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Mal ein paar Gedanken zu Prozess-RPs

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von Bartholomew Gallacher, 17. August 2010.

  1. Aus aktuellem Anlass schrieb ich heute mal einen grundlegenden Text mit einigen Gedanken zum Thema Prozess-RP auf Gor, den ich hier in leicht gekürzter Form zum Verhackstücken, Kommentieren und dergleichen einstelle. Have fun!

    Im Justizwesen gilt der alte Spruch “Vor Gericht und auf hoher See bist du alleine in Gottes Hand.”, und umso mehr gilt der noch doppelt und dreifach auf Gor. Wir haben es hier mit einer mittelalterlichen Ständegesellschaft zu tun, in der das Recht maximal bis zur Stadtmauer reicht und ansonsten jeder macht, was er will. Da gilt dann das Recht des Stärkeren. Jeder Stadt hat ihre eigenen, ihr spezifischen Gesetze und das einzige Recht, das wirklich überall gilt, ist das Handelsrecht.

    Von der Entwicklung her ist das Rechtswesen von Gor irgendwo zwischen Antike und Mittelalter anzusiedeln.

    Das hat nun einige, wichtige Konsequenzen:

    • Wenn wirklich ein Prozess gemacht wird, dann ist die Sache meistens klar. Es ist dann in der Sache auch der erste und gleichzeitig der letzte Prozess, den man als Angeklagter erleben wird. Es kommt zu einer Anhörung, es wird sehr schnell ein Urteil gefällt werden und dieses danach so schnell als möglich auch vollstreckt.
    • Eine weitere Folge: es gibt keine übergeordneten Instanzen. Ihr müsst mit dem Richter, den man euch vorsetzt, leben. Vergesst gleich solche modernen Konstrukte wie Befangenheit, Rechtsbeugung, Dienstaufsichtsbeschwerden und dergleichen. Diese Konstrukte gibt es auf Gor nicht, und wenn ihr im RP anfängt, mit diesen Begriffen zu hantieren oder offen die Autorität des Richters in Frage zu stellen, dann stört so etwas das RP gehörig! Gleichwohl kann ein Richter befangen sein, aber damit müsst ihr dann eben leben und Wege finden, damit klar zu kommen. Ihr könnt ihn deswegen nicht anklagen.
    • Eine weitere, wichtige Folge daraus: der Richter ist für euch gleichbedeutend mit Gott. Er ist die absolute Autorität im Gerichtssaal und er alleine hat das Sagen über Gedeih und Verderb des Angeklagten. Stellt ihr euch mit ihm gut, wird er vielleicht milder gestimmt sein und das Urteil weniger drastisch ausfallen. Geht ihr ihm zu sehr auf die Nerven, dann kann das zur Folge haben, dass er sein Urteil schneller als nötig trifft, nur um euch los zu sein und vor allem auch drastischer, als nötig.
    • Da wir es mit einem rückständigen Rechtssystem zu tun haben, kann jemand natürlich Ankläger und Zeuge in einer Person sein. Das steht auf Gor erst gar nicht zur Debatte!
    • Das bedeutet auch: Ruhe im Gerichtssaal! Sprecht nur dann, wenn der Richter euch das Wort erteilt und nur dann!
      Für die Zuschauer bedeutet das glasklar: Klappe halten und auch nicht emoten, wie man die Nase rümpft oder dem Richter den Stinkefinger zeigt und wirklich einfach ruhig sein!
      Das ist wirklich extrem für alle wichtig, da ein Prozess-RP extrem fordernd ist und ständiges Rauschen es nur unnötig erschwert.
    • Wenn ihr ein Urteil zu euren Gunsten beeinflussen wollt, dann macht das im Vorfeld direkt mit dem Richter aus. Auf Gor gilt das Recht des Stärkeren. Wenn man zum Beispiel dem guten Richter freundlich klarmacht, das sollte das Urteil zu drastisch ausfallen, dann geht bald der nächste Auftrag mit ihm als Ziel an einen Meuchelmörder raus, dann kann es sein, er ist auf einmal milder gestimmt, es kann aber auch sein, er lässt euch gleich ebenfalls einbuchten, einen Grund dafür wird er dann schon finden, sofern er nicht weiß, eure Eskorte ist zu mächtig oder das gäbe erst recht Ärger.
      Ein weiterer Weg zu einem milderen Urteil im Vorfeld führt eindeutig über den Geldbeutel des Richters. Wer sagt, das ein Richter auf Gor nicht auch korrupt sein kann? Womöglich ist er einer kleinen Zusatzentlohnung gar nicht mal so abgeneigt, vielleicht will er ja unbedingt gerne eine teure Kajira für sich haben, die er sich selbst nicht leisten kann oder man kann vielleicht den wunden Punkt des Wächters finden, der die Gefangene bewacht, und und und... denkbare Möglichkeiten gibt es da sehr viele!
    Das sind so die Eckpunkte, um die sich ein Prozess-RP auf Gor dreht. Prozess-RP auf Gor ist alles, nur kein Prozess nach den Kriterien eines modernen Rechtsstaates.
     
