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Auf Pilgerreise - Postkarten einer Kajira

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von Brais Xaris, 30. Mai 2011.

  1. Brais Xaris

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    In Belnend

    Grüsse, kleine Herrin

    Als wir vor zwei Hand so überraschend schnell Abschied voneinander nehmen mussten und ich meiner neuen Herrin folgte, da habe ich dir versprochen, dass ich dir dann und wann eine Nachricht zukommen lassen werde. Ich kann zwar nicht schreiben und ich habe ja auch keine Kupfer, aber irgendwie werde ich es schaffen, Leute zu finden, die meine Worte aufschreiben werden und andere Leute, welche meine Nachrichten zu dir bringen werden. Nun habe ich hier einen Kajirus getroffen, der schreiben kann und der mit seinem Herrn bald nach Lydius reisen wird und er wird dir die Nachricht geben und ich habe ihm dafür versprochen, mit ihm in der Badegrotte zu baden, die sie hier haben, wenn mal keine Freien dort sind und meine Herrin nicht da ist.

    Wir sind vor einer Hand hier in Belnend angekommen und es ist ganz anders als in einer grossen Stadt wie Lydius. Meine Herrin wohnt in einem Zimmer über der Taverne, weil hier die freien Frauen auch in die Tavernen dürfen und sie müssen auch nicht immer einen Schleier tragen und es gibt sogar Frauen, die in Hosen rumlaufen und einen Bogen tragen! Stell dir das mal vor!

    Meine neue Herrin ist eine Schreiberin und sie ist auf der Pilgerreise und sie schreibt immer alles auf, was sie sieht und oft wandert sie alleine rum und schaut sich Dinge an und schreibt sie auf. Sie ist ziemlich streng zu mir und ich muss einen Haufen Zeugs lernen, weil ich da einige Lücken habe, meint meine Herrin. Also eigentlich hat sie gesagt, dass da bei mir fast nur Lücken sind und dass ich ein hoffnungsloser Fall bin, aber sie liebe die Herausforderungen und sie werde mich zu einer perfekten Kajira ausbilden. Naja. Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich fast nur Herren gehört habe und meine Ausbildung vorwiegend in den Fellen stattgefunden hat, aber das zählt ja bei meiner Herrin nicht.

    Vor der Pilgerreise übrigens mussten wir ja unsere Sachen packen, das heisst, ich musste unsere Sachen packen, das heisst, ich musste die Sachen meiner Herrin packen, weil bei mir gibts ja nicht viel zu packen. Als ich dann fertig war mit dem Allernotwendigsten packen, was meine Herrin für die Pilgerreise braucht, da habe ich meine Herrin nach dem Lasttharlarion gefragt, das all das Zeugs tragen wird und sie hat mich nur vielsagend angeschaut und ich habe begriffen und aufgestöhnt - aber nicht so wie sonst!

    Vorgestern am Morgen ist meine Herrin auch wieder früh alleine weggegangen und ich sollte in der Taverne bleiben und mich nützlich machen. Eine Zeitlang langweilte ich mich nützlich alleine, bis dann ein Herr kam und zwei Herrinnen und alle wollten frühstücken und der Herr wollte Blackwine. Zum Glück war mein erster Herr auch Blackwineliebhaber und so wusste ich, wie die Krieger den Blackwine lieben und ich bereitete ihn so zu, mit halb Wasser und halb Paga und brachte die Kanne stolz nach draussen und servierte dem Herrn den Blackwine. Der nahm den Becher und einen Schluck daraus und dann spuckte er alles über meine Haare und leerte den Becher in mein Gesicht und brüllte furchtbar rum. Ich war total erschrocken und wusste nicht, was los ist, aber mit der Zeit stellte sich heraus, dass es ein kleines Missverständnis war und dass die meisten Menschen den Blackwine lieber ohne Paga trinken und dass dieser Herr Paga überhaupt hasste. Das besänftigte seine Zorn aber überhaupt nicht und er befahl mir, mich auszuziehen und einen Becher Paga zu holen. Zitternd gehorchte ich ihm und dann musste ich mich mit dem Rücken an die Wand der Taverne stellen und die Hände hinter dem Kopf verschränken und dann tauchte der Herr seinen Finger in den Paga und fuhr mir damit über den Hals und er befahl mir, ich solle meinen ganzen Körper überall mit Paga einreiben, damit ich erst das Brennen erfahren würde und dann die Kälte, vor allem an den empfindlichen Stellen. Das tat ich dann und die ganze Zeit über schaute ich verstohlen zu ihm hin, ob er mich vielleicht dann noch auspeitschen würde oder so, aber das tat er nicht. Aber er hatte Recht, mit der Zeit wurde mir wirklich sehr kalt von dem Paga auf meiner Haut und ich wünschte mir, jemand würde mir den Paga von der Haut lecken wie früher manchmal in der Taverne, aber das wäre ja dann keine Strafe mehr gewesen.

