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Urheberrechtliches (Copyright bei Bildern, Comics und Texten)

Dieses Thema im Forum "Rechtswissenschaft & Gesetze" wurde erstellt von LadySandra82 Lefavre, 20. März 2009.

  1. Hallo an alle!

    Da das Internet immer mehr unter Kontrolle gerät, d. h. das Foren und Websites oft heimlich kontrolliert werden, ob gegen das Urheberrecht verstoßen wird. Denn diese unterliegen dem Urheberrecht und das kann beim Verstoß für den Foreninhaber teuer werden!

    Texte von anderen Seiten dürfen angeblich nur noch mit den ersten 3 Sätzen hinein kopiert werdeb und anschließend soll man den Link als Quellenangabe nennen.

    Gleiches gilt für Zitate und Gedichte von Schriftstellern, da diese nicht ohne das Einverständnis des Verfassers eingestellt werden dürfen!

    Wollte nun ma wissen ob wer damit schon erfahrung gemacht und ob es rechtliche urteile zu gibt oder es nur Panikmache ist, da in einem anderen Forum wo ich bin gerade dieses Thema nun aufgetaucht ist wie man damit umgehen soll.

    LG
    Sandra
     
  2. oookusama Hirano

    oookusama Hirano Superstar

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    Vorsicht mit dem Zitieren aus urheberrechtlich geschützten Werken. Verwende keine Vollzitate und zitiere, wenn erforderlich, nur auszugsweise. Kennzeichne ein Zitat stets als solches und vergiss auch nicht die Quellenangabe.

    Möchtest du einen Text, dessen Urheber du nicht bist und/oder den du im Internet gefunden hast, den Teilnehmern des Forums zur Kenntnis bringen oder im Forum zur Diskussion stellen, dann verwende statt eines Vollzitates einen Link zu einer Seite, auf der er zu finden ist.

    Gehe einfach einmal auf die Seite von:

    http://www.www-kurs.de/urheber.htm

    Dort steht wunderbar beschrieben was Du nach deutschem Recht darfst und was nicht.

    lg

    kusa
     
  3. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    Und weil ich persönlich nicht viel von Copyright halte, aber die Meinung der Autoren/Künstler/etc die glauben ihre Werke unter Copyright stellen zu müssen respektiere, stelle ich alles was ich schreibe oder anderweitig kreiere unter Copyleft. :mrgreen:
     
  4. Claro Laval

    Claro Laval Freund/in des Forums

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    Sevus Eightdwarf!

    Du lebst wahrscheinlich auch nicht vom Ertrag Deiner geistig/kreativen Arbeit.

    Servus
     
  5. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    :D
    Nun ja, ein Teil meiner geistigen Arbeit gibt mir schon einen Zuverdienst - indem ich (Copyright-geschützte) Texte im Auftrag ihrer Schreiber übersetze. Aber das ist ja dann auch nicht von mir selbst erschaffen, also kann ich ja nicht einfach eine andere Regelung dafür festlegen. :cool:

    Ich denke, wenn die Linux- und OpenSource-Entwickler, diverse Musiker und Künstler ihre professionellen Arbeiten unter Public Domain, Copyleft, oder irgendeine andere das Copyright von der Erschafferseite her umgehende Regelung auch immer stellen können, kann ich das mit meinen amateurhaften "Machwerken" schon lange. :mrgreen:
     
  6. Claro Laval

    Claro Laval Freund/in des Forums

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    Servus!

    Und Du meinst dass die davon leben, Miete zahlen, eventuell ein Familie ernähren?

    Auch frage ich, was sind...
    Keine Angst, ich bestreite nicht dass es gute Modelle gibt, die eine durchaus "gerechte" monetäre Abgeltung genüber dem Urheber gewährleisten. Leider Gottes wird in einer solchen Diskussion leicht darauf vergessen, dass Urheber in den wenigsten Fällen "berühmt" sind und von ihren Werken auch leben können. Ich will eigentlich nur auf "die andere seite" der Medaille hinweisen.

