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Vielfalt und Freiheit im Rollenspiel?

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Sonstige Welten" wurde erstellt von Marryan Daines, 31. Januar 2012.

  1. andera Shermer

    andera Shermer Superstar

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    SL hat einfach den vorteil das du hier sehr frei Bist das zu machen was du machen möchtest. und SL ist mehr als nur Text RP mit Kulisse, mit etwas übung kannst du deinen Chara sehr präzise steuern und ihn sozusagen nonverbal nutzen. Du kannst eben eine Welt bauen die zumindest in den Grundzügen für alle gleich ist
     
  2. Zasta Korobase

    Zasta Korobase Freund/in des Forums

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    Keine Plattform bietet mir, was SL kann: Die völlige Freiheit, die RP-Umgebung visuell zu gestalten. Meinen Avatar zu gestalten. Klar ist ein CM-Kampf in SL nicht so "gut" wie ein Kampf in Skyrim - aber dafür kann ich eben alles tun. In der perfekten Umgebung. Und mit Menschen, die das auch können. Keine AIs, keine Klonarmee.
    Nur herumstehen und Reden .... nee, danke, das ist nicht meins. Ich kann es. Aber ich möchte es nicht. Und ich suche auch recht schnell das Weite, wenn ich mit Leuten zu tun habe, die nur endlos reden und emoten.

    Ist eben Geschmackssache. Und ist es nicht schön, dass sowohl DU mit Deiner Vorliebe als auch ich mit meiner in SL genug Spielflächen und Spielpartner finden.
    Obwohl es mir scheint, als wäre mein Geschmack da allgemeinkompatibler. ;)
     
  3. Marryan Daines

    Marryan Daines Freund/in des Forums

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    KÖNNEN bedeutet Qualität, nicht WOLLEN. ....nur um mal der Verallgemeinungstheorie von weiter oben entgegenzutreten.;)

    Und: Ja. Mein Geschack in vielen Sachen ist nicht wirklich massenkompatibel. Man hat´s nicht leicht in der Welt. *sigh* (Mitleid?)

    Vielleicht gibt´s ja im SL eine kleine verschworene Gemeinschaft von Hardcore Text-RPlern. Ich werd mal suchen. Und auf Englisch mag ich nicht, weil men englisch zwar gut ist, aber es nicht zu einer kunstvollen Sprachanwendung reicht, dir mir gut genug wäre. ...und davon abgesehen ist die deutsche Sprache viel schöner und reicher, wenn es um kunstvolles Schreiben geht. Ich hab sie eben lieb, meine Muttersprache.:D
     
  4. Sorry, aber das was Marryan hier schreibt, ist für mich Theater, aber kein Rollenspiel.
    wikipedia: "Ein Rollenspiel ist ein Spiel, in dem Spieler die Rollen fiktiver Charaktere bzw. Figuren übernehmen und selbst handelnd soziale Situationen bzw. Abenteuer in einer erdachten Welt erleben. Verwendet werden die eigene Fantasie, die Fantasie der Mitspieler und ein Regelwerk, das das Spiel strukturiert und eingrenzt. Bei spontanen oder traditionellen Rollenspielen (wie Räuber und Gendarm) sind die Regeln meistens implizit (z.B. das „Abschlagen“ des Gegners), während sie bei reglementierten Rollenspielen meist in Form eines oder mehrerer Handbücher vorliegen. Besonders bei reglementierten Rollenspielen gibt es häufig einen Spielleiter, der auch die Einhaltung der Regeln kontrolliert."
    Sorry, aber der stundenlange Monolog eines Schnitzers mag, so er denn Tiefgang besitzt, auf einer Bühne für Publikum interessant sein, nimmt aber jede Form der Interaktivität, welche ja gerade den Reiz des Rollenspieles macht.
    Auch mag ein Rollenspiel Marke "Wir leben ein Dorf im Jahre 1556 und haben uns alle ganz doll lieb!" möglich sein, das ist dann aber eher etwas für Re-Enactment, also wieder eine Art Schauspielerei.
    Rollenspiel besteht in den allermeisten Fällen aus einem Basisplott (Kampagne), dem einzelne ihren Nebenplott hinzufügen können, bzw, auf dessen Basis einzelne "Abenteuer" geschehen.
    Und damit sind wir bei dem Thema, wo ich bei SL das Problem sehe. Ich glaube, viele meinen, wenn sie ein paar Hütten nebeneinanderstellen und ne Feuerstelle in die Mitte stellen, werden sich da schon irgendwie Leute treffen und Rollenspiel machen.
    Die spielen dann bestenfalls ein Interaktions-Rollenspiel zwischen ihren Charakteren und in deren Verlauf ihr Charakter mehr von seiner Leben völlig Fremden erzählt hat, als sie selbst RL jemals ihrem Lebensgefährten erzählen würden.