    Später am Tag hatte ich alle meine Arbeiten erledigt und eine andere Kajira auch, die da zu einem Bauernhof gehörte und sie zeigte mir Belnend. Die haben da eine wunderschöne Badegrotte, die wird meiner Herrin sicher sehr gefallen und sie haben ein grosses Rathaus und dort drin ist ein Zimmer mit einem Haufen Schriftrollen, das wird meiner Herrin auch gefallen und neben dem Ratshaus ist das Haus des Richters mit so einer Statue vor dem Haus, so ein Kopf mit grosser Nase und grossen Ohren. Wir standen eben davor und kicherten darüber und ich fragte die andere Kajira, ob der Richter wirklich so grosse Ohren hat und sie platzte fast vor Lachen und dann sprachen wir darüber, dass die Herren ihre Dinge immer grösser machten als sie in Wirklichkeit sind und plötzlich platschte ein Schwall von stinkigem Wasser auf uns herunter und eine Stimme rief, was wir da unten zu schwatzen hätten. Meine neue Freundin erschrak und flüsterte mir zu, das sei der Richter und der schütte sein Badewasser immer vorne zum Fenster raus. Ich dachte mir, wenn das sein Badewasser war, dann hätten wir einfach Pech gehabt, dass wir ausgerechnet an dem Tag vor dem Fenster standen, an dem der Richter badete, weil so wie das Wasser stank, badete er nicht besonders häufig.

    Die haben auch eine Heilerin hier und die soll eine Barbarin sein, jedenfalls war sie das vor langer Zeit, aber leider habe ich sie bis jetzt nicht gesehen und ich kann dir deshalb nicht sagen, wie so eine Barbarin aussieht.

    Dann gingen wir noch vor die Stadt, die Kajira darf das nämlich, weil sie auch das Vieh hüten muss und ich dachte, ich helfe ihr ja dabei, also darf ich das auch, ausnahmsweise, auch wenn meine Herrin es mir sonst verboten hat und wir sahen auch den grossen Wald, wo es wilde Waldfrauen gibt und die machen manchmal Ueberfälle, aber irgendwie dachte ich mir, dass die Krieger der Stadt mehr so aussehen als ob sie selber Ueberfälle machen würden, weil sie alle so wild aussehen, schwarz gekleidet, mit vielen Waffen, manche mit nacktem Oberkörper.

    Nun muss ich langsam fertigmachen, kleine Herrin, weil meine Herrin baden will und ich muss das noch vorbereiten, mit den Oelen und so, du weisst ja.

    Ich wünsche dir sichere Wege, kleine Herrin und ich weiss noch nicht, wohin wir jetzt bald gehen werden.
     
  2. Schön geschrieben. :gruen
    Tja, der Herr Richter - also ich - liebt seine Tarskkopfstatue über alles, er hat ein Faible für ungewöhnliche Bildhauerkunst. Die hat eben so etwas erhabenes an sich, das die Leute vor lauter Eleganz einfach sprachlos macht und für den Preis von einem Goldtarsk von dem berühmten Bildhauer aus Ar sowieso ein Schnäppchen. Es ist immer wieder schön, daneben zu stehen, während den werten Kunstkennern eindeutig die Worte dafür fehlen, dieses Kunstwerk zu würdigen, weil sich das einfach nicht in Worte fassen lässt. Stehlen wird sie ohnehin auch kaum jemand, also ist sie noch eine gute Geldanlage.

    Lasst mir Belnend ganz, damit ich noch über was richten kann, wenn ich von meiner Reise aus Kasra zurückkehre. :mrgreen:

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  3. Loredana Varonia

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    richten, Barth? wie meinst du das? anrichten, ausrichten, abrichten, aufrichten, einrichten, errichten, berichten, herrichten, verrichten


    (ist OT, aber manchmal kann ich einfach nicht anders... )

    Geschrieben ist der Text wirklich toll... Kompliment
     
  4. Na, was ein Richter eben so macht... Unheil anrichten. :mrgreen:
     
  5. Loredana Varonia

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    ehmmm... und "hin"richten nicht zu vergessen!
     
  6. Irmgard Apfelbaum

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    Ich finds auch klasse geschrieben *lach*... aber eine Anmerkung meinerseits...

    "Kleine Herrin"??

    Ich bins zwar zum Glück nicht die da gemeint ist, aber wäre ich es... ehm.. würd das nicht ungestraft lassen :)
     
  7. Brais Xaris

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    OT
    Ich habe ja irgendwo gelesen, das Justitia blind sein muss, aber dass die Blindheit so weit gehen kann... :grin:
     
  8. Brais Xaris

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    In Kasra

    Grüsse, kleine Herrin

    Jetzt sind wir schon in Kasra - das geht manchmal schnell bei meiner Herrin! Eben waren wir noch in Belnend und ich war am eben am Schwatzen mit einem anderen Mädchen - Kajirapost sagen wir dem auch und du kannst dir nicht vorstellen, was wir da so alles erfahren von den Herren und Herrinnen - und da kam meine Herrin ganz aufgeregt an und befahl mir, sofort alles zu packen, weil sie auf einem Schiff eine Fahrt nach Kasra gebucht hatte und das Schiff bald abfahren würde. Also packte ich missmutig den schweren Rucksack, weil es mir in Belnend wirklich gut gefallen hatte und ich mich mit ein paar Mädchen dort angefreundet hatte und ich wollte nicht schon wieder weg und dummerweise vergass ich ein paar schwerere Sachen der Herrin zu packen, aber sie hat wie immer am Schluss nochmals alles kontrolliert und so schleppte ich alles Zeugs auf meinen Schultern zum Schiff und wirklich fuhren wir bald ab.

