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SecondLife und Literatur - Das Problem in Zahlen...

Dieses Thema im Forum "Kunst & Kultur" wurde erstellt von Kueperpunk Korhonen, 25. September 2012.

  1. Kueperpunk Korhonen

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  2. Kila Shan

    Kila Shan Moderatorin Mitarbeiter

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    Ohh, das hört sich spannend an.
     
  3. Kueperpunk Korhonen

    Kueperpunk Korhonen Aktiver Nutzer

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    Da bin ich sicher ;-)
     
  4. Durandir Darwin

    Durandir Darwin Forumsgott/göttin

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    My Humble Opinion: Auch wenn es als Vorurteil abgetan wird - es ist sehr schwer, die deutschsprachige Gruppe in Second Life zu motivieren - egal, ob es um Literatur, Kunst, Kultur oder einfach nur Clubbing geht. Fragt Event-Organizer & hört Euch deren Klagen an (so sie noch nicht aufgegeben haben aus Frustration).

    PS: Und völlig ohne Ironie - viel Glück mit dem Projekt, wir sehen uns sicher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. September 2012
  5. Pompeji Papp

    Pompeji Papp Aktiver Nutzer

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    Mit Kunst, insbesondere Literatur, Geld verdienen zu wollen ist ein hoffnungsloses Unterfangen und die damaligen Anfänge waren ja auch recht erfolglos. Im Nachhinein betrachtet ist es aber auch gut so, blieben doch jenige übrig, die sich aus Leidenschaft der Literatur verschrieben haben und nicht wegen dem schnöden Mammon. So lernt man als Besucher einer Lesung auch Autoren/Autorinnen jenseits des Mainstreams kennen, die nicht so alltäglich sind und auf die man, unter anderen Umständen, nie stoßen würde. Ich persönlich finde die Entwicklung der Literatur in SL sehr positiv. Erfreuen wir uns der kleinen aber feinen Ecke, die wir nutzen können. Das Schielen nach Masse und Wachstum hat in der Vergangenheit bei vielen dazu geführt, dass sie ihr eigenes Ziel aus den Augen verloren haben und Dinge, die langsam gewachsen sind, hatten schon immer eine höhere Lebensdauer als solche, die mit Gewalt aus der Retorte gestampft worden sind.
     
  6. Kueperpunk Korhonen

    Kueperpunk Korhonen Aktiver Nutzer

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    @Durandir Wir machen das doch schon seit vier Jahren. Es ist schon erfolgreich ;-). War nur ein Seitenblick auf die Statistik.

    @Pompeji Ich stimme einhundertprozentig zu. Die Brennenden Buchstaben zum Beispiel funktionieren, eben weil es nicht um Geld geht.
     
  7. Durandir , das traurige ist ja egal ob Lesung oder DJ der Musik macht ...die meisten Leute lassen sich bespassen und sind nicht mal bereit auch nur 10 L$ in einen Tipjar zu werfen ..frei nach dem Motto , wenn andere das auch nicht machen warum ich -.-
    Ich war bisher nur einmal auf einer Lesung bei Kueperpunk und fand es klasse , und wenn mir was gefällt bin auch auch mehr als gern bereit was an Geld da zu lassen
     
  8. Zita Python

    Zita Python Nutzer

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    Hmm, mal eine spontane Frage zum Thema SL und Literatur etwas andersherum. Gibt es eigentlich Gruppen für Hobby-Autoren? So im Sinne von RL-Gruppen für kreatives Schreiben? Nachdem ich jetzt seid einiger Zeit Geschmack an so einer RL-Gruppe gefunden habe, frage ich mich gerade, ob es so etwas eigentlich auch in SL gibt? Sich mit anderen, auch noch übenden, Leuten übers Schreiben von fiktiven Geschichten auszutauschen wäre etwas was mich persöhnlich durchaus interessieren würde.

    LG Zita
     
  9. Kueperpunk Korhonen

    Kueperpunk Korhonen Aktiver Nutzer

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    Grüß dich Zita. Och, du warst doch gestern erst bei uns, oder?
    Was die Frage angeht: Siehe oben. Es hat immer wieder kleinere Schreibgruppen gegeben, unter anderem organisiert vom Rael Wissdorf alias Gavrael Hawkeye. Allerdings blieben solche Gruppen immer sehr klein und sie am Leben zu erhalten ist recht schwer. Wir haben bei unseren Lesungen aber auch oft Leute, die von Anfang an im SecondLife mit Literatur und Lesungen experimentiert haben. Violetta Miles beispielsweise, oder Frank Sorge. Die sind jetzt natürlich keine Amateure mehr. ich weiß aber von einigen, die öfter ins Kruemelkram reinschauen. Du kannst gern versuchen, bei uns einen Autorenstammtisch hochzuziehen ;-).
     