    Sind wir mal ehrlich, wenn ich darüber nachdenke, wann ich hier etwas über Rollenspiele gelesen habe, die für mich interessant klangen, dann waren es diese Kriegsberichte aus Gor vor einigen Monaten, ansonsten... alles sehr ruhig und Glücksbärchi-gleich!
     
  5. Marryan Daines

    Marryan Daines Freund/in des Forums

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    Erm... pff, ja.. Erbsenzählerei. Das Wort "Rollenspiel" erklärt sich von selbst, ganz ohne meterlange Artikel, Definitionen und Beschreibungen und kann von daher ausgelegt werden wie es will. Es ging auch nicht darum, eine Definition zu erörtert, sondern darum, dass das Angebot alles andere als breit ist. Wer durch Wald und Wiese hüpfen und sich prügeln möchte, den sei diese Vorliebe natürlich gelassen, aber ...es gibt halt nichts anderes. Und bei so vielen Rollenspieler im deutschsprachigen Bereich ist das irgendwie schade ... und nur schwer verständlich. Wahrscheinlich langweilt sich die Generation Action-Adventure aber, wenn nicht ständig was explodiert, knallt und rummst - mal die ausgeklammert, die können, aber nicht wollen (s.o.).
     
  6. Ach was, der Hauptgrund ist viel profaner: geh mal auf irgendeine deutsche RP-Sim, welche ist ganz egal und schau dir mal ein oder zwei Abende an, was da meistens verzapft wird.

    Dann stell dir mal diese Leute auf englischen Sims vor, und dann wirst du merken: das geht gar nicht.

    Erstens kann die Mehrheit nicht genügend gut Englisch, die die etwas Englisch können trauen sich häufig nicht und die, die es können haben häufig ein Problem mit der Zeitverschiebung, wenn auf diesen Sims hauptsächlich Amis und/oder Aussies mit Kiwis spielen.

    Und manche davon sind auch so erschreckend dämlich und dumm, aber - und das ist ist eben auch die Wahrheit - sie sind auf deutschen Sims unsere Mitspieler, dass man sie lieber erst gar nicht auf englischen Sims sehen will.

    @Marryan: Nun, mag sein dass keiner 40 Gorsims braucht, aber - sag das mal den Besitzern. Da gibt eine zweistellige Anzahl an Personen jeden Monat genügend Geld aus, um das Zeug zu finanzieren, irgend etwas werden sie sich schon dabei denken.

    Das Problem an einer solchen Elite-RP-Sim ist: wie definiert man Elite? Es gibt seit einiger Zeit die Unsitte, das Manche es besonders toll finden, möglichst wenig mit möglichst langen Sätzen ausdrücken zu wollen, und unter zehn Zeilen kommt dann dabei nichts heraus.

    Beispiel ist das hier: Ein Sklave namens Dreck « Das neue GOR

    Die Wahrheit ist doch diese: die Elite kennt sich mehr oder minder untereinander, man ist sich längst nicht mit allen Grün, ist versprengt über X Sims und geht sich teilweise aus guten Gründen aus dem Weg. Es gab und gibt, das gebe ich freimütig zu, einige bekannte Spieler die auch hier in diesem Forum mitlasen/lesen die ich auf meiner Heimatsim lieber nicht dauerhaft sehen würde, ganz einfach weil mir ihr Spiel zu gaga/abgedreht/komisch und ihre Ansichten zu Rollenspiel zu quer im Magen liegen. Es gibt genügend, denen geht es mit mir umgekehrt ebenso, da bin ich mir sicher. Kämen wir (ich bin mal so frei, mich mal nun selbst als Elite zu titulieren, da ich heute eine ordentliche Portion Mega-ICH gefuttert habe) nun alle auf eine gemeinsame Sim, dann gäbe es vor allem eines: einen großen Knall, und hast du nicht gesehen und schon ist sie weg!

