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Gewaltausbruch in der arabischen Welt: Wie viel Netzzensur muss sein?

Wiffelbottom Resident

Freund/in des Forums
Hätte ich "die Muslime" geschrieben und damit alle über einen Kamm geschoren, hättest Du mir so etwas vorwerfen können, habe ich aber nicht!
Lies meine Postings im Thread und Du weisst ob ich reflektiere und das ich sogar so wie Du oben, auch schon schrieb:



Also sich informieren bevor man jemanden etwas vorwirft ist tut uns auch ab und an ganz gut;-)

Nein sollte ein Muslime - unbestimmt also irgendeiner - respektive ohne weiteres also jeder beliebige Muslime - also sollte der das können. Sollte - nicht etwa nur einige können das. Ich wollte dich damit nicht angreifen aber es war für mich ein schönes Beispiel dass wir selber nicht gefeit sind pauschalierende Wörter zu vermeiden. Ich übrigens auch nicht.
Aber komischerweise diese Unterscheidungen von den Anderen einfordern.

Der Satz ist so und so zu verstehen.

Die sprachliche Verwendung von Worten und das Verstehen des Empfängers ist auch eine Art Bildung - also um dich mal zu zitieren
"Also sich informieren bevor man jemanden etwas vorwirft ist auch ab und an ganz gut"

Aber wir können uns über rhetorische Spitzfindigkeiten und deren Wirkung gerne weiter unterhalten - würde aber zu sehr ins OT führen. Ich bin halt nicht so perfekt wie du und mache Fehler^^

Schönen Tag noch
 

Lucky Bekkers

Forumsgott/göttin
Ich bin ganz sicher nicht perfekt und maße mir das auch nicht an, mache auch jede Menge Fehler, aber trotzdem lasse ich mir von Dir nicht vorwerfen (bei diesem Thema) nicht zu reflektieren.
Und schon gar nicht lasse ich mich dadurch in eine bestimmte Ecke drängen, die nicht die meine ist.
 

Silvan Tobias

Superstar
glaub ich nicht !

Warten wir es ab.

Nein eine legitime Antwort ist ..wir machen das nicht , aber WIR können durch eine Gegendemonstration den Pro Deutschland Anhängern und wem auch immer sonst noch aufzeigen das WIR mit so einem Dreck nicht einverstanden sind !!
Das ist aufstehen und Nein sagen !

Sorry, ich habe mich mißverständlich ausgerückt, passiert beim freien zitieren.

Sinngemäß genauer: Wenn etwas bewußt beleidigend ist, wieso wird es dann von der Mehrheit der Deutschen gutgeheissen?

Da ist eine Demo von einigen Wenigen (Deutschland hat ca 80 Mio Einwohner, sollen die alle kommen?) nicht zielführend.

sorry aber mir platz bei solchen Sätzen der Kragen ..ich schreib auch nicht DIE Moslems , ich schreibe die Fanatiker ..wieso werden dann von deinen durchaus gebildeten Kollegen alle Deutschen über einen Kamm geschoren ?

Urteile werden "im Namen des Volkes" gesprochen. Ob die Aufführung damit erlaubt oder verboten wird, ist somit tatsächlich über einen Kamm geschert. Das ist mal das eine.
Das Andere ist, daß in den Medien verbreitet wird, daß "die Moslems" immer radikaler werden. Nur weil du von "den Fanatikern" schreibst, wirst du noch lange nicht so von allen wahrgenommen.

Im Endeffekt ist es aber mal wieder die Diskussion "Meine Religion ist besser als deine Religion".
Anstatt sich gegenseitig ein wenig Respekt zu zeigen und den Fanatikern des eigenen Lagers klar zu machen, daß es so nicht geht, läßt man die Brandstifter ungestraft weiterzündeln.
Wenn man mal von der Motivation des "Produzenten" dieser "Laufbilder" ausgeht:
Sicherlich werden die Koptischen Christen in Ägypten nicht gut behandelt (zurückhaltend formuliert). Das ist aber keine Legitimation.