  10. Ich denke mal, die Gruppe "Brennende Buchstaben" dürfte dem recht nahe kommen:

    Wir sind die aktive deutschsprachige Literaturgruppe in Second Life.

    Lesungen, Chat mit Schriftsteller/innen, Infos zu ausgewählten Musik-Events, Lyrik-Abende, Krimi-Nächte.... noch haben wir nicht alle Möglichkeiten von SL ausgeschöpft.

    Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Kunst- und Kulturgruppen ist unser großes Ziel.

    Brennende Buchstaben
     
  11. Jessy Kohime

    Jessy Kohime Nutzer

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    Ich habe im SL von den "Brennenden Buchstaben" das erste Mal durch Vio (Violetta Miles) gehört.
    Früher hat sie mich immer mal "mitgezerrt" (sie hat ja auch selbst schon Lesungen gemacht), hatte mir immer gut gefallen.
    Die Halloweenlesung hört sich echt interessant an und ich werde, wenn ich es zeitlich einrichten kann, gern daran teilnehmen.
     
  12. Zita Python

    Zita Python Nutzer

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    *lach* Ja, erwischt, genau wegen diesem Besuch gestern und der netten Unterhaltung mit Dir habe ich heute hier nochmal geschaut :) Ich hatte halt den Eindruck, das es bei den "Brennenden Buchstaben" mehr um das, ich sage mal flapsig, "konsumieren" von Literatur ging, und weniger, um selber machen. Aber da freue ich mich, das das wohl falsch verstanden war.

    Das solche Gruppen schwer am Leben zu halten sind kann ich mir vorstellen. Andererseits sind kleine Gruppen ja auch etwas persöhnlicher. Die Idee mit dem Autorensatmmtsich klingt gar nicht mal schlecht. Ich frag dann hier einfach mal in die Runde: Gebe es denn interesse, von ich sag mal einer Handvoll Leute, die Lust hätten bei so einem Hobby-Autoren-Stammtisch mitzumachen?

    LG Zita
     
  13. Kueperpunk Korhonen

    Kueperpunk Korhonen Aktiver Nutzer

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    @Bartholomew Grins, ja, die Brennenden Buchstaben wollte ich gerade erwähnen ;-)
     
  14. Kueperpunk Korhonen

    Kueperpunk Korhonen Aktiver Nutzer

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    @Zita Der Witz ist, ich hab es mit dem Konsumieren selbst nicht mehr so. Ich bin selber Autor, schreibe vor allem Science Fiction und wir haben zusammen einen Riesenspaß, Events wie das Festival der Liebe zu planen. Aber zum selber lesen komme ich fast gar nicht mehr ;-). Ne, es ist bei uns mehr das Kreative...
     
  15. Zita Python

    Zita Python Nutzer

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    *Jepp* das Problem kenne ich. Meine Liste an Büchern, die ich eigentlich sehr gerne lesen würde, wird auch immer länger und ich komme kaum nach diese "abzuarbeiten". Und seidem ich meine Schreibgruppe entdeckt habe, ist es auch nicht besser geworden. Ich entdecke gerade ganz begeistert, das selber Schreiben ein sehr spannendes Hobby sein kann, dem ich das eigene Lesen dann auch gerne mal "opfere" :)

    LG Zita
     
  16. Zita Python

    Zita Python Nutzer

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    Na, das ist ja bisher noch relative still hier geblieben. Spontan gibt es wohl doch nicht soviele Leute, die an so einem Geschichtenschreib-Stammtisch interesse haben. Wobei mich das ehrlich gesagt etwas wundert. Denn wenn ich mir gerade die verschiedenen Rollenspiel-Bogs so ansehe, mit all den schönen Geschichten rund um die unterschiedlichsten Welten, dann würde ich schon sagen, das da eine Menge Leute in SL unterwegs sind, die ein ausgeprägtes schrifstellerisches Potential und Spaß am schreiben haben. Da müsste man doch eigentlich was mit machen können :)

    LG Zita
     
  17. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Schriftsteller-Stammtische sind sicher ein nettes Ding, das Problem jedoch dürfte sein, dass Literatur nicht gleich Literatur ist.