    Und Elite ist dann letztendlich auch nichts als ein selbst an die Brust angehefteter Orden. Toll, wir sind Elite, nun sind wir was, wir sind nun super! Nur mit Elite sein wollen alleine lässt sich auch keine Sim auf Dauer betreiben, die Fluktuation bleibt bestehen.
     
  7. Sarah Lunardi

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    Secondlife Rollen-Beschreibung
    Mein Leben war nicht immer einfach. Ich kämpfte mich als junger Mutant durch die Ruinen und Straßen der zerstörten Stadt Berlins. Die rassen-feindlichen Menschen verfolgten mich und meine Freunde, so es immer ein harter Kampf ums überleben war. Als ich älter wurde, nahm mich dann ein alter Weiser in seine Obhut und ich begleitete fortan ihn auf seine Reisen durch das zerstörte Deutschland.

    Er lehrte mich die Kunst der Assasine, die Macht der Magie und meinen Willen durchzusetzen. Jahre langes schweres Training machten aus mir eine Klinge der Nacht, einem Geschöpf der Finsternis. Meine überragenden Reflexe und magischen Fähigkeiten wurden berüchtigt, obwohl sich niemand meiner Identität bewusst wurde. Wandelte ich doch in Legenden und Erzählungen durch die üblich gebliebenen Siedlungen.

    Eines Tages jedoch wollte mich mein Meister kaltblütig umbringen, weshalb ich ihn wehmütig abstechen musste und fortan wieder auf mich allein gestellt war. Bis ich später mich einer Söldnerorganisation anschloss, welche meinen Körper mich kybernetisch verbesserten Körperteilen ausstattete.

    Ich arbeitete mich jahrelang hoch, und wurde immer mehr von meinen Kollegen geschätzt, wie obgleich gefürchtet. Heute bin ich der Präsident der Initiative... den ich sonebenbei auch umgebracht habe.
    Dieses Meisterwerk geistigem Stumpfsinns entsprang zum Glück nicht meinem Geiste. Aber so eine kranke Geschichte und Rollenbeschreibung ist kein Einzelfall in Secondlife. (wenn auch dies eher der härteste Fall war den ich noch zu zitieren weiß)

    Ich bin noch nie so oft auf so viele übertriebene Rollen gestolpert, wie in Secondlife.

    Der Großteil der Spielerinnen und Spieler hat ein unsagbares Bedürfnis danach je nach Setting magisch oder kyber-/genetisch verbessert zu sein. Ein aufeinander treffender Konflikt dieser Spieler könnte nicht peinlicher angereichert von Testosteron und Hirnrissigkeit sein. Keiner will verlieren, keiner will für seine Handlungen Konsequenzen tragen. So ist es oft nicht unüblich das dies in einem OOC Desaster endet.

    Und ich? Ich flüchte bei Möglichkeit vor jedweder Konfrontation. Schon so paranoisch, das mir die Lust vergangen ist bei jedem Konflikt zu verlieren, nur weil ich darauf Wert lege meine Schwächen aus zuspielen und bereit bin Konsequenzen zu tragen.
    Was stimmt mit euch Kerlen nicht? (damit meine ich auch die Männer in Frauenavis. Ein besserer Indikator für den Faktor Mann und Komplex könnte es gar nicht geben)
    Darum stimme ich Marryan auch völlig zu. Man kann und sollte Rollenspiel nicht gleich mit einer großen epischen Geschichte voller Helden ansehen. Meine besten Rollenspiel-Erinnerungen handeln von Erlebnissen die gar nicht unepischer sein könnten.

    Warum glaubt ihr noch Rollenspiel müsste nur aus Waffen und Gewalt bestehen? Es gibt so viele Charaktereigenschaften und Möglichkeiten, das selbst eine einfache Macke eines Charakters ausreicht um unterhaltsamer und spannender zu sein, als eine ganze epische Abenteuer-Trilogie zusammen.

    Selbst in der einfachen Rolle einer Bäuerin (bzw. in eurem Fall Bauers) könnte man viel mehr herausholen, als Waffen und stumpfsinnige Geschichten es je könnten. Für mich sind die meisten Rollenspiele langweilig, weil sie immer wieder dem gleichen Prinzip folgen.