Das ist Sandkastenniveau nach dem Motto: Der hat mir aber zuerst das Förmchen geklaut!

Rechtsstaatlichkeit ist das im Augenblick auf beiden Seiten nicht, und ich werde sicherlich nicht derjenige sein, der Lynchjustiz einerseits oder Mobbing andererseits gutheißt.
Auf beiden Seiten müßen die radikalisierenden Elemente in ihre Schranken gewiesen werden.
 

Wiffelbottom Resident

Freund/in des Forums
Ich bin ganz sicher nicht perfekt und maße mir das auch nicht an, mache auch jede Menge Fehler, aber trotzdem lasse ich mir von Dir nicht vorwerfen (bei diesem Thema) nicht zu reflektieren.
Und schon gar nicht lasse ich mich dadurch in eine bestimmte Ecke drängen, die nicht die meine ist.

Rethorik Kurs Teil 2:

Ich hab eine Fragezeichen dahinter gesetzt ob du da mit dem Wort Muslime sauber reflektiert hast.

Du hast eine Aussage getroffen dass ich mich vorher informieren sollte.

Beides mit Smiley

Wer stellt wen in eine Ecke?

ganz liebe Grüße

Aber zurück zum OT - diese kleine Episode bei aufgeklärten und Selbstbewussten Menschen wie leicht man aggressiv reagieren kann bei schlechter Wortwahl (zeigt dabei auf sich selber auch) zeigt uns doch relativ genau was passieren kann.
Jetzt nehmt noch aufgeputschte Emotionen einen guten Agitator und um auf den Thread-Titel zurückzukommen, ja eine gewisse genau abgewogene Internet-Zensur sollte wohl sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
K

Kendrick McMillan

Guest
@Lucky
Dann verschenken wir die Ecke halt ;) .....ich will auch nicht irgendwen in irgendwelche Ecken schieben.
(Es sei denn Wiffel ist der Eckenschieber.....grins)
Nur, bei klarem Kopf und klarem Verstand ist ein reflektieren ohne Probleme möglich (sofern man es will), kommt aber Wut auf haben die wenigsten noch so einen klaren Kopf um zu reflektieren. Selbst bei einer simplen Sache wie bei überhöhten Spritpreisen wird nicht mehr reflektiert, der Tankwart und die Angestellten bekommen die volle Breitseite ab, die volle Wut der Menschen, würden die Menschen mit klarem Kopf darüber nachdenken und reflektieren, würde sie vor den Bürogebäuden und den Raffinerien Demonstrieren, oder sich direkt bei den Vorständen beschweren.
So, da unten herrscht nun auch Wut, ein paar Fanatiker und die Medien gießen noch Benzin ins Feuer, die Wut wird gesteigert und dann sollen die noch einen klaren Kopf bewahren können? Zumal es da nicht um Spritpreise oder Inventorys geht, sondern um das was den Menschen am allerwichtigsten ist.
 

Lucky Bekkers

Forumsgott/göttin
Rethorik Kurs Teil 2:

Ich hab eine Fragezeichen dahinter gesetzt ob du da mit dem Wort Muslime sauber reflektiert hast.

Du hast eine Aussage getroffen dass ich mich vorher informieren sollte.

Beides mit Smiley

Wer stellt wen in eine Ecke?

ganz liebe Grüße

Habe Dir doch nur zurückgelächelt mit dem Smiley...du hast doch Deine "Frage" (ich würde es fast eher eine Unterstellung nennen) damit begleitet.



Aber zurück zum OT - diese kleine Episode bei aufgeklärten und Selbstbewussten Menschen wie leicht man aggressiv reagieren kann bei schlechter Wortwahl (zeigt dabei auf sich selber auch) zeigt uns doch relativ genau was passieren kann.
Jetzt nehmt noch aufgeputschte Emotionen einen guten Agitator und um auf den Thread-Titel zurückzukommen, ja eine gewisse genau abgewogene Internet-Zensur sollte wohl sein.