    Servus
     
  7. Monalisa Robbiani

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    Doch. Auch Übersetzungen sind Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes. Außer sie stammen von Blödelfish natürlich.
     
  8. Celina Kamachi

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    Es gibt klare gesetzliche Vorgaben zum Urheberrecht, zur Kennzeichnungspflicht, und wie man richtig zitiert, ohne zu kopieren. Einfach mal die passenden Suchwörter in Google einfüttern, das kann man alles schön nachlesen, wie das geregelt ist, und warum.
     
  9. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    Hmmm... bin ich mir nicht sicher -- aber ich weiß dass es Firmen gibt die kostenlosen Content zur Verfügung stellen (siehe die Linux-Betriebssysteme oder Programe wie Firefox/Thunderbird etc) und die trotzdem nicht untergehen.

    Nun, manche Musiker und Künstler (beziehungsweise ihre Agenten/Manager) bestehen auf dem Copyright, andere stellen Werke oder Auszüge davon kostenlos und kopierbar ins Netz als Werbung für ihre Ausstellungen/Konzerte/Bücher und so weiter.




    Naja ich weiß schon dass Übersetzungen und bearbeitete Bilder im Sinne des deutschen Urheberschutzgesetzes als eigene Werke anzusehen sind
    ABER: Wenn ich einen Text übersetze, dann halte ich mich an die Regelung des Original-Urhebers, genau wie ich versuche bei Bildern die ich bearbeite, die Genehmigung der Original-Urheber zur Bearbeitung usw. zu bekommen. Zumal es ja auch nach dem selben Gesetz heißt:
     
  10. Monalisa Robbiani

    Monalisa Robbiani Superstar

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    Auch nach anderen Gesetzen. ;)

    Was nicht heißt, daß du deine Übersetzung verbreiten oder gar verkaufen darfst, als ob du das Original geschrieben hättest. Das Urheberrecht am Original bleibt nämlich unangetastet. Was das heißt ist, daß *kein anderer* deine Übersetzung als seine ausgeben darf, oder verbreiten, auch nicht der Urheber des Originals. Eine Übersetzung ist nämlich ein eigenes Werk, an dem du selbstverständlich Rechte hast. Übersetzen ist ja nicht nur abschreiben, sondern ein kreativer Vorgang.
     
  11. Danziel Lane

    Danziel Lane Superstar

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    Mir fällt ein weiterres Detail auf:

    Eighthdwarf hat darauf hingewiesen, dass auch er Texte verfasst, Übersetzungen speziell, doch eben auch, dass er die im Auftrag erstellt, für seine Rechte an diesen Übersetzungen also finanziell (oder sonstwie) abgefunden wurde.

    Natürlich jammer ich nicht meinen Werken hinterher, wenn ich für ein IT-Projekt reichlich Honorar kassiert habe (dann gehören meine Programme dem Auftraggeber), oder wenn ich eines meiner Sportfotos an eine Zeitung verkauft habe (dann darf die das nutzen).

    Doch wenn jemand glaubt, meine Fotos beliebig nutzen zu dürfen in seinen Websites oder Broschüren, meine Programme beliebig kopieren zu dürfen oder meine Texte für meine Lehrveranstaltungen einfach abkopieren zu dürfen, dann finde ich es schon unfair, dass diese Menschen Geld verdienen wollen mit Ideen, Werken und Texten, die von mir stammen und die mich Zeit, Arbeit, Erfahrung und Geld gekostet haben.

    Um nichts anderes geht es beim Urheberrecht, und da hilft es auch nicht, wenn man das dann Urheberlink nennt, oder darauf pocht, dass meine Werke frei kopierbar sein müssen, nur weil andere (ich ja auch) Teile ihrer Werke auch mal verschenken.
     