    Das sind keine Geschichten mehr, sondern Wiederholungen im neuen Gewand mit einer fast identischen Ereigniskette.

    Lasst eure Waffen fallen... sucht nicht nach Ehre und Anerkennung. Geht ins nächste Dorf, überlegt euch wie ein normaler Bewohner oder Fremder agieren würde und versucht das Rollenspiel aus einer ganz neuen Perspektive aus zu betrachten. Ich und viele andere hier könnten euch Beispiele geben, aber zum belehren bin ich nicht ihr. Ich wollte einfach mal einen der größten Kritikpunkte äußern, die mir zu dem Thema einfiel.
     
  8. Marryan Daines

    Marryan Daines Freund/in des Forums

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    Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die keiner kann.:grin: Es ging auch nicht wirklich um irgendwelche Eliten. Ich dachte eher daran, dass sich Leute/Gruppen, die sich RP-technisch gut leiden können, versammeln. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass es verschiedene Arten und Qualitätsstufen gibt - und das in jeder Richtung.

    Warum die Owner so viel Geld in GOR-Sim Nummer 40 buttern, weiß ich auch nicht. Mit der Asche könnte man sinnvollere Sachen anstellen. Zum Beispiel mal was machen, das es noch nicht alle Nase lang gibt.

    Und das man nicht mehr als 10 Leute aufeinander loslassen kann, ohne dass sie sich nach 10 Tagen abgrundtief hassen, ist in der Zeit von Herzen im Profil, blödsinnigem Zitatspam und schmalztriefendem Profillogorrhoe auch nicht weiter verwunderlich.
    Aber sollen sie sich ruhig zerfleischen, ich halt´s bei Clubs, RP-Sims, Shops und Co mit dem alten Darwin.;)

    Edit: @Sarah - Boing! So seh ich das auch. Es muss nicht immer der Krieger in der glänzenden Rüstung hoch zu Ross sein. Wieso nicht mal den Bäckergesellen miemen - oder den Kellner in der Kneipe? Macht mehr Spaß, als das tausendste heldenhafte Dingsbums durchzuziehen. Wenn kann ja wenigtens im RP mal kurz damit aufhören, sich selbst schrecklich ernst zu nehmen und sich mal unter seinen eigentlichen Stand bewegen.
     
  9. Nun Sarah, was du beschreibst, ist auch nichts Neues, sondern leider altbekannt.

    Wenn du ein RP aufmachst und 10 Rollen zu vergeben hast, sagen wir mal in einem Freestyle-Setting mit normalen Menschen, aber auch Superhelden und Superschurken, dann kriegst du 6 Superhelden und 4 Superschurken, aber den Normalo will keiner geben. Normalos sind fast alle doch schon im reellen Leben, da muss in Second Life zumindest ein wenig ÄKTSCHN sein, und bitte worin besteht dann der Reiz, einen normalen Gerichtsvollzieher oder Finanzbeamten zu spielen - so denken viele - und lassen diese Rollen dann lieber gleich links liegen.

    Ohne eine gewisse Spielleitung dann, die die Rollen zuerst genehmigen muss, bevor man ins Spiel einsteigen kann, wird das nix.
     
  10. Nun, schau dir mal das Gor-Unterforum hier an, wie sehr wir uns hier alle lieben und miteinander rumkuscheln, und dann frage dich ganz einfach mal: glaubst du ernsthaft, man bekäme diesen Personenkreis aller Simbesitzer jemals unter einen Hut, der im Stande ist, gemeinsam etwas großes auf die Beine zu bekommen?

    Nicht doch... das wird in diesem Leben nichts mehr, und daher gibt es so viele Sims.
     
  11. Marryan Daines

    Marryan Daines Freund/in des Forums

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    /me meldet sich freiwillig für die langweiligste Rolle die es irgendwo auf der Welt gibt. Man kann aus allem was machen und je schwieriger das ist, desto spannener ist es. Wenn ich Held sein will, zieh ich mir ein Free-to-Play-MMORPG.
     