Liebe Grüße zurück, diesmal ohne Smiley.
 

Lucky Bekkers

Forumsgott/göttin
@Lucky
Dann verschenken wir die Ecke halt ;) .....ich will auch nicht irgendwen in irgendwelche Ecken schieben.
(Es sei denn Wiffel ist der Eckenschieber.....grins)
Nur, bei klarem Kopf und klarem Verstand ist ein reflektieren ohne Probleme möglich (sofern man es will), kommt aber Wut auf haben die wenigsten noch so einen klaren Kopf um zu reflektieren. Selbst bei einer simplen Sache wie bei überhöhten Spritpreisen wird nicht mehr reflektiert, der Tankwart und die Angestellten bekommen die volle Breitseite ab, die volle Wut der Menschen, würden die Menschen mit klarem Kopf darüber nachdenken und reflektieren, würde sie vor den Bürogebäuden und den Raffinerien Demonstrieren, oder sich direkt bei den Vorständen beschweren.
So, da unten herrscht nun auch Wut, ein paar Fanatiker und die Medien gießen noch Benzin ins Feuer, die Wut wird gesteigert und dann sollen die noch einen klaren Kopf bewahren können? Zumal es da nicht um Spritpreise oder Inventorys geht, sondern um das was den Menschen am allerwichtigsten ist.

Ja leider ist das so und es kostet Menschenleben. Ich denke einfach, das man solche, nennen wir es "Ausbrüche", am ehesten durch Bildung und Information verhindern kann. Gilt btw. natürlich für beide Seiten, nicht zuletzt den Leuten von Pro Deutschland, die jetzt auch noch mehr Öl ins Feuer giessen wollen, in dem sie den Film öffentlich zeigen wollen.
 
K

Kendrick McMillan

Guest
Ach ja, wir sind ja auch noch bei der Zensur.
Ich bin dafür, das man in einem gewissen Grad zensieren sollte, sofern absehbar ist das es zu größeren Komplikationen kommen kann.
Bei dem jetzigen Fall mit dem Film würde ich die Zensur sogar noch soweit ausweiten, das man "Pro Deutschland" die öffentlich Vorführung verbietet. Denn (ich glaube Obscura wars die davon sprach) eine Gegendemonstration ist gut und schön, aber die Medien werden sich dafür nicht interessieren, die schlachten mit Genuß die Vorführung aus, die Gegendemonstration wird, wenn überhaupt, nur am Rande mit drei Worten erwähnt, es sei denn die Demo endet in einer Strassenschlacht, dann wird der Bericht natürlich was länger.

@Lucky
Bildung und Infos kommen bei den Meisten Menschen an, was gut ist, leider kommt sowas bei den Fanatikern und solchen Leuten wie pro Deutschland, nicht an, die wollen es nicht wissen, die wollen die Konfrontation, egal um welchen Preis.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
O

Obscura Benoir

Guest
Und ich finde immer noch man sollte sowas nicht zensieren , das selbe Theater hatten wir mit der Mohammed Karikatur , als die Satanischen Verse veröffentlicht wurden , ich glaub es gab sogar damals so ein Drama wegen Rudis Tagesshow wo Khomeini mit Damenunterwäsche beworfen wurde .
Ich kann sicher verstehen das sehr religiöse Menschen da echt verletzt drüber sind , aber man muss doch nicht gleich völlig jenseits von gut und böse ausrasten .(Ja ich weiss , machen nicht alle ..aber wenn ich sehe das es gewalttätige Ausschreitungen auch in Frankreich , Australien und Co gab dann frag ich mich doch ..halloo ?? gehts denn ? )
Es gibt Karikaturen von Jesus vom Papst , Priestern , Luther ,
Präsidenten , Königen , Kanzlern ...ebenso Witze über fast alles und jedes , Schriften ,Filme und was noch alles ....herrje wenn deswegen immer gleich was brennen würde oder Menschen getötet hätten wir uns schon Zeitnah alle gegenseitig kalt gemacht .