  2. andera Shermer

    andera Shermer Superstar

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    Moin Bart,
    genau so was hatten wir mal versucht zu spielen,
    ich war vorsitzende des Rates und aufgrund Ermangelungen anderer Aktiver Spieler wurde das Gericht vom Rat besetzt eben von mir.

    Frau und Führungsrolle und Gor ist ein Problem ich weis aber ich denke Möglich, wenn das Leute anders sehen dann bitte neuer Tread dafür ich weis auch das es nicht ideal ist wenn eine Frau so was macht auf Gor.

    das Thema war eine Freie Frau, offensichtlich Schreiberin wurde festgesetzt weil sie sich seltsam verhalten hat, erst waren zwei Urt in der Stadt, sie wurden Festgestst weil sie in der Festung zu offensichtlich (nach Meinung des Hautmannes der Wache) umgelungert haben.

    dann kam die Besagte Schreiberin in die Stadt und hat behaubtet die beiden Urts seinen ihre Sklavinnen.

    ok sie wurde angeklagt auf Ehrenwort (weil hohe Kaste und so) in die Obhut ihrer Kaste entlassen (gut ein Krieger von uns hat ein weinig übertrieben wie er mit der Schreiberin umgegangen ist, ist aber auch nicht so wichtig)

    dann kamm es zum Prozess

    meine Grundhaltung war
    Fremde sind erst mal Schuldig weil sie nicht von hier sind, wenn sie das nicht wollen würden dann würden sie bei sich bleiben, aus der fremde hört man eh nur das schrecklichste.

    der Prozess fing ganz gut an nur leider wurde uns vom Rat dann vorgeworfen das wir aus OOC Gründen zu hart gegen die Angegklate und ihren "Rechtsbeistand" (Schreiber aus Kassau) vorgegangen sind.

    all das was du da geschrieben hast ist leider nicht so passiert, vielleicht weil es ein zu seltenes setting ist, vielleicht aber auch weil ich es nicht gut gespielt habe oder ein anderer beteiligter.

    eigentlich Schade, aber vielleicht wirt es beim nächsten mal besser denn das setting finde ich nicht uninteressant.

    bestechen hätte ich mich auch lassen ^^ dürfte nur nicht zu offensichtlich sein, aber zb ein Handelsbündnisse Spionageinformationen oder so was das hätte mich interessiert.
     
  3. stiller Himmel

    stiller Himmel Superstar

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    Ich denke ein Richter sollte immer versuchen ein gerechtes Urteil zu fällen. Sonst würde man nicht zu Gericht ziehen, sondern es gleich privat austragen, weil die Gewinnchancen von Anfang an klar wären.
    Hier könnten Kläger und Verteidigung wirklich mal im RP glänzen- ein REdeduell vor Gericht, vor den Augen des Richters, der dann am Schluß das Urteil fällt. Vollstrecken und gut.