    Wir waren viele Tage unterwegs und du weisst ja, auf so einem Schiff hats nicht viel Platz und wenn der Wind immer gleich weht, dann haben die Matrosen viel Zeit und kommen auf andere Gedanken und meine Herrin war viel in ihrer Kabine und schlief viel, aber ich bin ja ziemlich schnell, wenn ich will und so bliebs meistens bei den Matrosen beim Denken.

    Als wir in Kasra ankamen, da marschierte meine Herrin schnurstracks in die Richtung der Stadt und ich keuchte mit dem Riesenrucksack hinterher, hinauf zu Stadttor und zum grossen Platz und dort trafen wir einen freundlichen Herrn, der uns in eine Herberge brachte, die Feuerkrug hiess oder so ähnlich und zum Glück war dort noch das grösste Zimmer frei, das sie hatten. Als wir ankamen, war ein grosser Radau dort. Irgendwelche Händler aus Lydius beschwerten sich, weil sie im Keller übernachten mussten und weil irgendeiner eine freie Frau belästigt hatten und unser freundlicher Begleiter vergass uns ganz und diskutierte mit diesen Händlern und gab uns den Zimmerschlüssel nicht und meine Herrin schaute immer verzweifelter drein und kniff ihre Beine zusammen. Endlich kam er wieder zu uns und ich weiss nicht, ob er der Wirt war und er führte uns zum Zimmer der Herrin und erwähnte, dass die Herberge einen Kajirus habe und der würde meiner Herrin alles machen, was sie wünscht, worauf ich ihn böse anguckte. Ich sage dir, kleine Herrin, wenn dieser blöde Kajirus auch nur in die Nähe meiner Herrin kommt, dann kann er was erleben!

    Das Zimmer war wirklich gross und sehr schön und kaum waren wir drin und der Herr draussen, da befahl mir meine Herrin, ihr schleunigst einen Topf zu bringen, bevor ein Unglück passiert und ich schaute überall nach und fand den Topf schliesslich unter dem Bett, aber er war noch halb voll und es stank! Schnell öffnete ich das Fenster und leerte den Inhalt des Topfes nach draussen, worauf mich meine Herrin entsetzt ansah und rief, was ich da mache und ob ich wolle, dass wir gleich in den Kennel umziehen müssten. Ich verstand zwar nicht ganz, was sie damit meinte und brachte ihr den Topf und nach einer Weile sah sie nicht mehr so verzweifelt und angespannt aus.

    Am nächsten Tag wachte ich auf und meine Herrin schlief noch tief und fest und darum ging ich alleine raus, um mich irgendwo nützlich zu machen, weil meine Herrin grossen Wert darauf legt, dass ich nicht einfach rumfaulenze, sondern mich immer nützlich mache und ich gebe mir immer grosse Mühe damit. Ich wanderte also nützlich in der warmen Sonne herum, weil es immer gut ist, wenn man den Ort kennt, wo man ist und irgendwann war ich auch am Hafen unten und ging dann wieder zurück und da stand ein Rarius am Tor und hielt mich an und fragte mich aus und er nahm seine Pflichten sehr ernst, weil er mich sogar ziemlich gründlich nach Waffen durchsuchte. Als er gerade am Durchsuchen war, da kam eine seltsame Gestalt auf das Tor zu und er musste sich mit der beschäftigen, aber er befahl mir, in die Herberge zu gehen und wenn meine Herrin mich nicht braucht, dann würde er mich brauchen.

    Meine Herrin schlief immer noch und ich zog schnell meinen schöneren Camisk an und ging runter in die Gaststube und wartete und bald kam der Krieger rein und hinter ihm die seltsame Gestalt und die war eine Musikerin und fing gleich an zu spielen und ich hörte gebannt zu, bis mich der Rarius aus meinen Gedanken riss und ich musste ihm Paga servieren und dann musste ich ihn noch weiter bedienen, aber das dauerte nicht lange, weil ein anderer Krieger reinkam und den Rarius brauchte und der zog fluchend seine Tunika wieder zurecht und ging raus und ich schaute ihm enttäuscht nach.

    Die Musikerin spielte und spielte und ich begann mich im Takt der Musik zu bewegen und dann deutete die Musikerin auf den Tanzkreis und befahl mir zu tanzen und ich gehorchte natürlich und tanzte, bis ich ermattet auf meine Knie sank und die Musikerin kam auf mich zu und umarmte mich - einfach so - stell dir das vor! Sie war ja eine Freie, zwar sehr seltsam gekleidet für eine Freie, ohne Schleier und nicht sehr verhüllt, aber trotzdem und dann ging sie sehr schnell davon und bis jetzt habe ich sie nicht wieder gesehen.

    Nun muss ich aber rauf zu meiner Herrin, weil irgendwann wird sie ja auch aufwachen und dann gehen wir sicher ins Badehaus, das soll ja hier sehr schön sein und sie badet ja so gerne - und ich auch!