...mir is völlich Lachs an was die sich hoch ziehen ...glauben tun sie doch alle an den einen Gott auch wenn er überall nen anderen Namen hat .
bis auf eight weil ohne glauben is alles besser is schliesslich auch ne these ..sorry der musste sein
 
K

Kendrick McMillan

Guest
Die Leute haben doch eine ganz andere Mentalität, schau doch mal in unsere Kirchen beim Gottesdienst, die meisten sind Sonntags fast leer, die Moscheen sind aber voll , zu den Gebetszeiten herrscht dort in den Städten absolute Ruhe.
Daran erkennt man doch schon, wie wichtig den Menschen dort der Glaube (er steht an allererster Stelle) ist und wie unwichtig der Glaube bei uns ist.
Ich gehe mal davon aus, das für dich das wichtigste deine Familie ist, würdest du noch lachen wenn man deine Familie durch den Dreck ziehen würde?
 
O

Obscura Benoir

Guest
wild mit den Händen fuchtel *g ney ney in südlichen Ländern sind die Kirchen nach wie vor voll (meine Cousinen würden mich auch mit in die Messe schleifen *g) , in den Niederlanden auch ..und hey sogar hier im alten Hedwig Holzbeiner Dorf is die Sonntagsmesse gut besucht .
Sicher kann man nun von südlichen Ländern und einzelnen Dörfern nicht auf Großstädte wie meinetwegen Hamburg oder Berlin schließen , aber auch wenn mans nicht glaub , es gibt doch weitaus mehr Gläubige egal welcher Religion die diese auch praktizieren ohne gleich radikal zu werden ;)
 
Was hat denn der Glaube mit gefüllten Kirchen zu tun? Ich verstehe eh nicht wie man Glaube und Religion in einen Topf werfen kann. Im Grunde ist es doch egal wo ich mich mit gläubigen Menschen treffe wenn mir das wichtig ist. Aber eine Kirche braucht es dafür nicht. Die ist Relgion und darüber kann man sich streiten.
 
A

Amadeus Hammerer

Guest
wild mit den Händen fuchtel *g ney ney in südlichen Ländern sind die Kirchen nach wie vor voll (meine Cousinen würden mich auch mit in die Messe schleifen *g) , in den Niederlanden auch ..und hey sogar hier im alten Hedwig Holzbeiner Dorf is die Sonntagsmesse gut besucht .
Dazu sei angemerkt, daß Obsi auf der friesischen Seite Schleswig-Holsteins wohnt, ich auf der ex-dänischen. Bei uns gilt man als christlicher Fundamentalist, wenn man mehr als zweimal im Jahr in die Kirche geht!:lol:
Aber mal zurück zur Zensur:
Ich fürchte generell Zensur, denn sie verhindert in meinen Augen notwendige Diskussion und Problemlösungen. Sie führt dazu, daß manche Dinge einigen Leuten unklar sind und dann irgendwo Verschwörungstheorien brodeln können, die dann irgendwann von Radikalen mißbraucht werden können.
Ich nenne mal zwei Beispiele: Die Leugnung des Holocausts steht unter Strafe, scheinbar gibt es aber durchaus einige Menschen, denen einfach einige Dinge in diesem Bereich als merkwürdig oder gestellt erscheinen. das ganze Thema ist aber dermaßen tabuisiert, daß sich viele nicht trauen darüber kritische Fragen zu stellen. Wenn dann aber mal irgendwo ein durchgeknallter Priester offen den Holocaust leugnet und vielleicht sogar die gleichen Fragen stellt, hat die Person gleich ein "Aha! Ich wußte doch, daß da was nicht stimmt!"-Erlebnis.
Außerdem muß man sich natürlich die Frage gefallen lassen, warum man das eine, aber nicht gleich alles andere mitverbietet. Das ist ja, was wir uns gerade vom Iran anhören dürfen.
Gegenbeispiel:
Für die Familien der Opfer diverser Terroranschläge muß es verdammt schmerzhaft sein, wenn irgendwelche Verschwörungstheorien um den Tod ihrer Verwandten gestrickt werden. Nun könnte man dieses natürlich auch verbieten, aber ist es nicht besser, daß zum Beispiel Dokumentationen die Anschläge genau nachstellen und die Verschwörungstheoretiker entkräften?
So oder so, sollte man in Deutschland darüber nachdenken, ein Verbot gegen religiöse Beleidigungen zu erlassen oder eine Zensur in diesem Bereich einzuführen, sollte man das in einem ruhigen Moment machen und nicht jetzt.
Denn wollen wir einem radikalen Mob zeigen, daß seine Methoden die deutsche Gesetzgebung beeinflussen?
 