  12. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    Er? Schau doch noch mal kurz auf das Bildchen an der Seite, oder ins Profil ;)
    Nun, das mit der Abfindung ist nie so explizit dargelegt, die Beträge sind eher Arbeitslohn (bzw Aufwandsentschädigung: pauschaler Preis pro Seite/Zeile, je nach dem) - aber ich nehme mir einfach nicht das Recht heraus, ohne eindeutige Genehmigung des Original-Autors einfach die Vervielfältigungsrechte an seinem Werk zu ändern.
    Obwohl... ihr bringt mich da so langsam auf Ideen :twisted:

    Eben - deswegen frage ich auch den Urheber um Genehmigung bevor ich Fotos und Bilder manipuliere und (per Copyleft) auf einer Webseite veröffentliche. Ich finde jeder Ersteller sollte selbst entscheiden können, ob und wie weit seine eigenen Texte/Programme/Bilder/Music etc mod/copy/trans werden sollen - und zwar der Ersteller selbst, nicht seine Firma, seine Manager oder Agenten oder wen er noch so wie ein Klotz am Bein dranhängen hat.

    Siehe auch Creative Commons:
    Schau mal in diese Urteilsbeispiele aus dem "Creative Commons"- Wiki: auch Verstöße gegen die Bedingungen freier Lizenzen werden als Urheberrechtsverletzung gesehen. Zum Beispiel Copyleft (eigentlich unübersetzbar) nutzt ja die Regelungen des Urheberrechts, um dessen eigene Beschränkungen quasi auszuhebeln :) - aber auch als Schutz davor, dass Sachen die vorher "frei" waren, auf einmal von irgend einem anderen mit Copyrightvermerk versehen und vermarktet werden. Siehe auch Wikipedia über dieses Thema:
    Also wenn ich ein Foto bearbeite das unter Copyleft irgendwo hochgeladen worden ist, oder einen Text übersetze der unter Copyleft-artigen Regelungen öffentlich gemacht wurde, darf ich nicht einfach unter meine Bearbeitung dieses Werks mein Copyrightvermerk daruntersetzen und es verkaufen. Ich habe irgendwo zu vermerken (wie es ja auch die Linuxleute tun): Original von XY, mit Copyleft von (Datum), und dazu mein Copyleft- oder CC-vermerk dazusetzen. :)
    Genau so mach ich das ja auch sonst bei urhebergeschützten Sachen: "Original: (C) XY <Jahr>, Übersetzung (C) <Jahr>"
     
  13. Celina Kamachi

    Celina Kamachi Superstar

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    Das Thema kann man solange diskutieren, zerlegen, und querzitieren, bis einer umfällt oder dem anderen schlecht wird - Fakt ist schlicht, dass man sich an die geltende Gesetzeslage zu halten hat, solange das nicht anders entschieden wurde.
     
  14. eighthdwarf Checchinato

    eighthdwarf Checchinato Superstar

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    :mrgreen: Jou!
     
  15. Leonhardo Regenbogen

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    Ja, halten muss man sich schon an Gesetze, aber man darf und sollte sie in einer demokratischen Kultur auch in Frage stellen dürfen.
    Und genau so sehe ich das auch beim Copyright oder dem sogenannten "geistigen Eigentum".
    Man kann es zwar nicht von heute auf morgen abschaffen, weil so viele Geschäftsmodelle drauf basieren, aber langfristig wäre es schon besser, wenn sich neue fortschrittlichere Geschäftsmodelle durchsetzten würden, die auf Copyleft Lizenzen aufbauen würden.
    Dann könnte man auch die Gesetze zum Copyright langsam lockern und die Gängelung durch die Medienindustrie würde aufhören und Filesharer könnten nicht mehr mit hässlicher Propaganda kriminalisiert werden.

    Ich hab meine Bilder bei Flicker auch alle unter eine Copyleft Lizenz gestellt (Attribution-ShareAlike Creative Commons). Und wenn ich meine Bilder woanders verwendet sehe, dann freut mich das eher und macht mich nicht neidisch. Ich brauch das ja nicht, um Geld zu verdienen, warum sollte ich es dann auch anders lizenzieren.