    Sichere Wege, kleine Herrin und bis bald!
     
  9. Johanna Gaelyth

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    Herrlich!

    Sehr interessant, wie vielfältig man "nützlich" doch auslegen kann. :mrgreen::mrgreen:
     
  10. Irmgard Apfelbaum

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    Ja, gell?... Ich glaub da kann ich mir noch so einiges abgucken *sfg*
     
  11. Brais Xaris

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    Immer noch in Kasra

    Grüsse, kleine Herrin

    Wir sind immer noch in Kasra, weil es sich meine Herrin anders überlegt hat und nun doch noch ein paar Tage in Kasra bleiben wird und das hat einen ganz speziellen Grund und darüber werde ich dir jetzt schreiben.

    Vorgestern war meine Herrin den ganzen Tag lang irgendwie unruhig und sie sah mich dauernd so sonderbar an, so dass ich ganz unsicher wurde und nicht wusste, ob ich wieder mal etwas falsch gemacht hatte und bestraft werden sollte, aber ich traute mich nicht, meine Herrin zu fragen, weil so hatte ich sie noch nie erlebt. Am frühen Nachmittag schickte sie mich in die Gaststube runter und befahl mir, ich solle mich dort nützlich machen und ich müsse dort bleiben, bis sie mich holen komme und ich dürfe auf keinen Fall in ihr Zimmer kommen, sonst würde ich streng bestraft werden. Das steigerte meine Unruhe noch und ich ging nach unten, aber da war kein Gast da und so ging ich raus und da sah ich noch so eben zwei dunkel gekleidete Männer um die Ecke verschwinden und sie gingen die Treppe hoch, die aussen zum Zimmer meiner Herrin führt und ich hörte, wie die Türe aufging und zugeschlagen wurde und nun hatte ich richtig Angst. Ich überlegte mir, was das wohl für Männer waren und ob mich wohl meine Herrin verkaufen wollte und ich hatte grosse Lust, nach oben zu gehen und an der Türe zu lauschen, aber meine Herrin hatte es mir ja verboten und ich wollte nicht bestraft werden. Ich ging also wieder in die Gaststube und verbrachte dort den Nachmittag und half den anderen Mädchen und die Zeit verstrich endlos langsam und die ganze Zeit rasten die Gedanken in meinem Kopf rum und ich war keine grosse Hilfe für die anderen Mädchen an diesem Tag.

    Meine Herrin kam runter in die Gaststube, als die Sonne nur noch knapp über die Stadtmauer von Kasra schien und sie befahl mir, ihr ein frühes Abendessen zu servieren und ich solle auch selber reichlich essen, denn, so sagte sie, "du wirst es brauchen". Diese Bemerkung machte mich natürlich überhaupt nicht ruhiger, im Gegenteil und so bereitete ich mit zitternden Händen ihr Abendessen vor und servierte es und versuchte selber, auch was zu essen, aber ich brachte keinen Bissen runter.

    Die Schatten wurden länger in der Stadt und der Kajirus der Herberge zündete draussen auf dem Platz die Feuerschalen an. Da erhob sich meine Herrin plötzlich, welche die ganze Zeit schweigend und in Gedanken versunken auf ihrem Kissen gesessen hatte und sagte zu mir: "Es ist Zeit, Brais, folge mir." Sie ging mit raschen Schritten voran, in Richtung des Hafens und ich folgte ihr und im Hafen wandte sie sich nach rechts und ging ohne zu Zögern auf die dunkelste Ecke zu, wo nur wenige Fackeln ihr düsteres Licht verbreiteten und dort wartete ein Boot mit zwei dunklen Gestalten drin und meine Herrin befahl mir, mich zuvorderst in das Boot zu setzen und nur nach vorne zu schauen und meinen Kopf nicht nach hinten zu drehen. Ich gehorchte und mein Herz schlug wie rasend und meine Angst verwandelte sich in Panik. Wortlos stieg meine Herrin dann in das Boot und schnippte mit den Fingern und das Boot legte ab und die beiden Gestalten im Boot ruderten es zuerst der Küste entlang und dann in eine Art lange Bucht hinein und wir fuhren in die dunkle Nacht hinein und es wurde immer einsamer ringsherum, nur einzelne Häuser tauchten ab und zu als verschwommene Schatten auf und niemand im Boot sagte ein Wort.

    Schliesslich fuhren wir direkt auf eine Felswand zu und oberhalb dieser Felswand konnte ich eben noch weit entfernt und ganz verschwommen die Mauern von Kasra erkennen und plötzlich sah ich in der Felswand eine Oeffnung und wir hielten geradewegs darauf zu und dann waren wir in einer Höhle und irgendwo weit hinten schimmerte ein rötliches Licht und das Boot bewegte sich langsam auf dieses Licht zu und es wurde immer wärmer und wärmer, je näher wir dem Licht kamen und es wurde auch immer heller und röter und dann fuhr das Boot knirschend auf eine Felsplatte und die dunkel gekleideten Gestalten zogen es aus dem Wasser und blieben wortlos daneben stehen.

