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Sammelklage gegen Secondlife

Dieses Thema im Forum "Mitglieder-News" wurde erstellt von Karin Follet, 4. Mai 2010.

  1. Karin Follet

    Karin Follet Gesperrt

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  2. Danziel Lane

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    Stimmt, das wird eifrig auf Englisch diskutiert.

    Es geht wohl darum, dass die Werbeaussagen vor drei Jahren und länger waren: "deine Welt, deine Kreationen, dein Land, dein Content". Es wurde definitiv von Ownership, also Eigentum an Land und Kreationen gesprochen.

    Die Änderungen in der TOS machen daraus Lizenzen zur Nutzung, und die Kläger sagen nun, dass sie die Verträge mit LL unter anderen Versprechungen gemacht haben, als sie heute gelten.

    Mal sehen, was da raus kommt.

    Und wenn ich das weiter richtig sehe, dann wird noch nicht geklagt, sondern erst mal gesammelt, wer mitmachen will.
     
  3. Kila Shan

    Kila Shan Moderatorin Mitarbeiter

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    Leider verstehe ich den Link zu dem englischen Bericht überhaupt nicht, dass ist so ein kompliziertes Englisch, da muss ich passen. Daher kann ich dazu nichts sagen, ich denke aber, das ist interessant und sollte man weiterverfolgen.
     
  4. Lukeone Greggan

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    Hmmmmmmm ist das fettmarkierte nicht ein Widerspruch? cO Aber naja, LL-Politik, werde ich wohl nie schlau draus werden.
     
  5. Kila Shan

    Kila Shan Moderatorin Mitarbeiter

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    Mal eine Frage dazu, ich muss bei jeder Firma eine Änderung der AGB's akzeptieren, ob das bei einer Bank ist oder einer Versicherung. Mache ich das nicht, steht es mir frei zu kündigen.
    Wo ist also da der Unterschied zu LL? Auch dort kann ich meine Sachen packen, LL tauschen und gehen.
     
  6. Alexandra Actor

    Alexandra Actor Aktiver Nutzer

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    Das Thema geht in den englischsprachigen Foren schon seit Tagen umher.
    Der Fakt ist einfach der: ein paar User wurden aus SL gebannt, und ihr virtuelles Eigentum wurde eingezogen - und nun sagen sie: das hat mir gehört, das war mein Land, ich will Wiedergutmachung/Schadenersatz dafür.
    Aber bereits vor 2 Jahren als ich (mit meinem Hauptaccount) in SL angefangen habe, hieß es in den TOS, dass LL im Prinzip alles was in SL passiert, die Accounts, und deren Inventare, Guthaben und Ländereien ohne Anspruch auf Rückerstattung jederzeit löschen könne, sei es begründet oder unbegründet.
    Auch war es bisher immer so, dass jede Änderung der TOS vom Resident angenommen werden musste beim auf die Änderung folgenden Log-in, sonst könnte man nämlich gar nicht erst einloggen.
    Nur haben diese Kläger nicht das gemacht (oder zu spät), was eigentlich jeder regelmäßig machen müsste: diese TOS auch tatsächlich mal durchlesen.

    Außerdem bin ich der Meinung: Jeder, der Linden Labs wegen der Nutzungsbestimmungen verklagt, die er selbst abgenickt hat, ist nicht anders als ein Hund der sein Herrchen beißt während er gefüttert wird. Ohne SL, und damit ohne Linden Labs, die SL aufgebaut haben, hätte so mancher Kläger gar nicht das Geld erwirtschaftet, sich überhaupt eine Klage gegen LL leisten zu können.
     
  7. Fritzfranz Fride

    Fritzfranz Fride Nutzer

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    In SL ging das halt nicht so einfach. Dort war nur ein Knopf um der Änderung der TOS zuzustimmen. Hast Du Ihn nicht geklickt konntest Du Dich auch nicht mehr in SL einloggen und hattest somit auch keinen Zugriff mehr auf Dein Eigentum bzw. Land.
    Die vorherigen Versprechungen von LL in der alten TOS sprachen halt von Eigentumsrechten am Land und den erstellten Dingen, so wurde zugestimmt.
    Das wurde durch die Art und Weise der Umstellung der TOS auf "Nutzungsrechte" nach Meinung der Kläger ohne Ihre Zustimmung, die eigentlich erforderlich ist bei Eigentümern, umgangen.

    Also Sachen packen und L$ tauschen nur nach zustimmung auf die neue TOS.

    FFF
     
  8. Lukeone Greggan

    Lukeone Greggan Superstar

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    hätte man die L$ nicht auch umtauschen können auf der offiziellen Webseite ohne die neue ToS akzeptieren zu müssen?
     