MystyMiracle DeCuir

Moderatorin
Teammitglied
Wenn man jetzt hier mit Verboten kommt, weil der öffentliche Frieden gestört werden könnte, dann setzt man damit ein Zeichen, dass es sich lohnt zu randalieren oder damit zu drohen, weil dann zu Gunsten der Randalierer reagiert wird. Wenn ein "Zentralrat der Muslime" vor möglichen Straßenschlachten warnt, statt seine Mitglieder eindringlichst zur Mäßigung aufzurufen, dann hört sich das mehr als Drohung an, als eine Warnung.

Wo fängt das an, wo hört das auf? Wird dann jedesmal, wenn der öffentliche Frieden gestört werden könnte, verboten? Könnte dann nicht jeder gleiches Recht für alle fordern?

Künftig fühlen sich dann Rechtsradikale empfindlichst beleidigt, wenn sich jemand in Bild, Film oder Presse *ungebührlich* über Adolf Hitler, einen seiner Schergen oder das Dritte Reich äußert und dementsprechend müsste die Veröffentlichung solcher Machwerke verboten werden. Zur Unterstützung ihrer Forderungen drohen sie dann mal schnell mit Bombenterror oder gewalttätigen Demos.

Bei der nächsten Karikatur des Papstes oder einem nicht genehmen Beitrag in Film/Presse, finden sich dann sicher auch einige christliche *Fundamentalisten*, die mit Aktionen drohen, die den öffentlichen Frieden stören könnten, weil sie sich zutiefst beleidigt fühlen. Auch hier hätte dann gleiches Recht für alle zu gelten und man hätte zu verbieten/zensieren.

Irgendwann fühlen sich unsere Homosexuellen Bürger durch einen in ihren Augen schlechten Witz beleidigt und fordern das Machwerk vom Markt zu nehmen.

Die Reihe der Beispiele könnte unendlich fortgesetzt werden.

Viele kreative Werke ecken in Teilen der Bevölkerung an. Wenn all diese Gruppen jedesmal total ausrasten würden, und diese Tür ist man gegenwärtig dabei zu öffnen, dann kommt jegliches künstlerische Schaffen zum Erliegen. Es gibt Unmengen schlechter Kunst, sicherlich mehr als gute, und dazu gehört zweifellos dieses geschmacklose Video, aber es ruft weder zu Gewalt auf noch verherrlicht es sie.

Wenn jemand aber meint, mit Gewalt oder Androhung derselben auf Beleidigungen/Provokationen antworten zu können, dann ist es dieser, der sich ins Unrecht setzt und nicht der Beleidiger/Provokateur.
 

