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Dürfen Deutsche einen Nationalstolz haben?

Dieses Thema im Forum "Sozialwissenschaft & Gesellschaft" wurde erstellt von Janina Dufaux, 24. Mai 2012.

Status des Themas:
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  1. Sumy Sands

    Sumy Sands Superstar

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    Dann trügt dich deine Aussenwahrnehmung durch die Innerwahrnemung.
    Zieht man einen Schnitt über Allem, so kommt Deutschland nicht schlecht weg.
    Ok. dass da ein paar Griechen mecker, weil sie ein paar Rentner streich müssen, die die EU nicht mehr bezahlt, Deutschland Hauptzahler der EU ist und sie symbolishe dafür Merkel als Hitler darstellen ... wayne interessirt dies?
    Für mich stimmt das Gesamtbild, auch wenn man am Feinschliff arbeiten kann.

    Wie heist es so schön? Wem es nicht past kann ja gehen, aber ich bleibe hier!
     
  2. Bobsi Suppenkraut

    Bobsi Suppenkraut Freund/in des Forums

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    Nun Leeloo, mach dir nichts draus. Die Deutschen sind grundsätzlich ein Volk von elenden Jammerlappen, Versagern und unterbelichteten Dünnbeuteln, die es verdient haben, von ihren Politikern verarscht zu werden. So auch hier, das perfekte Opfervolk! "Rabäääh, wir werden gehasst, weil es mal bei uns den lieben Adolf gaaaab." Aber gegen Griechenland hetzen, schlimmer als damals zur Zeit des Stürmers und gleichzeitig jammern, dass die Griechen alles Geld kriegen, man selber nichts, die Banken alles Geld kriegen, man selber nichts - aber Revolution? Näääh, läuft doch Fußball in der Glotze! Alde, bring mal Bier!

    Die haben doch gar nicht in den Medien begriffen, dass die Volksabstimmung nicht gegen ein Land an sich gerichtet war, sondern es erst einmal darum ging, dass nun pro Kanton Einwanderungskontingente festgelegt werden müssen innerhalb der nächsten drei Jahre. Das betrifft doch nicht nur dieses unselige Volk der Deutscher. Hitler hatte übrigens in einem Recht, es wäre besser gewesen, es wäre mit ihm untergegangen. Das betrifft doch auch die Franzosen, Italiener und andere mehr, es geht nicht nur gegen ein Volk, sondern gegen alle, also genauer den Rest der Welt.

    Kontingente sollen geschaffen, werden, das heißt absolute Zahlen, die auch höher sein könnten als das bisherige, als auch niedriger.

    Weiter schauen wir uns mal diese Statistik hier an: https://de.wikipedia.org/wiki/Einwandereranteile_nach_Ländern

    Einwandereranteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland 12,39%, in der Schweiz 22,89%.

    Ja was meinst du denn, was bei den Deutschen los wäre, wenn es da 22,89% gäbe? Denen sind doch schon die jetzigen 12,39% deutlich zu viel, dass sie überall die Neonazis in die Länderparlamente wählen! 22,89% wie in der Schweiz könnten sie gar nicht ertragen!

    Aber neee, rabäääh, mal zahlt immer so viel an die EU, rabäääh, man kann gegen das, was aus Brüssel kommt, nichts tun, rabäääh, und Mutti macht das schon!

    Ich könnte kotzen! Ich glaube ich gehe mal in Thars Kotzbrockenkurs in der SL-Volkshochschule und komme dann gestärkt wieder zurück!
     
  3. Nofu Nagy

    Nofu Nagy Freund/in des Forums

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    Huhu Bobsi, bitte verwechsel nicht Deine Meinung umd Deine Probleme mit der Meinung der "Deutschen". Da gehör ich ja auch zu und ich möchte nicht, mit dem von dir geposteten ******** in Verbindung gebracht werden. Danke.
     
  4. June Ashmoot

    June Ashmoot Aktiver Nutzer

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    Hat man im Ausland Probleme als Deutsche(r) dann liegt es meist an einem selbst oder man bildet es sich ein. Ich hatte noch nie Probleme deswegen (egal ob Amerika, Asien, Europa oder sonstwo) eher sogar das Gegenteil (ich kenne auch keinen wo es anders war). Die meisten schätzen Deutsche sehr. Auch seriöse Umfragen kommen meist zu dem Ergebnis das Deutsche recht beliebt sind. Sogar bei den Briten:D

    lg

    Edit:
    Dass die Schweizer so abgestimmt haben ist ihr gutes Recht. In Deutschland, Frankreich, UK etc. sähe es nicht anders aus. Da braucht die EU nun nicht rumzujammern.

