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Wie funktioniert der Lindendollar / LindeX eigentlich?

Dieses Thema im Forum "Volks- und Betriebswirtschaft & Finanzen" wurde erstellt von Roya Congrejo, 17. Juni 2010.

  1. Roya Congrejo

    Roya Congrejo Moderatorin Mitarbeiter

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    Gegen Maßnahmen zur Kurs-Stabilisierungen ist ja auch nichts zu sagen.

    Was ich schlimm fände wäre, wenn LL sich einfach bereichern würde, indem sie öfter einfach mal grössere Summen Linden auf LindeX zum Verkauf stellen.

    Während wir uns unsere L$ sauer verdienen müssen, könnten die sowas ja sehr einfach bewirken - wäre wie Geld im Keller drucken was aber keiner weis, und was auch zu entsprechenden Kursveränderungen führen würde/könnte. Ich sehe derzeit nicht wie das transparent kontrollierbar wäre, da die ganze Infrastuktur dazu alleine bei LL liegt.
     
  2. Iron Core

    Iron Core Gesperrt

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    LOL, genau diesen Gedanken hatte ich auch gerade. Dümpelt der Kurs Monate lang bei 260, werfe ich Geld auf den Markt bis er bei 270 ist, kassiere harte USD und die meisten User freuen sich sogar weil sie mehr Linden für den USD oder Euro bekommen. Das ich damit eine 3 bis 4%ige Inflation erzeugt habe erschließt sich nicht jedem sofort. Der Geschäftsmann aus der Eurozone wird wahrscheinlich noch nicht mal etwas davon spüren weil er vom schwachen Euro profitiert, jedenfalls solange er aus SL Geld abzieht.
    Ein Schelm wer da böses denkt. Da bekommt ja die letzte Mitteilung des werten M eine ganze neue Bedeutung :lol:

    OK, alles nur Phantasie und Spekulation.

    LG
     
  3. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Ich glaube nicht wenige verwechseln L$ mit echtem Geld und Lindex mit einer echten Börse.

    Nur ist das eben überhaupt nicht der Fall:

    TOS 5.1:


    Each Linden dollar is a virtual token representing contractual permission from Linden Lab to access features of the Service.
    (...)
    You acknowledge that Linden dollars are not real currency or any type of financial instrument and are not redeemable for any sum of money from Linden Lab at any time. You agree that Linden Lab has the right to manage, regulate, control, and/or modify the license rights underlying such Linden dollars as it sees fit and that Linden Lab will have no liability to you based on its exercise of this right."

    (Jeder Linden Dollar ist ein virtuelles Token/eine virtuelle Wertmarke, die eine vertragliche Berechtigung darstellt zu Merkmalen/Eigenschaften des Services (also von SL - S.I.) Zugang zu haben.

    (...)

    Sie stimmen zu, dass die Linden Dollars keine reale Währung und auch keinerlei anderes Wertpapier/ "finanzielles Mittel" sind und dass sie zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Geldsumme von Linden Lab einlösbar sind. Sie stimmen zu, dass Linden Lab das recht hat die dem Linden Dollar zu Grunde liegenden Lizenzen nach belieben zu verwalten, zu regulieren, zu kontrollieren und/oder zu verändern und dass Linden Lab ihnen durch das Ausüben dieser Rechte keinerlei Verbindlichkeiten entsteht.)


    TOS 5.2:


    " (...) The Service includes a component called the "LindeX exchange" or the "LindeX," which refers to an aspect of the Service through which Linden Lab permits transactions in which users may exchange their Linden dollars with one another. (...) You acknowledge that the LindeX exchange has been created to enable users of Second Life to enhance their experience using the Service with the ability to transfer license rights to other users of the Service, and that the terminology used is solely for the purpose of enabling this use of the Service."

    (Der Service (also SL - S.I.) enthält eine Komponente, welche "LindeX exchange" oder der "LindeX" genannt wird, was sich auf jenen Teil des Services bezieht, mittels desse Linden Lab Transaktionen gestattet, mit denen User ihre Linden Dollars untereinander austauschen können. (...) Sie erkennen an, dass der LindeX exchange geschaffen wurde um den Usern die Möglichkeit zu geben ihr Erlebnis bei der Nutzung des Services durch die Übertragung von Lizenzrechten zu intensivieren, und dass die Teminologie/die (Fach)Begriffe allein deswegen verwendet werden um diesen Service zu ermöglichen)


    Und dann steht noch in TOS 4.2:

    "Linden Lab has the right to change and/or eliminate any aspect(s), features or functionality of the Service as it sees fit at any time without notice, and Linden Lab makes no commitment, express or implied, to maintain or continue any aspect of the Service."