    Ich schaute mich verstohlen und angsterfüllt um und da sah ich den Grund für die rote Helligkeit und für die Hitze, da war nämlich ein Strom aus flüssigem Gestein und dann erinnerte ich mich daran, was meine Herrin mir erzählt hatte, dass es in Kasra einen Vulkan gegeben hat und dass es immer noch manchmal vorkommt, dass heisse Steine und Dämpfe aus der Erde nach oben kommen und dann schaute ich in die andere Ecke und schrie vor Entsetzen laut auf, denn dort stand ein grosses drohendes Kreuz aus Stein. Meine Herrin war unterdessen auch ausgestiegen und stand mit regungslosen Gesicht dort und befahl den beiden Gestalten mit eisiger Stimme: "Zieht sie aus und bindet sie!" Die beiden packten mich und rissen mir die Tunika vom Leib und dann schleiften sie mich zum steinernen Kreuz und banden mich dort mit groben Stricken an den Handgelenken und an den Fussgelenken fest und ich war vor Entsetzen wie gelähmt und konnte nicht einmal mehr schreien und ich spürte den kalten Stein an meinem Körper und die Stricke, die in meine Haut einschnitten und ich zitterte am ganzen Körper.

    Meine Herrin stand immer noch unbeweglich und ungerührt an der gleichen Stelle und befahl den beiden Männern: "Bereitet alles vor und dann entfernt euch. Wartet vor dem Eingang und lasst niemanden hinein. Holt mich in 2 Ahn wieder ab." Ich hörte, wie die beiden mit irgendetwas hantierten auf der Seite der Höhle, wo der flüssige Stein war und ich hörte, wie Metall auf Stein schlug und dann, wie etwas ganz nahe beim Kreuz abgestellt wurde und ich spürte die Hitze, aber ich war vor Angst immer noch völlig starr und ich schaute mich nicht um. Ich hörte, wie das Boot vom Felsen herab ins Wasser geschoben wurde und das leise Plätschern der Ruder, das sich allmählich entfernte und dann war es still in der Höhle und die Stille wurde nur ab und zu durch das Knistern der flüssigen Steine unterbrochen.

    Meine Herrin kam auf mich zu und sie stellte sich vor mich hin und sie nahm ihren Schleier ab und schaute mich an und fragte mich: "Hast du Angst?" Ich wollte ihr antworten, aber meine Stimme versagte und ich brachte nur ein schwaches Nicken zustande. Sie lächelte und sagte ernst: "Das ist gut, Brais, du sollst Angst vor mir haben. Du bist meine Sklavin und dein Leben ist in meiner Hand und wenn es mir beliebt, dann lasse ich dich töten - denke immer daran." Dann wurde ihr Lächeln wärmer und sie schaute mir lange in die Augen und dann sagte sie: "Aber ich werde dich nicht töten, Brais, ganz im Gegenteil. Ich werde dich zu einer vollkommenen Sklavin machen und hier und jetzt wirst du einen weiteren Schritt machen auf diesem Weg - ich werde dich branden."

    Meine Gefühle auf diese Worte sind eigentlich fast nicht zu beschreiben, kleine Herrin, aber ich versuche es trotzdem. Erleichterung - eine riesengrosse Last fiel von mir ab. Ich würde leben! Ich würde nicht getötet werden oder gefoltert werden! Stolz - meine Herrin war zufrieden mit mir und sie würde mich behalten und ich würde ihr Zeichen tragen. Angst - Angst vor dem Branden und vor den Schmerzen, die mir das heisse Eisen zufügen würde. Die Tränen schossen mir in die Augen und ich lachte und weinte gleichzeitig und vergass alles um mich herum.

    Meine Herrin schaute mir eine Weile lang zu und ich glaubte, auch bei ihr Tränen in den Augen gesehen zu haben und dann gab sie mir eine leichte Ohrfeige und befahl mir, mich zu beruhigen. "Ich will, dass du den Brand bei vollem Bewusstsein erlebst und ich werde dir deshalb kein Mittel geben, dass deine Sinne betäubt und die Schmerzen lindert. Du hast den Mut und die Kraft dazu, das zu ertragen, das weiss ich. Ich werde dir jetzt dieses Kauholz in den Mund schieben und dann werde ich jetzt sagen und langsam laut auf fünf zählen. Bei jetzt werde ich das Brandeisen auf deine Haut pressen und es dort lassen, bis ich auf fünf gezählt habe. Beisse fest auf das Holz und schreie, wenn du willst." Sie schob mir das Holz zwischen die Zähne und ging dann zu der Feuerschale, die von den beiden Männern neben dem Kreuz aufgestellt worden war und die mit glühenden roten Steinen gefüllt war und in der ein Brandeisen griffbereit hingelegt war, dessen Spitze ebenfalls rot glühte. Meine Herrin packte das Brandeisen und kam auf mich zu und ich schloss meine Augen und dann hörte ich das Wort "jetzt" und ein fürchterlicher Schmerz schoss durch meinen linken Schenkel und ich biss in das Kauholz und meine Hände ballten sich zu Fäusten und meine Nägel bohrten sich in die Haut meiner Hände und ich schrie meinen Schmerz aus mir heraus und ich schrie und schrie und schrie. Die Schmerzen vermischten sich mit dem grausigen Gestank von verbranntem Fleisch und dann hörte ich meine Herrin "fertig" sagen und ich öffnete meine Augen wieder und sah, wie sie das Brandeisen zu Boden warf und dann kam sie dicht an mich heran und legte mir ihre Hand auf die Stirne und sagte:" Schreie, mein Mädchen, schreie - da musst du alleine durch, das kann dir niemand abnehmen!" Die Schmerzen waren immer noch stark, aber nicht mehr so schlimm wie während dem Branden, aber ich wimmerte noch eine Weile vor mich hin und die Tränen liefen über meine Wangen und die ganze Zeit über lag die Hand meiner Herrin auf meiner Stirne und sie sah mich wortlos an.

