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Alt 11.10.2009, 12:43   #20 (permalink)
Viktoria Lannock ist offline Viktoria Lannock  
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Ein paar Worte zu BDSM, dass so oft missverstanden und falsch interpretiert wird, und doch in Gor eine so große Rolle spielt.
Es geht um die sexuelle Veranlagung. Dominant, submissiv, sadistisch und masochistisch, das sind die Grundtendenzen. Es gibt jede Art von Vermischungen. Jeder Mensch ist anders und einzigartig, auch in seinen sexuellen Vorlieben.
So wird eine masochistische Frau, die nur schmerzgeil ist, eine Sklavin spielen, die mit Absicht Fehler macht. Sie genießt die Strafe.
Eine rein devote, submissive dagegen, wird wie Bina alles tun, um ihrem Herrn Wohlgefallen und Wohlbehagen zu bereiten.
Eine masochistische Sklavin wird mit einem nur dominanten Herrn nicht glücklich werden. Dienen, nur dienen, ist für sie langweilig. Sie kann auch keinen Lustgewinn aus einem perfekten Serv ziehen.

Die allseits präsente "Kuschelkajira" mit der großen Klappe, die sich benimmt wie eine Freie und von ihrem Herrn erwartet, dass er sie schützt, achtet und ehrt, die lediglich ein bisschen gefesselt und benutzt werden will, die hat schlicht die Rolle der Kajira in Gor nicht verstanden.

Und zu den Herren der Schöpfung: Sadisch veranlagt zu sein, ist nichts Schlechtes. Ein Sadist genießt den Schmerz seines Spielpartners. Das ist sein Lustgewinn. Wenn sein Gegenüber schmerzgeil ist und sie die Praktiken gut abgestimmt haben, ist es die ideale Verbindung.
Ein dominanter Mann genießt die Macht. Auch die Macht über seine Sklavin. Deshalb kann er auch mal "ungerecht" sein, das ist sein gutes Recht.

Aber ein dominanter und/oder sadistischer Mann trägt auch Verantwortung. Die Verantwortung für körperliche und seelische Gesundheit seiner Spielpartner. Und das haben die meisten Männer in Gor nicht verstanden.

Gor in SL wie BDSM in RL sind in der Praxis Rollenspiele. Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.
Und es bedarf einer gewissen Reife, es braucht Einfühlungsvermögen und seelischen Tiefgang, um sich auf die Bedürfnisse, nicht nur auf die sexuellen, seines Gegenübers einlassen zu können.

Und genau da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben. Jeder denkt nur an sich, an sein Spielvergnügen. Deshalb findet die Kuschelkajira keinen passenden Herrn und der wilde Krieger sieht überall nur zickige Sklavinnen, die ihm den letzten Nerv rauben.

Ach, bevor ich es vergesse: Die dominante/ sadistische Rolle ist natürlich keineswegs nur auf Männer beschränkt. Ebensowenig die devote/masochistische auf Frauen. Es gibt durchaus den fordernden, zänkischen, chronisch unbefriedigten Kajirus wie die gedankenlose Herrin, die sich einen Dreck um ihren Thrall kümmert.
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