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Pilgerreise im Mittelalter RP

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Sonstige Welten" wurde erstellt von Ekki51 Allen, 11. März 2011.

  1. Ekki51 Allen

    Ekki51 Allen Superstar

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    Noch einmal Celdwin bei den Elfen
    Nachdem ich schon einmal das misstrauische, aber sehr gastfreundliche Volk der Elben besucht hatte, wollte ich dies nun mit meinen Gefährten tun.
    Dabei kann ich die Landschaftsbeschreibungen etwas kürzen und mehr auf die Erlebnisse im Elbenland eingehen.
    Aber zuvor möchte ich von einem Erlebnis berichten, welches mich doch etwas zum Nachdenken brachte.
    Ich war noch im Hochland und hatte dort ein sehr persönliches Gespräch mit einem der Weisen, wie ich annehme und begab mich dann zum Hafen, um meine Gefährten zu empfangen.
    Kurz vor dem Hafen an einer Mauer, stand ein kleiner Brunnen mit einem Schild darüber und als ich daran vorbeikam, sprach mich jemand an.
    Ich wunderte mich sehr und sah mich suchend um, denn es war dort niemand. Aber der jemand sprach wieder und sagte mir, das er das Schild wäre.
    Nun ist mir ja schon viel begegnet, aber das war einmalig und ich zweifelte ein wenig an meinem Verstand.
    Ein Frl. kam um die Ecke und machte auch gleich wieder kehrt, als sie mich mit dem Schild reden sah.
    Zu meiner Erleichterung traf mein Drachenfreund, mit dem üblichen Getöse ein und hielt mich natürlich erst einmal für verrückt.
    Aber als das Schild auch zu ihm sprach, glaubte er mir, warnte aber, dass dies ein Zauber sein könnte und wir in eine Falle gelockt werden sollten.
    Daran hatte ich in meiner Gutgläubigkeit gar nicht gedacht.
    Nun mittlerweile traf auch die Heilerin ein und das Schild sagte nichts mehr und wir konnten uns auf den Weg ins Elbenland begeben.
    Ich kannte die Methode dort hinauf zu gelangen, deshalb übernahm ich die Führung.
    Oben angekommen waren auch meine Gefährten von der Schönheit des Landes überwältigt und erst einmal sprachlos.
    Ich steuerte auf das mir bekannte Lager zu und dort saß eine weißgekleidete Elbe am Feuer, welche ich dann höflich ansprach.
    Aber sie rührte sich nicht und ich wusste im Moment nicht weiter.
    Aber da kamen auch schon andere Elben herbeigeeilt und begrüßten uns etwas misstrauisch.
    Auch die mir bekannte Elbe war dabei und sie wies mich daraufhin, dass wir die Waffen ablegen müssten.
    Ich legte meinen Rucksack ab, an dem ein langes Messer hing, denn ich wollte kein Misstrauen erregen.
    Aber unser Drachen hatte zwei Speere auf dem Rücken und ich ahnte, was jetzt kommen würde.
    Also hub ich zu einer Erklärung an, dass es wohl an der Wehrhaftigkeit eines Drachen nichts ändere, wenn er Waffen ablegte.
    Aber zu meinem großen Erstaunen war mein Freund bereit, diese abzulegen, wies aber darauf hin, dass es sich dabei nicht um Waffen, sondern um Zeichen seines Volkes handelte.
    Nun erlaubten ihn die Elben, diese weiter zu tragen.
    Dies zeigt auch, wie schnell Missdeutungen entstehen können, welche man aber immer beseitigen kann, wenn man guten Willens ist.
    Unter ihnen war eine Mondelbe, welche wunderschön in ihrem Gewand war und mich auf das Äußerste faszinierte.
    Ich musste sehr an mich halten, damit sie meine Blicke nicht als aufdringlich empfand.
    Wir trafen sie auch später wieder, aber sie schien mich gar nicht zu beachten, was mich zwar etwas traurig stimmt, aber wiederum mich nicht verwunderte, den die Elben sind ein stolzes Volk, warum sollte sie einen einfachen armen heimatlosen Schmied Beachtung schenken.
    Aber zurück!
    Eine Elbe bot sich an uns zu begleiten, der Kleidung nach, eine Waldelbe und zeigte uns einige Besonderheiten des Landes.
    Wir konnten das Badehaus besuchen, es war geöffnet für uns, badeten natürlich nicht, aber es war sehr schön und wurde aus heißen Quellen gespeist.
    Mein feuriger Freund interessierte sich wieder einmal für die vergoldeten Geländer und wenn mich nicht alles täuschte, macht er sogar einige Bissproben.
    Aber er wurde enttäuscht, es war „nur „ vergoldet.
    Mich interessierte es weniger, ich erfreute mich an der Pracht und Schönheit.
    Die Elben ertrugen das alles mit sehr viel Gelassenheit.
    Ich unterhielt mich mit meiner Reisegefährtin, der Heilerin, darüber das es hier nur Frauen gäbe und sie bestätigte mir meine Beobachtung.
    Allerdings hatte ich nicht mit den scharfen Ohren der Elben gerechnet, unsere Führerin betonte sofort, dass die Männer auf der Jagd seien.
    Nun das hatten sie bei meinem letzten Besuch auch gesagt und ich hab den Verdacht, dass diese nur eine Aussage zu ihrem Schutz war, denn welche Männer lassen ihre Frauen allein, wenn sich Fremde ankündigen.
    Zumal einige weibliche Elben sehr wehrhaft ausschauten.
    Da ihr Oberhaupt auch weiblich war und sie auch diese Schwester nennen, konnte es sich auch um eine Gemeinschaft von Schwestern handeln, ähnlich wie bei den Amazonen.
    Aber das sind nur meine Vermutungen und letztendlich geht es mich auch nichts an. Sie sind friedliebend und gastfreundlich und nur das zählt.
    Es ging weiter zu dem Haus der Heilkräuter und Bücher über die Medizin. Dies konnten wir leider nur von außen betrachten, da unsere Führerin dieses Haus noch nicht öffnen durfte.
    Ich merkte, die Heilerin hätte es sich gern näher besehen, aber auch sie konnte sich nur mit einem Blick durch die durchsichtige Tür begnügen.
    Unser Weg führte uns weiter durch blühende Wiesen und es duftete herrlich bis zu den Hohen Hallen.
    Während ich das letzte Mal nur davor stehenbleiben musste, wurde uns heute der Zutritt gewährt.
    Ich hatte allerdings meinen Drachenfreund gebeten, in meiner Nähe zu bleiben, denn ich kannte die Ehrfurcht der Elben vor den Hallen und den Mangel des letzteren bei unserm feuerspeienden Begleiter.
    Zu meinem Erstaunen blieb er auch bei mir und hielt sich sehr zurück, was zeigt, das auch ein Drache ein guter Kerl und Freund ist.
    Nur ein einziges Mal musst ich ihn daran hindern, auf dem Stuhl der Hohen Elbin platzzunehmen.
    Wir sahen den Beratungsraum, die Bibliothek und es war alles sehr prachtvoll angelegt.
    Dann wurde es auch langsam Zeit weiterzuziehen und wir bedankten und verabschiedeten uns von den Elben auf das herzlichste.
    Meine Führerin meines ersten Besuches sprach dann mir gegenüber noch eine Einladung aus, die mich sehr freute.
    Sie sagte ich könne ihr Land jederzeit als Freund besuchen und ich wäre immer willkommen.
    Ich glaube, diese Ehre wird nicht jedem zuteil und ich bin sehr stolz darüber.
    Wir verließen das schöne Elbenland und begaben uns in das Hochland von Celdwin und schauten uns das kleine hübsche Dörfchen an.
    Es gefiel uns sehr gut, leider nur waren die Bewohner irgendwo unterwegs.
    Am Dorfplatz an der Taverne trafen wir eine Frau und zwei Männer, wir grüßten und stellen uns vor und sie luden uns ein, an ihrem Tisch Platz zu nehmen.
    Wir wurden mit einem Hochlandgetränk bewirtet, welche dort gebrannt wurde und selbst für meine Begriffe, verdammt scharf, aber gut war.
    Leider kam es dann zu einigen Misstönen zwischen einem der Bewohner dort und meinem Drachenfreund, was uns und aber auch den anderen Gastgebern nicht gefiel und meinem Freund veranlasste, sich etwas zurück zu ziehen.
    Ich maß dem nicht so eine Bedeutung bei, hatte ich doch schon oft erlebt, dass Männer, wenn sie fremde Wesen begegnen, ihre Angst mit Spott zu verdecken suchen.
    Nun wir wollten keinen Ärger heraufbeschwören, wir bedankten uns und verabschiedeten uns dann bald sehr höflich, um unser Schiff zu erreichen.
    Mein Freund zog den Weg durch die Luft vor, denn er mochte das Wasser nicht so sehr.
    Ich plauderte mit der Heilerin noch eine Weile, bevor wir uns auf dem Schiff zur Ruhe begaben.
    Unser nächster Weg wird uns wohl in das alte ehrwürdige Carima führen.
     
  2. Ekki51 Allen

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    OOC-Zwischenspiel
    Ich möchte mich an dieser Stelle für die vielen positiven Reaktionen und das Lob bedanken, welches mich immer nach der Veröffentlichung der Geschichten erreicht hat.
    Aber ich bin nur der , der unsere Erlebnisse aufschreibt und deshalb möchte ich das Lob weitergeben, an meine Gefährten, welche durch ihren Einsatz im RP und in der Vorbereitung der Reise wesentlich dazu beitragen, das bis jetzt diese jedes Mal ein Erfolg wurde.
    In erster Linie ist es aber denen zu verdanken, welche so liebevoll ihre Sims gestalten und uns sehr gastfreundlich empfangen, sofort in das RP mit einbeziehen, versuchen uns so viel wie möglich zu zeigen und manche Fehler, die man als plötzlicher Gast nun mal macht, rp-mäßig freundlich kompensieren.
    Ohne all diese könnte ich keine einzige Zeile schreiben!
    Diese Reise ist eine ganz tolle Erfahrung und ich kann nur jedem raten, der sich für das Mittelalter-RP interessiert und sich nicht schlüssig ist, solch eine Reise zu unternehmen.
    Oder man kann sich uns anschließen, wir reisen jeden Mittwoch von 20:00 – 22:00 Uhr.
    Dabei ist es egal, wie groß die RP-Erfahrung ist, in der Gruppe, unter Freunden wird es ausgeglichen.
    Wer Interesse hat, spricht mich einfach an, ich hol sie/ihn dann zu unserem nächsten Treffpunkt.
    Wir freuen uns über jeden, der uns begleiten möchte.
    Nun noch zu einigen Problemen:
    Es gibt nun RP-Sim, dort wird einem gesagt, ihr könnt uns gern besuchen, aber ihr müsst den Besuchertitel tragen.
    Das gefällt uns nicht so, denn wir wollen ja nicht als Beobachter kommen, sondern als Pilger und im RP auch das erleben, was Pilger auf ihrer Reise erleben.
    Und natürlich wollen wir auch ein wenig Werbung machen, dass es solche Pilger gibt und für alle die Möglichkeit besteht, eine solche Reise zu unternehmen.
    Andere Sims lassen keine Fantasiewesen zu.
    Wir sind aber eine Gruppe von Freunden und haben uns entschlossen, diese Reise gemeinsam zu unternehmen.
    Deshalb ist es kein böser Wille und es ist keine Abwertung, wenn wir erst einmal nur die Sims besuchen, welche uns als DMA-Pilger und als Gruppe, so wie wir sind akzeptieren und uns am RP teilnehmen lassen.
    Aber da wir die anderen Sims auch noch besuchen möchten, werden wir noch einmal in der Gruppe beraten und ich denke auch in Gespräche mit den Owner lässt sich bestimmt eine Lösung finden.
    Ich wollte dies hier nur noch einmal kundtun, damit sich keine Missstimmung auftut, sozusagen.
    Aber nochmals vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, diese Reise bis jetzt zu einem vollen Erfolg und tollem Erlebnis zu machen.
     
  3. Ekki51 Allen

    Ekki51 Allen Superstar

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    Carima
    Wir trafen uns am Hafen von Carima, wo ich auch unseren neuen Gefährten begrüßte.
    Es handelte sich um einen Zauberer oder besser gesagt, nennen sie sich Magier, leider kann ich nicht sagen woher, denn dieses hat er mir nicht verraten.
    Nachdem mein Drachenfreund auch endlich eintraf, stellte ich die beiden einander vor und ich spürte sofort eine versteckte Rivalität zwischen den beiden.
    Ich seufzte in Gedanken und hoffte inständig, dass alles gut ginge.
    Nach einer guten Weile traf auch unserer Heilerin ein, diese bekleidete hier in Carima einen Posten und wollte uns herumführen.
    Wir begaben uns als erstes auf den Marktplatz, wo nach den Erklärungen der Heilerin, jeden Freitag zur 6. Stunde ein Bauernmarkt stattfindet, auf dem es sehr lustig zugehen soll.
    Es traf eine unbekannte reich gekleidete Lady ein, welche wohl die Herrscherin über die Magier hier in Carima war.
    Es fehlt mir immer etwas schwer, den Rang und Namen richtig einzuordnen, man möge mir verzeihen.
    Dass sie mich mit Sire ansprach, veranlasste meinen Freund zu einem unwirschen Grunzen, das ich ja bloß ein einfacher Schmied wäre. Ich wusste doch immer, er ist ein guter Kerl.
    Unsere Heilerin lud uns ein, nach Zustimmung der Lady, doch den Magierturm zu besuchen und gleichzeitig die Magierschule kennenzulernen.
    Dieses Angebot nahmen wir gern an, vor allem unser neuer Freund schien sehr begeistert.
    Also begaben wir uns durch einen, wie mir schien, düsteren Park, zu diesem Turm.
    Die Holztreppen in das erste Zimmer waren ziemlich eng, ich kam noch gut durch, aber mein Freund mit Flügeln, schimpfte ein wenig, schaffte es aber dann doch.
    Auch der Magier kam eilig hinauf, ein wenig schnaufend, er war wohl etwas aus der Übung.
    Wir besichtigten das Beratungszimmer und gingen dann hinauf in die Bibliothek, welche vollgestopft bis zur Decke mit Büchern war.
    Unser Magier interessierte sich sehr dafür, aber ich ließ nur meinen Blick ehrfurchtsvoll darüber schweifen und ging dann mit der Heilerin eine weitere Treppe hinauf in den großen Sitzungssaal der Magier.
    Er war für meine Begriffe sehr prunkvoll und ich zählte 10 Plätze an dem großen Tisch.
    Allerdings erhielt ich keine genaue Antwort, wie viel Magier hier tätig waren.
    In der Bibliothek unterhielt man sich, als wir wieder hinuntergingen, über schwarze Magie, ein Thema, was augenscheinlich unseren Gastgebern nicht behagte.
    Deshalb schlug ich vor, und die Magierschule anzusehen und vielleicht einmal in den gerade stattfindenden Unterricht hinein zuhören.
    Dieser Vorschlag wurde dankbar angenommen und so begaben wir uns zur Magierschule, welches gleichzeitig das Wohnhaus der Magier war.
    Wir schlichen uns, natürlich mit den Gastgebern, leise in den Unterricht.
    Allerdings war ich mir nicht sicher, ob dem Lehrmeister das gefiel, aber es schien ihn nicht zu stören.
    Allerdings begriff ich von dem vermittelten Inhalt rein gar nichts, im Gegensatz zu dem aufmerksam lauschenden Schüler und meinem Magierfreund.
    Ich denke, meinen Freund, dem Drachen ging es ebenso.
    Ich machte nach einer Weile den leisen Vorschlag, doch weiterzugehen.
    Beim Hinausgehen rutschte mir noch die Tür aus der Hand und knallte gegen die Wand und ich schalt mich insgeheim einen Trottel.
    Wir gingen wieder hinaus durch den Park Richtung Markt und ich war direkt ein wenig froh, denn dort war es mir unheimlich.
    Auf dem Markt hielt ich Ausschau nach der Taverne und entdeckte von weitem ein kleines Mädchen.
    Ich ging darauf zu und das kleine Mädchen entpuppte sich als gut gewachsene, aber kräftige Kriegerin mit Waffen.
    Ich begrüßte sie höflich und stellte mich vor und auch sie antwortete mir freundlich, sagte ihren Namen und das sie Fleisch in die Stadt gebracht hätte.
    Ich lud sie ein, doch mit uns die Taverne zu besuchen und sie nahm an.
    In der Taverne kannte sie sich erstaunlich gut aus, denn der Wirt war nicht da, aber das tat der Sache keinen Abbruch.
    Sie bewirtete uns mit Wein, welchen sie hinter dem Tresen hervorholte, legte aber einen guten Beutel mit Münzen als Bezahlung hin.
    Und mich erstaunte wieder einmal die Gastfreundschaft in dieser Gegend, obwohl es doch einen Missklang zwischen der Lady und ihr und auch dem Drachen gab.
    Dies veranlasste sie, nennen wir sie kleine Jägerin, ab und an zu einem Fauchen, eine Tatsache, die mich zwar etwas nachdenklich stimmte, aber mich nicht weiter störte, da sie zu mir ausgesprochen freundlich war.
    Während der Plauderei, merkte ich das uns ein Wesen umkreiste und über uns auf dem Dach landete.
    Ich mache meinen geflügelten Freund mit den Augen darauf aufmerksam, er reagierte auch sofort und sah kurz nach.
    Dann meinte er, es sei nur ein Rabe und ich solle mich nicht so haben.
    Aber so wie der Rabe uns begleitete und herumflog, schloss ich, dass es sich nicht nur um einen einfachen Raben handeln musste, denn er benahm sich fast wie ein menschliches Wesen.
    Aber ich vertraute dem Urteil meines Freundes, das uns keine Gefahr drohe und war beruhigt.
    Nachdem wir uns in der Taverne gestärkt hatten wollten wir eigentlich weitergehen, aber am Brunnen auf dem Markt begegneten wir einem Ritter und seinem Knappen und kamen mit ihnen ins Plaudern.
    Ich freute mich, das die kleine Jägerin, ich hoffe, sie verzeiht mir die Bezeichnung, uns begleitete, denn mir gefiel, wie selbstbewusst sie auftrat.
    Mein Drachenfreund war während unserer Plauderei, des Stehens müde, er erhob sich in die Lüfte, so dass ich ständig seine Füße vor meinem Gesicht hatte.
    Er schien auch schlechtgelaunt, denn er fing ein Streitgespräch mit unserem Magier an und ich musste ab und zu einmal schlichtend eingreifen.
    Nun brach die Nacht herein und da wir noch nicht viel von Carima gesehen hatten, schlug ich vor hier zu übernachten.
    Allerdings gab es hier keine Herberge, sondern nur Zimmer in der Taverne, die man mieten könne.
    Aber da schlug die kleine Jägerin vor, uns einen ausgezeichneten Lagerplatz zu zeigen.
    Obwohl die Lady und unsere Heilerin etwas entsetzt guckten, stimmte ich zu, denn ich spürte, dass auch bei ihr die Gastfreundschaft heilig war.
    Da meine Gefährten keine Einwände hatten, folgten wir ihr den langen Weg tief in den Wald hinein.
    Es war ein sehr langer Marsch, wir mussten ein um das andere Mal auf die Gefährten warten.
    An dem Lagerplatz angekommen, hatte der Magier einige Bedenken wegen der Lage des Platzes und zeigte etwas Angst vor Wölfen.
    Er bestand auf eine Nachtwache und unsere kleine Jägerin legte sich auf einem Stamm und meinte, sie würde sich darum sorgen.
    Ich verabschiedete mich von den Ladys, welche uns begleitet hatten, klopfte meinen Freund auf die Flügel, er suchte sich wieder einen Hügel zum Schlafen und richtete mir meinen Schlafplatz ein.
    Ich zerstreute noch die Zweifel von unserem Magier, war ich doch mit Wölfen aufgewachsen und wusste, das uns von ihnen keine Gefahr drohte.
    Außerdem vertraute ich der kleinen Jägerin, welche hier auskannte und uns nicht ohne Grund hierher geführt hatte.
    Ich winkte ihr noch freundlich zu, das Winken wurde von ihr ebenso freundlich erwidert und in Vorfreude auf die nächsten Erlebnisse schlief ich schnell ein.
     