    So und nun erlaube ich mir mich später über die nächste Medaille für Deutschland zu freuen;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2014
  5. Lucky Bekkers

    Lucky Bekkers Forumsgott/göttin

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    Die Deutschen sind sind entgegen unserer Wahrnehmung oder besser gesagt unserer Vermutung, viel beliebter als wir denken, so wurde Deutschland 2013 zum beliebtesten Land gewählt:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama...land-zum-beliebtesten-land-der-welt-1.1678792

    Desweiteren zur Schweizer Abstimmung:
    Sicherlich dürfen sie so abstimmen nur müssen sie trotzdem ihre vorherigen abgeschlossenen Verträge dabei beachten. Ihr Volksentscheid kann die ja nicht einfach so mir nichts dir nichts aufheben. Diese Bilateralen Verträge wurden übrigens auch auf Drängen der Schweiz abgeschlossen und welche sie ebenfalls per Referendum im Jahr 2000 angenommen worden sind.

    PS:
    Als erste Konsequenz, (finde ich als BVB Fan:) sollte dieser Shaquiri (FC Bayern München) nach Hause geschickt werden.
    :winken
    :mrgreen:
     
  6. Shirley Iuga

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    Uh, ich hatte schon mehrmals im Ausland nette Leute, die mit einem "Sig Heil" gegrüßt haben um mit zu zeigen, dass sie Nazis nicht mögen, nur weil ich in Deutschland wohne.
    Allerdings sollte ich dazu sagen, dass es manchmal besser ist die US-Staatsbügerschaft nicht zu erwähnen, wenn man auch noch einen deutschen Pass hat. Denn Amis sind in vielen Teilen dieser Erde noch wesentlich unbeliebter als die deutschen Kulturbanausen. Schon aus Prinzip. Viel zu viele Menschen denken einfach noch in tumben Schubladen. Trotzdem kenne ich kein Land, dasim Grunde in weiten Teilen freier und humanistischer ist als die Staaten. Auch wenn die Regierung einfach abgesetzt und ersetzt gehört.

    (Nebenbei: Ich bin weder stolz auf Deutschland, noch auf die USA. Und ich sehe da keines der Länder als mein "Vaterland" an. Trotzdem steh ich direkt hinter den Idealen der Aufklärung, des Humanismus, der Republik, der Gleichheit vor dem Gesetz und vor allem der Freiheit des Individuums, die das Sternenbanner symbolisiert. Während ich mit dem Schwarz Rot Gold der Burschenschaftler von 1820 nur bedingt was anfangen kann - die mir einfach noch zu sehr im Heligen Römischen Reich Deutscher Nation und in dessen Nationalismus verwurzelt sind.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2014
  7. Bobsi Suppenkraut

    Bobsi Suppenkraut Freund/in des Forums

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    Der typische Ami lebt in seinem Bundesstaat. Washington ist weit weg und interessiert ihn nicht, noch hat er vom Rest der Welt wirklich viel Ahnung. Lässt man ihn dann auf den Rest der Welt mal eben so los, dann trägt er oft genug dazu bei, dass typische Schubladenbild der Amis im Rest der Welt zu bestätigen und zu erneuern.
     
  8. Catie Chiung

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    Ich habe als Deutsche nie Probleme gehabt oder Hass im Ausland gespürt. Vorallen die Franzosen sind sehr liebe Menschen. Einfach ein "bonjour" und dann sind sie schon viel freundlicher. Englisch können diese Leute weit besser als hier und sind auch deutlich bereiter auf einen einzugehen. Zumindest auf den Campingplätzen war man für die Leute sogar gerade weil man aus Deutschland kam interessant, zumal Deutsche ja selten dort auftauchen. Als Nazi oder sonstigen Blödsinn wurde ich noch nie bezeichnet, noch wurde ich irgendwie komisch angeguckt nur weil ich Deutsch spreche und mit anderen versuche in Englisch mich zu unterhalten.
     
  9. aviva Sparta

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    *lach* schon irgendwie witzig. Ich habe leider komplett andere Erfahrungen gemacht. Die Franzosen die ich kennenlernen "mußte", waren alle arrogant und weigerten sich, nur ein Wort englisch zu sprechen. Ich hatte sogar eher das Gefühl, das sie amüsiert waren, wenn man sich mit einen sehr gebrochenen französisch abplagte.
     
