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Bis zu 18 Stunden am Tag vor dem PC

Dieses Thema im Forum "Mitglieder-News" wurde erstellt von Swapps Swenson, 17. Februar 2010.

  1. Swapps Swenson

    Swapps Swenson Gründer

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    "Online Junkies verbringen nahezu ihre gesamte Wachzeit vor dem PC, manche spielen bis zu 18 Stunden am Tag"

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  2. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Hatte früher in der Berufsschule auch solche Freaks.
    Die haben sich den ganzen Block (3-4 Wochen) krankschreiben lassen um wow daddeln zu können.
    Hatte es vor 2 oder 3 Monaten getestet, gibt ja dieses 10 Tage Probeabo. Innerhalb von 3 Tagen hab ich mich auf lvl 16 hochgelevelt, ich hab gemerkt, wie scheiße süchtig der kram macht, ich hab in den 3 Tagen nichts anderes mehr gemacht.
    Am 4. Tag hab ich mich gefragt, was ich von dem scheiß hab, habs deinstalliert und werds nie nie wieder anfassen. Es macht wirklich verdammt süchtig und ich würds niemanden empfehlen es auszuprobieren.
     
  3. Nun, ich kenne solche Leute auch in SL. Ich habe selbst am Anfang viel zu viel Zeit in SL investiert und das auch das ungesund ist, ist ja klar. Aber 18 Stunden nie, weil ich spätestens nach 8 Stunden in SL Hammer Kopfschmerzen kriegen und mir das echt zu unnütz werden würde, weil dann die ganze Hausarbeit liegen bleibt und ich keine Zeit mehr hätte zum Sport zu gehen oder einfach mal zum Shoppen in die Stadt. Solange man noch mit seiner Aussenwelt in Kontakt bleibt und seiner Arbeit/Schule normal nachgeht, muss das aber jeder selbst entscheiden wie viel man am Rechner sitzt. Es gibt übrigens auch Menschen, die den ganzen Tag vor dem TV hängen, das finde ich um einiges bedenklicher, dort haben sie nicht einmal eine virtuelle Kommunikationsebene. Aber darüber wird seit es das Internet gibt ja nicht mehr gesprochen...
     
  4. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Ich verbringe selbst viel Zeit vor dem PC und bin auch sehr viel in Second Life online, aber trotzdem würde ich mich nicht unbedingt als süchtig ansehen. Eine Zeitlang hab ich es selbst zugegeben, ich wäre süchtig, aber (eigentlich) hab ich es soweit im Griff. Ich komme alle meinen Rechten und Pflichten nach, pflege mein soziales Umfeld, gehe jeden Tag zur Schule und lerne dafür auch noch recht viel. Und trotzdem sitz ich bis zu 12 Stunden und länger am Tag vor der Kiste :D
     
  5. menschling Aabye

    menschling Aabye Freund/in des Forums

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    Huhu auch mal wieder hier meld

    ich gehöre leider dazu zu den 18 stunden
    wenn ich frei hab bin ich ca 18 stunden im internet online hab kein problem damit
    ich hab das erste mal Internet vor jahren im Internet Cafe gesehn und war sofort süchtig

    wenn ich arbeiten geh surf ich nur pro tag 6 - 8 stunden

    Internet sucht stufe ich für mich als normal ein da ich damit keine probleme habe

    viele haben probleme z.b gehn nicht arbeiten nicht in die schule ( im internet gelesen )

    man hat pflichten in der reale welt und die muss man bis zur pension erfüllen
     
  6. Yistin Usher

    Yistin Usher Guest

    Sorry für meine Ironie, Mania. Das nächste mal setz ich Ironietags.


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  7. Mania Littlething

    Mania Littlething Superstar

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    nein, aber Hauptsache was dazu gesagt.. :roll:

    Ganz ehrlich wenn ich mal richtig frei habe und sonst nichts anderes zu tun (war in letzter Zeit öfters so durch lange Krankheit), kann ich auch mal 12-18 Stunden am Tag in SL verbringen. Aber wenn ich das zu viele Tage hintereinender mach, dreh ich irgendwann am Rad, irgendwie schlägt das nach ner Zeit auf die Psyche. Dann brauch ich eine Pause. Ich hab aber auch Leute auf meiner FL die wirklich jeden Tag, fast zu jeder Zeit on sind. Manche loggen sich nichtmal zum schlafen aus, warum auch immer. Da frag ich mich auch wie die überhaupt noch ihr Leben geregelt kriegen.
     