  12. Mania Littlething

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    Ihr seid witzig^^ Also wenn man so mitliest..
    auf der letzten Seite gabs gleich 3 oder 4 Beiträge die mit den Worten "richtiges Rollenspiel ist..." anfingen. Und jetzt gräbt der erste die Wikipedia aus, auch das ein Klassiker ;-)

    Ich persönlich hab in SL bis jetzt sehr wenig längere RPs gemacht, und Gor noch nie, aus ganz vielen Gründen^^ Ein Grund warum es mit mir und den SL RPs nicht so klappt will ich euch bzw speziell Marryan auf ihren Eröffnungspost mal schildern, auch auf die Gefahr hin als unvermögend und fantasielos bezeichnet zu werden. Aber ich denke das ist für viele Leute in SL ein Problem, das wird nicht nur mir so gehen.

    Ich spiele ja hin und wieder mal Computer-RPG´s, und vor langer Zeit hab ich auch mal bisschen P&P mitgespielt. Eins der wichtigsten Bestandteile dieser Spiele, die mich am meisten fesseln sind: Plots.

    Natürlich, die Welt muss stimmig sein, der Hintergrund sollte ausgefeilt sein, die Optik sollte schön sein, und die Welt sollte interessante Charaktäre haben. Aber all das zusammen bringt wenig wenn die Welt nicht mit spannenden Geschichten zum erleben gefüllt ist. Denn darum geht es ja im RP irgendwie. Nicht nur in eine Rolle schlüpfen, sondern mit dieser auch Abenteuer erleben (ich rede jetzt nur über mich).

    Es wurde so ähnlich schon gesagt. Beim P&P macht es der Spielmeister, am Computer macht es das Spiel selbst was einem Quests gibt usw... und in SL gibt es leider keine Instanz die das macht und ich kann mir auch nicht recht vorstellen wie das gehen soll. Der Spieler ist mehr oder weniger sich selbst überlassen.

    Es gibt wirklich wahnsinnig toll gebaute Settings. Urban RP´s, Dark Future RP´s, Endzeitlandschaften usw. Die Erbauer geben sich teilweise so viel Mühe, erstellen liebevoll detailverliebte Umgebungen. Dann kommt man als Spieler da rein, denkt sich ne Rolle und nen rudimentären Hintergrund aus, und es passiert - nichts.

    Manchmal trifft man andere Charaktäre, dann werden selbst ausgedachte und nie im Spiel erlebte Abenteuergeschichten erzählt, in der Bar oder am Lagerfeuer was zusammen getrunken, je nach RP dann gesexelt oder man geht wieder seiner Wege, oder schiesst sich über den Haufen.

    Das kann auch durchaus mal lustig sein, aber um dauerhaft zu motivieren fehlen die Aufgaben, die Inhalte, Geschehnisse, Quests!

    Auch ein Computer-RP ist trotz prachtvoller Grafik und unendlich großer freier Welt shehr schnell langweilig wenn es dort nichts zu tun gibt! Auch bei einem P&P Rollenspiel können die "Helden" zwar unter sich durchaus auch ne Weile Spaß haben in der Bar oder sonstwo, aber wenn nicht irgendwann mal ein Mord passiert, ein Angriff kommt, ein Schatz zu finden ist oder eine Maid zu befreien ist, wird das Spiel schnell absterben.

    Und so ist es eben meinem Empfinden nach in SL. Und das ist denke ich ein Grund warum sich viele Settings abseits Gor nicht durchsetzen. Die Sim kann noch so toll sein, wenn dort nichts passiert, bleibt es leblos. KLAR kann man auch ohne Plot untereinander Spaß haben, es wurden viele schöne Beispiele genannt, da will ich nicht widersprechen, aber auf Dauer motivieren würde mich persönlich das nicht.

    Und ich will jetzt nicht hören "Ja nein auf UNSERER Sim ist das alles ganz anders", das mag durchaus sein, ich bin wie gesagt RP-mäßig nicht so weit rumgekommen in SL und Gor schon garnicht, ich will niemanden hier auf die Füße treten es mag Ausnahmen geben. Aber das ist das Gefühl was sich mir vermittelt hat nach ein paar RP Versuchen. Es wurde immer recht schnell langweilig aufgrund fehlender Plots, bzw ich hab mich recht verloren in dem Setting gefühlt und wusste nichts so recht mit mir anzufangen, ausser ein paar Plaudereien/Auseinandersertzungen/Flirtereien am Straßenrand.