  4. Ekki51 Allen

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    Carima, ein Land mit Elfen und Vampiren
    Nachdem ich im Wald übernachtet hatte, wollte ich mich natürlich etwas reinigen und ging Richtung Stadt.
    Ich hatte gut geschlafen, bestens bewacht durch die kleine Jägerin, welche aber dann verschwunden war, uns aber noch etwas zu essen dagelassen hatte.
    Von einem Frl. erfuhr ich von einem Badehaus und beschloss, dieses aufzusuchen.
    Auf dem Markt traf ich eine Elfe. Ich sprach sie höflich an, stellte mich vor und erkundigte mich nach dem Badehaus. Aber sie antwortete mir, dass sie dieses Haus nicht kenne.
    Da sie vor einem Stand mit dem Namen „Elfen-Handel“ stand erkundigte ich mich bei ihr danach, aber sie meinte, sie hätte damit nichts zu tun.
    Ich beobachtete später, dass sie zur Magierschule ging und wusste damit den Grund, warum sie hier weilte.
    Also suchte ich weiter nach dem Badehaus und kam schließlich an ein Haus der Stadtwache.
    Voller Hoffnung klopfte ich und es antwortete mir eine strenge Stimme, welche mich aufforderte, meinen Namen zu nennen.
    Ich stellte mich auch vor, da öffnete sich die Tür und heraus trat ein Wachposten.
    Zu meiner Erleichterung kannte er das Badehaus, aber es sei noch nicht eröffnet und dafür gäbe es drei Gründe.
    Der erste Grund war mir, dem Schmied, unverständlich, der zweite handelte von Mängeln in der Bau des Hauses und der dritte Grund war die Frau am Pranger, welche sonst das Badehaus betreiben würde.
    Die Frau tat mir leid, aber da ich mich grundsätzlich nicht einmische, in die Angelegenheiten anderer Städte, sagte ich auch nichts dazu.
    Ein Grundsatz, der mir einige Stunden später sehr schwer fallen würde.
    Ich bedankte mich bei der Wache und machte mich auf den Weg, den Fluss zu suchen.
    Dabei verirrte ich mich wieder, traf aber ein nettes Frl. welches mich zum Hafen und zu einem Brunnen führte, an welchen ich mich und meine Kleidung reinigen konnte.
    Als ich fertig war, trafen dann auch meine Gefährten nach und nach ein, die Heilerin, der Drache, der Zauberer und ein neuer Gefährte stellte sich vor, ein dunkelhäutiger sehr ruhiger Freund.
    Auch die Lady vom unserer letzten Rundgang durch die Magierschule kam dazu, sie wollte uns durch das Elfenland und in das dunkle Schloss führen.
    Für letzteres bekamen wir noch genaue Regeln genannt, denn es ist nicht jedem gestattet, dieses zu betreten.
    Also ging es los in das Elfenland.
    Es war wie auch in Celdwin sehr schön, wir sahen die Baumhäuser der Elfen, standen vor einem wunderschönen Wasserfall und wie auch letztens, wurden die kleinen Streitereien zwischen dem Drachen und dem Magier weniger.
    Mein Drachenfreund musterte zwar immer wieder misstrauisch unseren neuen Gefährten und murmelte etwas von einem Drow.
    Aber ich zuckte die Schultern, ich kannte keine Drow, aber das Wort sollte noch öfters vorkommen.
    Auch erfuhren wir, das in dieser Gegend auch Amazonen leben und sahen das Dorf von der Ferne, konnten sie aber leider nicht besuchen.
    Dann ging es weiter zum Schloss der Elben oder Elfen, ich weiß leider nicht, warum es so verschieden ausgesprochen wird.
    Schon der Weg zum Schloss war wunderschön, es säumten eindrucksvolle Frauenstatuen die Treppe nach oben.
    Ich fragte, warum nur Frauengestalten, erhielt aber keine Antwort.
    Allerdings erwartete uns am Eingang des Schlosses eine Elfe und diesmal ein männlicher Elf.
    Dieser war schwarz gekleidet, was natürlich meinen geflügeltem Freund wieder zu der Vermutung veranlasste, einen Drow vor sich zu haben.
    Ich bat ihn leise, still zu sein, begrüßte die Elfen höflich und stellte uns vor.
    Sie waren sehr misstrauisch und verstanden nicht, was wir in ihrem Land wollten, aber nach einigen Erklärungen von uns, gestatteten sei uns, das Schloss zu betreten.
    Sie verfolgten uns aber mit wachen Blicken und mein Freund konnte es nicht lassen, den Elf direkt zu fragen und erhielt wohl auch befriedigende Antworten.
    Ich bekam sie nicht ganz mit, denn ich lief etwas voraus zu einer Treppe, drehte mich dann um und sah auf der Empore eine wunderschöne Frauengestalt stehen.
    Ich konnte den Blick gar nicht von ihr lassen, aber unsere Heilerin rief mich zurück, wir sollten doch zusammenbleiben.
    Wir gingen hinüber in die Bibliothek, welche bis zur Decke Bücher beherbergte. Ich konnte mit den Bücher nicht viel anfangen, da mir diese Schrift unverständlich war und deshalb ging ich etwas umher und sah wieder oben die Gestalt stehen.
    Ich muss sie wohl zu sehr angestarrt haben, denn mein Drachenfreund hieb mir seine Krallen freundschaftlich in die Seite und brachte mich zur Vernunft.
    Sie kam dann auch herunter und es stellte sich heraus, es war die Herrscherin der Elfen hier im Land.
    Ich hoffe, man verzeiht mir, wenn die Bezeichnung der Titel falsch sind, aber hier schreibt ein einfacher Schmied.
    Aber ich erfuhr auch, dass es Unterschiede zwischen den einzelnen Elfenvölkern gibt.
    Wir stellten uns vor und es kam zu einer Plauderei zwischen allen Beteiligten und mir tat es leid, das ich doch etwas drängen musste, da wir noch das dunkle Schloss vor Einbruch der Nacht besuchen wollten und man mir mitteilte, wir würden dort erwartet.
    Also verabschiedete ich mich höflich und ging schon ein wenig hinaus, um die herrliche Landschaft auf mich wirken zu lassen.
    Die Lady, welche uns führte kam heraus und ich fragte sie nach der kleinen Jägerin, aber leider konnte sie mir auch nicht weiterhelfen.
    Nach und nach kamen auch meine Gefährten und wir gingen weiter in Richtung des dunklen Schloss.
    Noch im Land der Elfen, zeigte mir die Heilerin noch die Schmiede ihres Gefährten und ich versprach, sie beide zu besuchen.
    Dann wurde der Weg düster und es ging hinauf zum dunklen Schloss und mich beschlich ein ungutes Gefühl.
    Ein schweres Eisentor öffnete sich und wir gingen eine Treppe hinauf. Dies war wohl ein Friedhof oder so, aber so düster wie es war, hatte ich eine Ahnung.
    Leider mussten sich der Drache und der Zauberer verabschieden, dringende Geschäfte in ihrem Land riefen sie nach Haus.
    Mir gefiel es gar nicht so, aber was soll man da tun.
    Dann wollte die Lady uns den Herrn dieser Gegend vorstellen und sie führte uns die Treppe hinunter in einen Seiteneingang.
    Dort hing eine riesige menschengroße Fledermaus und ich reimte mir Stück für Stück zusammen und mir war klar, wo ich mich befand.
    Nun muss ich erwähnen, dass ich lange Zeit in einer Vampirfamilie gelebt habe, diese aber respektierten, das ich früher schon einmal von einem weiblichen Vampir gebissen wurde und mich nicht anrührten. Da wusste ich ziemlich viel über Vampire, ein Wissen, was mich zwang, meine alte Heimat zu verlassen. Denn Vampire, welche unter Menschen leben, fürchten nichts mehr, als ihre Entdeckung und Entmachtung. Aber diesen Kampf wollte ich nicht führen und konnte es auch nicht.
    Aber zurück!
    Die Fledermaus kam dann langsam herunter, wohl etwas missgelaunt und hungrig und ich erfuhr, dass es sich um den Herrscher der Vampire handelte.
    Also grüßte ich höflich und stellte mich vor. Er musterte er uns langsam und dann sprach er die Worte, die er vielleicht bereute, bei denen mir aber dann ein Stein vom Herzen fiel.
    Er hieß uns in seinem Land willkommen und betonte, sein Haus wäre auch unser Haus.
    Damit waren wir seine Gäste und er durfte uns keine Haar krümmen und uns vor allen Gefahren beschützen.
    Ich war mir sicher, es war ein Mann von Ehre und trat etwas mutiger auf, obwohl die Damen mich leise ermahnten, vorsichtiger zu sein.
    Er wollte uns ein wenig herumführen und wir folgten ihm, kamen dann an einen Eingang, welcher mit Latten versperrt waren.
    Auf seine Bitte hin öffnete ich den Eingang, die Latten zerfielen unter meinen Händen in einzelne Teile.
    Wir betraten eine Gruft, welche mit Särgen angefüllt war und ich hörte mehrmals ein Kind singen, aber niemand wollte mir das bestätigen.
    Dann kamen wir in einem düsteren Raum, in welchen die Seelen böser Menschen Leiden ertragen müssten und deshalb durch den Raum schwebten.
    Es war es mir unheimlich und mein dunkelhäutiger Gefährte sprach kein Wort.
    Aber er winkte uns weiter und das Grauen steigerte sich noch mehr.
    Denn wir kamen in einem Raum, in welchem ein Altar stand und an den Wänden waren die Gebeine der Toten aufgeschichtet.
    Mir fröstelte, aber unserem Gastgeber schien es zu gefallen und er bat einen Freiwilligen, sich doch auf den Altar zu legen.
    Ich wusste, nach dem Gastrecht konnte es uns nicht zwingen und rührte mich nicht von der Stelle und war froh, dass mein Gefährte dasselbe tat.
    Aber zu meinem Entsetzen bot sich die Lady an und legte sich auf den Altar und die Vampir fiel über sie her.
    Ich schaute schnell zu meinem Gefährten und gab ihm zu verstehen, dass wir uns auch hier nicht einzumischen haben und er signalisierte mir mit den Augen seine Zustimmung.
    Zumal ich sah, dass die Lady dies offensichtlich genoss, während unsere Heilerin vor Angst fast verging.
    Ich erspare hier dem Leser Einzelheiten dies Mahles.
    Aber nach einer Weile konnte ich den Anblick dieses nichtmenschlichen Gastmahles nicht mehr ertragen, ich ging hinaus und wartete im Gang.
    Als er hinauskam, lächelte er mich an und dann führte er uns in einen weiteren Raum, in welchen noch ein Altar mit mehreren Sitzgelegenheiten stand.
    Er forderte uns auf, Platz zu nehmen und erzählte irgendetwas von der Wichtigkeit der Reihenfolge.
    Aber ich hatte keine Lust, die Spiele eines Vampirs zu spielen und wagte dann ziemlich viel.
    Ich betonte, dass ich in dieser Richtung keinen Schritt gehen würde, bedankte mich für seine Gastfreundschaft und forderte ihn auf, dafür zu sorgen, dass wir sein Gebiet unbehelligt verlassen konnten.
    Ja, das war ziemlich gewagt und mir war verdammt unwohl dabei, dass ich so hart auf die Gesetze der Gastfreundschaft pochte.
    Er gab mir sein Wort und lächelte dabei und lud mich ein, wieder einmal sein Gast zu sein.
    Über diese Einladung dachte ich noch lange nach, sollte ich wieder die Freundschaft eines Vampirs erlangt haben, ausgerechnet ich?
    Wir verabschiedeten uns höflich, bedankten uns noch einmal und gingen hinaus.
    Wie wichtig sein Wort war, merkten wir als wir auf dem Weg zwei Vampire trafen, welchen uns gleich als Mahl ansahen, aber dann irgendwie zurechtgewiesen wurden und sich sofort zurückzogen.
    Und so gelnagten wir unbehelligt zum Hafen, wo unser Schiff nach Canavaron schon wartete, unser nächstes Ziel.
     