  10. Catie Chiung

    Catie Chiung Aktiver Nutzer

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    Deshalb wunder ich mich ja, weil du bist nicht die Einzigste. Ich habe aber die ganzen male wo ich in Frankreich war nie einmal sowas bemerken können und wie gesagt sie konnten alle Englisch und hatten damit auch echt keine Probleme. Wie gesagt ich lege aber dann z.B. wert drauf das ich sie wenigstens auf Franszösisch begrüße und vielleicht mal ein paar Zahlen aufsagen kann. Mehr kann ich aber echt nicht. :D
    Ich wahr halt bestimmt 5x in Monpellier also an der Mittelmeerküste, 1x in Saint Naziare in der nähe der Bretangne und 2x im Straßburg und auch einmal in Forbach. Ich hatte nie irgendwie mich unwohl gefühlt.
    Meine Eltern sprachen gebrochenes Französisch, das reichte schon das man hier und dort eingeladen wurde, ohne das man sich eigentlich kannte.
    Wo ich letzten Urlaub am Atlantik war (ohne Eltern^^) hatte ich das Gefühl das die Leute sogar noch um einiges freundlicher waren, vorallen die Kinder irgendwie. :)
    Keine Ahnung vielleicht hat sich auch einiges geändert.
     
  11. Nicoletta Schnute

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    In Starßburg habe ich auch immer nur Herzlichkeit und Gastfreundschaft erfahren. In Paris nicht immer.

    Aber egal wie wir uns verhalten und wie gastfreundlich wir aufgenommen werden, wie herzlich die Menschen sind. Was hat das mit Stolz zu tun?
     
  12. Sehr gute Frage Nico ;-)
     
  13. Bobsi Suppenkraut

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    Also mit den Franzosen ist das so: viele Franzosen meinen, Frankreich sei eine Weltmacht wie die USA und daher müsse die ganze Welt französisch verstehen können und auch sprechen. Wir haben oft genug mit französischen Firmen zu tun, und bitten die jedes Mal, uns bitte doch Rechnungen auf Englisch zu schicken. Fehlanzeige, da beißte auf Granit. Die kriegst du entweder auf französisch oder sie machen keine Geschäfte mehr mit dir. Und das sind keine kleinen Klitschen, sondern Unternehmen mit 42 Milliarden Euro Umsatz und 190000 Mitarbeitern weltweit, die das nicht leisten wollen.
     
  14. eighthdwarf Checchinato

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    Ich mache es mir, was die Titelfrage angeht, sehr einfach - und stelle die gleiche Gegenfrage, die schon Buk gestellt hat:

    Ich kann nichts dafür, innerhalb der Grenzen des heutigen Dtl. geboren worden zu sein, ich kann auch nichts dafür, dass meine ehemalige Heimat "wiedervereinigt" wurde - und ich kann nichts dafür, dass wir heute die Regierung haben die wir haben. Wie kann ich da stolz auf dieses Land sein? Dieses Land ist nichts, das ich selbst erreicht habe, also habe ich keinen Grund, darauf stolz zu sein.
    Ich hab auch nicht den geringsten Anteil an den Leistungen der Sportler der deutschen Nationalmannschaft, schaue noch nicht mal den Wettkämpfen zu - wie kann ich da stolz auf deren Medaillen sein?

    "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" - das kann meiner Meinung nach nur jemand von sich sagen, der es aus eigener Anstrengung geschafft hat, trotz aller bürokratischen und gesellschaftlichen Hürden die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Für alle anderen ist solch ein Stolz schlichtweg Unsinn.
     
  15. Berenike Nansen

    Berenike Nansen Aktiver Nutzer

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    Egal wo wir geboren sind, welchen kulturellen Hintergrund wir haben, welche Sprache wir sprechen - wir sind Menschen, nicht mehr und nicht weniger.
     
  16. Monalisa Robbiani

    Monalisa Robbiani Superstar

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    Hmm, als Produzenten der besten Autos, der verlässlichsten Haushaltsgeräte, als Leute mit einer ordentlichen Wirtschaft, als Land mit funktionierender Medizin und sozialer Sicherheit … sag einmal, weißt du eigentlich WIRKLICH, was andere über Deutschland denken? Oder warum rennen Deutschland (und uns) alle die Türen ein, sicher weil es ihnen bei uns so SCHLECHT geht … Oh mann, bitte!
     
