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Zeus - Krieger auf Gor (Geschichten)

Dieses Thema im Forum "Rollenspiel Gor" wurde erstellt von Zeus Edelman, 26. Januar 2008.

  1. Zeus Edelman

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    Danke, es ist genau richtig was ich tue, davon bin ich überzeugt. In Saphronicus kann ich meinen Charakter weiterentwickeln, und ich habe letztendlich dann doch eingesehen, dass man wirklich manchmal Dinge verändern muss und Abstand herstellen sollte. Ich bin mir sicher das ich damit genau das richtige mache.

    Ausserdem ist Saphronicus eine richtig tolle Festung, jeder Krieger hat eine eigene Barracke usw. Da kann ein Krieger noch Krieger sein. Und ich habe nen super Helm bekommen *lach*, kann Tarn fliegen, all die Dinge.

    Ich habe mein Gor wiedergefunden, den Spass, und die Beschäftigung. ;)
     
  2. Sylvie Munro

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    Jaja, während meiner Zeit als Shadow war ich mal mit Viola und noch einer Torvis dort. War leider jemand so dumm, auf uns zu schießen. Aber wir waren nett und haben sie nur entwaffnet und gefesselt... :wink:

    Zeus auf einem Tarn? Verdammt, wo ist der schicke Helm, den andera für mich anfertigte? Aber... hm... schützt der vor abstürzenden Tarns? Fragen über Fragen... :lol:

    Aber Du machst das schon, Zeus - notfalls komme ich vorbei und prügle Deinen Hintern auf Vordermann. :twisted:
     
  3. Zeus Edelman

    Zeus Edelman Superstar

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    Urgs, ich weiss das das gerne tust. Aber ich denke nicht, dass es notwendig wird. Manchmal dauerts halt was länger mit dem "Klick". Und du kannst ja mal versuchen einen Rarius in Saphro in den Hintern zu treten. Wir Jungs sind zäh, und geben nicht auf. Viel Spass. *g
     
  4. Manuela Flanagan

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    freut sich wieder einmal mehr darüber mit wie wenig männer zufrieden zu stellen sind :mrgreen:
     
  5. Sucarab Schwartzman

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    Das weisst du doch nitt erst seit Gor, oder?
    Nix mit jeden Samstag shoppen und "Schaaaatz, ich brauche einen neuen Schuhschrank" :twisted:
     
  6. Zeus Edelman

    Zeus Edelman Superstar

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    Zufrieden bin ich noch lange nicht, weil dann ruht man sich aus und geht nicht mehr weiter nach vorne. ;)

    Auf Gor bräuchten die Damen eher extra Kleiderschränke für all die vielen Schleier, Dolche, Haarnadeln usw :twisted:
     
  7. Manuela Flanagan

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    sag ich ja zeus und suca....frauen sind da anspruchjvoller...mäner gibt man einen schönen helm und sie sind glücklich :wink:
     
  8. Aphris Myoo

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    Ist tatsächlich tolle Festung, hatte ja kein Zeit das alle um zu schauen weil die Piraten Pfeilen mir um die Ohren flogen, aber die Mauern waren riesig, und kaum durch Feinde zu nehmen.
     
  9. Zeus Edelman

    Zeus Edelman Superstar

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    Ankunft

    Das Klima ist das, an was sich Zeus langsam gewöhnen musste. Der lange Flug auf seinem Tarn führte ihn über die Städte Tasra, Torcadino. In Ar machte er eine kurze Rast, aber nach nur einer Nacht flog er wieder weiter, passierte den Vosk, und gelang recht schnell zur Festung von Saphronicus. Das Wetter war gemässigt, kühl, windig. Ganz anders als er es aus der Wüste gewohnt war. Es fing an zu regnen. Am Horizont konnte er die hohen Mauern der Festung erkennen. Mit dem Tarnstab veranlasste er sein Tier tiefer zu fliegen. Irgendetwas schien nicht zu stimmen. Es herrschte hektischer Betrieb innerhalb der Festung. Schon von weitem hatte er ein Glockenleuten vernommen.

