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In SL jemand anders lieben als in RL?

Anni Silverweb

Superstar
Die alten Posts von 2007 hab' ich zum Beispiel gar nicht erst gelesen, habe also das Thema nur so allgemein aufgefasst, so nach dem Motto "Ist es möglich in SL auch eine/e realen Partner zu finden" und so, mehr nicht.
Und ja, ist es, kommt jetzt aber auch natürlich nicht jeden Tag vor. Wer niemanden kennt der/die seine/ihre Liebe in SL gefunden hat, wird wohl auf die herkömmliche Art und Weise darüber denken (Nee, ach was, geht nicht, alles Fake).
Solange ich selber noch weiss, wie ich fühle und denke ist alles im grünen Bereich :^^:
 

Susann DeCuir

Superstar
Ich kenne einige Pärchen, die sich in Second Life kennengelernt haben und nun in RL zusammenleben oder verheiratet sind, seit Jahren. Mir sind aber auch andere Fälle bekannt, wo es nach einem ersten realen Treffen vorbei war. Oder wo eine reale Beziehung an Second Life zerbrochen ist, wobei hier, wie oben schon erwähnt, in Vorfeld sicherlich einiges schon im Argen lag.

Wenn man sich real gegenüber steht, ist das wieder eine ganz andere Situation, auch wenn man sich vorher per Voice, Telefon oder Cam gehört und gesehen hat, kann es passieren, dass man sich nicht *riechen kann*. Sich denkt um Gottes willen ... wer ist das?

Der Titel hier heißt aber:

In SL jemand anders lieben als in RL?

Darunter verstehe ich, dass ich neben einem realen (Ehe)Partner noch jemanden nebenher in Second Life habe. Ich persönlich finde das nur in Ordnung, wenn es beide so ausgemacht haben und davon wissen. Alles andere definiere ich als Betrug am Partner. Da bin ich altmodisch. Aber man darf den Reiz des Neuen nicht mit tiefer echter Liebe vergleichen. Das erste ist ein Strohfeuer, das zweite benötigt viel Zeit zum Wachsen und realen Kontakt, finde ich.

Ich betone nochmals, das ist meine persönliche Meinung und verurteile niemanden der es anders sieht. Jeder ist für sein Leben selber verantwortlich. :)
 

Bartholomew Gallacher

Freund/in des Forums
Die grundlegende Frage ist ja: kann man mehrere Personen gleichzeitig lieben? Die Antwort darauf wird stark von unserer Kultur und religiösen Traditionen geprägt.

Standard ist bei uns die Einehe. Mit dem Islam beispielsweise gibt es eine Weltreligion, wo die Vielehe möglich ist, aber in der Wirklichkeit auch nur selten praktiziert wird. Und hier auch mit der gravierenden Einschränkung, dass man als Mann den Unterhalt für die Frauen leisten können muss. Dass der König von Saudi Arabien 200+ Frauen hat dient auch nicht der Liebe, sondern der Festigung der zentralen Staatsmacht, da dieses Königreich im Grunde immer noch von Stammesstrukturen massiv geprägt wird, und so hat er aus jedem Stamm eine Frau. Oder dann gibt es noch die Mormonen in den USA.

Nun ist das Konzept, dass man eine Ehe aus Liebe schließt bei uns noch recht neu. Früher wurden Ehen aus ganz anderen Gründe als aus Liebe geschlossen, und das betrifft nicht nur unseren Kulturkreis.

Letztendlich bedeutet jeder weitere Partner weniger gemeinsame Zeit mit dem Gegenüber. Und das ist eben für viele dann die Grenze. Mich überzeugt daher auch dieses ganze neumodische Geschwätz von polyamorösen Beziehungen nicht wirklich. Alle Reportagen, die ich bisher über diesen Lebensentwurf in der Praxis sah, überzeugten mich nicht. Die Frauen sahen für mich da immer alles, nur nicht wirklich glücklich aus.

Etwas anderes ist dann noch die offene Beziehung, wo also man ab und an nebenbei Spaß hat. Das kann funktionieren. Bei einer Vielweiberei aber wird es immer eine Beziehung geben, die dann am stärksten sein wird und die anderen Teilnehmer daran leiden womöglich darunter.

Man kann in SL nicht jemand anderen als in RL lieben, also zweigleisig fahren, ohne dass der RL-Partner das weiß. Wer das meint, der betrügt letzten Endes nur sich selbst. In SL jemand anders als in RL lieben ist dann fast immer Ausgleich von Defiziten in der RL-Beziehung.

Ich kenne RL-Paare, die haben für sich offen festgelegt, jeder macht in SL sein eigenes Ding und sie reden darüber. Das wiederum kann funktionieren.

Hier ist zum Beispiel Jadu mit seinen Frauen Tinatin, Clara und Imogen. Mit jeder hat er mindestens ein Kind. Wirklich glücklich kommen die Frauen für mich in der Doku nicht rüber, wenn man mal genauer hinschaut wirken die unterschwellig oft ziemlich unsicher und mit Verlustängsten behaftet. Genauer: mein Eindruck ist sie lieben ihn, machen das aber nicht aus Überzeugung mit, sondern nur weil sie ihn nicht verlieren wollen und betrügen sich womöglich auch noch bis zu einem gewissen Grade selbst. Das kann sogar der Anfang einer Abhängigkeit sein. Sie sind natürlich alles Erwachsene, und sie können tun und lassen was sie wollen. Gut finde ich diesen Lebensentwurf aber keinesfalls, die Dokumentation überzeugt mich nicht.

 
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