  17. Xenos Yifu

    Xenos Yifu Guest

    ..........
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. Februar 2014
  18. Shirley Iuga

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    Erst mal:
    Die meisten "deutschen Autos" sind leider nicht wirklich deutsch, die meisten Konzerne gehören zum überwiegenden Teil ausländischen Investoren, selbst BMW hat rund 30% bis 40% ausländische Eigentümer (neben der Quandt-Familie, deren Mitglieder und Nachfahren rund 50% der Konzerns gehören) .-)

    Das "nicht mehr so wirklich deutsch" gilt erst recht für die "verlässlichen Haushaltsgeräte", die mittlerweile meist vom US-Unternehmen Whirlpool hergestellt und dann einfach als "Bauknecht" verkauft werden. "AEG" ist auch schon lange keine deutsche Firma mehr in diesem Bereich, die haben einfach die Rechte am Namen z.B. an electrolux (Schweden) verkauft. Auch "Grundig" ist nichts anderes - ein Haushaltsgerät, produziert irgendwo in China durch die Türkische Firma Acelik. Mit der Lizenz am Namen "Grundig". Die Haushaltsgeräte von Bosch und Siemens (Bosch-Siemens Haushaltsgeräte GmbH) verkauft unter anderem als Junker, Neff, Gaggenau usw. Aber zumindest die Anteile von Siemens an dieser Firma gehören der Siemens AG und damit auch zu großen Teilen ausländischen Investoren. (Katar ist z.B. Großaktionär...). Nur die Bosch GmbH ist noch ein Urdeutsches Unternehmen, das durch die Eigentümer-Struktur komplett vor einer "feindlichen Übernahme" geschützt ist (die Firma gehört zu über 90% der gemeinnützigen Bosch Stiftung, die keine Stimmrechte hat und ihr Eigentum nicht veräußern, sondern lediglich die Gewinne daraus für "gute Zwecke" nutzen darf. Die restlichen 10% der Robert Bosch GmbH gehören dann einer Treuhand-Gesellschaft, die zwar alle Stimmrechte hat, aber kaum Eigentum an der Firma. So dass die auch die Firma nicht zu Geld machen können.). Daher wird Bosch wohl auch immer "deutsch" bleiben.

    Zudem: Fast alle dieser "deutschen Produkte" - auch die von Bosch! - werden mitterweile in weiten Teilen irgendwo im Ausland hergestellt. Und allenfalls in Deutschland noch mal über ein Band gelassen und endmontiert, damit man "made in Germany" drauf schreiben kann. Auch bei den Autos ist das nicht viel anders - die werden zwar in Deutschland endgefertigt, die Einzelteile dazu kommen aber mittlerweile aus der ganzen Welt. Selbst die Entwicklung wird immer mehr ins Ausland verlagert, d.h. an der Software im deutschen Auto (und da ist mittlerweile viel drin) wird eben z.B. nicht nur in Sindelfingen oder Wolfsburg gebastelt, sondern auch in Bombay und Kalkutta. Weite Teile der Erprobung und Entwicklung finden auch nicht mehr in Deutschland statt, sondern bei irgendwelchen ausländischen Subunternehmen und Tochtergesellschaften.

    Unter dem Strich gibt es einfach kaum noch "deutsche Produkte" - das, was man hierzulande kriegt ist in fast allen Fällen einfach ein "multinationales/internationales" Produkt.

    Und zweitens: Ja, natürlich gibts hierzulande eine zumindest halbwegs funktionierende medizinische Versorgung und Sozialleistungen vom Staat wie ALG2 und so was. Aber halt nicht für jeden. Und auch nur unter bestimmten Umständen. Dazu mussen dann für die Sozialleistungen auch oft komplett die Hosen runter lassen und alberne Spielchen und diverse Demütigungen beim Amt brav über sich ergehen lassen.

