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Songs aus dem Netz: Wie die Musikbranche zum Internetgegner wurde

Dieses Thema im Forum "Spiegel-Netzwelt" wurde erstellt von spiegel-Netzwelt, 23. Mai 2012.

  1. spiegel-Netzwelt

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    Verlängern, verschärfen, verklagen: Die Musikindustrie kommt mit dem Internet nicht besonders gut klar, will ein schärferes Urheberrecht - dabei lässt sich im Netz gutes*Geld verdienen, schreiben Markus Beckedahl und Falk Lüke in ihrem Buch "Die digitale Gesellschaft". Ein Auszug.

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  2. Silvan Tobias

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    Lesenswert, eine schöne Zusammenfassung und sogar recht ausgewogen.
     
  3. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Forumsgott/göttin

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    Nö, die sind nicht ignorant, sondern gierig und gewissenlos.

    Ganz egal, dass zusätzlich zu den ohnehin verkauften CDs auch noch die zu den Album gehörigen Video-DVDs und Schallplatten und Konzerttickets und Merchantising-Klamotten und die entsprechenden MP3 gekauft werden - das ist noch lange nicht genug: man muss bei jedem heruntergeladenen MP3 (genauso wie früher bei den aus dem Radio aufgenommenen Kassetten) lauthals und heuchlerisch wegen "verloren gegangenem" Umsatz herumjammern und sogar die extra dafür gekauften Anwälte und Politiker in die Spur schicken.
    Ganz egal, dass die heruntergeladenen mp3 und Alben in Wirklichkeit genauso wie die kostenlosen Werbepackungen (wie zB die Parfum-Probepacks in Drogerien) funktionieren, es muss auf Deibel komm raus kriminalisiert werden. Wen diese Werbepackung interessiert, gibt auch Geld fürs Original aus - im Fall der Musik: für die nächsten Konzerttickets und die CD/DVD und T-Shirt etc.

    Hätte ich ohne Filesharing, ohne Tips wie "hey horch da mal rein: [mp3-Anhang]" oder "Schau mal hier: [Link zu Torrent]", solche supergeilen Bands wie z.B. Faith & The Muse, Emilie Autumn, Qntal oder (indirekt) Abney Park kennen gelernt? Nein. Nie im Leben. Mittlerweile war ich bei mehreren Konzerten dieser Bands, hab die meisten ihrer Alben als Kauf-CDs, hab Merchandisingprodukte gekauft, die ich nicht gekauft hätte, wenn mir die Bands unbekannt geblieben wären. Also hat zumindest in meinem Fall (und im Fall meines Freundeskreises) die Musikindustrie - und damit anteilsweise auch die entsprechenden Bands - direkt vom Filesharing profitiert.

    "Verlorene Umsätze"? Keineswegs. Ein Grund, das zigtausendfache des Verkaufspreises pro Song von den Filesharern oder Downloadern zu verlangen? Erst recht nicht. Wieso auch, wo doch jedes auf torrent-Servern oder andern Seiten hochgeladene mp3, Album oder Film ohnehin nicht nur Umsatz bereits gebracht hat (dadurch dass der uploader das Ticket, die CD, die DVD gekauft hat), sondern auch weiterhin Umsatz bringt: wer die Mp3 hat und gut findet, will meist auch das Album dazu, die DVD, das Konzert besuchen, etc. Also erzeugt jedes Filesharing erst richtig Umsätze. Nur können die Filesharer allein nicht das allgemein wachsende Desinteresse an vollständigen Alben auffedern.
    Sorry aber solche Aufschreie der Medienindustrie sind in meinen Augen nur ein dumm-gieriges "Mehr mehr mehr!!!!" ohne in die Bücher zu schauen, und ohne irgendwelche Gedanken daran zu verschwenden, wie man nachhaltig im Geschäft bleiben kann. Und nein, ich nehme das "dumm-gierig" nicht zurück.

    Werden in Drogerien Leute als Diebe oder gar Räuber verschrien, die sich aus Probespendern bedienen? Bestehle oder beraube ich gar einen Deo-Hersteller, wenn ich "hier, probiert das mal" die von mir selbst gekaufte Deoflasche herumreiche?
    Im Gegenteil - ein, zwei der Leute, die so eine Deo-Probe nutzen, oder das von mir gekaufte Deo an sich haben, können sogar zum Schluss kommen, "Hey das gefällt mir, was kostet das? Egal, kauf ich!" Und natürlich kaufen die dann nicht nur diese eine Flasche Deo, sondern schauen sich weiter um, kaufen dies und das zusätzlich. Und schon wird aus der Ausgabe für die Probe ein um das Vielfache höherer Umsatz, selbst wenn nur jeder 100ste oder gar jeder 1000ste der "Probe-Nehmer" was kauft. Warum kapietr man das bei der Musikindustrie nicht?
    Oder fragt mal in einem Autohaus wieviele von denen, die eine Probefahrt machen, tatsächlich das Auto kaufen. Oder in einem Buchladen, wie viele von denen, die den Klappentext oder gar einzelne Kapitel eines Buches lesen, dieses Buch auch tatsächlich kaufen. Oder wie viele probieren ein Kleidungsstück im Klamottenladen - und wieviele davon kaufen es auch anschließend? Verursachen die "verlorene Umsätze"? Garantiert nicht. Kaufen die nicht dies Auto, dieses Buch, dieses Kleidungsstück, kaufen sie halt was anderes. Kaufen sie nicht jetzt sofort, kaufen sie halt später. Kaufen sie nicht in diesem Shop, kaufen sie halt online oder in einer anderen Niederlassung. Aber sie werden kaufen. Ergo: die Umsätze sind nicht verloren, sondern werden nur umhergeschaufelt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2012

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