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    Canavaron, eine Welt, seltsam und gefährlich
    Nachdem ich nun endlich wieder eine neue Heimat gefunden hab, aber dazu folgt eine weitere Geschichte, holte mich mein Drachenfreund in seine Heimat.
    Allerdings setze er mich irgendwo ab, murmelte etwas, von noch zu tun und verschwand wieder.
    Da stand ich nun und sah mich um und entdeckte eine Dame und einen Herrn und ging darauf zu und stellte mich vor und fragte nach der Taverne hier, denn ich wollte mich ein wenig stärken.
    Aber es waren auch nur Reisende und konnten mir nichts sagen.
    Also bedankte und verabschiedete mich höflich und wünschte einen guten Weg.
    Aus den Augenwinkeln bemerkte ich ein schwarzes Wesen und drehte mich um. Es war…, wie soll ich es beschreiben…, eine Art Wolf, aber dann wieder auf zwei Beinen, dann lief es wieder auf vier Beinen. Mir war nicht ganz wohl dabei.
    Zu meiner Erleichterung traf mein Drachenfreund ein und ich war beruhigt.
    Doch ehe wir uns unterhalten konnten, näherte sich von der Seite ein Frl., welches ziemlich freizügig gekleidet war.
    Während ich sie freundlich begrüßte, bedachte sie mein Freund mit Beschimpfungen, was mich etwas unangenehm berührte.
    Aber ich hatte keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, denn hinter mir knurrte es bedrohlich.
    Ich fuhr herum und erstarrte fast. Da stand vor mir ein Mensch in einer Wolfsgestalt, größer als ich und sehr kräftig.
    Ich holte tief Luft, beruhigte mich und da ich annahm, es ist irgendwie doch menschlich, grüßte ich hin und stellte mich vor, wobei ich mich um eine feste Stimme bemühte.
    Aber der Drache sagte, dies sei ein Lycaner und er könne mich nicht verstehen.
    Er schlug vor, dass wir uns zuerst in der Taverne stärken sollten und ich war damit einverstanden, zumal die Dame uns begleiten wollte.
    Es ging einen ziemlichen Weg durch den Wald und ich wurde schon etwas müde und dann blieb mein Freund vor einem Seil stehen und ich schaute ihn etwas ungläubig an.
    Aber er hieß mich hinaufzusteigen und erhob sich selbst in die Höhe.
    Mittlerweile waren noch andere Herren angekommen, jemand, der der Dame etwas ähnlich sah und ein Krieger.
    Nun ich ergriff das Seil und zog mich in die Höhe.
    Oben angekommen sah ich eine gemütlich eingerichtete Taverne, selbst der Tisch war schon gedeckt.
    Der Lycaner, also der Wolfsmensch, saß schon am Tisch und knabberte an einer großen Keule. Ich setze mich neben ihn und schaute etwas missmutig auf meine Gemüseplatte und kaute ein wenig an einer Möhre herum.
    Dabei wollte ich meinem Nachbarn etwas Gutes tun und versuchte ihm das Fell zu kraulen. Er aber antwortete nur mit einem bedrohlichen Knurren, ich zog schnell meine Hand zurück und er setzte sich auf einen anderen Platz.
    Damit hatte ich mir etwas Gutes getan, denn er ließ die Keule liegen und ich konnte mir ein großes Stück davon abschneiden.
    Ich bemerkte das, die Dame die neben mir saß, sehr großes Interesse an meinem Rucksack zeigte, was sich noch steigerte, als ich ihr erzählte, das ich als Goldschmied unterwegs sei.
    Ich schob den Rucksack weiter unter den Tisch und ging zu meinem Freund, um mir die Destille anzusehen.
    Ich hatte schon aus den Gesprächen entnommen, dass es sich bei der Dame und ihrem Bruder um Mitglieder einer Räuberbande handelte.
    Als ich dann merkte, dass sie den Rucksack heimlich abtasteten und dann blitzschnell aus der Taverne in den Wald warfen, fand ich mich mit dem Verlust schon ab.
    Allerdings war ich ein wenig enttäuscht, denn ich kannte Räuberbanden, bei denen das Gastrecht galt und das Bestehlen von Pilgern ein grober Verstoß gegen ihren Kodex war.
    Aber ich war in einem anderem Land und dort herrschten andere Sitten.
    Mein Freund wollte mich noch ein wenig rumführen und es ging wieder am Seil hinunter und durch den Wald.
    Die Dame begleitete uns und ich achtete auf meinem Gürtel, aber sie kam mir nicht zu nahe, sie hatte wohl schon, was sie wollte.
    Auch rumflatterte uns eine Ente, was mir merkwürdig vorkam, denn ich hatte noch nie eine Ente so flattern gesehen.
    Sie wurde zwar ab und weggescheucht und als diebisch beschimpft, aber sie kam überhaupt nicht in meine Nähe.
    Wir kamen zu einer sehr verfallenen Burg und mein Freund erklärte mir, dass diese einer Königin gehörte, aber sie jetzt verlassen ist und nur noch als Lager und anderes genutzt wird.
    Auch flatterte wieder die Ente um uns herum und ich machte mir so meine Gedanken, denn hier kam mir eigentlich so gar nichts normal vor.
    Wir traten ein und der Drache zeigte mir seine Lagerräume, wo allerhand zu Essen lagerte und Kisten, welche ich nicht öffnen wollte.
    Er erklärte mir auch, dass das Volk auch hier schlafe, zeigte mir das Gefängnis und auch die Magierstube.
    Letztere war ausgestattet mit vielen Büchern und vielen anderen merkwürdigen Sachen, welch wohl nur die Magier verstehen.
    In letzteren trafen wir eine Magierin, eine kleine Dame, aber wohl mit großen magischen Kräften und sie fragte mich nach meinen Schmiedekünsten aus, ob ich da auch Magie anwenden würde.
    Was mich wiederum wunderte, stand diese Zauberin auf Hufen, aber wie gesagt, hier war alles etwas merkwürdig.
    Nun ich schwieg dazu lieber und wir gingen weiter und betraten die Schmiede. Dies war ein großer Raum in der Burg, mit Esse und Amboss und all diese Sachen, welche in einer Schmiede benötigt werden.
    Ich war begeistert, schaute mich sorgfältig um, prüfte und lobte die Waffen und seinen Hersteller, was ihn sichtlich stolz machte.
    An der Esse lagen einige Hufeisen und ich nahm mir ein und bog es nach einem Nicken des Schmiedes auseinander, einmal um meine Kraft zu demonstrieren und andererseits, um die Qualität zu prüfen.
    Nun ja, das erste beeindruckte meine Gastgeber überhaupt nicht, aber die Qualität war gut.
    Sie erzählten mir auch etwas von den Magnas, welche von ihnen nur stumpfe Waffen bekämen, damit sie im Kampf keine Chance hätten, was ich nicht sehr ehrenhaft fand, aber meine Meinung für mich behielt.
    Ich hatte sowieso den Eindruck, das diese Welt sehr von Kämpfen und Gewalt geprägt und das die Dame, welche wohl zu diesen Magnas gehörte, uns nur begleiten konnte, da ich als Gast dabei war.
    Allerdings waren die Spannungen zwischen ihnen nicht zu übersehen
    Aber ich Maße mir kein Urteil darüber an, denn alle schienen sich hier sehr wohl zu fühlen.
    Wir verließen die Burg und draußen hatte ich den Eindruck, dass die Zauberin und die Ente miteinander sprachen und sich schnell versteckten.
    Es ging weiter zu einem Schrein, wobei wir durch das Wasser mussten, während mein Freund flog. Aber bei den warmen Temperaturen war es nicht tragisch.
    Im Schrein wurde der Waldgeist hier von den Bewohnern verehrt, ich weiß nicht wie ich es mit Worten beschreiben soll, es war eigentlich wunderschön.
    Ich sah dort seltsame Wesen, welche ich nur vom Hörensagen kannte, funkelnde Lichter umkreisten uns, es war ein sehr beeindruckender Ort.
    Aber auch hier rumflatterte uns die Ente und es gab wohl einiges hin und her mit ihr und der uns begleitenden Dame, aber ich bekam leider nicht alles mit, die Dame hatte plötzlich einen eiförmigen golden schimmernden Gegenstand in der Hand, welchen sie schnell versteckte.
    Weiter ging es auf meinen ausdrücklichen Wunsch, zu den Höhlen, in welcher auch die Dame leben sollte.
    Mein Freund war es nicht so recht, er warnte mich immer wieder, diese Höhlen zu betreten.
    Aber das machte mich noch neugieriger und ich ging trotz eindringlichen Bitten meines Freundes mit der Dame in die Höhle.
    In der Höhle verschloss sich die Tür hinter uns und selbst mein Freund konnte sie nicht öffnen und hämmerte an das Tor.
    Da wurde mir doch etwas mulmig zumute.
    Wenn selbst ein Drache hier mir nicht mehr helfen konnte, wie sollte ich es tun?
    Ich sah auch den Bruder der Dame mit Waffen durch den Raum huschen.
    War ich in eine Falle gelaufen?
    ((Fortsetzung folgt, sonst wird es zu lang))
     
  6. Ekki51 Allen

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    Canavaron Teil2
    Nun war es mir doch etwas merkwürdig zumut und ich sah mich nervös um. Aber das Frl. schien es nicht zu bemerken, unbekümmert erklärte sie mir den Rastplatz am Lagerfeuer, die Schlafstätten und erzählt mir viel über ihr Leben hier in der Höhle.
    Also ich konnte weder eine Bedrohung noch sonst irgendwelche Gefahren spüren.
    Aus Dankbarkeit über ihre Führung durch ihre Höhle schenkte ich ihr einen silbernen Becher, worüber sie sich sichtlich freute.
    Gab es doch noch Räuberbanden, denen die Gastfreundschaft heilig war?
    Wir plauderten noch ein Weilchen und dann öffnete sich das Tor zur Höhle und mein Drachenfreund stürzte besorgt herein.
    Ich meine im Scherz, es brauche sich nicht zu beeilen, ich sei schon ausgeraubt.
    Oh, weh, er sah es nicht als Scherz und ich hatte meine Mühe , ihn wieder zu beruhigen, ich sah mich noch einmal um und dann verließen wir die Höhle und begaben uns zur Taverne, wo wir den wunderschönen Tag bei einem Krug Met beschließen wollten.
    Auch bot mein Freund mir an, dort zu schlafen, denn nur dort wäre es sicher und diesmal glaubte ich ihm.
    Als wanderten wir wieder durch den Wald und wieder ging es das Seil hinauf und diesmal staunte ich, wie behend das Frl. das Seil erklomm.
    Oben waren schon einige Personen anwesend, eine wunderschöne Dame in Blau, die Zauberin, der Bruder der Dame, der Krieger und einige andere menschliche und nichtmenschliche Gestalten.
    Ich saß dem Frl. gegenüber und im Gespräch erwähnte ich, das ich ja immer noch meine Rucksack vermisse und ich glücklich wäre, wenn ihr Bruder, der ja versprochen hatte, diesen zu suchen auch finden würde.
    Sie überlegte eine Weile, und sagte mir dann, dass ihr Bruder den Rucksack wohl gefunden habe und lächelte mich freundlich an.
    Ich lächelte zurück und meinte, dass alle meine Sachen wohl frisch gewaschen wären, solange wie der Rucksack weg war.
    Ich hatte es als Scherz gemeint, aber sie bestätigte mir ernsthaft, dass es so wäre.
    Ihr Bruder war kurz verschwunden und brachte dann den Rucksack. Seine Schwester nahm ihn entgegen, schaute ihn an und flüsterte einige Worte und gab ihn dann mir.
    Er fühlte sich etwas leichter an und so nahm ich an, das sich der Bruder doch etwas an meinem Gold bedient hatte, was ich aber verschmerzen würde, den die wertvollsten Stücke hatte ich schon vorsorglich bei meinem Freund zurückgelassen.
    Wir saßen gemütlich beim Met, als plötzlich ein Vogel angeflattert kam, dieser von der Dame aus der Räuberbande gepackt, erdrosselt und weggeworfen wurde.
    Ich war total entsetzt über diesen Wutausbruch, aber ich hatte keine Zeit, lange darüber zu staunen, denn dann überschlugen sich die Ereignisse.
    Der Vogel gehörte wohl einer Zauberin und die war zu Recht wütend und wenn ich das alles richtig begriffen habe, begann jetzt ein Machtkampf zwischen den Zaubern und den Mitglieder der Räuberbande.
    Ich weiß auch nicht, ob ich alles so mitgekriegt habe, aber es bebte plötzlich die Erde, dann war das Frl. von der Räuberbande in einem blauen Licht gehüllt.
    Es zischte und krachte, mein Freund rief laut, man solle doch auf den Gast Rücksicht nehmen, aber seine Worte verhallten ungehört.
    Dann waren wiederum die blaue Frau und die andere Zauberin in blaues Licht gehüllt, ich schlussfolgerte daraus, dass auch die Räuber über bestimmte Zauberkräfte verfügen und sich auch zu wehren verstanden.
    Ich konnte diesem Kampf nicht genau verfolgen, merkte aber, dass mir kein Haar gekrümmt wurde.
    Aber irgendwie schafften es doch der Drache und der Krieger, dieses Scharmützel zu beenden und obwohl die eine Zauberin heftig über den Verlust des Vogels weinte, kehrte doch langsam Ruhe ein.
    Aller beruhigten sich wieder und wir plauderten noch ein Weilchen und da merkte ich, wie sich die Taverne langsam leerte und ich auch müde wurde.
    Als dies mein Freund merkte, scheuchte er die Gäste aus der Taverne, das heißt ich konnte mich noch von jedem verabschieden und mich bedanken.
    Er zeigte mir mein Nachtlager, ein breites gemütliches Bett und bot mir an, das Seil hochzuziehen, damit ich sicher wäre.
    Aber in dieser Welt von Zauberer und merkwürdigen Fabelwesen glaubte ich nicht, an diese Sicherheit und lehnt dankend ab.
    Ich verabschiedete mich von meinem Freund, bedankte mich auf das herzlichste, das er mir sein wunderschönes Land gezeigt hatte und setzte mich auf mein Bett.
    Ich ergriff meinen Rucksack und öffnete ihn, um meine Habseligkeiten nachzusehen.
    Und ich staunte nicht schlecht, als eine meine Sachen sauber gewaschen und ausgebessert waren.
    Wie war dies möglich?
    Sollte hier Zauber wirken, der mir völlig unbekannt war?
    Und welche Mächte sind hier am Werk?
    Diese Gedanken ließen mich erst lange nicht schlafen, aber irgendwann siegte doch der Schlaf, vielleicht hatte auch jemand nachgeholfen.
    Ich wachte erfrischt auf, freute mich über das Frühstück, welches bereit stand und begab mich gutgelaunt auf dem Weg nach Itora, unserer nächsten Station.
     
  7. Ekki51 Allen

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    Itora, eine fantastische Welt, aber gefährlich für Menschen
    Diesmal waren wir nur zu dritt unterwegs, unser Drachenfreund war unabkömmlich in seiner Heimat.
    Und so tauchte ich mit dem Magier und der Heilerin in eine fantastische Welt ein, die ich als einfacher Schmied bis heute noch nicht richtig fassen konnte.
    Meine Gefährten hatten da schon etwas mehr Bildung und verstanden viele Zusammenhänge besser als ich.
    Aber ich will der Reihe nach berichten.
    Als wir dort ankamen, wurden wir von dunklen Gestalten mit weißen Haaren empfangen, die ich anfangs für Zauberer hielt.
    Wir stellten uns vor und erfuhren, dass uns hier der Herrscher des Landes persönlich begrüßte.
    Wir waren überrascht über solche Ehre, aber es war wohl eher Zufall. Da wir einiges vom Land sehen wollten, erbot sich eine junge Dame an, uns zu führen.
    Den Herrscher sollten wir später noch einmal sehen.
    Als erstes kamen wir an einem großen Platz, an dem mehrere Galgen hingen. Zu meiner Erleichterung hingen dort nur die Seile.
    Da unsere Begleiterin immer wieder von uns den Menschen als Fremde sprach, fragte ich sie danach, wer sie denn wirklich wäre.
    Es stellte sich heraus, dass sich um Drow oder Dunkelelben handelte, worauf die Heilerin sichtlich erschauerte.
    Und ich sollte noch einiges über diese Rasse lernen.
    Ich empfand keine große Furcht, da wir als Gäste willkommen waren und damit das Gastrecht genossen.
    Wir verließen den grausigen Platz wieder und sie führte uns in einen ziemlich verwahrloste und zerfallene Siedlung und erklärte uns, hier hausten die Menschen, die jetzt aber leider unterwegs waren, so dass wir niemand dort antrafen.
    Also gingen wir weiter und trafen wieder auf den Herrscher und seiner Gemahlin. Und ich übernahm die Aufgabe, uns wieder vorzustellen.
    Während sie uns willkommen hieß und freundlich ansah, näherten sich von der Seite einige Herren und es fielen ziemlich verächtliche Worte über uns Menschen.
    Ich versuchte diese zu ignorieren und bedeutete auch dem Magier, sich nicht zu einer scharfen Widerrede verleiten zu lassen.
    Sie wollten uns noch zeigen, wie sie lebten, aber damit schienen diese Herren nicht einverstanden zu sein und erst ein energisches Wort ihres Herrschers veranlasste sie, uns den Weg freizugeben.
    Ich atmete tief aus und war erleichtert, dass diese brenzlige Situation friedlich endete.
    Dann führten sie uns in ihre Welt, eine Welt, die eigentlich kein Mensch betreten darf und wenn er es dürfte, sie diese nicht mehr lebend verlassen würde.
    Warum ausgerechnet uns die Ehre zuteilwurde, ich kann es nicht sagen, aber bestimmt, weil meine Gefährten schon so viel über die Dunkelelben wussten.
    Wir sahen fantastische Dinge dort unten, die ich eigentlich nicht näher beschreiben kann.
    Es begann mit wunderschönen fleischfressenden Blumen, wir liefen über riesige Pilze, welche nur mit schmalen Stiegen verbunden waren, sahen große leuchtende Kristalle an den Wänden, ich muss sagen, es war einfach wunderschön.
    Selbst Bäume wuchsen in dieser fantastischen Unterwelt.
    Wir standen vor dem Gefängnis, welches sehr stabil gebaut war und daneben stand ein Opfertisch. Unsere Führerin verriet uns wohl mehr aus Höflichkeit nicht, was auf diesem Opfertisch passierte, aber ihre Bemerkungen ließen den Schluss zu, das sie Menschen opferten.
    Sie zeigt uns ihre Schmiede, welche sehr praktisch eingerichtet war. Aber auch hier machte meine Hufeisenbiegekunst keinen großen Eindruck, so dass ich mir vornahm, dieses in Zukunft zu unterlassen.
    Weiter ging es in den Herrscherpalast, zu den Beratungsräumen, eine große Bibliothek, alles sehr großräumig angelegt und sehr groß.
    Man kam sich dort weit unter der Erde, als Mensch sehr klein vor.
    Uns so kam es, das ich vor Staunen den Anschluss verlor und plötzlich ganz allein da stand. Es gab dort so viele Wege und Abzweigungen, das ich nicht mehr wusste, wo meine Gefährten waren und laut rufen mochte ich auch nicht.
    Nachdem ich eine Weile herumgeirrt war, traf ich eine Dame, welche sich hier auskannte und mich wieder zu der Gruppe brachte, wo mich sichtlich erleichtert meine Gefährten begrüßten.
    Dann betraten wir den prächtigen Thronsaal, wo umgeben von strahlenden Lichtern das Herrscherpaar uns empfang.
    Wir waren gewaltig beeindruckt, aber sie waren sehr freundlich zu uns, wir plauderten noch eine Weile und dann sagte der Herrscher, dass er uns an ein anderes Volk übergeben wolle, welches schon auf uns wartete.
    Also führte er uns hinauf aus ihrem unterirdischen Reich wieder an die Oberfläche und an ihre Reichsgrenzen und übergab uns an zwei Damen, welche uns in ihrem Reich willkommen hießen.
    Unsere Führerin verabschiedete sich von uns und gab mir zu verstehen, dass sie sich freuen würde, wenn ich sie mal wieder besuchen würde.
    Darüber freute ich mich sehr.
    Unsere neuen Gastgeber führten uns in einer noch grausigeren Welt unter der Erde. Überall hingen spinnenweben herum und es gab auch Kokons und ich fragte lieber nicht, was sich dort drin befand.
    In der Mitte eines riesigen Saales oder Tempel, wie sie es sagten, saß eine große Spinne, ob sie lebendig war oder nicht, glaubt mir liebe Leser, ich wollte es nicht wissen und hielt gebührend Abstand.
    Das Volk, welches hier lebte, hat als Göttin eine Spinne und beten diese an und leben und handeln wohl auch danach.
    Was Menschen für sie sind, mein Eindruck ist nur Arbeitstiere, sie nennen diese Rivvil, was dies auch immer bedeutet, aber ich denke nichts Gutes.
    Als wir dann den prächtigen Thronsaal betraten, wurden wir darauf hingewiesen, dass Männer nur diesen mit Zustimmung betreten dürften.
    Wir entschuldigten uns und zogen uns zurück, aber unsere Führerin meinte nur kühl, dass wir ja nur Rivvil waren.
    Aus den Erklärungen erfuhren wir dann, das Männer hier nur eine untergeordnete Rolle spielten, ähnlich wie bei den Amazonen, nur viel viel strenger.
    Sie zeigten uns noch das Lazarett, welches ein wenig spartanisch eingerichtet war und uns wurde erklärt, dass es hier im Tempel noch geheime Opferräume gibt, wo sie ihre rituale vollziehen.
    Wer da geopfert werden sollte, war mir schon klar und mir fröstelte es erneut.
    Da mein Schiff zur Abfahrt bereit stand und meine Gefährten noch bleiben wollten, bat ich darum, nach oben gebracht zu werden.
    Die Tochter unserer Führerin erbot sich diese zu tun und sie führte mich durch verschlungene Wege aus dieser fantastischen Welt an die Oberfläche.
    Ich bedankte mich noch einmal und verabschiedete mich höflich und sie erwiderte meinen Gruß recht freundlich.
    Und die Reise führt uns weiter nach Fema.
     