    Dann nahm sie ihre Hand weg und band mich los und befahl mir, zum Wasser zu gehen und dort Wasser zur Kühlung auf den frischen Brand zu tropfen. Ich taumelte zum Wasser hin und wäre fast hineingefallen und kauerte mich dort nieder und tauchte meine Hand ins Wasser und liess das Wasser auf meinen Schenkel rinnen und schaute zum ersten Mal meinen Brand an und spürte dabei ein Gefühl, das ich jetzt nicht in Worte fassen kann, kleine Herrin, aber es war irgendwie ein grosses und schönes Gefühl. Meine Herrin nahm ein kleines Gefäss aus der Tasche an ihrem Gürtel und befahl mir, zu ihr zu kommen und dann tupfte sie Brandsalbe auf meinen frischen Brand, der immer noch schmerzte und dann warteten wir schweigend, bis wir in der Ferne wieder das Plätschern der Ruder im Wasser hörten und bald darauf das Boot erblickten.

    Die beiden dunklen Männer zogen das Boot wieder halb auf die Steine herauf und meine Herrin deutete auf meine Tunika, die da am Boden lag und sagte: "Brais, nimm deine Tunika und lege sie ins Boot. Du wirst dich vorne auf die Bank setzen und deine Schenkel spreizen und dich zurücklehnen und dich der ganzen Welt zeigen." Ich gehorchte ihrem Befehl und dann fuhren wir wieder schweigend im schwarzen Wasser durch die dunkle Nacht zurück zum Hafen und der kühle Nachtwind umspielte meinen erhitzten Körper und ich dachte an nichts mehr, sondern gab mich meinen Gefühlen hin.

    Ich bin also jetzt gebrandet, kleine Herrin und jetzt tut es schon kaum mehr weh, weil die Salbe sehr gut getan hat. Bald werden wir wahrscheinlich wieder abreisen, weil ja meine Herrin auf der Pilgerfahrt ist, aber ich weiss noch nicht, wohin wir gehen werden.

    Ich wünsche dir sichere Wege, kleine Herrin!
     
  12. Loredana Varonia

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    ehm, welches Format haben Postkarten auf Gor??

    Aber toll geschrieben!
     
  13. Georg Rang

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    Und wieder ein Auftrag durch die Lappen gegangen, ich frage mich wie der Schmied von Kasra da überleben soll!
     
  14. Brais Xaris

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    Oh, das tut mir ja sooo leid, Schmied! Aber schau doch mal, ob dieser Kajirus der Herberge schon einen Brand hat, vielleicht kannst du da was verdienen...
     
  15. Georg Rang

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    Der hat einen, den habe ich vor mehreren Monaten selber gesetzt.
     
  16. Johanna Gaelyth

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    Boah ey!

    Toll geschrieben! Wunderschön dramatisch!

    Und Georg, gibts denn keine schmiedeeisernen Gitter zu machen oder Schwerter zu schleifen oder neue schmiedeeisernen Pfannen herzustellen?
     
  17. Georg Rang

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    Da die Heilerinnen in Kasra nicht mit Bratpfannen praktizieren, den Fisch es als Suppe gibt, ist der Bedarf an Pfannen äußerst gering und Schwerter zu schleifen ist zur Zeit auch ganz schlecht da die Rarii sich noch in aufreibenden Kämpfen mit irgendwelchen Waldweibern befinden. Da müsst ich schon ne mobile Außenstelle einrichten. So ein Schleifstein ist auch ganz schön schwer und eh ich meine Kajira überzeugt habe ob sie denn die Güte hätte das Teil durch die Gegend zu rollen...... Nene, da leb ich lieber von den kleinen Aufträgen und trink halt nen Ale weniger im Feuerkrug.
     
  18. Irmgard Apfelbaum

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    Fischsuppe aus Kasra?? *kräuselt leicht die Nase bei der Vorstellung, vor allem weil sie iiiirgendwann mal zu früheren Zeiten von dem Zeug schon mal probieren "durfte" und nuschelt leise in ihren Schleier rein:

    Kein Wunder das die in Kasra mehrere Heilerei brauchen... bei der Fischsuppe kein Wunder....
     
  19. Brais Xaris

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    In der Oase der 4 Palmen

    Grüsse, kleine Herrin

    Mir geht es im Moment nicht so gut, das heisst, eigentlich geht es mir schon gut, aber meinem Hinterteil nicht und ich kann seit gestern nur noch auf dem Bauch schlafen und auch das Knien tut noch ziemlich weh und ich werde dir jetzt sagen, warum das so ist.