    Die meisten, die nach Deutschland einwandern wollen, die haben aber entweder echt ein Problem (und brauchen z.B. Asyl, weil sie zu hause sonst von den politisch und/oder religiös Verwirrten dort misshandelt, verstümmelt oder gar getötet werden...). Oder aber (und das ist in den meisten Fällen leider so...) komplett falsche Vorstellungen davon, wie man in Deutschland dann als (meist ungelernter) Immigrant so lebt und wie viel man verdient usw. Den meisten ist nämlich nicht klar, dass sich hier eben nicht jeder einen schicken großen Mercedes leisten kann, dass sich hier nicht jeder eine schicke, tolle Wohnung leisten kann und dass es in Deutschland mittlerweile eine ziemlich große Menge an Taglöhnern und ähnlichen "Gelegenheitsjobbern" gibt, die mehr oder weniger als Bodensatz der Unterschicht vor sich hin vegetieren müssen. Klar ist es besser 12 Stunden am Tag für einen mickrigen Lohn arbeiten zu müssen als im Folterknast zu sitzen - aber viele, die als Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland kommen, kaum die Sprache hier beherrschen und dann als Hilfsarbeiter effektiv für 6€ Brutto die Stunde arbeiten müssen (und das manchmal bis zu 15 Stunden am Tag, z.B. in der Gastronomie) um über die Runden zu kommen, die wollen irgendwann einfach wieder heim.

    Die haben da nämlich ganz oft das selbe Problem, das deutsche Auswanderer haben, wenn sie z.B. in die Schweiz ziehen oder gar nach Norwegen gehen, weil sie dort wesentlich höhere Löhne bekommen. Und die dann leider bemerken müssen, dass in der Schweiz und in Norwegen eben nicht nur die Löhne wesentlich höher sind, sondern eben auch die Lebenshaltungskosten. Klar verdient man Netto z.B. in der Schweiz durchaus mal 2500 bis 3500 Franken mit einem Job, mit dem man in Deutschland lediglich 1500 bis 2000 Euro verdienen würde. Also schon bisschen mehr. Dafür ist es z.B. aber auch kein Problem für eine eher kleine Wohnung für seine Familie schnell mal 1500 bis 2000 Franken Miete zu zahlen. (Entspricht so 1300€ etwa) Während eine vergleichbare Wohnung in Deutschland oft schon für unter 1000€ gemietet werden kann. Und auch Lebensmittel sind meist deutlich teurer als in Deutschland. Auch locker 20% bis 40%, je nach dem. Und: Wenn mal als Ehepartner in die Schweiz auswandert, dann hat man oft keine Arbeitsgenehmigung. (Dafür hat man aber klasse Bahnverbindungen, nette Menschen und saubere Naturlandschaften, die in Deutschland mittlerweile alle bisschen Mangelware sind)

    Noch krasser ist es allerdings mit den USA, die bei vielen aus dem Süden (also Mexiko) immer noch als das gelobte Land gelten, in dem man eben mal mit bisschen Fleiß reich und Mulitmillionär werden kann. Das ist schon zwar prinzipiell schon richtig irgendwo, in den Staaten kann man das vermutlich immer noch besser hin kriegen als in jedem anderen Land. Allerdings ist in den Staaten wie überall auch das Problem da, dass man zum einen viele Millionen hat, die genau das selbe wollen. Und dass ohne ausreichendes Startkapital oder eine wirklich außergewöhnliche Begabung in den Staaten auch überhaupt nichts geht. So dass viele, die dort ihr Glück suchen, letztendlich irgendwo als Hilfsarbeiter auf der Plantage oder gar als Obdachloser unter einer Brücke oder mit etwas Glück in einer eigenen Schrottkarre landen. Oder direkt im Knast, weil sie eben straffällig werden um zu überleben.

    TL;DR?

    a) es gibt kaum noch "deutsche Produkte" und damit auch keine "deutsche Wertarbeit" mehr.
    b) Deutschland und Österreich erscheinen möglicherweise zwar als Paradies, sie sind es in der Realität aber nicht wirlklich, weil Stundenlanges Spargelstechen für effektive 4€/Stunde einfach nicht paradiesisch ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2014
  19. MartinRJ Fayray

    MartinRJ Fayray Freund/in des Forums

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    Das kommt auf die Situation an; für eine alleinerziehende Frau mit kleinen Kindern ist ein solcher Job natürlich äusserst existenzbedrohend.
    Für einen Gastarbeiter aus Polen ist es eine tolle Gelegenheit sich saisonweise etwas dazuzuverdienen.
     
  20. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Aber auch nur dann, wenn er hier in einem Container, einer alten Bruchbude und ähnlichem haust und eben nicht in Deutschland wohnt. Und nach ein paar Wochen mit wirklich spartanischer Lebensweise hier das Geld dann mit nach Polen nehmen wird. Wo 4 Euro noch viel sind.
     
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