    Rollenspiel-Plots sind so etwa ziemlich grauenhafte Romane oder Geschichten, dafür sind sie einfach zu konstruiert und nur all zu oft zu unlogisch-abstrus. Und während es relativ einfach ist (meines Erachtens) eine Art Rollenspiel-Plot für SL auf die Beine zu stellen, bei dem es weniger darum geht, eine in sich konsistente Geschichte zu erzählen, sondern vielmehr eine Atmosphäre und Rahmenhandlung zu schaffen, in deren Rahmen die vielen Spieler frei interagieren können, so ist es doch weniger trivial, sich eine Geschichte selbst auszudenken. Im ersten Fall entsteht die Geschichte ja quasi von alleine und muss nur noch festgehalten werden - im anderen Fall muss man sich verschiedene Charaktere, deren Absichten und individuelles Handeln selbst ausdenken, wobei man da noch darauf achten muss, dass diese Charaktere auch irgendwo "lebendig" sind, und nicht nur Abziehbilder des selben Prototypen mit universellem Wissen. Und auch wenn das viele wohl könnten, es ist etwas das nicht jeder machen mag.

    Ein anderes Thema betrifft den Stil und die Inhalte von Literatur, auch da gibt es riesige Unterschiede, auch da ist Literatur nicht gleich Literatur und Geschichtenschreiben nicht gleich Geschichtenschreiben. Jeder Autor hat schließlich ein bisschen andere Vorstellungen über das, was "gut" und "ästhetisch" ist. Und während der eine einfach schreiben will, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und seine Handlung in einfachen Sätzen direkt in den Computer fließen lässt, gehen andere nicht nur her und überlegen bei wirklich jedem Satz, wie sie ihn besser formulieren könnten, welche Worte sie verändern könnten, welche Adjektive ergänzt oder gestrichen werden könnten. Sie machen das auch noch mit ihren ganzen Absätzen und Kapiteln, überlegen wie sich deren Struktur in sich verändern muss um "besser" zu werden. Sie brechen möglicherweise aber nicht nur eine lineare Erzählstruktur auf (bis hin zur Cut-Up Technik eines Burroughs), sondern versuchen auch mit Spannungsbögen und Erwartungshaltungen und Allegorien und intellektuellen Witzchen gezielt zu spielen und den Leser ordentlich zu fordern. Was manch einem wiederum gewaltig auf den Keks geht, der einfach nur eine schöne Geschichte lesen will um in einer Fantasiewelt zu versinken. Und wenn die Leute da zu verschieden sind, dann sind die Ergebnisse einer Schreibgruppe eher...suboptimal.

    Kurz: Ich vermute einfach, dass es schon sehr viele Autoren und Hobbyschreiber in SL gibt, gerade wie erwähnt im Hobby-Bereich, welche aber oft einfach zu verschieden sind um über gute Literatur zu diskutieren oder gar gemeinsam etwas zu schreiben. Von daher dürfte nicht jeder Autor zu jedem Stammtisch/zu jeder Schreibgruppe passen.
     
  18. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    Soweit stimme ich mit dir im Großen und Ganzen überein. Aber du weißt ja: alle Verallgemeinerungen sind falsch, auch diese. ;)

    Einspruch. Ich finde das eher nicht suboptimal. Ich denke, solche Schreibgruppen sind sogar extrem hilfreich: man kann von jedem anderen Autor lernen, sich fachliche Kritiken einholen, Verbesserungsmöglichkeiten abschauen, Verbindungen knüpfen. Und wenn ich noch mehr Zeit in SL verbringen könnte ohne dass mein RL drunter leidet, würde ich mit einem Alt wohl auch an solchen "Schreibgruppen" teilnehmen. Übrigens bin ich bereits mehr oder weniger (zur Zeit eher weniger :oops:) bei verschiedenen Autorenforen im Internet, zB in der "Schreibwerkstatt", aktiv.