  9. Kila Shan

    Kila Shan Moderatorin Mitarbeiter

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    Das ist richtig, ich hätte die TOS akzeptieren müssen, hätte mich noch einmal eingeloggt, alles verkauft, und wäre weg gewesen. Das wäre dann konsequent gewesen. Man hatte leider keine Übergangsfrist wie Banken das oft machen, da hat man noch sechs Wochen Zeit, den neues AGB's zu widersprechen und zu kündigen.
     
  10. Fritzfranz Fride

    Fritzfranz Fride Nutzer

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    Naja, nur sind die Kläger halt in diesem Fall der Meinung das sie weder der neuen zustimmen müssen noch alles Verkaufen/Tauschen und dann gehen.
    Sie sind die Eigentümer des Contents. Da kann LL nicht einfach hingehen und an den Eigentumsrechten was ändern ohne deren Zustimmung.


    Wie hat Philip Rosedale vor der neuen TOS für SL geworben:
    "What you have in Second Life is real and it's yours. It doesn't belong to us. We have no claim to it."

    Das dürfte DER Punkt sein. Ich finde eher das konsequent was sie jetzt machen: dagegen klagen! Da haben sie meinen Resekt für.
    Bin gespannt wie sich das entwickeln wird.

    FFF
     
  11. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Die Klage findet sich hier:
    http://www.courthousenews.com/2010/04/20/SecondLife.pdf

    Aber für mich sieht das bisschen aus, als ob da ein paar Leute wegen groben Verstößen gegen die TOS aus SL geflogen sind und nun ein Bragg vs LL 2 aufziehen wollen um noch mal bisschen Geld zu machen. Einfach weil da ein paar Beschwerdern der "Class" schon bisschen absurd sind. Etwa die Behauptung, dass die TOS Änderung völlig überraschend kam. Das wurde schon März/April im Blog angekündigt. Und wirksam wurde diese TOS erst zum 1.Mai. D.h. man hätte jederzeit zustimmen können und in der Frist, bis die neue TOS wirksam geworden wäre (das war gut 2 Wochen später), sein vom Potentiellen Verlust bedrohtes Eigentum veräußern können um sich aus SL zurück zu ziehen.

    Wobei schon die alte TOS, der sie vor über 2 Jahren zugestimmt hatten (sonst wären sie nämlich nich in SL), und die nach dem Bragg vs. LL Vergleich geändert wurde weil der Richter diverse Abschnitte in der vorangehenden TOS (vor allem jene zur Schlichtung) für ungültig befunden hatte, die hat eindeutig klar gemacht, dass man in SL kein Land und keine Assets besitzen kann sondern allenfalls Nutzungsrechte, dass L$ Spielgeld ist und dass LL bei einem Ban keinen Cent zurückerstattet usw.

    Und entgegen der Behauptung des Class-Anwalts hat der Richter damals überhaupt kein Urteil gefällt und auch überhaupt nichts zu virtuellem Eigentum festgelegt - Bragg hat sich aussergerichtlich in einem geheimen Vergleich mit LL geeinigt und die Klage zurückgezogen.

    So richtig Absurd find ich aber die jeweils bis zu 5 Mio US-$, die diese Leute in SL Land und Güter investiert haben wollen. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass denen so um die 4000+ Sims gehören :)

    Von daher bin ich echt mal gespannt, ob sich der Richter als Pendant des für die Medienkompetenz und für fundierte Internetkenntnisse und für realitätsbezogene Urteile notorisch bekannte Hamburger Oberlandesgerichts outet, oder ob es ein dem menschschlichen Verstand nachvollziehbares Urteil gibt.

    Einfach weil ich die Klage persönlich für einen Abzockversuch halte. Griefing auf hohem Niveau.
     
  12. Danziel Lane

    Danziel Lane Superstar

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    Klar, ich bin mir auch nicht sicher, ob die Klager dieser Sammelklage nun zu Recht rausgeschmissen wurden oder zu unrecht. Und ob das Ganze ein Racheakt ist oder nicht.

    Aber eines stimmt tatsächlich: Philip hat etwas anderes versprochen und verkauft, als man es heute hat.

    Und nein, auch in Deutschland ist es nicht so, dass jedes Unternehmen einfach in die AGB schreiben darf, was es mag, oder jede Änderung einfach so durchsetzen darf. Bestimmte Passagen einer AGB sind oft von vornherein ungültig, wie zum Beispiel das Streichen eines Widerrufsrechts beim Fernabsatz übers Internet, wenn ein Unternehmen das in seine AGB schreibt, ist mindestens der Paragraf einfach nichtig.