    (Linden Lab hat das recht jeden Aspekt, jedes Merkmal und jede Funktionalität des Services nach belieben und ohne Benachrichtigung zu ändern und/oder einzustellen/abzuschaffen und Linden Lab macht keinerlei Zugeständnis, weder ausdrücklich noch imliziert, auch nur irgendeinen Aspekt des Services zu warten oder weiterzuführen.)



    Mit anderen Worten:
    Linden Dollars sind kein Geld, sondern symbolische Lizenzrechte, die nur in SL Gültigkeit haben.
    Lindex ist keine reale Börse und z.B. mit einem realen Devisenmarkt nur bedingt vergleichbar.
    Und LL kann mit Lindex machen was immer sie mit Lindex machen möchten.
    Wenn sie massiv L$ verkaufen möchten, dann dürfen sie das einfach machen.

    Und selbst wenn LL hergehen wöllte und Lust hätte bei Lindex teilweise oder komplett frei erfundene Marktdaten zu veröffentlichen, also teilweise oder komplett fiktive Käufe und Ankäufe eintragen, dann dürften die das einfach machen.

    Dass LL schon jetzt massiv L$ verkauft und aufkauft ist wie hier auch von andern schon erwähnt, eigentlich klar, wenn man den Kurs anschaut.

    Wobei LL überhaupt kein Großes Kapital braucht um eben mal kurzzeitig Millionen von L$ zu kaufen. Denn selbst wenn sie dafür den Spielern hunderttausende von US-$ auf deren US-$ Konten bei den Accounts überschreiben müssten - das ist alles noch Buchgeld!
    Und da die wenigsten sich viel Geld auszahlen lassen - schließlich macht man da bisschen miese -, sondern dieses Buchgeld lediglich dazu verwenden die Tier zu zahlen, kann LL das Buchgeld einfach wieder zurückbuchen.

    LL bekommt eigentlich nur dann ein Problem, wenn riesen L$ Summen aufgekauft werden und wenn dann kurz danach sehr viele User ihre US-$ ausbezahlt haben möchten. Und es aus SL rausziehen möchten.
    Und da können sie Lindex einfach mal eine Weile dicht machen ;-)

    Kurzum: Es gibt kein Recht auf irgendwelche Transparenz und es gibt nicht mal ein Recht auf "korrekte Daten" bei LindeX.
    Lindex ist keine kontrollierte Börse, sondern "Eine Einrichtung in SL, über der die User ihr SL Erleben durch das tauschen von Lizenrechten intensivieren können". Zu exakt den Bedingungen intensivieren, die LL vorgibt.
     
  4. Roya Congrejo

    Roya Congrejo Moderatorin Mitarbeiter

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    Shirley,
    ich kann in meine AGBs / TOS viel reinschreiben wenn der Tag lang ist. Einiges davon müssen sie natürlich reinschreiben um sich abzusichern und um nicht in das Bankenrecht zu rutschen.

    Erwas ganz anderes sind die Erwartungen der User an einen fairen Handel. Ohne diese Erwartungen und das Vertrauen kann SL schlicht und einfach nicht bestehen, oder würde keiner grössere Summen investieren.

    Nur darum geht es.
    Lg, Roya
     
  5. Christoph Balhaus

    Christoph Balhaus Aktiver Nutzer

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    Selbst wenn sie nur gleichzeitig groessere Kauf- und Verkauforders einstellen um den Markt zu stabilisieren, verdienen sie an den vielen Marketorders die die meisten plazieren (Die Option für Limitorders muß ja auch erst freigeschaltet werden).

    Wenn du L$ verkaufst wird der Auftrag aus dem besten Kaufangebot bedient, wenn du L$ kaufst hingegen aus dem günstigsten Verkaufsangebot. Der Spread, also die Differenz liegt bei ca 12 L$. Wenn sie die Kauforders ständig aus dem niedrigeren Topf und die Verkaufsorders aus dem höheren Topf bedienen können, verdient LL an den Marketorders noch einmal ca. 4% zusätzlich zu den Gebühren.

