Xiue schaute noch einmal kurz zurück, bevor sie der Amazone zum Strand folgte. Das Unbehagen war noch immer nicht von ihr gewichen.
Am Ufer angelangt, kam ihr Einhorn auf sie zu und stupste sie von hinten an. Faentinu spürte, dass etwas nicht stimmte und suchte beunruhigt den Kontakt zu seiner Herrin. Sie versuchte die Gedanken beiseite zu schieben, verabschiedete sich noch mit einem Wink und Faentinu stürzte sich mit einem Wiehern hinaus in die Schwärze der Nacht. Unter ihnen kräuselten sich die Wellen während die Sterne wie Lichterketten an ihnen vorbeischnellten.
Das Amulett von der Amazonenkönigin in ihrer Hand und mit der Botschaft verwahrt in ihrem Herzen, kehrte sie zurück. Die Elfen waren noch immer um das Feuer versammelt und hatten kein Auge zugemacht. Zu ungewiss war diese Nacht und die Sorge, die sich im Elfenland verbreitete, ließ jede Müdigkeit vergessen.
Xiue flog direkt zum Schloss und bat bei der Elfenkönigin um Audienz. Ihr Herz hüpfte wie ein wild gewordener Kolibri in ihrer Brust, beseelt von nur einem Gedanken: “Die Königin muss so schnell wie möglich alles erfahren!“.
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