    *nickt*
     
  4. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Forumsgott/göttin

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    Stiller, wie immer hast du nicht unrecht :p
    Aber bei diesem Satz hier gehe ich nicht ganz konform, bzw würde etwas hinzufügen:
    Das wäre der Idealfall, aber ich glaube nicht wirklich "lebensnah", "reell", sofern man im RP von lebensnah und reell sprechen kann. Ich hab nämlich den Eindruck - nach einigen Prozessen, über die ich gelesen habe (nicht Gor, aber ähnlich barbarisch) - dass es eigentlich "lebensnäher", "reeller" wäre, wenn man sagt:
    [...] ein Richter sollte immer nach außen hin den Eindruck erwecken, als würde er versuchen, ein gerechtes Urteil zu fällen.
    8)
     
  5. Devlin Rajal

    Devlin Rajal Aktiver Nutzer

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    Ein durchaus interessantes Thema, zumal im gor-rp ja immer einer was anstellt, was stiehlt, jemanden beleidigt, sich daneben benimmt, oder jemand spinnt eine Intrige, um einem anderen zu schaden.
    Prozess-rp sieht bei den Südlingen mit Sicherheit erheblich anders aus, als bei uns Nordmenschen. im Süden ist es ganz bestimmt das anstrengendere rp. Bei uns gibt es keinen Richter, da entscheidet der Jarl, wenn es denn überhaupt erst bis zu ihm vordringt, ansonsten gilt, wie Bartho sagte eben das Recht des Stärkeren. In jedem Fall wird aber zum Vorteil des Stammes entschieden oder des Clans, wie man sich eben ausdrücken will, so denke ich, so klingst für mich plausibel, ich kann mir nicht vorstellen dass die unkultivierten Nordleute sich gross Gedanken um Gerechtigkeit machen.
    Ich denke, den ungefähren Ausgang des Urteils sollte man vorher per IM abklären, wenn es dann den Tod zur Folge hätte. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man sich vorher überlegen sollte, was man anstellt, damit man hinterher nicht rumjammert.
    Ich beneide den Richter im Süd-rp auf jeden Fall nicht.
     
  6. Thorgal Thespian

    Thorgal Thespian Aktiver Nutzer

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    Thorgal wird sich hüten in einer fremden Stadt vor Gericht zu stehen.
    Das Urteil steht ja meinst schon fest und die Bewohner der Stadt haben im Zweifelsfalle sowieso recht (was auch gut so ist).
    Gerade in einer südlichen Stadt würde ich nicht freiwillig in Kerker gehen wen ich nicht gerade bewusstlos und in Ketten bin *lacht*

    *denkt an den schönen Norden wo der Jarl einfach ein Machtwort spricht und die Sache ist geklärt und wenn der Jarl mal nichts sagt zieht man einfach das Schwert*
     
  7. Zelmo Boucher

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    Wir hatten einmal ein Prozess RP gespielt, das ohne Richter auskam und ein wenig anders aussah, aber sehr spaßig war. Eine unserer Bakah-Frauen war angeklagt und sollte für eine Zeit in den Kragen gehen, weil sie in Hosen in einer fremden Stadt herumlief. Entscheider war das 1. Schwert der Stadt, Anklägerin mehr oder weniger die Ubara und weitere aus den hohen Kasten. Wir hatten uns in diese Verhandlung eingebracht, weil wir glaubhaft darlegten, das jedwede Verurteilung einer Bakah sofort als Ehrabschneidung gegenüber des gesamten Stammes gewertet und entsprechend beantwortet würde - es sei denn, man könne uns überzeugen, dass die Frau wirklich unsittlich gekleidet gewesen sei.