    Zusammen mit den normalen Gebühren kommen da sicher schon erhebliche Beträge zusammen, vielleicht sogar mehr als das marktschonende "Drucken" von L$ bringen würde.

    Allerdings sieht das "Orderbuch" in den letzten Tagen deutlich anders aus als in den letzten 3 Jahren. Was letztlich die Ursache dafür ist, ist mir noch nicht so ganz klar.
     
  6. Christoph Balhaus

    Christoph Balhaus Aktiver Nutzer

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    LL bekommt niemals ein Problem, da sie nicht verpflichtet sind L$ zurückzukaufen. Das steht in den TOS die du weiter oben übersetzt hast.

    Dass der L$/US$ Kurs in so einem Fall nicht mehr schön aussehen würde steht auf einem anderen Blatt, aber als Betreiber der Börse würden sie selbst an so einer Situation noch verdienen. ;-)
     
  7. Monalisa Robbiani

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    Ich bin noch immer nicht überzeugt. Auch der Dollar ist letztendlich nur Lizenzrecht für Dinge wie Nahrung und Wohnraum. Wenn die USA zerfallen, dann gibt es keinen Dollar mehr. Die Bedingungen darüber geben die USA vor.

    Entweder bin ich zu doof das zu kapieren oder du irrst dich hier fundamental, was reales Geld angeht.
     
  8. Daemonika Nightfire

    Daemonika Nightfire Forumsgott/göttin

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    Also ich wuerde Geld nicht gerade als Lizenz betrachten, es ist lediglich ein Zahlungsmittel auf das man sich geeinigt hat.

    wuerde jetzt ein Becker sagen , "fuer das brot neme ich 10 Steine", aber niemand bereit waere 10 Steine sondern maximal 5 Steine dafuer zu zahlen, werden den Steinen einen hoeheren Wert beigemessen.
    Da wir den Steinen aber nicht einen so hohen Wert beimessen wuerde so ziemlich jeder von uns gleich sagen, "kannst auch ne Wagenladung Steine haben", wobei der Arbeitsaufwand die Steine zu besorgen wiederum nicht in der Relation zum Wert des Brotes steht.

    Zudem gibt es steine ja im ueberfluss und ein Kurs handel damit in form von Zahlungsmittel waere gar nicht moeglich.
    Soweit ich weiss wird es immer nur so viel Zahlungsmittel im Umlauf sein, wie es kapital als gegenwert gibt.
    Steigt das Kapital, steigt auch das Vermoegen, wird nun das kapital irgendwo negativ beeinflusst macht sich das natuerlich gleich im Wert des Zahlunsmittels bemerkbar.

    Nachtrag:
    Eigentlich eine leichte Rechnung, Kapital als Gegenwert zum Zahlungsmittel.
    Das Zahlungsmittel bedeutet nichts anderes als stellvertreter beweis das ir ein gewisser anteil des Kapitals gehoert.

    Faellt nun aber ein grosser Teil kapital weg aber nicht das Geld selber hast deine Inflation, Das Geld waere nichts mehr wert.
    Und genau das bewirken solche panikverkaeufe, LL stellt einen gewissen teil US$ als Gegenwert, wenn jetzt viele ihre linden verkaufen veringert sich das Kapital und es gibt Linden$ im ueberfluss, schon musst viel mehr Linden$ einsetzen um US$ dafuer zu bekommen.
     
  9. Iron Core

    Iron Core Gesperrt

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    Jaja stimmt schon, aber nach außen hin gehabt sich der L$ wie Geld. Im Prinzip "spielen" wir quasi Geld und Börse.

    Wer derlei Geschäftsbedingungen akzeptiert kann nur wahnsinnig sein, also sind wir alle wahnsinnig. Würdet ihr einer RL Bank mit solchen ABGs euer Geld anvertrauen? Obwohl wenn ich jetzt an die HRE, Sal. Oppenheim oder diverse Landes Banken denke... da ist auch kein großer Unterschied :razz: Aber das hinkt aber sowieso weil das Lab ja keine Bank ist.