  8. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    naja, man kann ja auch viel afk rumstehen, wenn man es braucht :)
    Aber ich steh selbst mal ab und zu ein paar Stunden afk rum, so wie gestern, wenn ich halt am sauber machen bin, etc... was halt in einem geregeltem Leben anfällt. Es ist einfach meine Gewohnheit, dass der PC immer läuft, auch wenn ich nicht dran sitz. Nur wenn ich schlafe und in der Schule bin, ist er natürlich aus.
    Und Schulbedingt muss ich natürlich auch den ganzen Tag vor der Kiste sitzen
     
  9. Leon Malvogen

    Leon Malvogen Aktiver Nutzer

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    Mach dir nichts vor, Yoshi, wenn du 12 Stunden pro Tag zum Vergnügen am PC sitzt (Arbeiten für Job und Schule mal ausgenommen), dann bist du süchtig. Du musst ja auch mal schlafen und in die Schule gehen, für das reale soziale Leben bleibt dir da kaum Zeit. Ich werte das nicht, aber schau den Tatsachen ins Auge. Für jeden von uns hat der Tag nur 24 Stunden.
     
  10. viola Baxter

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    12 Stunden ? Wie geht denn das ?

    Wenn ich mal von 8 Stunden Schlaf ausgehe und von 8 Stunden Arbeit/Schule, dann sind nur noch 8 Stunden übrig. Also müssen die 4 Stunden von einem vom beiden abgezogen werden und da ist noch kein einziger Freundesbesuch, kein Sport, nichts anderes eingerechnet.
     
  11. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    es heißt auch: ...bis zu 12 Stunden...
    heißt nicht jeden Tag 12 Stunden. Und wie oben genannt, sitze ich in der Schule auch den ganzen Tag vor dem PC, muss ich auch. Also hätte ich bei maximaler Ausreizung der 12 Stunden noch 12 Stunden für schlafen, essen, soziales Umfeld, einkaufen, .... reicht das nicht?
     
  12. viola Baxter

    viola Baxter Superstar

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    Ja, das zählt aber doch bei so einer Berechnung nicht. Ich habe auch Tage, wo ich die 9 Stunden im Büro vor dem Pc sitze und dann abends noch mal 3 Stunden spiele oder so.

    Das würde ich dann aber bei der Suchtberechnung nicht als 12 Stunden rechnen, sondern als 3.

    Arbeiten und spielen am PC sind für mich zwei völlig unterschiedliche Dinge.
     
  13. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Die meisten - oder besser gesagt alle - von uns zählen nicht zu der oben genannten Berechnung, da es um Jugendliche geht zwischen 14-17 Jahren.

    Aber am Wochenende schaff ich auch MAL meine 12 Stunden. Es muss am Ende doch jeder selbst wissen. Und solange ich mein Leben im Griff habe, seh ich kein Problem damit, zudem fange ich auch nicht ein tatter zu bekommen, wenn ich mal ein paar Tage nicht online sein kann oder bekomme Angstzustände. Wenn ich meine Eltern besuchen fahre, verzichte ich mit Absicht bis zu 2 Wochen drauf ohne schlecht schlafen zu müssen.
     
  14. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Dazu ergänzt müsste man unterscheiden, ob man 12 Stunden in Second Life ist und "spielt" oder ob man 12 Stunden inWorld ist und kreativ ist. Da würde ich auch noch einen unterschied drin sehen. Ich wäre ja nicht direkt süchtig, wenn ich eventuell 12 Stunden am Tag online wäre und damit mein Lebensunterhalt verdienen würde (was leider nicht der Fall ist).
     
