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Gibt es noch alte Gor-Rollenspieler?

Dann senfe ich auch mal was dazu...

Als Mitbetreiber einer SIM im deutschen Gor habe ich mir die Versammlung auch reingezogen. Wie zu erwarten war...eine Aneinanderreihung von Meinungen, ohne das eine Diskussion darüber zustande kam. Das hätte man dann auch als NCs verschicken können, dazu brauch es keine Versammlung. Deswegen auch mein Vorschlag, es unter den SIM Betreibern zu regeln, denn das sind diejenigen, die etwas umsetzen müssen.

Ich persönlich bin nicht bereit, mich irgendwelchen anderen SIMs anzuschließen und auch noch auf deren Wohlergehen zu achten. Wir machen unser Ding...zwar erst seit 2 Jahren, aber es hat sich ausgezahlt: Einwohner, mit denen wir gern zusammen spielen. Der ganze Gor EV Verein geht uns eigentlich am Poppes vorbei...die sollen bleiben, wo sie wollen, für uns ist es kein Gor und Ende. Darüber diskutieren wir auch nicht. Grundsätzlich lehnen wir niemanden ab, ganz im Gegenteil, wir versuchen Hilfestellungen zu geben. Wer Gor spielen möchte und zu uns paßt, ist gerne bei uns gesehen....der Rest soll doch bitte weiter Fantasy-RP mit Gor-Touch spielen.

mfg,
Craig Cunningham con Cartius
 
Die Sitzung war eben - wie meistens - vor allem einfach Gruppentherapie und mal sich die Probleme von der Seele reden, mehr nicht.

Dass das zum Scheitern verurteilt war, sieht man schon an den Themen 1 und 2: Fragmentierung und mangelnde Zusammenarbeit.

Die Fragmentierung ist in erster Linie eine Folge der Verweigerung gewisser Spieler, Gor so zu spielen wie es im Geiste in den Büchern beschrieben wird - gnadenloses Patriarchat mit gesellschaftlich akzeptierter Sklaverei. Und die statt dessen eben ihren Pippi-Langstrumpf-Stil pflegen, und erwarten, dass der Rest das klaglos so mitträgt und sich dann immer wieder beschweren, wenn das nicht alle tun.

Da ist es nur völlig logisch, wenn sich die verschiedenen Spielweisen auseinander sortieren und bestenfalls ignorieren. Entsprechend wird man das nie beheben können, da man die Spieler ja zu nichts zwingen kann.

Die Fragmentierung ist also kein Problem, das man lösen kann, sondern man sollte es vielmehr als einen Fakt ansehen, mit dem man umgehen können muss. Gor wird nie einig sein, das ist eben so, Punkt, aus, fertig.

Die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Sims gehört im Grunde zur Fragmentierung, denn meistens können die Sims nicht wirklich miteinander, die eine unterschiedliche Spielauffassung haben.

Auch das ist damit wiederum primär ein Fakt, mit dem man umgehen können muss und den man nur schwerlich verbessern kann. Spiel anstoßen mit gleichgesinnten Sims ist schließlich selten ein Problem.

Punkt 3 war eine verzerrte Wahrnehmung und 4 - nunja, wer sich als Simbetreiber von Mieteinnahmen abhängig macht, der hat eh schon verloren. Im Grunde hätte man die auch weg lassen können, es hätte keinen wirklichen Unterschied gemacht.

Und ganz Deutsch-Gor wird niemals etwas an den sinkenden Spielerzahlen verbessern können. Von daher bleibt eben nur das umzusetzen, von dem man überzeugt ist und sich nicht zu sehr um den Rest scheren.
 
Schrumpft sich das Südland jetzt gesund? Wie ich heute vernommen habe, macht die SIM mit dem Handelsposten dicht. Zumindest wird nicht noch eine SIM künstlich am Leben gehalten.
 
Keine Ahnung, was das Südland machen wird. Aber dort gehört mehr Sims haben als man sich wirklich leisten kann, und dann zu Weihnachten deswegen jammern und um Spenden bitten zur langjährigen Tradition.
 
Nach einigen Wochen des Beobachtens und Mitspielens habe ich mir meine eigene Meinung zu dem Thema gebildet.