    Biester

    Zwischen den einzelnen Gebäuden und Türmen konnte Zeus Personen ausmachen. Es waren halbnackte Frauen, mit Bögen in der Hand. "Panther!" fauchte er, und merkte wie sein Tarn seine Muskeln anspannte, so als ob er es verstehen würde, das es vielleicht zu einem Kampf kommen wird. Zeus lies seinen Tarn unbeirrt eine weile über die Festung kreisen. Er vermutete, dass sein sein alter Freund, Sucarab, aus der gemeinsamen Zeit bei den Tahari Nomaden, in dieser Festung seinen Heimstein hat. Für Sucarab würde er sein Leben riskieren. Aber nicht für einen fremden Heimstein, zu dem er keinen Bezug hat. Es dauerte eine ganze weile, man ignorierte ihn, bis er auf einmal Sucarab vor einem Gebäude erspähen konnte. Er war umgeben von zwei Biestern, seine Hände gefesselt. Das war der Zeitpunkt einzugreifen!

    Angriff

    Sein Tarn landete auf einem der höheren Gebäude. Für einen kurzen Moment meinte Zeus Asha wahrgenommen zu haben, die Sklavin von Sucarab. Aber dafür war jetzt keine Zeit. Er stieg von seinem Tarn, und in dem moment zischten auch schon die Pfeile an ihm vorbei. Sofort sprang er wieder auf den mächtigen Tarn, stachelte ihn mit dem Tarnstab an sofort loszufliegen. Im Pfeilhagel gelang die Flucht, allerdings wurde anscheinend das Tier leicht verwundet, so dass es ratsam war, nach einer kurzen Distanz eine schnelle Landung hinter ein paar Bäumen einzulegen. Die Landung war relativ unsanft, so dass Zeus für ein paar Minuten das Bewusstsein verlor.

    Taktik

    Zeus öffnete die Augen. Stille. Wind. Regen. Sein Tarn sass in seiner Nähe, und leckte an seinen Wunden, die letzendlich doch nicht so schlimm waren wie Zeus es im ersten Moment vermutet hatte. Benommen stand er auf, schaute durch die Bäume auf die Festung. Es war ruhig. Er hatte keine Ahnung, wie lange er bewusstlos war. Nach einer Weile fühlte er sich wieder kampffähig, und wirkte fest entschlossen Sucarab zu helfen. Als gemeinsame Bakah Krieger haben sie viele Schlachten zusammen geschlagen. Soetwas vergisst man nicht. Aber er brauchte eine Taktik. Der Pfeilhagel der Panther machte eine Landung in der Festung unmöglich. Was wäre, wenn er es schaffen würde, die Biester abzulenken, damit Sucarab eine Chance zur Flucht hat? Er stieg wieder auf seinen Tarn, und das Tier erhob sich samt Krieger in die Lüfte.

    Flucht

    Er kreiste erneut eine weile über die Festung, versuchte mit zusammengekniffenen Augen Sucarab zu entdecken. Da stand er. Noch immer umringt von zwei Panthern. Zeus überlegte nicht lange, nahm seine Armbrust, und flog einen Angriff auf die Biester. Der erste Angriffsflug hatte sie noch überrascht, sie wirkten hilflos beim Versuch herauszubekommen, wo die Bolzen herkamen, die knapp neben ihnen in den Boden und die Häuserwände einschlugen. Bei Zeus zweitem Angriffsflug erwiederten sie das Feuer. Zeus wollte nicht unbedingt treffen, er wollte die Panther nur ablenken. Und es gelang. Er sah, wie Sucarab weglaufen konnte, und sich in einem Turm versteckte. Direkt über einem Tor. Die Panther waren ausser sich, und jagten Zeus, der nun versuchte die Biester vom Tor wegzulocken. Auch dies gelang nach einer kurzen Weile. Er sah wie Sucarab durch das glücklicherweise offene Tor herausrennen konnte, zu den Höhlen, die sich wunderbar als Versteck eignen. Es war geschafft.

    Verstecken

    Wieder war es nun nötig, gegen die Übermacht der aggressiven Panther das Weite zu suchen. Zeus flog seinen Tarn wieder Richtung Wald, und an einer Lichtung landete er das Tier. Hier ist jetzt Zeit für eine Rast. Der Kampf hatte ihn und seinem Tarn viel Kraft gekostet, auch weil sie bereits eine lange Reise hinter sich hatten. Morgen würde er schauen, ob die Belagerung der Stadt durch die Biester beendet ist. Und auch seinen alten Freund wiedertreffen. Vielleicht findet er hier seinen neuen Heimstein. Eine Festung. Krieger. Schlachten. Ehre und Stahl. Das ist es, wonach Zeus sich sehnt. Auch sein Tarn schien sich bei dem Klima viel besser zu fliegen, als noch in der Wüste und deren Ausläufern. Zu arg setzte ihm die Hitze immer wieder zu.