eighthdwarf Checchinato

Forumsgott/göttin
Allerdings bist du genauso in der Pflicht, seine nicht-existenz zu beweisen wie die Gläubigen in der Pflicht sind, seine existenz zu beweisen.
Falsch. Wenn du sagst, du hast das unsichtbare pink Einhorn gespürt, gehört, weißt dass es existiert - bloß es ist unsichtbar: also bist du in der Pflicht zu beweisen, dass es nicht nur deine Einbildung war, die dir einen Streich gespielt hat.
Ich glaub Carl Sagan wars, der mal so ein Vergleich gezogen hat mit einem "unsichtbaren schwebenden Drachen in der Garage" - wo alles versucht wurde, dessen Existenz nachzuweisen, und immer wieder kam eine neue Ausrede warum dieser Nachweis nicht geklappt hat.
Jenna schrieb:
. Und die Wissenschaft unterscheidet sich nicht wirklich viel vom Glauben. In der Wissenschaft geht man immer von einer Menge axiomatisch gegebenen Gesetzen, die man nicht beweisen kann, von denen man ausgeht, dass sie gültig sind, an die glaubt man also.
Falsch.
wiki schrieb:
In den empirischen Wissenschaften bezeichnet man als Axiome auch grundlegende Gesetze, die vielfach empirisch bestätigt worden sind.[SUP][10][/SUP] Als Beispiel werden die Newtonschen Axiome der Mechanik genannt. Auch wissenschaftliche Theorien, insbesondere die Physik, beruhen auf Axiomen. Aus diesen werden Theorien geschlussfolgert, deren Theoreme und Korollare Vorhersagen über den Ausgang von Experimenten treffen. Stehen Aussagen der Theorie im Widerspruch zur experimentellen Beobachtung, werden die Axiome angepasst.
(Hervorhebung durch mich)
Also amal als Beispiel: "Das Axiom sagt, leichte Körper fallen auf schwere Körper zu - aaaber das stimmt nur unter Bedingung sowieso und Bedingung sowieso und Bedingung sowieso und in demunddem Zusammenhang. Aber zum besseren Verständnis fürs Volk kann man das so als Modell beibelassen"

Jenna schrieb:
Außerden, alle wissenschaftlichen Theorien sind nur Beobachtungen der realen Welt.
Nachgewiesene, falsifizierbare, bewiesene Erklärungen dieser Beobachtungen.
Jenna schrieb:
Sie erklären wie bestimmte Gesetze auf die Welt einwirken, aber keine Theorie erklärt wirklich, warum diese Gesetze so sind wie sie sind. Jeder wissenschaftlich erforschte Grund ist eigentlich eine Wirkng von irgendeines unerforsten Grundes. Und das wird sich nie ändern, egal wie lange die Forscher forschen und wie tief sie in die Zusamenhänge der Welt vorgedrungen sind.
So kann man es auch sehen, wenn man sich absolut nicht für Wissenschaft interessiert, und die ganzen Zusammenhänge und Wechselwirkungen der verschiedenen Wissenschaften untereinander außer Acht lässt. Natürlich erklären die ganzen wissenschaftlichen Gesetze und Theorien warum Dinge so funktionieren wie sie funktionieren. Nicht Gott hat was damit zu tun dass der Apfel vom Baum fällt sondern die Gravitationskraft zwischen einem kleinen und einem großen Körper. Nicht Gott hat was damit zu tun dass sich zwei Magneten anziehen oder abstoßen, sondern die Kräfte der magnetischen Felder. etc. etc.
Nur weil ein paar Zusammenhänge bislang unentdeckt geblieben sind, heißt das nicht, dass irgednwas "übernatürliches", "göttliches" damit zu tun hat. Und nur weil immer mehr wissenschaftlich bewiesen wird, dass kein übernatürliches Wesen irgendwo seine Hände im Spiel hat, dass alles ganz natürlich zusammenhängt, heißt das nicht, dass man nicht dennoch ständig drüber grenzenlos staunen kann.