    Somit hatten wir also unsere Tatrix mit in den Raum gebracht, ich als Kommandant habe mehr oder weniger die Verteidigung im Sinne des Gesamt-Stammes übernommen und mir Bewertungen immer mit einem Kopfnicken der Tatrix oder einem Stirnrunzeln quittieren lassen. Dumond sprang dazwischen rum, hat mir immer mal was ins Ohr geflüstert an Neuigkeiten und um die Ankläger zu verunsichern. Weiter hatten wir im Vorfeld der Sitzung für Bestechungsgeschenke gesorgt, um uns das Gericht gewogen zu machen - und auch in der Sitzung selbst noch Geschenke präsentiert.

    Sehr schnell hatten wir dann die Verhandlung in eine andere Richtung gelenkt, weil nach meiner Auffassung die Ubara zu viel Haut zeigte und mir irgendwie auch mal zugezwinkert hatte, worauf ich sofort eine Anzeige und ein Verfahren wegen zeigens von Hitze (und folglich den Kragen für die Ubara) einleiten wollte, was man auch hätte zulassen müssen. Ich hatte dann davon abgesehen, nachdem man auf unser Angebot einging, das Urteil gegen die Bakah-Frau so zu fällen, dass es in unserm Sinn war ;-)

    Eine Bestrafung hat sie natürlich erhalten - aber um den Kragen kam sie rum. Das ganze war natürlich gefärbt von der heißblütigen Tahari-Mentalität, sich sofort persönlich angemacht und beleidigt zu fühlen, wenn einem einer was will, Bakschisch-Zahlungen undsoweiter...
     
  8. Thorgal Thespian

    Thorgal Thespian Aktiver Nutzer

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    Ja da kann ich mich auch an eine kleine Geschichte erinnern, meine Schwester hatte mal wieder was angestellt und ich als ihr Bruder war natürlich verantwortlich.
    Was hast sie eigentlich angestellt? *grübelt* Alzzheimer *lacht*
    Na in jedem Fall hab ich sie dann einen Tag in der Halle als Serviersklavin schuften lassen.
    Hat auch gut geklappt, so was kam nie mehr vor da sie sich ziemlich vor allen anderen freien geschämt hat *lacht*
     
  9. Sleen Squall

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    Das verstehe ich nicht ganz. Seit wann bemüht man denn ein Gericht für eine fremde Frau? Wenn sie negativ aufällt: ausziehen, collar drum und gut iss. Das Gericht kann doch nur von Bürgern der Stadt angerufen werden.

    Dachte ich immer.
     
  10. Nici Collins

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    Tal euch allen...

    Ich stimme dem was Barth beitrug nur zu. Auch ich war in dem aktuellen Anlass involviert, nämlich in der Verteidigerposition mit ihm zusammen. Meine Aufgabe war als Diplomatin einer Angehörigen meines Heimsteines den Beistand zu leisten. Doch auch eins habe ich wieder aus so einem RP gelernt, ganz ohne OOC Vorbereitungen geht es nicht.
    1. Absprachen mit Uhrzeiten, wann beginnt es und wielange sollte es vorraussichtlich gehen, 2. Wie sieht es aus mit dem Angeklagten, nimmt er das RP so an wie es kommt, oder möchte er da was berücksichtigt haben wie zb. ich möchte die Gruppe nicht unbedingt wechseln und die als Stammspieler länger als 5 Tage verlassen ect. Klar, es gibt SIM-Regeln die eh vorschreiben wielange eine Gefangenschaft sein sollte usw., aber dennoch gibt es Spieler die nehmen es so im RP hin wie es kommt und spielen es aus.
    Es gäbe sicherlich noch mehr Aspekte die berücksichtigt werden könnten, um auch den Spielspass für alle Beteiligten zu erhalten. Aber da scheitert es oft im RP dran, an die Kommunikation untereinander grade in Konflikt RP´s.
    Dann hat jeder Freund und Feind, ob IC oder OOC und auch das führt oft zu Irritationen in solchen RP´s und lässt manch einen dazu verleiten einen "Bock" zu schiessen im RP.
    Keiner ist fehlerfrei und es wäre auch langweilig, aber grundsätzliches sollte dennoch beachtet werden, damit ein gemeinsames Level im Niveau gefunden wird bei sowas...
     