  15. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Naja, aber allein an der Zeit, die man z.B. vor dem Rechner sitzt, eine Sucht festzumachen ist dann doch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

    Das ist ähnlich, wie mit der Definition "wer regelmäßig mehr als ein alkoholisches Getränk pro Woche zu sich nimmt, der ist Alkoholiker": eine grobe Pauschalisierung, die einfach mal eine Implikation umdreht:
    Sicher verbringen die meisten Onlinesüchtige/PC-Süchtige einen guten Teil ihrer Freizeit vor dem Rechner, und Alkoholiker nehmen im allgemeinen mehr als einmal ein alkoholisches Getränk zu sich. Aber das sind allenfalls mögliche Symptome einer Sucht, keine Indizien und schon gar keine Beweise.
    Implikationen sind eben keine Äquivalenzen und funktionieren nur in eine Richtung.

    "Süchtig" im Sinne einer Abhängigkeit kann man so daran deswegen noch lange nicht festmachen. Denn während der eine 20h am Tag vor dem PC verbringen kann und kein Problem damit hat die Kiste mal für 2 Wochen abzuschalten, da kann der andere schon ein echtes Problem damit haben auf die tägliche 2h Dosis Internetchat zu verzichten. Oder mal einen Tag keine Mails zu empfangen.

    So eine Lebensweise vor dem PC bzw. im Netz mag möglicherweise in der Gesellschaft nicht akzeptiert sein, wie z.B. auch der Drogenkonsum nicht akzeptiert ist, aber eine Sucht ist das deswegen noch lange nicht. Auch wenn eine solche Lebensweise nicht unbedingt risikoarm und gesund ist.
    (Das ist Fußballspielen nebenbei aber auch nicht...)

    Eine Sucht ist es erst dann, wenn eine Abhängigkeit auftritt. Wenn der Abhängige nicht mehr seine Droge unter Kontrolle hat sondern seine Droge ihn und sein Verhalten bestimmt.
    Dann treten durchaus mal Symptome wie ein intensiver Konsum auf, aber vor allem eben auch eindeutigere Symptome wie z.B. massive Vernachlässigung des Arbeitsumfelds (oder in diesem Fall der Schule) oder gar massive körperliche Beeinträchtigungen, die bewusst in Kauf genommen werden, etwa beim intravenösen Konsum harter Drogen oder eben wenn man 36h am Stück vor dem PC sitzt ohne irgendwas zu essen oder zu trinken.

    Solche Leute brauchen auf jeden Fall Hilfe, weil sie das nicht mehr alleine gebacken bekommen, klar.

    Aber jeden, der nur etwas länger als der Durchschnitt online ist oder der eben eher im Internet als im RL kommuniziert als Süchtigen darzustellen, das geht IMHO dann doch deutlich zu weit.

    Sowas findet man aber auch wenn, dann am ehesten bei radikalen "Selbsthilfe-Seiten" wie etwa Onlinesucht.de/HSO e.V, die ich persönlich z.B. für nicht unbedingt seriös halte, da solche Seiten eben auch gern mal ihre "Hilfsangebote" vermarkten; gab ja hier im Forum schon mal den ein oder andern Thread zu diesem Thema, z.b. hier: http://www.slinfo.de/vb_forum/ideen...linfo-de/57300-link-zum-onlinesuchtforum.html. (Auf die uvnerbindliche Preisanfrage für diese Beratungsmodule hab ich nebenbei noch immer keine Antwort bekommen...)

    Ob jemand nun "onlinesüchtig" ist oder nicht, ob das nicht doch eher eine Depression ist, eine psychische Zwangsstörung oder eine sonstige Erkrankung, das kann am ehesten ein Psychologe beurteilen, der sich den potentiellen Patienten mal genauer ansieht und sich mit ihm länger unterhält.
    Schließlich kann diese "Onlinesucht", bei der man "täglich mehr als 5h im Internet" ist (um mal ein Kriterium des oben erwähnten Vereins zu zitieren) schlicht und einfach auch der Ausdruck einer Vereinsamung in der Anonymität einer Großstadt sein...
     