    Und ich weiss leider auch nicht wie man das in SL bewerkstelligen könnte. Es müsste auf ner Sim dann eine größere "Spielmeister-Gruppe" geben die als Statisten ins Feld geht und die Handlung voran treibt. Aber das is schwierig zu realisieren, da bin ich also auch recht ratlos.
     
  13. Danke für die Blumen, aber ich schreibe bestimmt nicht als Generation Action-Adventure, sondern eher als Generation erster DSA-Kasten.
    Aber vielleicht könntest du mal deine weitreichenden RP-Erfahrungen schildern, würde mich doch sehr interessieren, welche Systeme du gespielt hast.
    Achja, und Elite... Wer sich schon selbst als Elite definieren muß, naja, dann sei mal schön die Elite!
     
  14. Marryan Daines

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    Auf meiner Sim ist alles anders!:grin: (Ich hab ja gar keine)

    Ich fänd´s eben einfach nur mal schön, wenn man nich einen Plot bekommt, so wie in jedem beliebigen Spiel, sondern den Plot schlicht und einfach selber schreibt. Mit einem Haufen intelligenter und kreativer RPler kann man das Buch, dass sonst als Vorlage gilt, doch selber schreiben. Und wenn man einen gute "Bösen" hat, ein paar Helden und ein paar Normalos, kann man fix ein ganz eigens Buch schreiben und dieses Tag für Tag fortsetzen. Das wär´ irgendwie paradiesisch.
     
  15. Sarah Lunardi

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    Gerichtsvollzieher und Finanzbeamter sind für mich auch keine richtigen Rollen. Aber als Bäckerin und Bauerin würde mir so spontan Möglichkeiten und Situationen einfallen, andere mit Rollenspiel zu konfrontieren.


    • Ich habe kein Geld, ich bin gezwungen zu stehlen.
    • Ich verstauch mir den Fuss, während ich auf dem Markt einkaufen ging.
    • Ich versuche irgendwelchen Passanten meine Waren anzubieten. (natürlich such ich mir das schwächste Glied raus)
    • Ich bewundere Offenkundig einen Helden (was aber kein Spaß bringt, wenn dort nur Helden stehen)
    • Meine Tiere sind verschwunden, da das Gitter nicht richtig verschlossen wurde.
    • Ich konfrontiere irgendjemanden ins Gespräch und wenn ich ihm des Diebstahls oder einer Obzönität bezichtigen müsste
    • Ich erkenne plötzlich den Sinn des Lebens und will ihn allen Kund tun.
    • Ich bin empört über den Fleischgenuss einer Person und bezichtige ihn des Mordes. (Vegetarierin)
    • Ich protestiere wegen zu hohen Steuern.
    • Ich baue einfach Mist.

    Das kann unendlich so weiter gehen... und selbst unbedingt nötig wäre dies nicht einmal. Allein die Neugier und den Willen nicht unbedingt ins Rampenlicht zu rutschen reicht aus um die aktuellen Ereignisse von Personen interessiert mit zu verfolgen und selbst als Bäuerin oder Bäckerin daran teilzunehmen.

    Wenn man keine Spielleiter hat, muss man improvisieren. Ich schließe mich immer mit wem zusammen und inszeniere dann etwas um andere zu unterhalten. Kampf und Ehre, gibt es dabei nicht. Es geht um Belanglosigkeiten, die jedoch den Alltag der vorhandenen Helden und auch meines Charakters wesentlich mehr in Erinnerung bleiben als die Befreiung von Merlins Frau aus der Zauberbarriere des bösen Hexenkönigs <seltsamen Namen hier einfügen>.
     
  16. Wieso sind das Gerichtsvollzieher und Finanzbeamter nicht, aber Bäckerin und Bäuerin schon? Wenn man in einem Neuzeit-RP spielt, sind all diese Dinge und noch viel mehr möglich.

    So oder so, ich schrieb nur viele nehmen eben Superheldenrollen, aber wollen keine Normalos sein. Nicht, dass ich mir nicht selber diese Rollen vorstellen könnte.