Jenna schrieb:
Aber zurück zu den Unruhen (was leicht das Thema berührt.) Hass ist ein Gefühl, das Menschen manipulierbar macht. Ein aufgebrachter Mob is eine mächtige Waffe, die man sofern man das gelernt hat, sehr leicht für sich einsetzen kann. Und ich glaube nicht, dass dies niemand gelernt hat. Das die Krawalle einfach so entstehen und keiner dahinter steht, der dies gezielt steuert, das grenzt ans Unmögliche, bei so vielen Krawallen letzter Zeit.
Sag ich doch. Besonders in den extremistischen Kreisen (egal welcher Religion) ist es doch so: bist du einmal tief genug drin, wird halt der Prediger nicht hinterfragt weil das wäre genauso schlimm wie den Religionsstifter anzuzweifeln (was ja gar nicht geht) - also wird halt mit selektiver Wahrnehmung begonnen: man blendet bewusst alles aus was nicht zum Wohl der Gemeinde passt, hört also auf, kritisch zu denken; und dann stellen selbst Aufrufe zu Hass und Gewalt keinen Widerspruch mehr dar zur vermeintlich friedlichen Religion.
Egal ob es die Völkermorde der Israeliten in der Bibel waren oder die katholischen Hexenverbrennungen, die lutheranischen Judenverfolgungen, das mormonische Massaker, die Zerstörungen der Buddhadenkmäler oder die islamistischen Angriffe, selbst der andauernde Unfrieden zwischen Israel und Palästina: "Das ist gottes Wille! Ihr müsst das tun, sonst glaubt ihr nicht stark genug!" Dazu wird gelogen, dazu werden Verse aus dem Zusammenhang zitiert, dazu werden diverse Sachen innerhalb des Gläubigenkreises neu definiert.
"Unser imaginärer Freund ist besser als der der anderen - und wenn man sich vorstellt manche haben überhaupt keinen imaginären Freund, die ärmsten! Wir haben die einzige Wahrheit! Und jeder, der was anderes behauptet, kriegt aufs Maul - unser imaginärer Freund will das so!"
 
Zuletzt bearbeitet:
B

Bartholomew Gallacher

Guest
Was hat denn der Glaube mit gefüllten Kirchen zu tun? Ich verstehe eh nicht wie man Glaube und Religion in einen Topf werfen kann. Im Grunde ist es doch egal wo ich mich mit gläubigen Menschen treffe wenn mir das wichtig ist. Aber eine Kirche braucht es dafür nicht. Die ist Relgion und darüber kann man sich streiten.

Es gibt im Christentum das Gebot, einmal die Woche ein Gotteshaus also gleich Kirche zu besuchen. Wäre der Glaube noch stark, dann wären bei den Größen der Gemeinden die Kirchen proppenvoll.

Es gibt im Islam das Gebot, fünfmal täglich gen Mekka zu beten. Wenn man sich anschaut, wieviele Moslems das machen, dann sagt das Einiges über den Stellenwert des Glaubens in ihrer Gesellschaft aus. In vielen Betrieben der arabischen Welt gehört ein eigener Gebetsraum für die Mitarbeiter zum guten Ton.
 

Silvan Tobias

Superstar
So oder so, sollte man in Deutschland darüber nachdenken, ein Verbot gegen religiöse Beleidigungen zu erlassen oder eine Zensur in diesem Bereich einzuführen, sollte man das in einem ruhigen Moment machen und nicht jetzt.
Denn wollen wir einem radikalen Mob zeigen, daß seine Methoden die deutsche Gesetzgebung beeinflussen?

Gerne nochmal:

StGB - Einzelnorm

Inhalt:
§ 166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

StGB

Ausfertigungsdatum: 15.05.1871

Vollzitat:

"Strafgesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. November 1998 (BGBl. I S. 3322), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 25. Juni 2012 (BGBl. I S. 1374) geändert worden ist"

Stand: Neugefasst durch Bek. v. 13.11.1998 I 3322;
Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 25.6.2012 I 1374

Also so taufrisch und plötzlich ist das Gesetz ja nun nicht aufgetaucht.

Kontrovers wird er auch nicht gerade seit heute diskutiert: § 166 StGB – Forderung nach Abschaffung des "Gotteslästerungsparagraphen" erregte die Gemüter

Nachtrag:

Gegenseitiges Beschimpfen und Beleidigen mit religiösem Hintergrund ist nicht gerade neu, nur die Religionen wechseln halt ab und zu. Deswegen wird in den § auch keine Religion bevorteilt. Gedanken hat man sich aber schon vor 150 Jahren dazu gemacht.

Von der Sache her also eigentlich eine olle Kammelle, nur frisch verpackt.
 
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