  16. Da hast du recht Yoshi. Wenn man zum beispiel etwas baut verfliegt die Zeit eh und ehe man sich versieht ist es dann schon Mitternacht und man muss dringend off, weil man am nächsten tag zB um 6 Uhr hoch muss. Wir alle, die in SL sind werden sicherlich bis zu 8 Stunden täglich in SL verbringen, abhängig natürlich von Arbeit und familiärer Situation. Ein Eine-Frau-Haushalt wie bei mir hat natürlich weniger Pflichten, wie eine Familienmutter oder jemand der mehr als nur 8 Stunden täglich arbeitet. Wenn ich gleich zuhause bin werde ich auch bald wieder in SL sein, weil ich etwas baue und das braucht Zeit. Dafür wird das WE SL frei sein, was übrigens kein bisschen weh tut ^^
     
  17. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Shirley hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht.
    Sucht ist doch erst dann eine Sucht, wenn man es nicht von alleine schafft für einen gewissen Zeitraum Abstand von dieser "Sucht" zu bekommen.
    Solange man seinen Pflichten nachkommt und alles in Ordnung ist, kann man doch auch mal eine Stunde länger im Internet verbringen. Und das finde ich immer noch besser, als den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen, wo mir dir Haare grausen, wenn ich das Nachmittags Programm sehe.
    Das Internet bietet unzählige Informationsquellen um immer auf den neusten Stand zu sein.
    Gut, ist jetzt etwas ab vom Thema, denn hier geht es um WoW, Second Life und Counter Strike. Ich spiele sowohl SL als auch cs, aber cs wenn überhaupt vielleicht 30 Minuten am Tag um mich zu "entspannen". Second Life nutz ich um mich mit meinen Freunden auszutauschen, kreativ zu sein und neues auszuprobieren.
    Und da ich ebenfalls ein 1 Personen Haushalt bin wie Nebula hab ich demensprechend weniger Pflichten hier zu Hause und meine Familie ist auch leider zu weit weg um mal eben einen Besuch abzustatten. Aber von meinen Freunden muss niemand leiden, es besteht sehr regelmäßiger Kontakt :)
    Aber ich gebe auch zu, dass das mal bei mir schlimmer war, aber ich habe es glücklicherweise erkannt und selbst die ensprechenden Maßnahmen ergriffen.
     
  18. Leon Malvogen

    Leon Malvogen Aktiver Nutzer

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    Süchtige erkennen selten ihre Sucht und sie finden tausend Gründe, um zu erklären, warum sie nicht süchtig sind.

    Man könnte ja mal einen Monat lang ganz ehrlich jeden Tag die Zeiten notieren, die man in SL verbringt, sonst vor dem PC, mit Freunden in RL, an der Arbeit, in der Schule etc. Manch einer würde am Ende des Monats erschrecken, wenn er sieht, wieviel Zeit er am PC verbringt und wie wenig mit realen Menschen. Aber wer macht das schon? Die meisten verdrängen ihre Sucht, bis es zu spät ist.
     
  19. Yoshi Bagley

    Yoshi Bagley Superstar

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    Ich hatte ne ewigkeit xfire im Hintergrund laufen - ein gamer messanger - der die Onlinezeit anzeigt der letzten 7 Tage und gesamtzeit. Damit hatte ich immer ein Überblick gehabt, wie viel ich die games der letzten 7 Tage gezockt hab. Überrascht hatte ich mich eigentlich nicht drüber.
    Hab gerade mal in mein Profil geschaut, dort steht drin bei sl 1.570 Stunden und bei cs 922.

    Wie oben erwähnt. Früher hab ich offen gestanden, dass ich süchtig bin und habs sogar auf die leichte Schulter genommen, wie viele natürlich. Da ist es mit mir auch durchgegangen, wenn ich 1 Tag nicht zocken konnte. Und heute? Ich lass den PC am we auch mal aus, wenn ich für ne Prüfung lernen muss ;) (was aber fast unmöglich ist)
     
  20. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    ...und "ehemalige Süchtige" erkennen in allem möglichen ein eindeutiges Anzeichen einer furchtbar gefährlichen Sucht, auch wenn das dann bei objektiver Betrachtung oft an den Haaren herbeigezogen ist. Dieses dann gern vorgebrachte Argument "Du leugnest deine Sucht, du hast einen überdurchschnittlichen Konsum, also bist du süchtig" ist doch logischer Schwachsinn. Da wird eine Korrelation zur Kausalität deklariert.