  8. Ekki51 Allen

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    Buren
    Ich hatte ja schon einmal berichtet, dass ich mit meinen Freunden, den Untergang von Akron erlebt habe. Hier zur Erinnerung:
    Auf einem Berg liegt wieder der große Drache, etwas erschöpft nach dem schnellen Flug, und schaut gemeinsam mit dem Mädchen erschüttert zu, wie Akron in den Naturgewalten versinkt.
    Hinter ihnen liegt ein Wolfsrudel im Gras und leckt sich die Brandwunden.
    Der Drache sagt leise zu dem Mädchen: “ Schau, Mila, welchen Gott müssen die Menschen erzürnt haben, das er sie so straft? Und wie Wanderer berichteten, gab es wohl keine Anzeichen für eine solches Unglück.“
    Das Mädchen lehnt sich traurig an den Drachen und unterdrückt die Tränen:“ Denk an Tacara, dort sind wir auch nur mit knapper Not entkommen und jetzt passiert es hier. Aber solch ein Unglück hat kein Dorf verdient. Hoffentlich konnten die Menschen ihren Leib retten und ein paar Habseligkeiten?“
    Der Drache schaut sich nach den Wölfen um und erwidert: „Wir werden, wenn es sich beruhigt hat einmal die Gegend noch nach Überlebenden absuchen, vielleicht können wir noch einigen helfen. Laban wird sicherlich mitkommen. Lass uns Akron in guter Erinnerung behalten und uns am Feuer die schönsten Geschichten erzählen.“
    „So soll es sein“, sprach das Mädchen, wischte sich die Augen und ging zu dem Wolfsrudel, um nach den Wunden zu sehen.
    Der Drache senkt den Kopf und beobachtet mit traurigen Augen den Untergang von Akron.

    Nun ist klar, dass wir viel zuspät gekommen sind, denn ich bekam von einer Freundin ein Pergament, in welchem ein Augenzeuge diesen Untergang schildert.
    Ich habe einige Auszüge übertragen:
    „Mein Name ist Samuel und ich bin einer der wenigen die entkommen konnten aus diesem Massaker.
    Eines wunderschönen Abends im Frühling, lange hatte es nicht geregnet und es war viel zu warm für diese Jahreszeit kamen zwei fremde Damen bei uns an. Sie gehörten einer Handelsfamilie an. Auf ihrer Reise zu einer Hafenstadt namens Bretaria wurden sie von Fremden überfallen. Die beiden Damen entkamen aber ihre Begleiter mussten das mit ihrem Leben bezahlen. Sie berichteten von Soldaten in Merkwürdigen Rüstungen. Was niemand ahnte war das dies nicht die einzigen Soldaten waren. In einem Tal 2 Tagesritte von Akron entfernt hatte sich ein riesiges Heer versammelt das nur ein Ziel hatte, Akron dem Erdboden gleich zu machen. In der Nacht als die beiden Damen zu uns kamen griffen sie uns ohne Vorwarnung an. Sie fielen wie ein Heuschreckenschwarm über uns her, so viele waren es .Eine Weile kämpften wir mit dem Mut der Verzweiflung, doch vergebens den es waren zu viele. Uns blieb nur noch eine Möglichkeit. Alles zurück lassen und um unser Leben rennen und das taten wir dann auch. Nichts konnten wir mitnehmen. Weder Vorräte noch unser Vieh oder Kleidung…alles blieb zurück und ging in einem Feuersturm unter der den Horizont erhellte.
    In alle Winde waren wir verstreut und keiner wusste wie viele noch am Leben geblieben waren. Auch wir waren nicht ohne Schrammen und Verletzungen entkommen. Das einzige was ich sicher wusste war das Lady Emily und der Lord gestorben waren, denn ich sah sie fallen.
    Ethena, Lady Auri, Sir Voss, Janetta und ich konnten gemeinsam entkommen. Viele Wochen sind wir durch die Gegend gewandert, fern von Heimat und Hoffnung, bis wir weit im Norden ein geschütztes kleines Tal gefunden haben, das nun unsere neue Heimat werden wird. Es ist viel zu tun und unser Elend ist groß. Wir leben derzeit von der Hand in den Mund und haben nur was wir am Leib tragen als Besitz. Alles muss neu aufgebaut werden, aber wir geben nicht auf auch wenn das letzte was uns blieb unser Leben und unser Glaube ist.

    Nun ist fast ein Jahr vergangen seit dem Untergang von Akron. Der letzte Winter war der härteste den wir je erlebt haben und leider haben ihn nicht alle überstanden. Anfangs als wir das Dorf aufbauten, lebten wir in kleinen Holzhüttenmit Reisigdächern. Sie boten kaum Schutz vor Wind und Kälte. Doch durch harte Arbeit haben wir es geschafft, ein neues Dorf zu errichten mit festen Häusern aus Stein. Wir tauften es auf den Namen Buren. Immer noch lassen wir in der Nacht die Signalfeuer brennen in der Hoffnung das noch Überlebende von Akron hierher finden mögen.“
    Das war das Pergament eines Überlebenden.
    Wir haben nach dem furchtbaren Brand die Gegend noch einmal abgesucht, aber nur verkohlte Leichen gefunden und diese notdürftig bestattet.
    Allerdings habe ich Buren besucht, denn dort habe ich das Pergament erhalten. Die Freundin, eine Heilerin, freute sich sehr, als sie mich sah und zeigte mir aufgeregt ihr kleines Dörfchen.
    Sie hatten sich mit den wenigen Mitteln einen wirklich schönen Fleck zum Leben geschaffen, von der Taverne bis zur Schmiede ist alles da, selbst, meine alte Freundin die Käserin hat ihr Lädchen dort.
    Was ich bemerkte, das die Bewohner sehr scheu waren. Als sie mich mit der Heilerin sahen, beobachteten sie uns, aber verschwanden schnell wieder in ihren Häusern.
    Nun der Schrecken über das Erlebte sitzt bestimmt noch tief.
    Vor dem Dorf ist ein kleines Wäldchen, allerdings soll es in diesem nachts nicht ganz geheuer sein.
    Aber die Heilerin konnte mir nicht genau sagen, was es war, es soll ein lautes Heulen zu hören sein.
    Nun, wer weiß heute schon, was in einem Wald so alles passieren kann.
    Mir gefiel dieser Ort sehr gut und ich versprach, sie bald wieder zu besuchen, wenn es meine Zeit erlaubte.
    Und vor allem auch anderen Pilgern von diesem schönen Ort zu erzählen.
     
  9. Ekki51 Allen

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    Fema, ein Ort der Ruhe und doch voller Rätsel
    Als wir am Hafen in Fema ankamen, war es ziemlich menschenleer und wir konnten niemanden nach dem Weg fragen.
    Allerdings sah ich in der Ferne einige Rauchsäulen und so konnten wir uns orientieren, zumal an den Kreuzungen, Schilder mit Hinweisen aufgestellt waren.
    Wenn man des Lesens kundig war, konnte man sich nach diesen richten.
    Ich hatte keine Probleme, aber ich dachte an die vielen Pilger, denen man lesen und schreiben nicht beigebracht hatte.
    Denen wäre mit einem kleinen Bild mehr geholfen.
    Nun, nach dem wir immer gemäß der Hinweisschilder Richtung Stadt gegangen waren, kamen wir über eine Holzbrücke.
    Am anderen Ende stand ein junges Frl. und schaute uns freundlich entgegen.
    Ich ging auf sie zu und stellte mich vor und betonte, dass wir friedliche Pilger sind.
    Sie war die Tavernenbesitzerin und lud uns gleich in die Taverne ein und da wir eh durstig waren, nahmen wir die Einladung dankbar an.
    Es gesellte sich noch eine Lady zu Pferde dazu und gemeinsam zogen wir in Richtung der Taverne.
    Es war ein kleines beschauliches Städtchen mit schönen, sich aneinander schmiegenden, Häuschen.
    An der Taverne wurden wir auch vom Mann der Taverenbesitzerin empfangen , welcher sofort die nötigen Stühle und Tische herbeiholte.
    Wir wurden schnell bedient und genossen unsere Getränke.
    Nur unser Drachenfreund murrte etwas herum und sprach davon, der er sich nicht setzen wolle, bevor er den Ort nicht kannte.
    Das erinnerte mich daran, warum wir eigentlich hier waren und fragte nach sehenswerten Orten hier in Fema und nach jemandem, der uns evtl. führen könnte.
    Das schien unseren Gastgebern nicht so recht zu sein, sie wollten lieber Geschichten über unsere Reisen hören.
    Ich wurde den Eindruck nicht los, da sie uns Fremden nicht alles zeigen wollten.
    Deshalb machte ich den Vorschlag, uns nur einen Teil zu zeigen und dann zur Taverne zurückzukehren, wo wir unsere Geschichten zum Besten geben konnten.
    Nach meinem Eindruck leicht widerstrebend, fand sich dann der Tavernenwirt bereit, uns etwas zu zeigen.
    Ein Gaukler mit einer Trommel begleitete uns, zu meiner Belustigung, aber zur Verärgerung meines Drachenfreundes mit seinen empfindlichen Ohren.
    Ich bin sicher, ich müsse ihm später alles noch einmal erzählen, was uns unser Begleiter zu uns sagte.

    Meinen Vorschlag, uns doch nur die Stadt zu zeigen, lehnte der Wirt ab, mit der Begründung, diese wäre nicht interessant.
    Dies stimmte mich wieder nachdenklich.
    Während wir bei den Elfen, gleich welcher Art oder Amazonen eine große Offenheit erfahren haben, stießen wir hier auf, spürbares Misstrauen.
    Nun hab ich gehört, dass es Pilger gab, welche die Gutmütigkeit der Bewohner ausgenutzt haben, um diese auszukundschaften und dann nachts zu bestehlen.
    Sollten diese friedlichen Menschen hier diese Boshaftigkeit erlebt haben?
    Aber ich fragte nicht danach sondern, sah mir mit ihm die Schmiede an und folgte dann mit meinem Gefährten zu einem nordischen Dorf, vorbei an einem romantischen Ort mit einem wunderschönen Wasserfall.
    Auf dem Weg dorthin und auch in diesem Dorf begegneten wir keinem Menschen, obwohl mein Drachenfreund nach einem kurzen Rundflug mir bestätigte, dass sie in der Nähe waren.
    Sie waren also äußerst misstrauisch. Während ich darüber nachdachte, fiel mein Blick auf den Gaukler, welche uns ständig folgte und immer auf die Trommel schlug.
    War es nur zu unserer Erheiterung oder hatte es einen tieferen Sinn?
    Nach kurzer Beratung mit meinen Gefährten, beschlossen wir, noch etwas länger zu bleiben, um Fema noch ein wenig mehr zu erkunden.
    Denn alle waren mittlerweile neugierig geworden.
    Das nordische Dorf war kreisförmig angelegt, aber mit einer hohen Mauer und einem großen Tor umgeben.
    Fragen zu den Verhältnissen beantwortete unser Begleiter sehr spärlich.
    Auch hier war eine Schmiede und diese auch besetzt. Es fiel mir auf, dass sich in letzter Zeit in den Orten viele Schmiede ansiedelten.
    Nun ist es ein sehr geachteter Beruf, aber diese Achtung muss man sich erst erarbeiten, ich hoffte, dies ist meinen Zunftbrüdern bewusst.
    Wir besichtigten noch den Hafen des Dorfs mit einem schönen Schiff, das mich an die Nordvölker von Celdwin erinnerte. Vielleicht gab es hier eine Verbindung.
    Unser Führer zeigte uns noch den Weg zur Burg, wir betraten sie kurz, aber da die Herrscherin nicht anwesend war, verschoben wir dien Besichtigung auf einen späteren Zeitpunkt.
    Am Hafen vorbei ging es dann wieder zurück zur Taverne.
    Wir nahmen Platz und es näherten sich nach und nach einige Bürger der Stadt.
    Da ich annahm, dass diese sich zu uns setzen wollten, nutze ich die die Zeit, um mit meinen Gefährten über das Angebot aus Itora zu sprechen, mich dort als Schmied zu verdingen.
    Obwohl sie mich warnen, betonte ich, mir dieses Angebot zu überlegen, mir aber eine Gefährtin zu suchen, die bereit war, mit mir sich in dieses Abenteuer zu stürzen.
    Denn wir wären dort die einzigen Menschen, welche aber unter dem besonderen Schutz der Dunkelelben standen, aber allein dort eine Wirtschaft zu führen und als Schmied zu arbeiten, das wäre mir dann doch zu viel.
    Aber ich hatte Zeit zum Überlegen, noch waren wir auf der Reise und meine tierischen Freunde waren bei den Amazonen in bester Obhut und auch ich war dort jederzeit, nicht nur als Gast, willkommen, so wie auch in Celdwin.
    Allerdings erfüllte sich meine Hoffnung nicht, die Bewohner nahmen nicht bei uns Platz, sie blieben in einiger Entfernung stehen und beachteten uns.
    Der Gaukler spielte ein wenig mit den Drachen merkwürdige Feuerspiele und zeigte uns dann einige Kunststücke.
    Mir fiel eine Frau auf, die mir irgendwie bekannt vorkam, aber ich wusste nicht woher. Ich versuchte sie anzulächeln und ihren Blick zu erhaschen, aber sie schien mich nicht zu sehen.
    Statt sich zu uns zu setzen, entfernten sich die Bewohner dann wieder, so das nur noch der Wirt und der kleine Gaukler übrigblieb.
    Das bestärkte mich in der Vermutung, dass hier doch ein großes Misstrauen, Fremden gegenüber herrscht, was sicherlich irgendwo seine Gründe hat.
    Dann plauderten wir noch eine Weile, der Magier hatte sich schon verabschiedet und auch der Drachen suchte sich einen Berg zum Schlafen.
    Ich bat den Wirt mir mein Zimmer zu zeigen, es war sehr freundlich und eine Badestube gleich daneben, so dass ich mich ausgiebig reinigen konnte.
    Ich lag noch eine Weile wach und dachte noch über den rätselhaften Ort nach und über die Frau, die mir bekannt vorkam.
    Irgendwann hörte ich die Heilerin nebenan ihr Zimmer betreten und dann schlief ich auch ein.
     