    Wir waren noch in Kasra und meine Herrin hatte alles gepackt für die Weiterreise, also natürlich hatte ich alles gepackt und sie war nur daneben gestanden und hatte mehr oder weniger hilfreiche Befehle gegeben und wir waren zum Hafen gegangen und hatten auf das Schiff gewartet. Meine Herrin hatte sich auf eine Bank dort gesetzt und war eingeschlafen und ich setzte mich daneben hin und wartete und wartete und wartete... Schliesslich wurde es mir zu langweilig und ich erinnerte mich daran, dass meine Herrin mir gesagt hatte, dass ich mich immer nützlich machen sollte und ich dachte, die wird ja noch lange schlafen und ich gehe mal schnell in die Stadt und schaue, ob es dort was Nützliches zu tun gibt.

    In der Herberge war ein schwarzgekleideter Herr mit einem Schwert, aber das war kein Krieger, sondern der Geldverleiher von hier, wie er mir sagte und ihm gefiel mein Camisk sehr gut, vor allem weil der nur einen Träger hat und er wollte baden und befahl mir, mitzukommen und ihm zu helfen. Ich ging natürlich mit, weil er es schliesslich befohlen hatte und im Baderaum neben der Gaststube war schon eine Kajira da, die lag dort nackt auf den Fellen und schaute mich giftig an und der Herr grinste und befahl mir, zuerst mich selber auszuziehen und dann ihn und daraufhin schaute sie noch etwas giftiger. Ich fing also an mit Ausziehen und als ich endlich damit fertig war und alle nackt waren und wir in die Wanne steigen wollten, da hörte ich draussen die Stimme meiner Herrin, die meinen Namen rief und sie klang sehr, sehr sauer. Ich antwortete natürlich und raste in die Ecke zu meinem Camisk und wollte ihn eben anziehen, da platzte meine Herrin schon in die Badestube rein und dann wurde es dort etwas laut und irgendwann waren meine Herrin und ich endlich draussen und ich zog mich schnell an und sie schaute mich unheilverkündend an und ging mit schnellen Schritten zum Hafen zurück und ich trottete schuldbewusst hinter ihr drein.

    Meine Herrin sprach kein Wort mehr mit mir und im Hafen bedeutete sie mir mir knappen Bewegungen, das Gepäck zu nehmen und es auf ein kleines Schiff zu tragen und dort niederzuknien. Das Schiff legte ab und wir fuhren eine Zeitlang an einer wilden Landschaft vorbei, mit viel Urwald und so und dann kamen wir bei einem anderen Hafen an und meine Herrin stieg aus und winkte mir, ihr zu folgen und ich war so durcheinander und der Rucksack war so schwer, dass ich beim Anlandgehen über die Planke stolperte und ins Wasser fiel. Glücklicherweise konnte ich schnell aus den Schlaufen des Rucksacks schlüpfen und an Land schwimmen, aber meine Herrin sah nicht so glücklich drein und schaute düster auf das faulig stinkende Hafenwasser und auf die Luftblasen, die ab und zu aus dem Rucksack an die Oberfläche stiegen und murmelte irgendwas vom einem falschen Teil, was jetzt im Wasser liegen würde. Einer der Sklaven, die dort im Hafen arbeiteten, konnte schliesslich den Rucksack mit so einer Hakenstange aus dem Wasser fischen und er sah ziemlich übel aus (den Rucksack meine ich, nicht den Sklaven, obwohl der auch nicht besonders hübsch war) und meine Herrin sah noch zorniger aus und ich musste den nassen schweren Rucksack mitschleppen, weil sie keine Zeit zum Warten hatte.

    Wir gingen dann eine Weile und plötzlich sah ich einen riesigen Vogel, der da auf einer Stange hockte und unten am Vogel war eine Art grosser Korb angemacht. Der Vogel war ein Tarn und mit dem sollten wir nun an unser Ziel reisen. Meine Herrin stieg in den Korb und ich schmiss den nassen Rucksack hinein und kletterte auch rein und dann ging es los! Du kannst dir nicht vorstellen, wie das ist, kleine Herrin, wenn man so hoch in der Luft schwebt und runterschaut und alles ist so klein und du kannst alles sehen! Zuerst hatte ich etwas Angst, aber dann fand ich es toll, aber ich schaute, dass ich immer möglichst weit weg von meiner Herrin war, nicht das sie in ihrem Zorn noch auf einen falschen Gedanken kommen würde.

    Wir flogen über den Urwald und dann über die Wüste und dann sahen wir in der Ferne eine Stadt in der Wüste und sie kam näher und näher und dann landeten wir vor der Stadt und wir stiegen aus und meine Herrin ging schnurstracks in die Stadt rein und zur Herberge und ich natürlich hintendrein.