  11. Sylvie Munro

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    Also, an die Gerichtsverhandlung, die Zelmo beschrieb, kann ich mich noch sehr gut erinnern.
    Bei allem Spaß, den wir hatten, war das RP dennoch ernsthaft und spannend. Und Zelmo und Dumond haben da ein juristisches Meisterstück abgeliefert.

    Wir hatten das vorher nicht geprobt, klar war nur, dass ich als Frau - Tatrix hin oder her - dort besser nur dann rede, wenn es nicht anders geht. Daher die Idee mit dem Kopfnicken und Stirnrunzeln. Und wenn wir uns per IM gegenseitig auf Details aufmerksam machten, die hilfreich sein könnten, wurde auch das gespielt. Einfach per Emote, man würde sich herüberbeugen und etwas leise flüstern. Im Prinzip taten wir ja genau das. Eigentlich müsste sich Zelmos Original-Beitrag dazu noch finden lassen.

    Oh, Zelmo und Dumond hatten da einiges an Bestechung *hust* und kleinen Ränkespielen am Laufen. ;)
     
  12. Guru Randwick

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    Kann denn ein Urteil gerecht sein?

    Eigentlich basiert doch ein Urteil immer auf irgendwelchen vorgegebenen Normen, seien diese Normen nun Gesetz, Interpretation eines Gesetzes. Beim Fehlen von Gesetzen, müsste der Richter im Prozess nach den Normen der Gesellschaft Urteil sprechen. Die Frage ist nur, wie man den Begriff "Recht" definiert.

    In einer freien Gesellschaft würde dies demzufolge dann bedeuten, dass zugunsten des Angeklagten entschieden wird. Richter werden in dieser Gesellschaftsform gewählt. Ein Weiterziehen oder gar eine Neubeurteilung eines Urteils ist hier meistens möglich. So gesehen ist ein Urteil eine vom Richter zu begründende Sichtweise, der ein Urteil fällt, das jedoch anfechtbar ist.

    In einer restriktiven Gesellschaft wie zum Beispiel in einer Diktatur, oder meiner Ansicht nach halt auch wie auf Gor, da ist die Norm doch in vielen Fällen durch Dogmen definiert, was dann demzufolge heisst, dass der Richter immer recht hat. Richter werden in diesen Geselschaftsformen ja auch ernannt. Hier ist ein Urteil dann in den meiste Fällen "sakrosankt", der Richter hat Recht, unanfechtbar, Punkt, aus; - es ist somit gerecht.

    Korruption, Beeiflussungsversuche in welcher Form auch immer dürfte es meiner Ansicht nach in jeder Gesellschaftsform geben.

    Für mich heisst dies alles umgesetzt auf Gor-RP: Gor ist eine Welt der Hierarchien, eine absolute, bedingungslose Diktatur, in erster Linie gesteuert durch die Macht der Kasten, (in der Tahari der Würdenträger), der Priesterkönige, usw., in der es sich (auch) zu diesem Thema genau so verhält wie Barth es beschreibt! Schafft man es dabei, die hier in diesem Thread erwähnten, aus meiner Sicht meist leidigen OOC-Querelen zu ignorieren, so bieten wie vieles Andere auch "Prozesse" in Gor ein riesiges Potenzial für spannendes RP!
     
  13. Zelmo Boucher

    Zelmo Boucher Superstar

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    So ist es, Guru. Und in Bezug auf die Tahari: Urteile wurden bei den Bakah immer durch den höchsten Würdenträger oder im Standgerichtsverfahren erledigt. Das heißt: Im Entscheidungsfall wurden einmal Beklagter und Klagender vom Pasha/Sheikh/Tatrix angehört, dann direkt ein Urteil gefällt und sofort vollstreckt. Im Fall von internen Problematiken, Ungehorsam oder so, hat der jeweils höchste Dienstrang entschieden, was passiert und ebenfalls sofort vollstrecken lassen.

    Genauso müsste das im Norden oder bei den Wagenvölkern ja eigentlich auch laufen.
     

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