Ich finde, dass es im Rollenspiel Gor oft an einem gemeinsamen Fokus fehlt. Es gibt Spieler, die ihr eigenes Drehbuch durchziehen, ohne Rücksicht auf die Dynamik der Gruppe oder die Welt um sie herum. Sei es der Schmied, der plötzlich effektiv in die höhere Kaste wechselt, oder die Barbarin, die nur auftaucht, wenn der Slaver da ist – solche Verhaltensweisen vermitteln anderen Spielern schnell das Gefühl, außen vor zu sein. Man wird dann eher als Statist betrachtet denn als gleichwertiger Teil der Geschichte.
Wenn mir so etwas öfter passiert, dann verliere ich tatsächlich die Lust. Besonders dann, wenn ich den Eindruck bekomme, dass ein Charakter ein Alt ist und dieser wieder nur im Mittelpunkt stehen will. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Alts – ich habe selbst einige und finde sie eine tolle Möglichkeit, verschiedene Facetten des Rollenspiels auszuprobieren. Aber ich finde es problematisch, wenn jemand auf Sim A dauerhaft mit einem Alt spielt und gleichzeitig auf einer anderen Sim, auch auf Gor, einen anderen Charakter, dabei aber nur die "Rosinen" herauspickt. Solche Spieler tauchen oft nur dann auf, wenn es für sie persönlich spannend oder vorteilhaft ist, ohne sich wirklich in die Dynamik der Gruppe einzubringen oder langfristig zur Entwicklung der Geschichte beizutragen. Ich habe sogar selber auf einer Sim zwei Chars über einige Wochen gespielt und es hat keinen der beiden weitergebracht, im Gegenteil.

Das unterstreicht für mich den Gedanken des "Fast-Food-Rollenspiels". Es wird schnell konsumiert, man sucht sich die besten Stücke heraus und zieht weiter – zurück bleibt jedoch ein leeres Gefühl. Es fehlt an Tiefe und an der Bereitschaft, sich wirklich auf eine Welt und eine Gemeinschaft einzulassen. Natürlich soll jeder spielen dürfen, wie er möchte, aber dieses Verhalten kann für andere Spieler frustrierend sein und ihnen das Gefühl geben, dass ihre eigenen Beiträge weniger wert sind oder nicht wirklich zählen.

Für mich lebt Rollenspiel von Engagement und dem Willen, gemeinsam Geschichten zu erzählen – nicht davon, sich nur kurz ins Rampenlicht zu stellen und dann wieder zu verschwinden. Es geht darum, Teil einer lebendigen Welt zu sein und diese aktiv mitzugestalten. Wenn wir uns darauf konzentrieren, entstehen nicht nur spannende Geschichten, sondern auch ein tieferes Gemeinschaftsgefühl und ein nachhaltigeres Spielerlebnis für alle Beteiligten.

Ich muss gestehen, dass mich noch etwas anderes zunehmend frustriert. Es ist entmutigend zu sehen, wie "mein" Spielpartner ständig von anderen Spielern in Beschlag genommen wird, sodass kaum noch Zeit für tiefgreifendes Rollenspiel zwischen uns bleibt. Oft fühlt es sich an, als würde unser RP nicht über oberflächliches Geplänkel hinauskommen, weil immer jemand dazwischenfunkt oder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es ist, als ob wir in einem überfüllten Raum versuchen würden, ein wichtiges Gespräch zu führen, während ständig jemand dazwischenruft. Häufige Unterbrechungen und die Unfähigkeit, wirklich in eine Szene einzutauchen, rauben mir die Freude am Spiel. Ich sehne mich nach den Momenten, in denen wir uns wirklich auf unsere Charaktere und deren Entwicklung konzentrieren können. Es fühlt sich an, als würde uns die Möglichkeit genommen, unsere gemeinsame Geschichte zu vertiefen und weiterzuentwickeln.

Wenn ich ehrlich bin, sind es genau diese Punkte, die mich dazu bringen würden, das Rollenspiel zu verlassen. Die ständige Frustration, nur als Statist in den Geschichten anderer zu fungieren, die Oberflächlichkeit des "Fast-Food-Rollenspiels" und das Gefühl, dass mein Engagement und meine Bemühungen um Tiefe und Konsistenz nicht wertgeschätzt werden, zehren an meiner Motivation. Wenn ich merke, dass ich mehr Frust als Freude aus dem Spiel ziehe, dass die Gemeinschaft, nach der ich suche, nicht mehr existiert, und dass die Immersion, die für mich den Reiz des Rollenspiels ausmacht, ständig unterbrochen wird, dann ist es für mich an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.

