein Wechsel von einer Fiktion in die Realität. BDSM ist in der Realität. An der Beziehung ändert sich da nicht wirklich was.

    Und dazu kommt noch, dass es im BDSM keinerlei Regeln gibt. Keine Vorgegebene Rollenverteilung, keine Charaktere oder derartiges.
    Wie z.B. "Einmal Sub - immer Sub" oder "Eine Sub darf andere nicht dominieren" oder sowas.
    Im BDSM macht man das, wozu man Lust hat. Und während in Gor der Master und seine Kajira nicht mal eben die Rollen tauschen können, ist das im BDSM immer mal drin. Dann schnappt sich auch mal die "Sub" das Paddle und versohlt ihrem gefesselten Freund damit den Hintern...

    Dass deratige strikten Regeln in SL dennoch gang und gäbe sind, das ist eine ziemliche Unsitte. Aber in SL ist BDSM leider auf für viele echt nur Rollenspiel.

    Ich denke aber auch, dass das Hauptproblem ein Semantik-/Pragmatikproblem ist:
    Die Szenen benutzen die gleichen Begriffe, meinen aber völlig unterschiedliche Dinge damit.

    Der Begriff "Sklavin" ist eigentlich im BDSM völlig deplaziert. Das sind keine Sklaven dort.

    Denn auch in der Session oder selbst in den 24/7 TPE-Beziehungen ist die Sub nicht nur Sub sondern noch immer Partnerin und Freundin. Im Rollenspiel ist eine Sklavin ein rechtloses Eigentum. Im BDSM ist dies eben nicht der Fall.
    Klar - fällt das Saferword, dann ist sie erstmal nicht mehr Sub, sondern dann steht die Partnerin im Vordergrund, aber nur um sie aufzufangen. Oft genug spielt man dann nach einer kurzen Atempause wieder weiter miteinander, so lange es eben Spass macht.

    Gut, ich persönlich komm eher aus der BD/SM-Ecke als aus dem D/s Bereich, aber so ganz trennen kann man das nicht. Ich seh D/s so nur als Spiel unter Freunden (im Gegensatz zu manch anderen, die das sehr Ernst nehmen mit dem Machtgefälle), aber dennoch ist auch das kein Rollenspiel.

    Man schlüpft da nicht in die Rolle der Prinzessin Johanna, die vom Räuber Willibald entführt und benutzt wird. Da ist Lieschen Müller nach wie vor Lieschen Müller und Markus Schneider ist nach wie vor Markus Schneider, auch wenn Lieschen ihren Freund Markus ans Andreaskreuz bindet und mit warmem bis sehr warmem Kerzenwachs an den richtigen Stellen übergießt bis der nicht mehr kann.

    Und ja, das was in einem Domina-Studio so abläuft, das ist Rollenspiel.
    Da kommt der Kunde rein und bezahlt für eine Dienstleistung. Er bekommt ein Theaterstückchen vorgeführt, in dem er mitspielt. Er steckt sich Brennesseln in die Unterhose während die Domina unnahbar auf dem Thron sitzt und Zigaretten am langen Stil raucht und dann schüttelt der "Sklave" sich vor Wollust und wagt es nicht mal den Stiefel seiner "Herrin" ehrfürchtig zu küssen. Und wenn der "Sklave" dann gesenkten Hauptes in sein Verlies in dem kleinen Käfig unter dem Tisch gegangen ist, dann geht die elegante Herrin, ihren Nerzmantel mit der Fuchstola über dem Arm, mit hohem Haut und noch höherer Nase auf Turmhohen Absätzen zu ihrer Nobelkarosse und fährt in ihre mondäne Villa um am Pool zu entspannen.... so zu sehen in diversen schlechten Pornos und leider auch in vielen schlechten TV-Reportagen, bei denen egal ist was gezeigt wird solange die Quote stimmz.

    Das ist so das Klischeebild, das viele von BDSM im Kopf haben, und das ist das, was man im Fernsehen leider zu oft so sieht. Aber das ist Bullshit und hat mit SM nix zu tun. Nicht wirklich. Und das hat auch nix mit BDSM-Lifestylern zu tun, die im Auto die Handschellen an den Spiegel hängen und deren Freundin den Ring trägt...


    Wer wirklich wissen wil, was es mit dem Ganzen SM-Dingens auf sich hat, der sollte mal "Wir leben SM" anschauen, einer der besten Filme der letzten Jahre über dieses Thema, in dem M. Grimme (der Macher der "Schlagzeilen"), Woschofius (SM/Fetisch-Fotograf), Lady Isis (prof. Domina aus Stuttgart) und andere zu Wort kommen.

    Und Gor ist, wie gesagt, eben was ganz anderes als das. Wenn man das mit BDSM vergleichen kann, dann eben mit diesen Theaterstückchen aus dem Dominastudio, aber das hat mit BDSM so viel zu tun wie ein normales Bordell mit Liebe...
     
  20. Kunta Hoobinoo

    Kunta Hoobinoo Nutzer

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    Ich muss Dir da leider widersprechen. Denn natürlich ist BDSM auch Rollenspiel, und dieses geht weit über das von Dir zitierte Domina-Studio hinaus. Ich habe einige Sessions hinter mir, die über Stunden, Tage oder auch länger gingen; und natürlich blieb ich dann in all dieser Zeit 'Sklave' und nichts anderes, mit allen Konsequenzen (und selbstverständlich immer nur mit Leuten, bei denen ich auch sicher war, das vom einen auf den anderen Moment abrechen zu können, falls nötig).
    In den seltensten Fällen ging es dabei übrigens um Sex.
    Das Rollenspiel stand immer im Vordergrund.