    Auch in Deutschland wird oft gegen AGBs geklagt und gegen Änderungen der AGBs. Und recht häufig mit Erfolg.

    Im Prinzip sagen die Kläger ja wohl, sie hätten dem Philip ein Auto abgekauft, und nun kommt M und schreibt die AGB um, indem er die Kaufverträge zu Leasingverträgen umdefiniert.

    Ich mag mich da nicht so deutlich auf die eine oder andere Seite schlagen, werde aber interessiert weiter verfolgen, wie das ausgeht ... auch wenn ich tatsächlich einige der juristischen Fachvokabeln im Englischen nicht verstehe.
     
  13. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Dass die Kläger gegen die TOS verstoßen haben geben sie eigentlich fast alle selbst direkt zu (und wenn nicht kann LL das wohl jederzeit beweisen..), aber darum gehts ja auch nicht in der Klage.

    Und wegen der nichtigen Klausel:
    Naja, man sollte das deutsche BGB nicht mit dem US Gesetz vergleichen. Es gibt in den USA keine direkte "Ungültigkeitsregelungen für AGB" wie in unserem BGB. Das Kalifornische Handelsrecht (das in diesem Fall gilt) hat auch Grenzen udn Schranken eingebaut - aber die sind längst nicht so weitrechend wie in De. AGB-Änderungen sind auch da jederzeit drin. Ebenso wie Kündigungsfristen < 1 Tag usw.

    Und abgesehen davon: SL ist eine USA-only Veranstaltung laut AGB. Aus dem Ausland beteiligt man sich auf eigenes Risiko und ohne jede Garantie dran. D.h. selbst wenn das die deutschen Gesetze anders regeln sollten, man kann LL nur mit US-Gesetzen und US-Urteilen zu irgedwas zwingen. Alles andere ist schlicht irrelevant.

    Und Fakt ist auch, dass LL seit dem LL vs Bragg Vergleich Ende 2007 drauf geachtet hat, das da in der TOS kein Eigentum übertragen wird. Diese Aussagen "Das ist alles dein Eigentum" sind, wenn sie denn gemacht worden sind, eigentlich alle vor dem Vergleich mit Bragg gemacht worden.

    Wenn die Leute vor etwa 2.5 Jahren geklagt hätten, dann hätte ich das noch verstehen können, aber die jetztige TOS ist keine wirkliche inhaltliche Änderung zur Vorgängerversion, die seitdem gilt.
    Sie ist nur minimal andes formuliert, ohne aber so Grundsätzliches wie "Keine Auszahlung, wenn wir dich wegen TOS Verstößen rauswerfen" oder "L$ haben keinen realen Wert und sind Spielgeld" und "Alle Daten gehören LL", "Kaufen heißt nicht Eigentum erwerben" usw. irgendwie zu ändern. Wirklich neu ist da eigentlich nur, dass da nun die ganzen Policies dran hängen.

    Und ganz ehrlich: Wer sich die TOS durchgelesen hat, der weiß worauf er sich in SL einlässt, dass das eine "as is" Veranstaltung ohne jegliche Garantie ist und dass laut den TOS der Service von heute auf morgen dicht sein kann.
    Und er braucht nich nach 2 Jahren zu kommen um zu sagen "jaa.. vor 6 Jahren hat P.Rosedale mal in einem Interview mit einem Blog gesagt...und nu will ich bitte 5 Mio Tacken auf meinem Konto sehen..."
    (Und wer die TOS nicht gelesen hat, der ist sowieso selbst schuld IMHO).
     
  14. Carla Collazo

    Carla Collazo Aktiver Nutzer

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    Ja, das ist eben auch anders als bei uns. Du kannst in den USA unter Umständen ganz ohne Geld klagen, weil Anwälte häufig auf Provisionsbasis arbeiten. Das ganze Risiko hat dann also der Anwalt: Gewinnt er nicht, kein Cash, gewinnt er, dann aber gleich Millionen. Musst nur einen finden, der es macht.

    Ich denke, das ebnet eben auch den Boden für Millionenklagen. Da können Leute ohne viel Risiko viel Geld machen. Und der Anwalt muss selber entscheiden, ob es sich für ihn rentiert (wobei es sich eher rentiert, wenn es um viel Geld geht). Ist bei uns eher schwierig. Wenn der Anwalt seinen Tarif nach Streitwert festlegt (das ist in Österreich so, für Deutschland weiß ich es nicht) und Du blechst für jedes Telefonat, dann musst Du darüber nachdenken (abgesehen davon, dass es diese "class actions" in der Form hier nicht gibt).