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    Fema, der zweite Tag,
    Nachdem wir gut geruht und gefrühstückt hatten, ging erst einmal jeder seiner Wege. Der Zauberer musste in seiner Heimat nach dem Rechten sehen und verabschiedete sich erst einmal für länger.
    Der Drache suchte nach Essen und Drow, aber ich glaub mehr nach Essen und unsere Heilerin wollte die Kräuter der Gegend kennenlernen.
    Ich machte einen ausgedehnten Spaziergang über die Berge und genoss von oben die Aussicht.
    Dabei vergaß ich ein wenig die Zeit und traf erst am späten Nachmittag wieder in der Taverne ein.
    Dort fand ich sie verschlossen, aber da ich durstig und hungrig war, begann ich mich umzusehen, um die Wirtsleute zu finden.
    Ich fand dann auch die Wirtin in der Stadt und da ich sie nicht gleich erkannte, löste dies natürlich allgemeine Heiterkeit aus.
    Aber sie erbot sich, die Taverne zu öffnen und mich zu bewirten. Diesem Angebot nahm ich dankend an und bestellte bei ihr Met und Braten.
    Der Met kam sofort und ich muss sagen, er schmeckte vorzüglich.
    Auch der Braten stand recht zügig auf dem Tisch, so dass ich es mir schmecken ließ.
    Die Wirtin setze sich zu mir und wir plauderten gemütlich, während ich aß.
    Dann fiel noch die Heilerin regelrecht vom Himmel, nein es war kein Hexenwerk, sie hatte sich einfach von unserem Drachenfreund auflesen lassen und er brachte sie zur Taverne und ließ sie aus , seiner Sicht ungefährlichen, Höhe einfach los.
    Aber es ging gut und sie landete sicher auf dem Boden, begrüßte uns und setzte sich dazu. Auch sie ließ sich von der Wirtin auf das Beste bewirten.
    Dann kam noch eine andere Lady dazu, die leider etwas schwächlich und krank aussah.
    Als unsere Heilerin dies sah, kümmerte sie sich natürlich sofort um sie und in der Zwischenzeit kam mein Drachenfreund mit dem üblichen Getöse herunter.
    Aber ich hatte keine Zeit, mich um ihn zu kümmern, denn ein Mann, der langsam auf die Taverne zu kam erregte meine Aufmerksamkeit.
    Das war doch….., ich traute meine Augen kaum!
    Ein alter Freund, wir hatten schon viel miteinander erlebt, waren getrennt worden, hatten uns in einem fernen Land wiedergetroffen und waren wieder getrennt worden.
    Und nun trafen wir uns hier in Fema wieder, welch ein Zufall!
    Wir begrüßten uns sehr freundschaftlich und ich stellte ihn meinen Freunden und den Wirtsleuten vor.
    Leider konnten wir uns noch nicht die gegenseitigen Erlebnisse erzählen, denn mein Freund war sichtlich erschöpft und wollte nur auf sein Lager.
    Also verabredeten wir uns später und verabschiedeten uns herzlich und er ging sofort in seine Herberge.
    Der Leser mag sich vorstellen, wie erleichtert ich war, ihn wieder lebend zu treffen.
    Ich wandte mich wieder meinen Freunden und den Wirtsleuten zu und äußerte den Wunsch der Fürstin des Landes unsere Aufwartung machen zu dürfen.
    Der Wirt meinte, dass er eilen würde, die Fürstin um eine Audienz für uns zu bitten. Mein Wunsch, ihn doch zu begleiten, lehnte er entschieden ab.
    Und es zeigte sich wieder, dass das Volk von Fema eine vorbildliche Gastfreundschaft gegenüber Fremden zeigte, aber freundlich auf zu neugierige Nasen stupste.
    Fremde sollten nicht alles sehen und wissen, das fiel sogar meinem Drachenfreund auf.
    Aber als Fremder sollte man es akzeptieren, sie werden ihre Gründe haben.
    Während wir auf die Gunst der Gräfin warteten, spazierten wir ein wenig durch das Städtchen und blieben vor einen niedergebrannten Haus stehen.
    Ich schaute meinen feuerspeienden Freund an, aber er stritt heftig ab, damit etwas zu tun gehabt zu haben und ich glaubte ihm.
    Von der Brücke kam die Lady wieder, die zu kennen zu glaubte und ich nutzte die Gelegenheit, sie in ein kleines Gespräch zu verwickeln.
    Aber in ihren Augen sah ich kein Zeichen des Wiedererkennens, auch ich getraute mich nicht, sie direkt zu fragen.
    Dann näherte sich die Fürstin und es war wieder an mir, mit aller gegebenen Ehrerbietung sie zu begrüßen, uns vorzustellen und unser Anliegen zu erklären.
    Sie begrüßt uns reserviert freundlich und hieß uns willkommen.
    Ich hörte aber nur mit halbem Ohr zu, denn die Lady verabschiedete sich dann schnell und ich ärgerte mich, dass mir die Gelegenheit wieder davonlief.
    Nun ich konnte nichts machen und musste meiner Aufmerksamkeit auf die Fürstin richten und irgendwie meinen Freund ablenken, welche über den kühlen Empfang ziemlich erbost war.
    Ich nahm es gelassen, denn schließlich waren wir nur Pilger und keine hohen und edlen Gäste.
    Nachdem wir uns mit aller gebotenen Höflichkeit verabschiedet hatten, gingen wir zurück zu der Taverne und ich sah zu meiner Freude die Lady mit der Wirtin plaudern.
    Als wir näher kamen, hörten wir, dass sie gerade ein Geschäft abschlossen, deshalb hielten wir uns im Hintergrund, um nicht zu stören, aber lauschten doch dem Gespräch.
    Ich erfuhr, dass die Lady Bäuerin war und einen großen Hof hatte, zu welchem sie jetzt zurückkehren gedachte.
    Nach kurzem Blickkontakt mit meinen Freunden fragte ich sie, ob wir sie begleiten und uns den Hof ansehen dürften.
    Sei stimmte zu und so folgten wir ihr durch die wunderschöne Landschaft zu einem großen, sehr abgelegenen Hof.
    Auf meine Frage, ob sie hier allein wohne, antwortete sie nicht und ich schalt mich einen Narren, den es geht mich ja nichts an.
    Es war ein schöner sehr gepflegter Hof und selbst mein Drachenfreund war beeindruckt.
    Sie bewirtete uns mit frischer Milch und auch ein Fremder gesellte sich zu uns, welcher ebenfalls herzlich von der Bäuerin eingeladen wurde.
    Da ich bei der Bäuerin kein Zeichen des Wiedererkennens mir gegenüber bemerkte, sagte ich dazu auch nichts mehr und dachte mir, vielleicht möchte sie diese Vergangenheit nicht mehr aufleben lassen.
    Wir plauderten fröhlich und es verging der Abend und dann wurde es Zeit für uns, aufzubrechen und Fema zu verlassen.
    Wir verabschiedeten uns höflich und begaben uns zum Hafen, wo uns ein Schiff ein Stück des Weges bringen wird.
    Das nächste Ziel wird ein Land sein, welches sich mit drei Monden schmückt oder diese anbetet, ich weiß es noch nicht. Es soll dort aber sehr geheimnisvoll zugehen und wohl unseren Zauberer erfreuen.
    Diese Reise wird beschwerlich werden, wir müssen ein Gebirge überqueren, und deshalb wird es wohl gute 13 Tage dauern, bis wir dieses Land erreichen.
     
  11. Ekki51 Allen

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    Hogenwald
    Heute sollte es nun endlich weitergehen, nach Hogenwald.
    Aber vorher hatte ich noch in der Schmiede in Amazonien einiges zu erledigen. Man hat mir gestattet, mich in Amazonien niederzulassen und mein Handwerk als Schmied dort auszuüben.
    Und ich muss sagen, ich habe es sehr gern getan, denn die Amazonen sind ein sehr tolerantes Volk und alle meine Freunde, egal, wie sie aussehen, können mich dort offen besuchen und sind dort jederzeit willkommen.
    Sie müssen nur friedfertig sein und niemanden etwas zu leide tun, so wie meine Freunde auch sind, wenn man mal von ein paar Hühnern absieht.
    So war auch mein Freund Silver, ein Wolfshund, da und nach einigem Zögern entschloss ich mich, ihn auf meine Fahrt nach Hogenwald mitzunehmen, obwohl er noch sehr jung und verspielt ist.
    In Hogenwald angekommen, gingen wir durch ein sehr schönes Dörfchen, welches aber verlassen schien.
    Die Taverne war sauber, aber niemand da. Auf mein Rufen antwortete jemand, aber ich konnte nicht erkennen wo und wer es war.
    Als Silver und ich weiter herumstreiften, ich achtete darauf, dass er in meiner Nähe blieb, sah ich eine weiße Gestalt vorbei eilen.
    Ich rief sie an, aber sie reagierte nicht und war verschwunden.
    Irgendwann kamen wir in eine tiefe Schlucht, in der die Ruinen eines Hauses brannten und ich sah im Hause eine Gestalt aufgeknüpft hängen, ein Anblick der mich erschauerte.
    Aber es war ersichtlich, dass diese Untat schon vor einiger Zeit geschehen war, so dass ich nicht mehr helfen konnte.
    Mich verwunderte sehr, warum die Feuer noch brannten.
    Ich wandte mich ab und suchte nach dem Aufstieg aus der Schlucht, aber der schien sich vor uns zu verstecken.
    Zu unserem Glück landete in diesem Augenblick mein Drachenfreund neben mir und half uns aus dieser grausigen Schlucht.
    Oben suchten wir weiter nach den Bewohnern und der Drache vermutete unterirdische Räume, in denen sie hausten.
    Dann trafen wir endlich Menschen oder vielmehr eine Drow und eine menschliche Frau, beide bewaffnet.
    Obwohl sie uns anfangs ignorierten, sprach ich sie an und stellte mich vor und bat um die Erlaubnis, uns hier umsehen zu dürfen.
    Die Drow antworte sehr kühl, dass wir das dürften und antwortete nur wiederwillig auf unsere Fragen.
    Auch die kleinen Wortangriffe meines Freundes schien sie gar nicht zu interessieren.
    Aber ich konnte sie überreden, mit uns in die Taverne zu gehen und uns etwas von ihrem Land zu erzählen.
    Ich erfuhr, dass es hier keinen Herrscher gäbe und Menschen und Drow friedlich zusammenlebten.
    Ich war erstaunt und mein Freund zweifelte an den Worten dieser Frau.
    Das war aber schon alles, was wir über dieses Land hörten, dann ignorierte sie uns und versank in Meditationen.
    Es ging die Tür der Taverne auf und herein kamen weitere Drow, welche großes Interesse an meinem Drachenfreund zeigten.
    Dies war ihm sichtlich unangenehm und so bat ich, uns noch etwas von dem Land zu zeigen.
    Ich muss sagen, hier hieß uns niemand willkommen, niemand stellte sich vor, der Leser möge sich selbst ein Urteil bilden.
    Es bot sich eine Drow an, uns noch eine Höhle zu zeigen.
    Vorher schickte ich Silver zum Hafen, er sollte schon in Obhut der Schiffsbesatzung auf mich warten.
    Die Drow führte uns durch eine tiefe Schlucht, durch eine Eisentür und dann ging es einfach durch die Wand einen dunklen Gang hinab.
    Dort blieb sie stehen und hieß uns weiterzugehend und an ein Tor zu klopfen, wir würden schon sehen, was passiert.
    Mein Hinweis auf die Gesetze der Gastfreundschaft ignorierte sie und war verschwunden.
    Wir schauten uns verwundert an und da wir keine Hasenfüße waren, gingen wir einen langen Gang hinunter, bis wir vor einem großem Eisentor standen.
    Auf unser Klopfen antwortete eine Stimme, dass wir unwürdig seien, durch das Dämonentor zu treten.
    Nun, wir gingen zurück und hofften, wieder den Ausweg zu finden. Es gelang uns auch, wir sahen, Reliquien hinter magischen Wänden, merkwürdigen Steine und Ranken, welche großes Interesse an meinem Freund hatten.
    Dann kamen wir an die Ruinen eines alten Schlosses, welches nach dem Worten des Drachens, wohl die letzte Bastion des Guten gewesen war.
    Das Wappen war uns unbekannt und drinnen fanden wir ein Landstreicherlager, aber die menschlichen Knochen, welche rings herum lagen, luden nicht zum längeren Verweilen ein.
    Also gingen wir zurück, ich holte meinen Rucksack aus der leeren Taverne und während mein Freund den Weg durch die Luft nahm, eilte ich durch das leere Dorf zum Hafen, wo mich Silver freudig und der Schiffsführer erleichtert begrüßten und wir sogleich ablegten.
    Ich schaute düster auf das Land zurück, vielleicht verdankte ich mein Leben nur meinem geflügelten Freund, den die Gesetze der Gastfreundschaft scheinen dort nicht zu gelten.
    Ein Pilger sollte daher mit aller gebotenen Vorsicht dieses Land durchwandern.

    Hiermit endet vorläufig die Pilgerreise, einige Orte konnten wir nicht besuchen und wann die Reise fortgesetzt, kann ich im Moment nicht sagen.
    Der Schmied klappt sein Tagebuch zu und bereitet sich auf eine lange geheimnisvolle Reise vor.
     
  12. Ekki51 Allen

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    Bregan Menzoberranzan

    Obwohl ich jetzt in Amazonien meine Heimat gefunden habe, muss ich doch immer noch reisen, um seltene Steine oder Metalle für die Schmuckherstellung zu besorgen.
    Gerade hatte ich von einer Amazone einen Auftrag bekommen, für einen Armreif und so musste ich zu einem Bekannten reisen.
    Dieses nutze ich dann gleich, um einige Einladungen wahrzunehmen, welche ich während meiner Pilgerreise bekommen hatte.
    Und so führte mich der Weg nach Bregan Menzoberranzan.
    Als ich im Hafen von Schiff stieg, begrüßte mich ein seltsam aussehender Herr mit einem funkelnden Stab in der Hand.
    Er stellte sich mit einem, man möge mir verzeihen, unaussprechlichen Namen vor und nach genauerem Hinsehen, war ich mir sicher, dass es sich um einen Vertreter der Dunkelelfen handelte.
    Aufgrund der bösen Erfahrungen aus unserer letzten Pilgerreise, sicherte ich mir gleich ihre Gastfreundschaft, nachdem ich mich vorgestellt hatte.
    Er sagte mir ohne Zögern das Gastrecht zu und meine Ängste sollten sich als völlig unnötig erweisen, würde ich doch später eine alte Bekannte treffen.
    Er zeigte mir dann das beschauliche Dorf am Hafen, mit der Taverne und versprach, dass der Wirt auf dem Weg hierher sei.
    Wir gingen durch einen wunderschönen Wald, vorbei an fruchtbaren Wiesen und kamen zu sehr hohen Mauern.
    Mein Führer erklärte mir, dass dies das Dorf der Menschen sei, aber diese Mauern notwendig zum Schutz gegen Feinde.
    Allerdings so betonte er, würde sein Volk jederzeit für den Schutz der Menschen sorgen.
    Das Dorf war schön gemacht, in der Mitte der Markplatz, wo die Händler ihre Waren verkaufen konnten und ringsherum erhoben sich die Wohnhäuser und die einzelnen Werkstätten, in welchen die Waren produziert wurden.
    Ein Dorf, wo jeder jeden kennt und alles machte einen sehr ruhigen und friedlichen Eindruck.
    Es gefiel mir ganz gut, allerdings hatte ich Bedenken, das Fremde aus dem Hafen sich hier am Handel beteiligen konnte, da es keinen Hinweis auf das Dorf gab.
    Aber sie werden dafür ihre Gründe habe und ich folgte meinem Führer aus dem Dorf heraus, hinüber zu einem romantischen Wasserfall und vorbei an saftigen Wiesen, auf denen gesundes Vieh weidete.