    LG
     
  10. Gina Masala

    Gina Masala Guest

    Also ist Linden Lab ein Staat mit L$ als Devise?
    Sind Kamele nun eigentlich auch eine Währung?
    Aber du hast Recht, das ist ein hochphilosphisches Problem.
    L$ ist Tauschmittel, genauso wie Dollar, Euro und in einigen Gegenden (immer noch) Kamele oder die Flasche Wein in der Nachbarschaft.

    Aber warum ist nun Dollar, Euro eine Währung und Kamele und die Flasche(n) Wein nicht? und wo passt da der L$ rein?
     
  11. Shirley Iuga

    Shirley Iuga Forumsgott/göttin

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    Wenn du jemanden Geld schuldest und dich hartnäckig weigerst diese Geldschulden in Euro zu bezahlen sondern darauf bestehst in Lindendollar oder Glasperlen zu zahlen, dann kommt irgendwann der Staat (in Form von Polizei, Gericht, Gerichtsvollzieher und notfalls Gefängnis) und zwingt dich schlicht und einfach mit Gewalt dazu, deine Schuld in Euro zu begleichen.

    Das ist der Unterschied zwischen Euro als gesetzlichem Zahlungsmittel und Spiegeld/einem Tauschmittel wie dem Lindendollar.

    Bei einem gesetzlichen Zahlungsmittel sorgt ein Staat dafür, notfalls mit Gewalt, dass dieses als Zahlungsmittel akzeptiert wird.
    Und dass er somit seine Eigenschaft als Zahlungsmittel behält. (Wenn auch der Tauschwert durch Inflation weniger werden kann...)

    Beim Lindendollar gibt es einen ausdrücklichen Ausschluss einer solchen Garantie des Zahlungsmittels. LL könnte ohne Vorankündigung nicht nur alle L$-Konten eben mal auf 0 setzen, sie könnten auch einfach den L$ in SL durch LT (LindenTaler) oder durch L€ (LindenEuro) ersetzen...und keiner könnte irgendwas dagegen machen.


    Natürlich könnte auch in der USA irgendwann mal eine Revolution stattfinden, die US Regierung beseitigt werden und damit der US-Dollar wertloses Papier werden - aber nachdem die USA nicht nur die politisch stabilste und freiheitlichste, sondern vor allem auch die militärisch Schlagkräftigste Nation dieses Planeten sind halte ich das dann doch für eine gegen 0 gehende Wahrscheinlichkeit.
     
  12. thinkangel McAlpine

    thinkangel McAlpine Aktiver Nutzer

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    Zu erwähnen währe noch das LL schon lange L$ verkauft.
    Ja, sogar Verkaufen muss. Und das tun Sie sicher gerne.

    Es geht dabei um all die Gebühren die LL in L$ erhebt.
    Sei es für Werbung, Uploads, oder Transaktionsgebühren.

    Die Menge an L$ die an Premium-Member in L$ pro Woche ausgezahlt werden ist zu Gering als das damit die jeweils benötigte Gesammtmenge erhalten werden könnte.
    Dazu kommt eine steigende Nachfrage durch die gestiegene Userzahl in den letzten Jahren.
    Würde LL auf LindeX keine L$ verkaufen um den Kurs stabil zu halten, würde die Secondlife Wirtschaft unter einem teurem Lindendollar leiden. Die Folgen währen selbst für LL nicht gut, denn eine stagnierende Wirtschaft ist für jedes Micropayment - System tödlich.

    Mein Tipp zu den aktuellen Kursschwankungen ist, LL hat im Zuge der Kündigungen es schlicht und einfach verpennt Rechtzeitig auf Marktlage zu reagieren. Und da M Linden sich derart Unproffesionell äussert hat er auch noch Panikverkäufe angekurbelt.
     
  13. Stari Novi

    Stari Novi Guest

    Die meisten User erwarten was anderes als was LL bereit ist zu gewähren. Über LL und Fairness ist es unmöglich zu reden, da sie es nie waren und nie sein werden.

    Im Prinzip sind wir dene in jeder Beziehung ausgeliefert und haben 0 Recht etwas dagegen zu tun und das wissen die auch. Leider ist SL nach wie vor alternativlos, das wissen die auch und somit haben sie nix zu befürchten. Es werden halt wieder mal ein paar Residents abhauen. Und? War schon öfter so und SL lebt trotzdem.