    Es war heiss und die Leute hatten komischerweise trotz der Hitze alle sehr viel an, aber nach einer Weile begriff ich, warum das so ist, weil die Sonne so heiss auf meiner nackten Haut brannte. In der Herberge war noch ein Zimmer frei, aber die Zimmer hatten keine Türen, sondern nur Vorhänge und meine Herrin schaute sich das kopfschüttelnd an und ich sagte, vielleicht gibts hier keine Diebe und sie sagte, eher das Gegenteil und eine freie Frau sollte eigentlich nicht so schlafen, aber sie hatte ja keine Wahl. Dann befahl sie mir, den Rucksack auszupacken und die nassen Sachen zum Trocknen hinzulegen und dann wurde es ernst.

    Ziemlich ernst sogar, weil sie mir befahl, mich nackt auszuziehen und mich in eine Ecke zu stellen und das tat ich und hörte Geräusche und wurde ziemlich unruhig und ängstlich und dann packte meine Herrin mich plötzlich am Collar und zerrte mich in die Mitte des Zimmers und drückte mich auf den Boden, so dass ich dort auf allen Vieren war, auf den Knien und auf den Ellbogen. "So, Brais" sagte meine Herrin mit einer kalten Stimme, die ich so noch nie bei ihr gehört hatte und die mir eisige Schauer über den ganzen Körper jagten, "jetzt werde ich dich für deine Respektlosigkeit bestrafen und zwar so, dass du das nie wieder tun wirst. Du hast Glück, dass ich deinen Wert nicht mindern will durch eine dauernde Entstellung deines Körpers." Ich erschrak bei ihren Worten, aber bei ihrem letzten Satz atmete ich etwas auf, weil ich dachte, es wird wahrscheinlich nicht ganz so schlimm werden. Bei den Priesterkönigen, kleine Herrin, da hatte ich aber so ziemlich total falsch gedacht! Meine Herrin versetzte mir 10 heftige Schläge auf meinen Hintern und einer schmerzte heftiger als der andere und mein Hintern brannte wie Feuer und die Tränen schossen mir in die Augen und ich krallte meine Finger in den Teppich, um nicht wegzulaufen, weil dann wäre es noch viel schlimmer geworden, denke ich.

    Schliesslich war es vorbei und meine Herrin strich mir eine Heilsalbe über die Striemen auf meinem Hintern und dann befahl sie mich auf die Knie und das tat höllisch weh und dann sagte sie mir, dass ich vorläufig kein Recht mehr auf Kleidung hätte und dass ich mir dieses Recht erst wieder verdienen muss. Ich nickte gehorsam zu ihren Worten und dann befahl sie mir, runter zu gehen und ihr etwas zum Essen zu holen, weil sie müde sei und im Zimmer essen wolle. Ich ging also runter in die Gaststube und die anderen Mädchen glotzten mich an und meine frischen Striemen, manche mitleidig und eine höhnisch, aber ich dachte, ich achte besser nicht darauf und haue ihr besser keine runter, sonst gibts wieder Aerger und davon habe ich im Moment genug.

    Hoffentlich werde ich bald wieder Kleider tragen dürfen, kleine Herrin, sonst werde ich bei dieser Hitze bald überall Sonnenbrand haben und ich möchte doch meine Herrin begleiten, wenn sie die Oase der 4 Palmen anschaut, weil hier soll es sogar einen Zoo haben und andere Dinge, die ich sehr gerne auch sehen möchte.

    Sichere Wege, kleine Herrin und bis zum nächsten Mal


    P.S.
    Und übrigens, das habe ich noch vergessen, so eine Wilde hat mir einen Haufen Haare abgerissen und das war noch in Kasra und das ging so. Ich hatte einem Herrn Met serviert auf dem Platz und irgendwer schrie ständig laut und kreischend und dann nervte das den Herrn und er ging zum Wachhaus rüber und er befahl mir, mitzukommen. Im Wachhaus war in einer Zelle so eine Wilde aus dem Wald eingesperrt und die kreischte ständig vor sich hin und der Herr redete ihr gut zu, aber sie hörte nicht auf. Ich sagte dem Herrn, wenn er sie vielleicht ein paarmal auf den Kopf hauen würde, dann würde sie sicher ruhiger werden und er sagte, nein, er haut nicht gern Leute auf den Kopf, weil sie dann ganz flache Köpfe bekommen würden und das hasst er und ich sagte, das ist gar kein Problem, wenn er sie festhalten würde, dann würde ich ihr auf den Kopf hauen, das macht mir gar nichts aus. Das wollte er aber auch nicht und die Wilde schaute mich sehr böse an und ich grinste zurück und dann schloss der Herr plötzlich die Zelle auf und ging zu ihr rein und sie schoss aus der Zelle raus wie ein Pfeil und ging auf mich los und packte mich an den Haaren und riss daran wie verrückt und ich kreischte jetzt auch und packte ihren Arm und biss hinein, aber sie liess nicht los und dann kam der Herr raus und trennte uns. Darum fehlt mir jetzt ein Büschel Haare auf dem Kopf, aber meine Herrin hat das noch nicht gemerkt und das ist auch besser so.
     
  20. Johanna Gaelyth

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    Hach, Brais... einfach göttlich! Das "so ziemlich total" erinnert mich an

    Ich habe schön vor mich hin gekichert bei deiner Postkarte. Danke dafür!