    Da vermutest du falsch, sorry. Ich hab vor 2 jahren in einem Forum mit 6 anderen Autoren an einer Geschichte geschrieben - und die kamen aus den Genres Poesie, Scifi, Kinderbuch, Fantasy, Gegenwartsroman, Historische Literatur. Zu unterschiedlich um eine konsistente Story zu erarbeiten? Nö. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2012
  19. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Nun, alle Sichtweise ist Objektiv, und so auch diese von mir. Daher kann ich nur dazu sagen:

    Sicher hab ich noch keinen Zyklus geschrieben im Umfang von Dune, nicht mal einen Roman, aber dafür das ein oder andere Rollenspiel-Abenteuer aus dem Shadowrun-Universum und für AD&D, das dann auch veröffentlicht wurde. Und das, was man dabei macht ist tatsächlich viel Platz lassen zum einen für a) individuelle Charaktere der Spieler und b) die Fantasie des Spielleiters, der zwar gerne eine vorgegebene Spielhilfe haben möchte, bei welcher er nicht mehr zu viel machen muss, der aber dabei normalerweise eben noch Platz für eigene Gestaltungsmöglichkeiten will. Vor allem, wenn man das im Rahmen einer Kampagne schreibt ist es nicht wirklich möglich völlig "frei" zu schreiben, das muss ins Setting passen, spielbar sein und sich vor allem ins allgemeine Regelwerk einfügen. Aber schon dadurch ergeben sich eben auch wiederum viele Möglichkeiten und Plots fast von alleine.

    Das kann man nicht mal mit einem Theaterstück vergleichen. Das, was man so schreibt, das hat eher was von einer literarischen Programmierung, nicht zuletzt weil man oft auch mal 2 oder 3 Verzweigungen einbauen muss, einfach weil Spieler durchaus mal an entsprechenden Stellen einen eigentlich linearen Plot durch nicht-rationales oder unüberlegtes Handeln auf den Kopf stellen können. Geschichten (meist Kurzgeschichten) hab ich auch schon mehrfach geschrieben, allerdings ohne Veröffentlichung über den Verlag bzw. ein Magazin. Und das ist dann schon bisschen ein anderes Schreiben, da ist dann nicht nur die Kreativitiät gefragt beim Ausarbeiten des Plots und des Ablaufs, da muss man wie gesagt auch "Leben" in die Charaktere bringen, was beim RP die Spieler machen. Und die Story selbst entwickeln.

    Und was die Schreibgruppen angeht, nun, das kann hilfreich sein, sicher.
    Für mich ist es das definitiv aber nicht in jedem Fall. Ich hatte schon hin und wieder mal Leseproben von Hobby-Autoren (u.a. auch aus SL...), die sich für Genies hielten, oder die stolz auf ihr Werk waren. Und da sagt man dann äußerst ungern (ich hab mir das damals verkniffen so direkt zu sein) "sorry, aber das ist nicht nur nichts besonderes, da fehlt jegliches Sprachgefühl, da fehlt das Bild im Kopf beim Lesen und eigentlich hört sich das ein bisschen an wie ein typischer Schulaufsatz aus der Mittelstufe... du weißt schon, jeder dritte Satz beginnt mit einem "Und dann"....und ehrlich gesagt ist auch die Geschichte an sich auch völlig belanglos und plätscher schon am Anfang viel zu eindeutig zum Happy-End, in jedem Absatz ist eine Andeutung wie es ausgehen wird...".

    Versteh mich nicht falsch, ich will hier niemanden schlecht reden, aber es gibt einfach Bücher und Texte, in denen lese ich ein, zwei Kapitel, und danach leg ich das wieder weg, weil ich die Sprache und die Inhalte des Textes kein bisschen ansprechend finde. Das hat auch nichts mit Hobby-Autoren zu tun. Im Gegenteil, ich hab schon Texte gelesen von Bekannten, die just for fun schreiben, ohne auf irgendeine Veröffentlichung abzuzielen. (Zumal man als Autor sowieso nix verdient hierzulande...) Und die Texte waren genial. Ich hab auch schon Bücher in der Hand gehabt, für die legt man im Laden einen Haufen Geld hin, und die sind einfach grottenschlecht geschrieben. Aber irgendwem müssen die Dinger gefallen, denn offensichtlich haben es die Bücher in den Status "Bestseller" geschafft. "Fifty Shades of Grey" ist so ein Fall - im Grund nur grottenschlecht geschrieben, nicht besser übersetzt und wimmelnd von technischen Fehlern. Aber die Leute scheinen es zu lieben. Aber auch manche Krimis sind in meinen Augen.. grausam - wenn man sie liest. "Level 26 - Dark Origins" ist da so ein Fall, der nach 2 Kapiteln erst mal im Keller gelandet ist.