    Solange das so ist wird sich Linden Lab weiterhin alles erlauben und wenn sie meinen sie müssen X-Millionen L$ auf den Markt werfen dann tun sie es.
    Es gibt immer welche die davon profitieren. Hab gestern in einem Groupchat gelesen das Anche massiv Homesteads aufkauft für nen Appel und Ei...die wird schon wissen warum sie das tut.
     
  14. Roya Congrejo

    Roya Congrejo Moderatorin Mitarbeiter

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    Stari,
    ich stimme Dir zu dass SL immer noch alternativlos ist und LL dadurch automatisch uns gegenüber in einer starken Position ist. Ich wehre mich aber gegen Fatalismus in der Art, dass man eh nix machen kann. Jeder kann sehr wohl etwas machen - sich nämlich für - oder gegen ein grösseres Engagement in SL entscheiden. Und das findet m.E. auch schon lange statt ...

    Intressant ist, wenn man sich mal die Kurven und Statistiken von LL anschaut (Second Life Grid Survey). Z.B. sieht man an der Anzahl der Sims sehr schön den Boom, der im Herbst 2008 abbricht, als Linden sich nämlich mit seiner Homesteadpolitik gegen die eigenen User wandte.

    Die Anzahl der Sims brach ein und hat bis heute nicht nicht wieder den alten Stand erreicht. Parallel sank der Landkaufpreis permanent - inzwischen bis auf nahezu Null.

    Die Entwicklung der Inworld-Ökonomie ist mir anhand der vorliegenden Grafiken ehrlich gesagt nicht ganz klar, mein subjektives Gefühl ist aber, dass es eine spürbare Stagnation gibt.

    Nun haben wir aufgrund der LL-Pressemitteilungen und Entlassungen wieder so eine Aktion, deren Auswirkungen noch längst nicht klar sind.

    Ich persönlich halte SL für eine wirklich tolle Sache. Mein persönliches Vertrauen in LL ist aufgrund der bisherigen ungeschickten und z.T. willkürlich erscheinenden Aktionen (Homesteadpolitik, Adult-Regelungen, Entlassungen usw.) inzwischen aber sehr reduziert. Normalerweise hätten wir mit unserer Estate längst weiter expandiert - aber ich werde den Teufel tun und noch mehr Geld in eine Sache stecken, deren Betreiber mir keine verlässliche, transparente und faire Geschäftsbasis bietet. Seit über einem Jahr haben wir alle Expansionen gestoppt, und versuchen nur noch das was wir aufgebaut haben, zu erhalten und inhaltlich weiter zu entwickeln.

    Wenn LL meine Nase nicht mehr passt, können sie mich jederzeit kicken - und ich kann nichts dagegen tun und bekomme auch keinen Ersatz für das was ich in SL an Werten hatte. Und diese Firma will so Geschäftskunden ködern? Mit einer solchen unzuverlässlichen sprunghaften Geschäftspolitik und einer TOS die alle Rechte einseitig zum Betreiber verlagert? In meinen Augen lächerlich...

    Das grösste Hindernis für ein weiteres erfolgreiches Wachstum ist LL eigentlich selbst. Technisch haben sie das Produkt - im Vergleich zu früher - gut im Griff. Aber jahrelang hat man im Grunde gegen die User gearbeitet weil man andere "höhere" Ziele im Focus hatte, adressierte Firmenkunden und erreichte nichts, schmiss die Mentoren raus die sich so begeistert und umsonst für diese Sache engagiert hatten, phantasierte über sozial Networking und entwickelte blöde Viewer, und machte den Landlords unfaire Konkurrenz mit den Lindenhomes.

    Viele haben SL inzwischen verägert verlassen oder ihre Aktivitäten zumindest zurückgefahren. Ohne Vertrauen und eine verlässliche Basis für die User kann man ein solches Produkt aber nicht erfolgreich entwickeln - bestenfalls irgendwie den Status Quo halten, aber auch der kann leicht bröckeln.

    Inzwischen dürfte LL wieder etwas zurück auf dem Boden der Realität sein - aber mein Vertrauen haben sie dadurch noch lange nicht wieder. Erst jüngst kam ja raus dass sie einem Grosskunden wie Anshe Sonder-Einkaufspreise gewähren, was für die 95% der übrigen Landbesitzer auch nicht gerade fair und vertrauensbildend ist. Und wenn sie jetzt noch zugunsten der eigenen Finanzen am Kurs herummanipuliert würden, würden sie damit sie an einem weiteren Pfeiler, der Inworld-Ökonomie sägen und - zumindest in meinen Augen - ihr restliches Vertrauenskapital verspielen.