    Soweit die Theorie, in der Praxis klappt das meistens mehr schlecht als recht. Hat man keinen Spielleiter, hat man je nach Setting nur noch eine Sim voller Supermännern, Prinzen, Kaisern, Königen, Cäsaren und was weiß ich noch alles.
     
  17. Marryan Daines

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    Ich sprach wenige Beiträge weiter oben von interessenorientierter Sortierung, nich von Elite. Zicke. :p
     
  18. andera Shermer

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    @Mania
    jap das fehlt in SL Plots und NPC
     
  19. Bully Messmer

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    so nun melde ich mich auch mal zu wort....also ich bin auch schon seit jahren rp´ler...sims auf denen es in der regel nahezu ausschliesslich um räuber und gerndarm spielen geht und ständig irgendwelche brände zu löschen sind , werden für mich bald langweilig und sind ausgelutscht. wer welches rp spielen möchte bleibt jedem selbst überlassen.
    wir haben nun eine rp-sim erstellt die in der gegenwart spielt. als regeln haben wir nur das nötigste um den groben rahmen abzustecken.
    das rp spielt in einer kleinstadt...eine art drehbuch...unnötig....das leben schreibt die besten geschichten.
    natürlich gibt es auch bei uns polizei, feuerwehr, krankenhaus...darüberhinaus gibt es aktuell einen lebensmittelgrosshandel welcher die händler mit essen und trinken versorgt, eine tankstelle mit kfz werkstatt, eine anwaltskanzlei, stadtreinigung mit funktionierender müllabfuhr, eine frühstückspension und einiges mehr. das rp findet quasi ständig statt..man braucht keine anordnungen geben jetzt läuft hier das und das ab....jeder kann sich in dem was er spielt frei entfalten....er muss sich einfach mal gedanken machen und sich fragen...ich bin jetzt in der und der situation - was würde ich jetzt in rl machen? genau das macht er nun eben auch bei uns (soweit möglich) und steckt schon mitten im rp - so einfach kann das sein
    wie er seine figur ausschmückt und wie seine rolle agiert...bleibt ihm komplett selbst überlassen. wir owner lassen es einfach laufen und greifen nur ein wenn dinge passieren die einfach nicht passen (z.b. läuft ein riesiger dinosaurier durch die stadt o.ä.)
    natürlich brennt es bei uns auch mal...oder es gibt irgendwelche auseinandersetzungen - schiessereien in einer kleinstadt finden nunmal auch in rl eher selten statt - so auch bei uns.
    viele denken vielleicht....gääähn langweilig....gut das ist jedem selbst überlassen ob er die rolle langweilig oder interessant spielt.
    ein ganz entscheidender unterschied zu vielen anderen rpsims ist...bei uns kann man aktiv am rp teilnehmen ohne auch nur einen einzigen linden einsetzen zu müssen. es gibt auch wohnraum...der kostet nur geld in der spielwährung welche man zum einen als startkapital erhält, zum anderen sich eben erarbeitet oder vielleicht auch ergaunert - auch hier ist kreativität gefragt. gewerbetreibenden wird das gebäude und auch die einrichtung gestellt - also auch für neulinge und leute die kein rl geld einsetzen wollen...ideal. neuen berufsgruppen stehen wir offen gegenüber...jeder kann das sein was er möchte. wer viel arbeitet kann viel verdienen und sich dementsprechend mehr leisten (1 zimmer wohnung oder grosses haus?)
    das leben schreibt die besten geschichten...und spielen wir in rl nicht eigenlich auch den ganzen tag rp wie im beruf z.b.? ;-)
     
  20. Sumy Sands

    Sumy Sands Superstar

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    So habe nun einiges gelesen aber nicht alles ... :(
    Ich komme aus der Generation, da man Mengenlehre pauken muste. Dazu gehört die Schnittmenge in der sich gleiche Elemente treffen.
    Nun gut, man kann erwarten, dass alle Spieler diese Schnittmenge erweitern, dass auch der letzte die Rolle findet, die gespielt werden will ... anders herum ist es aber auch eine Frechheit (in meinen Augen) dies zu erwarten.

    @ TE: Du willst Geld haben für eine RP-Sim um zu beweisen, dass deine Vorstellungen eines solchen RPs funktionieren?
    Wenn du daran galaubst, dann wage das Abenteuer, der Erfolg wird dir die dann die Sim selber finanziern.