    Leon
     
  16. Monalisa Robbiani

    Monalisa Robbiani Superstar

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    Ja, das war mir sowas von klar. Es gibt aber Leute, die mit ihrer Arbeit durchaus Geld verdienen. Mit den angestrebten "Lockerungen" nimmst du denen ihr tägliches Brot. CC usw. sollten immer eine freiwillige Sache sein. Jedes Werk sollte weiterhin automatisch Schutz genießen, außer der Schöpfer sieht es ausdrücklich anders vor. Alles andere wäre ziemlich unfair denen gegenüber, die mit ihrer Arbeit was verdienen wollen.

    Derzeit leben in gewissen Sektoren kommerzielle und offene Projekte friedlich nebeneinander. Ich bin kürzlich von Paint Shop auf Gimp und von Max auf Blender umgestiegen. Nicht nur weil einem das dauernde Jagen nach Cracks einem irgendwann auf die Nerven geht, sondern weil es unmoralisch (und illegal) ist, die Sachen zu verkaufen, die man damit herstellt. Trotzdem gibt es nach wie vor kommerzielle Plattformen, die keinesfalls pleite gegangen sind. Die würde ich mir aber auch kaufen, sollte das im Rahmen eines Projektes nötig sein.

    Nicht zu vergessen, daß ganz SL *nur* deswegen existiert, weil ein von oben durchgesetztes Urheberrecht die "künstliche Verknappung" sicherstellt. Gäbe es keine Permissions, gäbe es nichts in SL, außer ein paar mickrige Freebies. Wobei gleichzeitig sinnvolle Permissions für offenen Content fehlen - man kann zb. nicht verhindern, daß ein Freebie für mehr als L$ 0 weiterverkauft wird.
     
  17. Leonhardo Regenbogen

    Leonhardo Regenbogen Superstar

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    Mein Arbeitgeber verdient auch mit dem klassischen Lizenzmodell und nicht mit Open Source. Persönlich wär es mir zwar anderes lieber, aber ich halte mich aus den Businesstrategien meines Arbeitgebers weitestgehend raus.
    Allerdings könnte uns eine Verschärfung der Gesetze im Bereich Softwarepatent hart treffen. Wir klauen zwar keine Ideen woanders, aber ich kann ja beim programmieren durchaus mal den gleichen Gedanken haben, den vorher schon jemand anders gehabt hat und dieser mit viel Geld und Lobbyarbeit patentiert hat. Würde man Softwarepatente in Europa erlauben, dann müsste mein Arbeitgeber mit Klagen rechnen oder extra Lizenzen zahlen. Und Softwarepatente sind auch ein Auswuchs, der der Ideologie des geistigen Eigentums entspringt.

    Noch größere Sorgen machen mir die Zensurphantasien einiger Politiker. Es ist zwar nur die Rede von Kipo, aber wenn die Zensurfilter erst mal eingerichtet sind, wird die Medienindustrie mit Begehrlichkeiten kommen und alles wegfiltern, das nicht in deren Copyright-Verständniss passt, inklusive Copyright-kritische Webseiten, Blogs, etc.
    In Irland geht's schon los:
    http://www.heise.de/newsticker/Iris...usiktauschboersen-blockieren--/meldung/133360
    Dabei hab ich früher das Land auch mal für freier gehalten.


    Geschäftsmodelle, die auf klassischem Copyright setzen sind auf viel Regulierung vom Gesetzgeber angewiesen. Das führt zu mehr unübersichtlichen Gesetzten und Regelungen, die die meisten Bürger nicht verstehen. Und irgendwann werden dann auch fundamentale Bürgerrechte angegriffen.

    Auch wenn man Copyright-Regelungen nicht von heute auf morgen abschaffen kann, weil eben viele davon leben, bin ich dennoch für eine Trendwende und Umdenken.

    Leon
     
  18. Swapps Swenson

    Swapps Swenson Gründer

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    Da sich dieses Thema ja nun doch zu einer Diskussion entwickelt hat und somit nicht mehr ins Unterforum "Ich frage - ihr antwortet" passt, verschiebe ich es in das Unterforum "Rechtliche Diskussionen".