Rollenspiel sollte bereichernd und erfüllend sein, nicht ermüdend und frustrierend. Wenn diese Balance nicht mehr stimmt, ist es vielleicht besser, neue Wege zu gehen und nach Umgebungen zu suchen, die meinen Vorstellungen von einem erfüllenden Rollenspiel besser entsprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Hauptproblem ist ganz einfach, dass es neben den ernsthaften Rollenspielern in Second Life vor allem äußerst stark vertreten die Rosinenpicker- und Pippi-Langstrumpf-Fraktion gibt.

Die Rosinenpicker und Langstrümpfe wird man auch niemals auf eine Linie mit den ernsthaften Rollenspielern bringen können, das ist vergebens.

Was man braucht, ist eine strikte Simleitung mit Bewerbungsverfahren für Rollen, um sich diese Fraktionen vom Hals zu halten.

Aber selbst das reicht nicht immer aus.

Dazu kommt noch Gor als Partnerbörse: wenn man einigermaßen kantig mit einem Männeravatar unterwegs ist, kann man sich bald vor brünftigen Weibern kaum retten.

Und eine dienende Rolle wie Kajira ist da eben erstmal sehr schnell durch Dritte ausgekegelt. Die Frage ist dann, wie der Spielpartner damit umgeht. Das ist dann auch ein möglicher Grund, warum manche Frauen den Partner dann sowohl mit Kajira als auch freier Gefährtin belegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn man einigermaßen kantig mit einem Männeravatar unterwegs ist, kann man sich bald vor brünftigen Weibern kaum retten.
dann sollte ich vieleicht mal einen Mann spielen ^^
Spass beiseite Ernst kommt her.

Hat mich nie interessiert, mehr das einfühlsame partnerschaftliche, ruhig im Rollenverständnis von Gor.
Aber diese Männer sind seit jahren belegt oder haben genug von Frauen und wollen lieber alleine sein.

RP sollte spielbar sein und RL-kompatiebel.
* Erinner mich da an so einen Kuckuck der meinte, müste Abends eingeloggt sein, im Gorhaus mit den Kindern auf ihn warten (raus dürfe ich nicht), immer anspielbar sein um ihn zu belustigen wenn ihm langweilig ist *lach*
* Irgendein Treffen Abends mal in Gor ... RL Mann kommt von der Arbeit, Zeit für Abenbrot. Ich spiel mich raus "oh habe den Herd angelassen, muss mal nachsehen nicht das das Haus abfackelt" (so in der Art). Simbann wegen "gegen die Interessen der Sim verstossen".
* Bekam eine Anfrage einer neu gegründeten Stadt die einen Schreiber suchten ob ich nicht ab und an mal aushelfen könnte. Gut ist RP, bin ja meiner Stadt erst mal verpflichtet also ... ab zum Obermufti, ihm das so berichtet, dass da Hilfe benötigt wird und ob ich die Erlaubniss habe. "ja gut von mir aus .... alles ok" ... Simmbann von der Sklavin (Simowner) "hast die Stadt verlassen und war deine Entscheidung *lach*

Gibt aber auch länger anhaltende Rote-Fäden die sich durch die Geschichte meines Gors durchziehen. Mag da Morgana,Thor, Vulo, Trillian und Bo erwähnen (und sicher zig andere).
Möchte da auch ganz lieb in meine Gebete einschliessen jene die nicht mehr da sind.
Vielen wird gedacht auf der Gedenkstätte von 4P (Repekt dafüür an Thor).
Es gibt viele, auch in anderen RPs oder sonst wo in SL für die es ein Weg ist dem irdischen zu entfliehen um mal ein paar Minuten "frei" zu sein, zerstören wir ihre Welt nicht.
SelBär habe ich jemanden 12 Jahre begleitet. Ihr Wunsch war dass ein Teil von ihr (sie war Designerin) in SL überlebt. So trage ich wenn es past zu jedem Outfit Ari´s-Amulett.
 
dann sollte ich vieleicht mal einen Mann spielen ^^
Ich kenne in der Tat einige Rollenspielerinnen, die irgendwann mal bewusst einen Mann auf Gor spielten um zu sehen, ob das mit der holden Weiblichkeit wirklich so ist, wie wir Männer sagen. Und dass das sogar manchen die Lust am Spiel verdirbt.

Die meisten hatten danach dann aus eigener Erfahrung deutlich mehr Verständnis für diese Sichtweise vieler Männer.
 

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