    Es gibt aber auch Bücher, die für mich dazu glatt im Kontrast stehen. Und das sind dann nicht nur Klassiker wie Ulysses, sondern durchaus auch moderne Autoren wie Walter Moers, der z.B. mit "Die Stadt der Träumenden Bücher" eine der schönsten Hommagen an die Literatur selbst verfasst hat. Trotzdem gibts jede Menge Leute, die sowohl Ulysses als auch die Bücher von Moers zu Banal und/oder zu langweilig und zu wenig spannend finden. Und mit den Sprachspielen und Wortspielen nichts anzufangen wissen (wollen). Und ich kanns den Leuten auch nicht übel nehmen, Ulysses beschreibt ja eigentlich auch nur einen ganz normalen Tag in Dublin. Und Moers schreibt eigentlich ja auch harmlosen Kinder-Fantasy-Krams. Kommt halt immer auf den Standpunkt an.

    Die Geschmäcker sind eben einfach zu verschieden, die Ansprüche und die Intentionen ebenfalls.
    Und wenn ich schreibe, dann will ich persönlich keine Tips von Autoren, die sich eigentlich nur mit seichten Groschenheften befassen und auf diesem Niveau schreiben, und ich wage auch zu bezweifeln, dass diejenigen, die "Pop-Literatur" schreiben oder moderne Fantasy, ernsthaft Tips und Anregungen von mir haben wollen werden.
    Wenn ich etwa Gedichte schreibe, dann will ich da auch keine Tips von Schiller oder Goethe, die sich mit den Formen und Formalien bestens auskannten. Ich möchte wenn, dann ein Feedback und eine Kritik von Leuten, die sich auf den Text einlassen und ihn auf sich wirken lassen können. Ich finde es auch nicht wirklich interessant, mit 6 Autoren an einer Geschichte zu schreiben, da würden für meinen Gaumen zu viele Köche im Brei rühren. Anderen scheint offensichtlich genau das wiederum zu gefallen. Andererseits schreibe ich, wenn ich mal schreibe, auch nicht aus Spaß am Schreiben an sich, das Schreiben ist eher Mittel zum Zweck des Ausdrucks (Ich halte Kunst insgesamt für einen Akt der Informationsübermittlung). Andere tun genau das - schreiben weil sie Spaß am Schreiben selbst haben (oder sehen Kunst möglicherweise als Selbstzweck).

    Deswegen ist das aus Posting #17 meine ganz subjektive Meinung. Ich könnte durchaus was mit einem Schreibzirkel aus Autoren anfangen, die irgendwo ähnlich schreiben, ähnliche Intentionen haben, aber sicher nichts mit einem Autor, der gern "populäre Literatur" oder "beliebte Literatur" zu Papier bringt. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich mit dieser Ansicht nicht so ganz alleine dastehe. Was meiner Meinung nach (mit) ein Grund sein könnte, dass es keine großen Autorenzirkel in SL gibt, es sind zu wenige User, die sich a) die Zeit nehmen können und die b)großes Interesse haben an sowas.

    Aber Gefühle sind immer subjektiv, und ich kann mich auch täuschen. Und eigentlich gibts ganz viele Autoren, die gemeinsam schreiben wollen, die sich aber alle nur nicht trauen oder sonst einen Grund haben dies nicht in SL zu tun.
     
  20. Pompeji Papp

    Pompeji Papp Aktiver Nutzer

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    Mir persönlich ist es eher egal, wie jemand seine Geschichte erstellt, sie in Worte und Sätze kleidet. Mich muss eine Geschichte ansprechen, mich fesseln und meine Neugierde auf mehr wecken. Wenn man eine Geschichte liest, dann hat man sein eigenes Tempo und kann auch eine Pause machen. Bei einer Lesung ist das etwas anderes. Man muss sich auf die Artikulation, der Betonung und dem Tempo des Vorlesenden anpassen. Darin liegt für mich die Kunst des Vorlesens, man muss als Vortragender das auch können. Und da gibt es eben Unterschiede. Das heisst, man muss sich nicht nur auf die Geschichte selbst, sondern auch auch auf den Vortragenden einlassen können und darin liegen für mich persönlich die Gründe, warum Literatur in SL eher eine Nische ist. Man kann in SL sehr viel unternehmen und schaffen, was auf eine bestimmte Art und Weise eine Aktion erfordert und bei einer Lesung in SL muss man sich setzen und auf die Geschichte und den Vortragenden einlassen können. Das ist für viele in SL eher ungewohnt und von daher besteht bei vielen sicher eine unsichtbare Schwelle, die erst einmal überschritten werden muss. Dies war bei mir auch der Fall aber wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, dann ist es eine wunderbare Sache.