    Bei einem so unzuverlässigen Verhalten reduzierte sich SL dann wieder zum "Spiel", wo man zwar ganz nett was bauen kann, auch nette Leute treffen und Fun haben kann - aber wo man um Gottes Willen nicht allzuviel Geld und Arbeit reinstecken sollte. Die Leute sind ja nicht dumm - und umso achtloser LL mit seinen Usern umgeht umso mehr schaden sie der ganzen Sache. Vielleicht kapiert man das ja mal irgendwann. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ...
     
  15. Gerrit Negulesco

    Gerrit Negulesco Aktiver Nutzer

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    Es hat nie eine Anshe gegeben. Die Story um eine Frau in Indonesien, die zur Dollarmillionärin geworden ist und für arme-Kinder-Projekte die verdienten Millionen ausgibt war ein "guter" Guerillamarketing-Fake.

    Diese angebliche Ansche Chung ist ein einziges mal vor drei Jahren auf einer LL-EINLADUNGSveranstaltung (mit u.a. Journalisten) als Einspiel-Video "gesehen" worden. Als ablaufendes, inhaltlich feststehendes Video - KEINE Videokonferenz mit möglichen Fragen und Antworten.

    Danach wurde Ansche Chung nie mehr gefunden. Weder von recherchierenden Journalisten noch von Irgendwer.

    Es gibt jedoch eine Firma ACS, die gehört LL und LL-Mitarbeitern - diese Firma hat jetzt zum Beispiel 450 Home-sims für je 95 US$/mo ohne Erstgebühren zugeschoben bekommen. Diese werden bei einem Drittprovider-RZ gehostet.
     
  16. Daemonika Nightfire

    Daemonika Nightfire Forumsgott/göttin

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    klingt ja auch viel besser wenn ein user seine sims verschaerbelt als wenn eine firma die preise drueckt :wink:
     
  17. Roya Congrejo

    Roya Congrejo Moderatorin Mitarbeiter

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    Und die Amerikaner waren nie auf dem Mond, ich weis :p

    Das ist jetzt schon mindestens die zweite Fehlmeldung / Verschwörungstherorie die Du hier in kurzer Zeit verbreitest, herzlichen Glückwunsch (s. http://www.slinfo.de/vb_forum/linde...igt-massiven-stellenabbau-10.html?post1235646).

    Zwar gibt es keine Ansche Chung, aber sehr wohl eine Anshe Chung aka Ailin Gräf, als Eigentümerin von ACS, siehe z.B.:
    Ailin Gräf ? Wikipedia
    Second Life: Im zweiten Leben reich geworden | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
    Imaginary Worlds Mean Real Money - What To Fix (mit Bildern)
    Es gab auch verschiedene TV-Beiträge mit ihr.
     
  18. Wo steht denn das geschrieben? Es wurde in vielen, diversen Publikationen über Ailin Gräf geschrieben und nach der FAZ haben sich 2007 die bekannten Samwer-Brüder mit 10% bei ACS eingekauft.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die so schlecht recherchieren und nur in eine Garagenfirma Geld investieren.

    Also sage ich einfach: bitte Quelle dafür benennen, ansonsten ist das, was du hier sagst, einfach ein großer Käse.

    @Roya: Vielleicht waren damit die Rabatte des "Projekt Atlas" gemeint.
     
  19. Gerrit Negulesco

    Gerrit Negulesco Aktiver Nutzer

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    lese richtig!
     
  20. Also, was Geld genau ist, das wird sehr schön in Gablers Wirtschaftslexikon erklärt und ist eine Definition, mit der man auch in der Wissenschaft arbeiten kann. Da heißt es einfach: "Geld oder Zahlungsmittel sind Aktiva, die aufgrund von Marktkonvention oder gesetzlicher Verpflichtung vom Gläubiger zur Abdeckung von Verbindlichkeiten angenommen werden."

    Natürlich ist das Ganze noch ein wenig komplizierter, aber das ist die Grunddefinition. Anders gesagt: Geld ist ein Anteilschein an den Dienstleistungen und Erzeugnissen einer Volkswirtschaft. Gibt es diese nicht mehr, dann wird auch das Geld wertlos.