    Dann ging es weiter in die Unterwelt.
    Dieses Volk der Dunkelelfen zeigte sich sehr offen und friedlich.
    Allerdings war die Unterwelt sehr dunkel und gruselig, wie ich es befürchtet hatte. Auf einer großen Brücke, hoch über brodelnde Lava hielt er an und hieß mich lauschen.
    Ich tat es und bekam eine Gänsehaut.
    Hörte ich doch leise wispernde Stimmen, allerding oder zum Glück, konnte ich nicht verstehen, was sie sagten.
    Er erklärte mir das seien die Stimmen der Toten, was mich nicht sonderlich beruhigte und auf meine bange Frage, versicherte er mir, dass sie uns nichts zu leide tun würden.
    Und weiter ging es über wacklige Stege, durch ein Spinnennetz, bis hin zu ihren eigentlichen Wohnstätten, mit einem Schloss, inmitten von Lava.
    Trotz der Dunkelheit sah es ein wenig aus wie im Märchen, einfach schön.
    Im Innenhof des Schlosses, standen die Wohnhäuser der Krieger und dort traf ich auch eine Bekannte, die Dunkelelfe aus Itora, welche uns dort sehr gastfreundlich herumgeführt hatte.
    Auch sie führte gerade einen Pilger durch ihre Heimat, er wollte gerade wieder nach oben, so dass wir wenig Zeit hatten, uns näher zu unterhalten.
    Mein Führer zeigte mir noch das Schloss, die Schatzkammer und den prächtigen Thronsaal und dann folgen wir den anderen wieder an die Oberfläche.
    Und oben atmete ich wieder auf, denn so gastfreundlich das Volk auch war und so schön das Schloss auch aussah, ich fühlte mich an der Oberfläche wohler, wenn ich die Sonne sah.
    Wir gingen zurück zum Hafen, dort waren die Wirtsleute anwesend und auch meine Bekannte mit dem Pilger saß dort.
    Doch als ich mich dorthin wandte, hörte ich heftiges Rufen und sah meinen Kapitän wie wild mit den Armen winken.
    Besorgt bedankte ich mich bei meinem Führer, verabschiedete mich und eilte zum Boot.
    Kaum war ich eingestiegen, wurden die Leinen losgemacht und wir legten ab.
    Der Kapitän reichte mir ein Pergament, ich las es und sah dann sorgenvoll auf die See hinaus.
     
  13. Ekki51 Allen

    Ekki51 Allen Superstar

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    In dem Pergament wurde mit mitgeteilt, dass es schlecht um Buren stand und es wohl dem Untergang geweiht sei.
    Das machte uns große Sorgen, war es doch der Fluchtort der Überlebenden von Akron, mit denen ich mich noch sehr verbunden fühlte.
    Aber so schnell unser Schiff auch über die Wellen flog, wir kamen zu spät.
    Von Buren war nichts mehr zu sehen, nur ein paar Trümmer schwammen noch auf der Wasseroberfläche.
    Ich war tief bestürzt und einige wagemutige Seeleute sprangen ins Wasser und tauchten.
    Als sie mir dann berichteten, keine Leichen entdeckt zu haben, beruhigte ich mich etwas.
    In einem nahegelegenen Hafen erfuhren wir dann, das wohl alle überlebt hatten und es wird vermutet, dass sie sich nach St Rocca und Celdwin geflüchtet hatten.
    Da St Rocca auf meiner Route lag, sprach ich mit meinem Freund, dem Kapitän und wir beschlossen, dort einen kurzen Halt einzulegen, denn die Zeit drängte.
    Also fuhren wir nach St Rocca und der Kapitän gab mit zwei Glasen Zeit, meine Freunde zu finden.
    Das war wenig und so ignorierte ich das Schild, doch dem Mantel für Wanderer von St Rocca anzulegen, ebenso hatte ich nicht viel Sinn, irgendwelchen Segen zu empfangen.
    So steuerte ich, als Schmied von Amazonien, auf den ersten besten Bauernhof zu, in dem ich hoffte, eine Menschseele zu treffen, welche mit Auskunft geben konnte.
    Ich klopfte kräftig an das Tor und reif, aber niemand antwortete. Als ich vorsichtig dagegen drückte, öffnete es sich knarrend.
    Ich ging vorsichtig hinein und rief immer wieder, ob jemand zu Haus wäre.
    Plötzlich antwortete mir von oben eine Stimme, welche mir sehr bekannt vorkam. Sie hieß mich hinaufkommen und ich begrüßte die ehemalige Käserin von Akron und Buren, welche jetzt Bäuerin in St Rocca war.
    Sie war auch hocherfreut, hieß mich Platz zu nehmen und erzählte mir von ihrem Leben. Leider war der Bauer sehr oft auf Reisen und sie musste die Arbeit auf dem Hof allein bewältigen.
    Auch erzählte sie mir, dass hier ein Jungfrauenschänder und Meuchelmörder sein Unwesen trieb.
    Ich muss sehr besorgt dreingeschaut haben, denn sie beruhigte mich sofort und erzählte mir von ihrer Magd und dem Knecht, welche ihr halfen und oft da wären.
    Auch hätte sie der Lehnsherr mit samt dem Vieh auf seine Burg genommen, um ihr Schutz zu gewähren.
    Mir gefiel das trotzdem nicht so richtig und dachte daran, dass dieser Schurke auf Amazonien wahrscheinlich keine Stunde überlebt hätte.
    Und da war ich ein wenig stolz auf meine Heimat und ihre Kriegerinnen.
    Auch konnte ich nicht bei ihr bleiben, ich hatte den Eindruck, sie hätte sich darüber gefreut, denn auf St Rocca herrschen strenge Regeln.
    So werden Wesen mit übernatürlichen Kräften oder die anders als Mensch aussehen, nicht geduldet, so hörte ich, und auch die Kirche soll dort sehr stark sein.
    Also dürfte ich nicht mehr meine Freunde sehen und auch ich barg ein Geheimnis, welches mich hier schnell auf den Scheiterhaufen bringen könnte.
    Ich maß mir darüber kein Urteil an, das Wichtige ist doch, dass alle in Ruhe und Frieden ihrer Arbeit nachgehen konnten.
    Sie zeigte mir ihre Stallungen, welche leer waren, denn das Vieh war in der Burg und ihren Garten.
    In letzteren sah man zwar ihre Mühe und den Fleiß, aber man merkte, dass es viel zu viel für die kleine Frau war und mir brach es fast das Herz, mochte ich sie doch sehr.
    Aber meine Zeit war fast um, ich musste die Einladung zum Essen ablehnen, schenkte ihr aber noch einen großen silbernen Krug.
    Mehr konnte ich im Moment nicht für sie tun.
    Wir verabschiedeten uns herzlich und ich versprach, sie wieder zu besuchen.
    Ich ging den Weg zum Meer hinunter, aber irgendwie war ich in Gedanken und bog falsch ab und stand plötzlich vor der Burgmauer.
    Aber zu meiner Erleichterung war dort ein Bauer, welcher mit der Sense arbeitet und sich ziemlich erschrak, als ich ihn ansprach.
    Ich meinte in ihn auch einen Überlebenden aus Buren zu erkennen, war mir aber nicht sicher und fragte nur nach dem Weg.
    Plötzlich stand auch die Bäuerin ein wenig atemlos neben mir, sie war mir wohl nachgelaufen oder wollte mich noch einmal sehen oder nur ihren Knecht heimholen, denn das war er nämlich.
    Nein ich will darüber nicht nachdenken!
    Sie wiesen mir den Weg und ich eilte zum Schiff, wo mich der Kapitän schon händeringend erwartete.
    Wir legten gleich ab und ich war etwas traurig, nicht mehr von St Rocca und ihren Bewohner gesehen zu haben.
    Ich hatte aber erfahren, dass mein Freund, der Zauberer, welche auch in Buren lebte, in Celdwin Zuflucht gefunden hatte und nahm mir vor, meinen anderen Pilgerfreunden eine Nachricht zu schicken und ihn vielleicht gemeinsam zu besuchen.
     
  14. Ekki51

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    Nach langer Überlegung hab ich mich entschlossen, das schöne Land und die gastfreundlichen, aber sehr stolzen, Amazonen zu verlassen.
    Es gibt verschiedene Gründe, die mich zu diesem Schritt zwangen, aber ich möchte darüber nicht schreiben.
    Ich verlasse dieses Land nicht im Zorn, sondern nur mit guten Erinnerungen.
    Mich zieht es in die Ferne und deshalb hab ich begonnen, meine Freunde zu rufen und meine Hütte und die Schmiede auszuräumen.
    Leider konnte das Schiff nicht alles abtransportieren, so dass ich auf die nächste Passage warten muss.
    Und so steht mein treuer Esel noch davor und ich bin eifrig bemüht, alles zu verladen.
    Einen Tag nutzte ich noch, um nach Canavaron zu reisen, um meinen Drachenfreund zu suchen und ihn wieder als Begleiter zu gewinnen.
    Als ich dort eintraf, kam mir dieses sehr verändert vor und ich irrte einige gewissen Zeit dort herum.
    Da entdeckte ich eine Höhle und gewiss, das mir ja nichts passieren konnte, trat ich dort ein und stand plötzlich völlig im Dunkeln.
    Ich schalt mich insgeheim einen Narren, dort so hinein zu poltern, aber es nützte nichts, ich musste mich sorgsam weitertasten.
    Mir war dabei recht bang und mir wurde es zunehmend warm unter meiner Kleidung.
    Aber dann wurde es allmählich wieder hell und ich blickte mich erleichtert um und erschrak.
    Die riesigen Spinnennetze und die ganze Einrichtung! Ich war wohl in einer Welt der Drow gelandet.
    Ohne lange zu überlegen, machte ich kehrt und tastete mich durch den dunklen Gang, so schnell es ging, wieder hinaus.
    Draußen überlegte ich: Drow in Canavaron?
    Bei meinem letzten Besuch waren mir keine begegnet?
    Ich schüttelte den Kopf und sah mich weiter in dem recht menschenleeren Land um.
    Sollten die Drow hier schon gewütet haben oder waren die Menschen auf den Feldern und Märkten unterwegs?
    Lange konnte ich nicht darüber nachdenken, denn mit dem üblichen Getöse landete mein Freund neben mir.
    Und zu meiner Freude war er sofort bereit, mich auf meiner neuen Reise begleiten.
    Er erzählte ihm von Amazonien und er zeigte mir einen schönen unbewohnten Turm, in dem ich meine Habseligkeiten unterbringen konnte und dort auch eine Weile leben.
    Allerdings müsste ich mich erst mit den Landesherren einigen und das wären nach seiner Aussage die Drow.
    Ich tat zwar so, dass es mir nichts ausmachte, aber so wie er mich ansah, glaubte er kein Wort.
    Freudig bedankte ich mich bei ihm und machte mich auf den Weg zurück nach Amazonien, denn ich wollte die Schmiede leerräumen, dann nach der Sitte das Haus niederbrennen und noch eine Weile von dem Land Abschied nehmen.
    Dann würde ich mich auf den Weg machen, um die Heilerin und den Zauberer zu suchen, um sie zu bitten, mich auf meiner Reise zu begleiten.
    Ich war gespannt, wo ich die beiden finden würde.
    ((Wenn jemand uns begleiten möchte, wir reisen meistens Mittwoch, zwischen 20 – 22 Uhr oder noch Reisetipps hat, melde sich bitte bei mir über PN oder inworld unter Ekki51 Allen))
     
  15. Ekki51

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    Nachdem ich nun meinen Drachenfreund für unsere neue Reise gewinnen konnte, musste ich mich sputen, um meine anderen Gefährten zu erreichen.

    Also führte mich meine Reise zuerst nach Carima-Stadt, um die Heilerin zu finden. Ich hatte einige Bedenken, denn ich hatte sie auch schon in Celdwin getroffen.

    Als ich in Carima-Stadt eintraf, begegnete mir eine Lady und ich fasste mir ein Herz, grüßte freundlich und sprach sie an.
    Sie sprach einen fremdländischen Akzent, wie ich ihn aus einigen westlichen Ländern kannte, aber wir konnten uns verständlich machen.

    Ich frage sie nach der Heilerin, sie war ihr bekannt und daraufhin nannte sie mir zwei verschiedene Orte, an denen ich suchen konnte, die Taverne und im Heilerhaus.
    Das verwunderte mich ein wenig, denn was sollte die Heilerin in der Taverne zu schaffen haben.

    Aber da die Taverne gleich in der Nähe war, blieb nur das Heilerhaus und ich verabschiedete mich höflich von der Dame und eilte los.
    Da ich mich auskannte, fand ich es ziemlich schnell und als ich klopfen wollte, hörte ich eilige Schritte hinter mir.

    Die reizende Dame war mir gefolgt, da sie auch in das Heilerhaus wollte und dies war mir etwas peinlich, hätte ich ihr sonst meine Begleitung angeboten.

    Ich klopfte und hörte zu meiner Erleichterung die Stimme der Heilerin, welche mich herein rief.

    Als ich eintrat, war sie sehr überrascht und ich glaube auch ein wenig erfreut, mich zu sehen und konnte sich schon denken, warum ich sie suchte.

    Ich grüßte noch höflich eine weitere Dame im Zimmer und wandte mich dann der Heilerin zu und erzählte ihr von meinem Anliegen, unsre Reise fortzusetzen.
    Sie war hocherfreut und sagte sofort ihre Teilnahme zu.

    Ich dankte ihr, versprach einen Nachricht über den Beginn und Ort zu senden und verabschiedete mich gleich wieder, da ich noch nach Rocca wollte.

    Unser Zauberer konnte leider nicht an der Reise teilnehmen, aber er nannte mir den Namen seines Freundes, einem Pater.
    Und dieser sollte in ST Rocca oder dort in der Nähe leben.

    Also war dies mein nächstes Ziel und ich wusste, dass ich mich dort auf gefährlichem Pflaster bewege, denn dort soll die Kirche ein strenges Regime führen.

    Als ich durch das Stadttor trat, hörte ich Stimmen und nach einer weiteren Biegung sah ich zwei Damen, welche mir noch aus Akron bekannt waren und einen sehr beleibten Pater auf einem Esel sitzen.

    Ich seufzte leise und ging auf die Gruppe zu, grüße höflich die Damen, welche sichtlich erfreut waren, mich zu sehen.

    Dies erfüllt einen Mann natürlich mit Stolz, aber leider hatte ich keine Zeit für amouröse Plaudereien.

    Ich stellte mich dem Pater vor und wie es der Zufall wollte, war diese mein gesuchter Mann.

    Bei seiner Rede ruckte wohl der Esel an und unser Pater fiel wie ein Stein von diesem. Ich griff sofort zu, um zu helfen, auch die eine Dame sprang herbei und gemeinsam schafften wir es, den Pater wieder auf die Füße zu stellen.
    Allerdings der Esel zog es vor, allein nach Haus zu laufen.

    Ich bat den Pater noch in die Taverne, um mich mit ihm zu besprechen, lud die Damen auch dazu ein, allerdings mehr aus Höflichkeit, denn was ich zu sagen hatte, war nicht für alle Ohren bestimmt.

    Diese lehnt auch zu meiner Erleichterung ab.

    Auf dem Weg zur Taverne merkte ich, wie schwer dem Pater da laufen fiel und ich hoffte, dass er unsere Reise durchhalten würde.

    Ansonsten müsste er auf dem Rücken des Drachens reisen, aber ob er das so möchte, wag ich zu bezweifeln.

    Nun in de Taverne erläuterte ich ihm den Zweck meines Besuches.
    Er war begeistert und sagte sofort zu.

    Aber nun kam der schwierigste Teil, ich musste ihm erklären, wer unsere Weggefährten sind.

    Also tat ich es sehr behutsam, mich davon überzeugend, dass niemand uns belauschte.

    Aber als Pater war er erstaunlich offen, er wurde wohl durch seinen Freund schon vorbereitet und nickte verständig.

    Somit war der schwierigste Teil erledigt, wir tranken noch gemeinsam einige Becher Wein und dann begab ich mich wieder zu meinem Schiff.

    Auf dem Schiff ging ich meinen Plan noch einmal durch.

    Unser erstes Ziel war da Fürstentum Selestia und unsere Gruppe besteht aus einer Heilerin einer Drowdame, einem Drachen einem Pater und ich, dem Schmied.

    Ich grinste über diese illustre Gruppe und war gespannt, was uns am Mittwoch erwartet.
     
  16. Ekki51

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    Nach meinem Abschied aus Amazonien hatte ich mich wieder auf meine Insel mit dem merkwürdigen Namen Snafu zurückgezogen.
    Dort baute ich meine Schmiede wieder auf, konnte dort arbeiten und mich auf meine Reisen vorbereiten.

    Erwähnen muss ich noch, dass mein Freund Drew, der sich jetzt in Carima-Stadt aufhält, mich gebeten hat, dort in der Schmiede auszuhelfen und mein Drachenfreund Carol mir immer noch den Wohnturm in Canavaron freihält.

    Also bin ich keinesfalls heimatlos.

    Aber zu unserer Reise.

    Die ersten Begleiter versammelten sich schon bei mir auf der Insel und ich freute mich, das außer Drew sich auch noch die Elfen Mucki und Tali aus Carima-Stadt sich an der Reise beteiligen wollten.

    Von dort begaben wir uns zum Fürstentum Selectia, wo sich uns auch noch die Drow Geli, der Drache Carol und die Heilerin Tarina anschlossen.

    Ich war gespannt, wie sich diese bunte Gesellschaft bewähren würde.

    Gemeinsam begaben wir uns zur Stadt, welche von dicken Mauern umgeben war und wie eine in Stein gehauene Festung ausschaute.

    Am Tor trafen wir auf die ersten Bewohner, ich stellte mich und die Gruppe vor, betonte unsere friedliche Absicht, überließ es aber meinen einzelnen Gefährten, selbst ihre Namen zu nennen.

    Ich sprach mit einer schönen, wenn auch leichtbekleideten Frau, welche sich als Schwester, des Fürsten, Cecilia, vorstellte.

    Daneben bewegte sich noch einen andere Frau, welche offensichtlich dem Wein zu zugesprochen hatte und redete etwas wirr von irgendwelchen Feinden.