    Ein überdurchschnittlicher Konsum (egal ob Drogen oder Onlinezeit) ist sicher nicht unbedingt gut für die Gesundheit, aber frü sich gesehen deswegen noch lange keine Abhängigkeit. Fußball spielen ist, wie schon erwähnt, auch alles andere als gut für die Gesundheit; bei dieser Sportart gibt es im Breitensport proportional gesehen überdurchschnittliche schwere Verletzungen, mehr als bei Basketball oder z.B. Volleyball. Aber trotzdem würde keiner auf die Idee kommen Fußballspieler wegen dem gesundheitsgefährdenden Hobby als "Süchtige Personen" zu bezeichnen. Und passionierte Klavierspieler, die täglich 5h üben um irgendwann mal Chopin ohne Fehler spielen zu können, die werden gemeinhin auch nicht als "Klavierabhängig" betrachtet...

    Und so ist das in den Medien gern thematisierte Phänomen "Onlinesucht" sehr oft auch ein kulturelles Phänomen, einfach weil einige (oft ältere) Menschen etwa nicht verstehen können, wie man z.B. Menschen, die man seit Jahren aus dem Internet (und möglicherweise von gegegentlichen Usertreffen und RL Conventions) kennt und mit denen man dort mehrmals die Woche 2 bis 3 Stunden über Gott und die Welt und seine persönlichen Probleme redet, auf eine Stufe stellen kann mit Menschen, die man durch Zufall aus dem RL kennt und hin und wieder im Sportverein sieht. Diese Menschen verstehen auch genauso wenig, dass es für andere Menschen ein Bedürfnis ist über Blogs und Twitter zu kommunizieren und z.B. sich so selbst auszudrücken.

    Komischerweise ist es für diese Menschen mit Verständnisproblem aber oft völlig normal einen (möglicherweise gesundheitsschädlichen) Sport zu machen, hinterher beim Kartenspielen im Clubheim noch drei Bierchen zu trinken und sich dann zu hause noch eine Stunde von der Glotze berieseln zu lassen...DAS ist dann kein Zeichen von Abhängigkeit, auch wenn man ohne die Flimmerkiste und das Unterschicht-TV schon lange nicht mehr weiß, was man nach dem Abendessen so alles machen kann aus Langeweile.


    Als das Radio neu war, da wurde die "Radiosucht" recht häufig diagnostiziert, nachdem die Leute 2 Stunden nur vor dem Apparat gesessen sind und sich die Hörspiele angehört haben. Wenig später gabs die Fernsehsucht, bei der die Menschen stundenlang, schon am frühen Abend, vor der Glotze gesessen sind und mit den gefährlichen Fernbedienungen wahllos gezappt haben.
    Und heute gibts eben bei vielen die "onlinesucht", die sich angeblich durch hohen Internetkonsum und wahlloses Surfen usw. auszeichnet. Und einige radikale Selbsthilfegruppen sind sich nicht zu blöde selbst BDSM Neigungen auf eine "Onlinesucht" zurückzuführen, was nun wirklich völlig absurd ist. *seufz*

    Ich streite ja nicht ab, dass es Menschen gibt, die das Internet als Fluchtmöglichkeit nutzen, und diese Menschen sind wohl manchmal durchaus Abhängig von dieser Fluchtmöglichkeit und bedürfen wohl manchmal durchaus professioneller Hilfe, sprich psychotherapeutische Betreuung.

    Aber mit der Stigmatisierung einer neuartigen Kultur ist niemandem geholfen. Am wenigsten den Abhängigen selbst. Und die Internetkultur ist nun mal eine sehr junge, schließlich ist das allgemein verfügbare Internet noch nicht mal 20 Jahre alt.