    Die Runde komplett machte ein sehr ruhiger Krieger, welcher uns aber aufmerksam musterte.

    Ich bat darum, uns hier umsehen zu dürfen und fragte nach einem Führer. Sie antwortete mir, dass es sich der Fürst bestimmt nicht nehmen lassen würde, uns sein Reich selbst zu zeigen.

    Und sie lief los, um den Fürsten zu holen.

    In der Zwischenzeit entdeckte ich die Taverne und ich schlug vor, doch dort zu warten.

    Also nahmen wir dort Platz und lauschten den kleinen, aber doch harmlosen Wortgefechten zwischen den Drachen und der Drow.

    Dann kam der Fürst und begann mit seiner Führung durch den Ort.
    Zuvor erklärte er uns, dass sie von schweren Kriegen heimgesucht wurden und sich die Bevölkerung stark dezimiert hatte.
    Sie würden dies jetzt mit viel Mühen wieder aufbauen.

    Dafür hatten wir vollstes Verständnis und er führte uns zuerst in ein großzügig eingerichtetes Badehaus.

    Erwartungsgemäß stieß dies unsere beiden Drachen wenig Verständnis, aber wir kennen ja das Verhältnis der Drachen zu Wasser.

    Weiter ging die Führung zu den Resten einer Schmiede. Sie lag sehr schön, direkt mit dem Blick zum See.

    Carol bot dem Fürsten seine Hilfe bei der Einrichtung der Schmiede an, was diesen natürlich sehr freute.

    Es ging weiter zur Burg und zu einem kleinen, aber sehr schönen Markt, auf welchen hauptsächlich pflanzliche Produkte feilgeboten wurden.

    Ich muss sagen, dass die Stadt sehr schön lag, auf einem Felsen mit einem herrlichen Blick über die Berge und einem See, welcher von zahlreichen mächtigen Wasserfällen gespeist wurde.

    Als wir die herrliche Landschaft sahen, beschlossen wir, trotz der Warnung des Fürsten, uns doch einmal außerhalb der Mauern umzuschauen.

    Auf dem Rückweg trafen wir noch eine hübsche, aber sehr ruhige Reiterin und ich tauschte mich mit Carol leise über die hübschen Damen hier aus.

    Die Drow lief ein wenig herum und erkundete die Stadtmauern.

    Ich ging mit den anderen hinaus vor das Tor und wir warteten in einem Pavillon am See.

    Plötzlich traute meinen Augen nicht!
    Tauchte doch aus dem See einen Nixe oder Fee, was auch immer auf!

    Ich eilte sofort auf den Steg und näherte mich ihr vorsichtig, denn ich wusste, sie waren sehr scheu.

    Ich stellte mich vor, aber sie antwortete ganz unbefangen und stellte sich als Königin der Feen vor.

    Auch meine Gefährten eilten herbei und ich musste die Jagdleidenschaft meine Drowfreundin zügeln, welche diese fangen wollte.
    Aber sie hatte mir ein Versprechen gegeben und ich wusste, sie würde sich daran halten, meistens.
    Die Feenkönigin bot uns an, ihr Dorf zu zeigen und wir stimmten natürlich sofort zu.

    Also führte sie uns durch den Wald und zeigte uns das Dorf, naja was man drunter versteht.

    Es stand alles im Freien, ein Regal mit Gewürzen, der Lagerplatz und auch die Schlafplätze, so schien es erst einmal.
    Ich ließ mich an dem Lagerplatz auf einem Pilz vorsichtig nieder, aber er schien seine Aufgabe als Sitz gewachsen zu sein.
    Drew flog ein wenig herum und entdeckte schwebende Häuser und einen Turm mit Feuer.

    Zwischenzeitlich plauderte Tarina und die Elfen mit der Königin, Saphira über die Verbindung zwischen Elfen und Feen.

    Geli kam zu mir, brach ein Stück von dem Pilz ab, knabberte daran rum und meinte, wir sollten doch uns einmal den Turm ansehen.

    Aber ich konnte nicht mehr antworten, denn eine Reitergrupp kam herbei und die die angetrunkene Lady war mit dabei, sie schrie Zeter und Mordio, jemand in dunkler Kleidung verwickelte Geli in ein Gespräch und die Schwester des Fürsten kam zu mir und entschuldigte sich für die betrunkene Dame.

    Ich winkte ab, fasste mir ein Herz und fragte die Schwester nach dem Turm. Sie antworte mir, dass dort die Dämonen und eine Hexe wohnen.

    Die Dämonen waren mir einerlei, aber die Hexe interessierte mich, deshalb fragte ich noch einmal nach.
    Es stellte sich heraus, dass sie die Hexe war.

    Das erfreute mich sehr und ich bat sie um ein Gespräch bei einem unserer nächsten Besuche.
    Sie stimmte zu meinem Erstaunen sofort zu und ich glaube, sie ahnte schon etwas.

    Allerdings ging unser Schiff bald und wir mussten abreisen, beschlossen aber, dieses schöne Land in ein paar Tagen noch einmal zu besuchen.

    Ich muss sagen, dass wir tolle Menschen und eine wunderschöne, aber auch gefährliche, Gegend kennengelernt haben.

    Letzteres werden wir wohl beim nächsten Mal erleben, wenn wir uns mehr außerhalb der Mauern umsehen.
    Aber ich hoffe, dass die Gesetze der Gastfreundschaft auch hier gelten.
     
  17. Ekki51

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    Fürstentum Selectia, der zweite Besuch.

    Heute trafen wir uns nun zur Vorbereitung unserer nächsten Reise. Wir wollten Selectia noch einmal besuchen und so trafen sich schon ein paar Freunde vor meinem neuen Haus in Canavaron.

    Eigentlich wollte ich mich so schnell wieder niederlassen, aber mein Drachenfreund Carol und eine andere Freundin boten mir so ein schönes Heim in wunderbarer, aber gefährlicher Umgebung, das ich nicht wiederstehen konnte.

    Also trudelten schon der Drache Drew und die beiden Elfen Tali und Mucki ein und ich erzählten ihnen noch einiges über die Gastfreundschaft und das Gastrecht.

    Gemeinsam reisten wir dann zum Fürstentum Selectia, wo sich noch der Pater, der Bruder Pepe, unserer Gruppe anschloss.

    An Drews verwunderten Fragen merkte ich, dass dieser überhaupt keine Ahnung vom Christentum hatte, aber Pepe beantwortete geduldig alle Fragen.

    Also zogen wir los, mussten aber unser Tempo etwas zügeln, denn Pepe konnte seine Leibesfülle nicht so schnell bewegen.
    Und die Idee, seinen Esel Rosie mitzuführen, hielt ich für keine gute Idee, denn ich hatte schon erlebt, dass dieser oft seine eigenen Wege, ohne seinen Herrn geht.

    Aber er hielt sich sehr tapfer und so kamen wir recht gut voran und standen dann bald vor dem Berg, auf dem dieser geheimnisvolle Turm stand.

    Wir versuchten über den Berg zu dem Turm zu gelangen, aber da versperrte uns einen große Rauchwolke und Feuer den Weg.

    Dann gingen wir ein Stück um den Turm herum, aber auch dort hatten wir kein Glück, überall Feuer und Hitze und Rauch.

    Ich hörte war Stimmen von innen, getraute mich aber noch nicht zu rufen, da ich nicht wusste, wer in dieser Gluthölle lebte.

    Aber dann stand plötzlich Cecillia, die Schwester des Fürsten vor uns und ich freute mich, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Und dem Schmiedehammer sei Dank, sie erinnerte sich auch an mich.

    Sie bot an, uns in den Turm zu geleiten und ging voran.

    Und es war so, wir mussten durch den Rauchvorhang. Ich holte tief Luft, nahm meinen Mut zusammen, hielt den Atem an und schritt durch den Rauch.

    Drinnen konnte man wieder einigermaßen atmen, aber der Rauch ging mir noch bis zur Brust und ich machte mir einige Sorgen um Tali, welche doch recht klein war.

    Dort trafen wir auf eine recht übellaunige Frau mit Flügeln, sie war wohl die Führerin der Dämonen und schien nicht sehr erfreut über unseren Besuch.

    Ich versuchte es mit Charme und Freundlichkeit, aber es war wohl eher die Macht von Cecillia, die sie zwang, zähneknirschend das Gastrecht anzuerkennen und uns den Weg in den Turm freizugeben.

    Es bedurfte auch einiger Überredungskünste, meine Gefährten dazu zu bewegen mir zu folgen, aber schließlich schafften es alle und wir standen in dem ersten Raum im Turm. Dort befand sich in der Mitte eine Falltür und netterweise machten uns unsere Gastgeberinnen darauf aufmerksam.

    An der Wand bemerkte ich ein Bild und war ziemlich überrascht. Es stellte einen brennenden Ort dar und erinnerte mich sehr stark an den Untergang von Akron.

    Die Dämonin meinte nur lakonisch dazu, die Bewohner hätten sie etwas geärgert.

    Wir waren ziemlich entsetzt und ich bat schnell darum mehr vom Turm sehen zu dürfen.

    Daraufhin öffnete Cecillia ein Portal, welches uns eine Etage nach oben bringen sollte.

    Ich fasste mir ein Herz und betrag es, eine Kraft erfasste mich und ich stand in einem Feuerkreis mit Sitzgelegenheiten, wie in einem Beratungsraum.

    Allerdings war es sehr heiß und ich trat schnell heraus und sah mich um.

    An einer Wand stand ein Thron und auch dieser wurde von beiden Seiten von Feuerwänden flankiert.

    Mittlerweile waren auch meine anderen Gefährten eingetroffen, nur unser Bruder Pedro, er wollte nicht mit hinauf.

    Er blieb mit der Dämonin im ersten Raum und der Zufall oder die Bauweise des Turmes wollte es, dass wir aus diesem Raum die Gespräche der beiden mit anhören konnten.

    Und ich kann dem geschätzten Leser sagen, es war ergötzlich, über was sich einen Dämonin und ein Pater so unterhalten.
    Aber, soweit wir es mitbekommen haben, ging es alles sehr friedlich zu und es fielen keine bösen Worte.

    Nachdem wir uns umgesehen hatten, sollte es noch weiter hochgehen und dieser Weg führte über ein weiteres Portal durch die Feuerwand neben dem Thron.

    Ganz oben hatten wir einen herrlichen Ausblick über das herrliche Land und ich war dankbar, das uns dies vergönnt war, denn ich glaube, es können nicht oft gewöhnliche Menschen diesen Blick von dem Turm genießen.

    Nach einer Weile ging es wieder abwärts und wir erlösten unseren Bruder Pepe von seinen erquicklichen Gesprächen mit der Dämonin, wo es bei unserem Eintreffen um pflanzliches Essen ging, was uns sehr erstaunte.

    Aber die Laune der Dämonin verschlechterte sich zusehends, sie warf uns regelrecht hinaus und wir zögerten nicht, dieser Aufforderung Folge zu leisten.

    Cecillia wollte uns noch ihre Behausung zeigen und führten uns am anderen Ender der Stadt außerhalb der Stadtmauern in eine Höhle.

    Mittlerweile war auch die Heilerin Tarina eingetroffen und schloss sich uns an.

    Der Tag hielt noch einen Überraschung für mich bereit, denn es traf einen alte Freundin von mir ein, Shamara.
    Sie lebt in fernen Ländern im Osten und ist eine sehr gute und vor allem schnelle Schwertkämpferin.
    Da ich wusste, dass sie in einigen Dingen sehr zurückhaltend ist, verzichtete ich vor den anderen auf eine herzliche Begrüßung und stellte sie, wenn auch freudig, den anderen vor.

    Aber zurück zu Cecillia, es stellte sich heraus das sie einen schwarze Hexe ist, was natürlich zu einigen verwunderten und fragenden Bemerkungen der anderen führte.

    Nach einiger Zeit ermüdete das Gespräch und wir beschlossen in die Taverne der Stadt zu gehen und den Abend dort zu beschließen.

    Cecillia hielt mich noch etwas zurück und fragte mich nach meinen Problemen. Aber ich hielt es im Moment nicht für den richtigen Zeitpunkt und redete nur etwas vage darüber und versprach noch einmal persönlich vorbeizukommen.

    Dann gingen wir den anderen hinterher, welche vor der Höhle auf uns warteten. Pepe verabschiedete sich dann von uns und wir gingen zu Stadt.

    Unterwegs trafen wir noch auf Vampire, welche wohl einiges Interesse an uns hatten. Ich ging schnell zu Shamara und legte ihr die Hand auf den Arm, kannte ich doch ihre Schnelligkeit, wenn Gefahr drohte.

    Sie verstand meine Geste und dann traf der Fürst bei uns ein und sprach in dieser Angelegenheit ein Machtwort und wir konnten unbehelligt zur Taverne ziehen.

    Dort ließen wir die spannenden Erlebnisse noch einmal an uns vorbeiziehen und den Tag friedlich ausklingen.
     
  18. Ekki51 Allen

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    Immortal
    Nun wollten wir in das gefürchtete und dunkle Immortal pilgern und uns dort umsehen.

    Wir trafen uns am Hafen und nach und nach versammelten sich alle meine Gefährten.

    Ich hatte diesmal eine Wölfin mit, sie ist mir zugelaufen, mehr darüber schreibe ich in meinem Bericht über Canavaron.

    Ich hatte an einer Stelle in der Stadt eine Bewegung gesehen, deshalb lotste ich unsere Gruppe in diese Richtung und aus der Stadt.

    Dort trafen wir auf eine leicht bekleidete Frau, welche sehr stark tätowiert war.

    Ich stellte meine Gefährten und mich vor und bat um die Erlaubnis, uns hier umzusehen zu dürfen.

    Sie nannte sich Larissa und bot sich an, uns ein wenig herumzuführen.

    Etwas entfernt hockte noch ein Krieger im Gras, welche ab und zu etwas murmelte, aber nicht näher kam.

    Larissa, was oder wer sie auch immer war, schlug vor, sich erst die Stadt anzusehen und so zogen wir in Richtung Stadttor.

    Drew, unser Halbdrache, oder was er auch immer sein mag, mokierte sich in wenig über die Tätowierung unserer Begleiterin.
    Ich äußerte mich nicht dazu, da ich auf vielen Reisen so verschiedene Ansichten über Schönheit gehört hatte, dass es sehr müßig ist, darüber zu streiten.

    Am Brunnen macht ich kurz halt, um Yafila , der Wölfin und mir einen Schluck Wasser zu gönnen und dann liefen wir den anderen nach.

    Der Krieger und eine Begleiterin, welche auch sehr kriegerisch aussahen, folgten uns in geringem Abstand.
    Ich schaute zu Carol, aber er schien keine Gefahr zu spüren und so war ich beruhigt.

    Hinter dem Stadttor geschah etwas sehr seltsames.
    Larissa blieb plötzlich stehen, schien auf irgendetwas zu horchen und bewegte sich nicht mehr.

    Dies berührte uns erst nicht sonderlich, den in dieser Welt kann es auch mal vorkommen, das Wesen in eine Starre oder Meditation fallen.

    Und in der Zwischenzeit traf auch ein neuer Begleiter, Helmut aus Carima-stadt bei uns ein und meine kämpferische Freundin, Shamara gesellte sich zu uns.

    Letztere war dem Anschein nach stark betrunken, aber ich wusste es besser.
    Sie trank fast nie und schon gar nicht, wenn sie mich auf meinen Reisen begleitete und für meinen Schutz sorgte.
    Also spielte sie eine Komödie, ich wusste nicht warum, aber ich sagte nicht und spielte das Spiel mit.

    Aber als die Starre von Larissa dann länger andauerte, fasste ich Mut, ging auf den Krieger zu und fragte ihn, ob er uns nicht das Land zeigen könne.

    Er stimmt zu meiner Freude auch zu, wollte aber als Waldbewohner auch in diesem beginnen.

    Nun das war uns eigentlich egal, also folgten wir dem Krieger und seiner Begleiterin in den Wald.
    Zuerst führten sie uns zu einer Kultstätte, einem großen Kreis der flankiert war, von großen Tieren und Gewächsen und im Innern hielten sich verschieden Tiere auf.

    Uns wurde gesagt, dass derjenige, der sich mit den Tieren einließe, nie wieder gesehen würde.
    Da war ich froh, dass ich Yafila an der Leine hatte, denn sie wollte schon auf die Tiere zustürmen.

    Da sie ein Halsband trug, als sie mir zugelaufen war, war sie die Leine gewohnt und man merkte dies auch. Irgendwann ist sie dann nicht mehr notwendig.

    Weiter ging es durch eine große Baumhöhle in eine Gegend, wo es mich schaudert.
    Dort lagen Totenschädel herum, von irgendwo schauten uns glutrote Augen an und eine grusliger Wind pfiff um uns herum.

    Hier sollte die Hexe wohnen, aber sie zeigte sich nicht. Es könnte natürlich sein, das sie längst da war, aber das weiß man bei Hexen nie.

    Unser neuer Gefährte aus Carima-Stadt lief allein auf einen dunklen Wald zu und ich bat Drew, ihn doch von dort wegzuholen.
    Mag sein das er geblendet war oder einem fremden Ruf gefolgt, aber es ist nicht gut, in dieser fremden Gegend allein unterwegs zu sein.

    Larissa hatte dann wohl ihre Meditation beendet und wir gingen zurück durch die Stadt.

    An der Stadtwache gab es noch einen kurzen Aufenthalt, den irgendwie schien mindestens einer unsere Führer dort nicht sehr beliebt zu sein.
    Nun auch dies klärte sich und wir gingen durch die schöne große Stadt zur Schmiede, da ich den Wunsch äußerte, diese kennenzulernen.

    Da sie im Moment keinen Schmied hatten, war diese leer und wir gingen weiter durch schöne blühende Felder zu einer kleinen Insel.

    Leider mussten wir dazu durch eine kleine Furt, was uns natürlich nasse Stiefel bescherte und den Rest bekam ich, als Yafila neben mir aus dem Wasser kam und sich schüttelte.

    Diese Insel war ein Kleinod für jemanden, der in Ruhe und im Einklang mit der Natur sein Handwerk betreiben möchte.
    Anscheinend war der frühere Besitzer seit langem verschollen.

    Weiter ging es zu einer wunderschönen Mühle.
    Das Besondere daran war, dass dies sowohl eine Wassermühle, als auch eine Windmühle war.

    Das gab natürlich wieder heftige Diskussionen über den Betrieb der Mühle, aber unsere Führer hielten sich mit Einzelheiten etwas zurück.

    Ich dachte so bei mir, dass dort sicherlich etwas Magie im Spiel war und sah mit die Terrasse der Mühle über dem Wasser an.

    Es war herrlich und ein Traum! Dort zu sitzen, eine Frau im Arm, Yafila zu meinen Füssen und ein Krug Met, was kann es schöneres geben!

    Aber lange konnte ich nicht träumen, Shamara torkelte auf mich zu, drängte sich an mich, schaut mich ganz klar an und steckte mir dann eine ziemlich gruslige Kette und ein Pergament zu.
    Ich steckte die Kette schnell weg, warf einen kurzen Blick auf das Pergament, nickte und ging wieder nach draußen.

    Unsere Führerin zeigte uns noch, dass sie dort Honig herstellten und Tabak anbauten.

    Und dann gingen wir langsam zurück zur Stadt.

    Am Brunnen beglückte ich die angebliche betrunkene Shamara noch mit einem Eimer kalten Wasser und flüsterte ihr die Antwort zu.

    Dann setzten wir uns in die Taverne und ich dachte noch einmal über das Erlebte nach.

    Mein Eindruck war, dass dieses Land sehr widersprüchlich war. Es gab Orte wo es einen grauste und dann wieder Orte, die wunderschön, wie von Elfenhand geschaffen waren.
    Auch kam mir dieser Ort sehr friedlich vor, aber es ist auch möglich, dass unsere Gastgeber sich bemüht haben, Gefahren von uns fernzuhalten.

    Aber dieser Ort sucht dringend fleißige und gute Handwerker, denn an den Gebäuden ist einiges im Argen.

    Ich versprach diesbezüglich meinen Augen offen zu halten.

    Ich seufzte und folgte den anderen zur Kirche, hielt mich aber darin nur kurz auf, denn einmal bin ich nicht der brave Christ und wollte lästige fragen vermeiden und zum anderen bemerkte ich die Angst des Paters vor der Wölfin.

    Wir warteten vor der Kirche auf die anderen und ließen den Abend dann in der Taverne ausklingen.


     
  19. Ekki51 Allen

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    Avalon
    Heute sollten sich die Nebel für uns noch einmal teilen und der Weg führte uns nach Avalon.

    Leider konnten nicht alle Gefährten usn begleiten, so das nur Geli, die Drow, Drew und Hartmut aus Carima und die Wölfin Yafila bei der Reise dabei waren.

    Dort gut angekommen, begaben wir uns in das Dorf und ich übernahm dort die Führung.

    Wir wanderten durch eine ruhige und friedliche Gegend, in der es die Natur auch gut meinte und und in welcher man eigentlich nur friedliche Gedanken haben konnte.

    Vor der großen Halle trafen wir auf eine der Schwestern und da ich sie kannte, trat ich vor, begrüßte sie und nannte die Namen meiner Gefährten.

    Sie schien sehr erfreut, uns zu sehen und bat uns in die Halle, wo uns die Hohepriesterin und ein Herr erwarteten.

    Der Herr kam mir bekannt vor und als wir ein paar Worte gewechselt hatten, stellte sich heraus, dass wir uns aus Akron kannten.

    Ich freute mich ihn heil und wohlbehalten zu sehen, leider musste er sich bald verabschieden.
    Die Schwestern baten uns an die reich gedeckte Tafel und wir ließen uns es schmecken, denn eine lange Reise macht hungrig und es ist eine Wohltat, mit einem solch üppigen Essen begrüßt zu werden.

    Wir erfuhren viel über das schöne Land und plauderten fröhlich.

    Dabei stellten wir fest, dass man in Avalon die Drow überhaupt nicht kannte und wir luden sie ein, diese doch zu besuchen.

    Leider kam es dort zu einem kleinen Streit zwischen Geli und Drew. Letztere konnte wohl seinen Zorn auf die Drow nicht im Zaum halten und machte eine unschöne Bemerkung über alle Drow.
    Wir konnten den Streit schnell schlichten und ich war froh, Geli das Versprechen der Friedfertigkeit abgenommen zu haben und ich wusste, sie hielt sich daran.

    Nach dem reichhaltigen Mahl gingen wir hinaus, schauten über den wunderschönen See, welcher von Felsen umgeben war und dann machte die Hohepriesterin den Vorschlag, doch den Berg zu besteigen, um über das ganze Land blicken zu können.

    Dem folgten wir gerne und so stiegen wir den Berg hinauf und genossen den herrlichen Ausblick über Avalon.

    Wir stellten viele Fragen zur ihrer Göttin und Lebensweise und alles wurden freundlich und ruhig beantwortet.

    Sie zeigten uns, wo sie den Wein anbauten und ich wusste, dass dieser sehr vorzüglich schmeckte

    Zwischendurch nutzte Geli die Gelegenheit, Drew als Vergeltung ein paar Püffe oder leichte Stöße zuzusetzen, nun damit musst er rechnen, eine Drow beleidigt ein Mann nicht ungestraft.
    Es blieb alles von seitens Geli sehr scherzhaft, wusste ich doch, das Drew gegen ihre Kampfkunst keine Chance hatte.

    Aber Drew sah es wohl anders, auch Yafila wollte Drew verteidigen, aber ich hielt sie fest und schließlich platzte einer unsere Gastgeberin der Kragen.

    Im sehr scharfen und lauten Ton wies sie die beiden zurecht und gab zu bedenken, dass man sich doch hier auf heiligen Boden befände und sich dementsprechend verhalten solle.
    Geli erkannte als erfahrene Pilgerin sofort den Fehler und war still, aber Drew zog sich beleidigt zurück.

    Ich schämte mich sehr für den Vorfall und entschuldigte mich für die beiden, aber sie schien mich gar nicht zu beachten.

    Nachdem sich alle beruhigt hatten, gingen wir weiter und wir konnten vom Rand einer Schucht das Dorf der Druiden sehen, welche auch hier wohnen sollen.

    Wir gingen dann langsam wieder zurück und den Berg hinunter. Unten machte ich Yafila los und sagte ihr, sie solle sich um Drew kümmern.

    Sie schien es auch zu verstehen und als ich sah, wie die beiden sich verstanden, dachte ich mir, da es gut sein würde, wenn ich sie an Drew übergeben. Es würde sicherlich beiden gefallen.

    Hartmut plauderte munter mit der der einen Lady, während uns die Hohepriesterin in das Dorf der Druiden führte.

    Dort stand ein großes Haus, aber es schien kein Druide da zu sein, aber ich wollte nicht einfach hineingehen, aus Angst vor magischen Fallen.

    Neben dem Haus entdeckte ich eine Schmiede und was soll man sagen, gleich mit einer Schnapsbrennerei verbunden. So wird alles gut genutzt und ich nahm mir vor, dieses auch in Betracht zu ziehen.

    Wir erfuhren noch einiges über Avalon, so dass jeder der reinen Herzens ist, die Nebel teilen kann und dieses schöne Land besuchen, wenn er in friedlicher Absicht kommt.

    Und es sind auch Männer in dieser Welt der Priesterinnen von Avalon willkommen, ein Punkt, der mir durchaus wichtig erschien.

    Es ist eine Welt, die von Frauen beherrscht wird, aber nicht von Kriegerinnen, sonder Priesterinnen, dies könnte sehr interessant sein.

    Wir setzten uns noch ein wenig an Lagerfeuer und mit dem üblichen Getöse traf mein Freund Carol ein.

    Die Priesterinnen waren sichtlich geschockt über das zweite geflügelte Wesen, aber sie beruhigten sich schnell wieder, als ich ihn vorstellte.

    Leider begrüßte jetzt Hartmut Carol mit einer unschönen Bemerkung, was mich sehr entsetzte, denn auch einen Drachen beleidigt man nicht.

    Nun ist aber Carol als Pilger der ersten Stunde und Drache vie
    l zu erhaben, um sich darauf einzulassen und beließ es bei einer scharfen Erwiderung.
    Mich entsetzte dies und ich wunderte mich, warum es in diesem friedlichen Land zu solchen Zwischenfällen kommen konnte.

    Ist hier etwas, was wir nicht ahnen oder sind einfach unsere jungen Pilger zu unerfahren?

    Ich nahm mir vor, mit Drew und Hartmut noch einmal eindringlich zu reden und ihnen klarzumachen, dass wir nur zusammen und als Gefährten, diese Pilgerreisen fortführen können.

    Während wir am Feuer saßen, sah ich einige Gestalten durch das Druidendorf huschen, ich sagte aber nichts, da ich mir nicht sicher war, ob es die Druiden waren.

    Ich musste mich bald verabschieden und ließ Yafila schon bei Drew zurück.

    Ob sie ahnte, dass dies ein Abschied für immer war, wusste ich nicht, aber als ich sah, wie wohl sie sich bei Drew fühlte und mit ihm schmuste, wusste ich, ich hatte die richtige Entscheidung getroffen.

    Ich freute mich für die beiden und ging aber trotzdem mit einiger Sorge zum Schiff zurück.




     
  20. Ekki51 Allen

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    Land Valendor

    Heute wollten wir einmal dieses noch junge Land besuchen.
    Dieses Land hatte keinen Hafen, obwohl es von Wasser umgeben war, so dass es etwas mühsam war, es zu erreichen.
    Aber mit Hilfe unserer fliegenden Freunde und einigen flachen Beibooten kamen wir recht gut dort an.
    Diesmal waren mit dabei, Carol der Drache aus Canavaron, die Elfe Mucki, Hartmut und der Halbdrache Drew aus Carima-Stadt, der Pater Pepe aus Seeburg und ich hatte Yafila wieder mit dabei.

    Am Rand des Ortes begrüßte uns der Herrscher dieses Landes, welcher sich Etril nannte und erzählte uns einiges über sein Land.
    Für einen Hafen reichte das Geld wohl nicht, denn sie hatte erst einige Kriege überstanden.

    Dann ging es los in Richtung Schloss.
    Dieses sah recht düster aus, war von einem, naja stabilen, aber rostigen Zaun umgeben und innen irgendwo auf der Wiese, waren zwei Grabstellen.
    Etril erklärte uns, dass dort jemand begraben war, schwieg sich aber über die Namen aus.

    Aber wir durften das Schloss dann betreten und uns umfing ein düsterer Schein.

    Diese Dunkelheit, die Bilder und die in Stein gehauenen Figuren erinnerten mich an irgendwas?

    Da viel es mir ein, dies war eigentlich das typische Schloss für Gestalten, welche das Licht scheuten.

    Ich äußerte dieses auch leise, was ein fataler Fehler war und den nun sprachen alle laut von Vampiren.

    Dabei darf man einen Vampir nie sagen, dass man ihn erkannt hat, denn dann würde er versuchen, einen zu töten, um sein Geheimnis zu bewahren.

    Aber wir wurden abgelenkt, denn von der obersten Etage ertönte wunderschöne Klaviermusik.

    Wir gingen hinauf und es saß eine wunderschöne Frau am Klavier und spielte versonnen vor sich hin und schien uns überhaupt nicht zu bemerken.

    Gebannt hörten wir ihr einige Zeit zu und sahen uns dann im Raum um, aber plötzlich verstummte die Musik und als ich zum Klavier sah, war die Frau verschwunden.

    Unser Gastgeber äußerte sich nicht dazu und so schwieg ich auch und wir gingen eine steile Treppe zu nächsten Etage hinauf.

    Hinter einem schweren roten Vorhang eröffnete sich uns eine Terrasse, von dem wir einen weiten Blick über das schöne Land hatten.

    Ich glaube, es waren alle sehr begeistert, selbst Yafila stellte die Vorderpfoten auf das Geländer und schaute.
    Gegenüber sah ich ein Gebäude, welches aussah, wie ein Tempel und ich fragte Etril danach.
    Er antwortete mir nur lakonisch, dass dies sein Palast sei.

    Ich drehte mich um und da sah ich sie!
    Eine Frau auf einem Gemälde, was mir sehr bekannt vorkam!
    Schnell fragte ich Etril nach dem Namen, aber er konnte mir keine Antwort geben.
    Der Pater spöttelte etwas, das ich mich schon wieder verliebt hätte, aber ich hörte gar nicht hin.

    Der Palast interessierte mich nicht mehr, ich wollte nur noch hinaus und eilte mit Yafila vor das Tor und wartete dort auf meine Gefährten.

    Sie kamen auch nach und nach und zu meiner großen Erleichterung stellten sie mir keine Fragen.

    Weiter ging es vorbei an einem düsteren Friedhof zu einer sogenannten Kampfarena.
    Aber da sie keine Kriege mehr führten, diente sie nur noch den sportlichen Wettkämpfen, Feiern und Auftritten von Gauklern.
    Dort kam es noch zu einer Diskussion über den Gott, welche die Einwohner hier anbeteten und den von unserem lieben Pater angepriesenen Gott.
    Aus solchen Streitereien hielt ich mich raus, denn ich musste erfahren, dass dort kaum eine Einigung gibt, denn Toleranz ist unter den Religionen sehr selten.

    Ich wollte mir noch den Friedhof ansehen, aber dieser war so düster und von Nebeln umgeben, das Yafila ängstlich an der Leine zog.

    Also folgten ich den Gefährten zum Palst des Herrschers, welchen über eine lange, mit viel Liebe und Können, gefertigte Brücke erreichten.

    Vor dem Palst standen riesige Kämpfer, in Bronze gefertigt, eine Arbeit, die mich als Schmied begeisterte.

    Dann betraten wir den Palst und ich muss gestehen, dass hier der äußere Schein trügt.

    Denn so etwas Prächtiges habe ich selten gesehen.
    Einen herrlichen Thronsaal, eindrucksvolle Beratungsräume, also wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
    Ich möchte dies hier nicht im Detail beschreiben, denn unser Gastgeber versicherte mir, dass jedes Volk, egal welcher Rasse ihn besuchen darf, wenn sie friedlichen Willens sind.
    Und sie sind auch sehr an vielfältigen Handelsbeziehungen interessiert.

    Es gab etwas Missklang, als uns der Herrscher das gebannte Drachenfeuer erklärte, dies brachte natürlich meinen Drachenfreund auf den Plan, so dass ich ihn leise an das Gastrecht erinnern musste.

    Aber dieses Feuer hatten sie von ihren Vorfahren übernommen, so dass sie ja keine Schuld trifft.

    Den Abend ließen wir in einer kleinen gemütlichen Taverne ausklingen.

    Dort übergab ich Yafila an Drew mit der Bitte auf sie aufzupassen.

    Ich verabschiedete mich und begab mich über ein Beiboot zu einem Schiff, welches schon auf mich wartete.
    Mein Gefährte Moweneck war schon an Bord und begrüßte mich fröhlich.

    Nach langer Fahrt lotste ich den Kapitän zu einer Insel, lies mein Gepäck herausgeben und gemeinsam mit Mow eilte ich auf die Insel und dann legte wir beide uns in das weiche duftende Gras.

    Ich sah in den Himmel, spürte, wie er sich verdunkelte, hörte Mow neben mir zufrieden brummen und dann wurde es auch dunkel um mich herum…..

    *********
    Der Kapitän berichtet später, das die Insel sich plötzlich vor seinen Augen auflöste, sein Schiff von einem Sturm erfasst und weit abgetrieben wurde.
    Er ist nicht mehr in der Lage, die Insel wiederzufinden.


    ((damit enden erst einmal die Pilgerreisen von Ekki, dem Schmied, er geht in eine RP-Pause und genießt die Weihnachtszeit in RL und vielleicht auch in SL.
    Ich danke allen, die diese Pilgereisen durch ihre Teilnahme und Gastfreundschaft erst so interessant gemacht haben, den vielen Leser der Berichte und die lobenden Worten, die nicht mir, sondern meinen Gefährten und den Gastgebern gebühren.))