    Zeus suchte sich im Wald eine gut geschützte Stelle aus, holte eine Decke aus dem Gepäck von seinem Tarn, schickte das Tier nun zum fressen davon. Im Licht der drei Monde Gors legte er sich auf die Decke, beobachtete wie im Mondschein die Baumkronen hin und her wiegen. Sein Tarn verschwand als kleiner Punkt im Nachthimmel. Zeus schloss die Augen, und schlief langsam ein.
     
  10. Zeus Edelman

    Zeus Edelman Superstar

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    Zeus betrachtete die Schriftrolle. Eine recht grosse Schriftrolle, die da vor ihm auf dem Schreibtisch liegt. Im Licht der Fackeln kann man knapp die recht verschmierte Schrift lesen: Gesetze der Oase der Zwei Scimitar, erster Entwurf. Er nimmt den Pagakrug wieder in die Hand, trinkt einen heftigen Schluck, und lässt den nun leeren Krug neben den Tisch fallen. Schwierig ist es für ihn, sich auf dem Stuhl zu halten, zu betrunken ist er.

    Mit einer schnellen Bewegung nimmt er die Schriftrolle, wirft diese zerknüllt in die Ecke, und stützt Entnervt seinen Kopf mit den Händen, lallt "Wie bin ich nur hier gelandet".

    Die Augen geschlossen, Stille, nur das Knistern eines Kamins einige Meter entfernt stört die Ruhe, er sitzt im Rathaus der Oase der Zwei Scimitar, erinnert sich.

    Der Krieger war aufgebrochen aus der Wüste der Tahari, um einen neuen Platz zu finden, nach dem sein Schicksal ihn und die Bakah auseinandergerissen haben. Sein Weg führte ihn nach Saphronicus, an der Grenze zu den Nördlichen Wäldern, zu seinem alten Freund, Suca. Dort verbrachte er einige Wochen als Krieger, beschäftigte sich mit dem Training am Schwert, er war über die Monate doch recht eingerostet. Er bekam einen neuen Tarn, ein wunderbares Tier. Schwarz wie die Nacht, und stolz wie ein Ubar des Himmels. In Saphronicus gibt es viele Zwischenfälle mit den Sleens aus dem Wald, den Panthermädchen. Darum existiert die Festung auch, als eine letzte Bastion, welche die Biester ein Einfallen in das zentrale Gor hindern soll.

    Es kam die Nacht, vor mehreren Wochen, wo Zeus das unbändige Gefühl überkam eine Reise anzutreten. Kurz vorher hatte er in den Nördlichen Wäldern Sylvie, die ehemalige Tatrix der Bakah, getroffen. Was auch immer sie da suchte. Es mag Sehnsucht gewesen sein die Zeus Nachts auf seinen Tarn trieb, und ihn in den Süden fliegen lies. So richtig kann er das Gefühl heute noch nicht bestimmen. Also stieg er auf in den Himmel, und lies Saphronicus, mit seinen schönen Türmen am Horizont verschwinden. Das er nicht wieder zurückkehren würde war ihm zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, bzw es wäre auch ein unmöglicher Gedanke gewesen.

    Angekommen in der Tahari schickte er seinen Tarn unverzüglich in den Urwald, Nahrung suchen. Dort gibt es genug Taluna und Larls, die den Hunger des Tieres stillen und ihn davon abhalten sollten, seinen Reiter zu attakieren und zu fressen. Zeus wanderte durch den Urwald, bis zum westlichen Teil der Region. Dort stand sie, die legendäre Oase der Zwei Scimitar, welche als Heimstein der Bakah gilt, und in den Stämmen der Kavar eine zentrale Rolle spielte. Sie wurde vor hunderten von Jahren während eines fürchterlichen Sandsturms nahezu völlig begraben und zerstört. Man sagt das es die Priesterkönige gewesen sein müssen, sie haben die Oase verschwinden lassen, wie einst Ko-Ro-Ba. Das letzte Mal als Zeus die Oase gesehen hatte waren noch tausende von Sklaven damit beschäftigt die Mauern wieder auszugraben.

    Nun stand sie wieder, hier und dort noch Schäden, Macken, und so richtig viel Leben schien nicht in der Oase zu sein. Er im Sonnenuntergang durch das riesige Tor, Zwei bronzene Scimitare kreuzten sich über dem Tor, und glänzten matt im Licht der gerade aufgehenden drei Monde.

    Tage und Wochen vergingen, Zeus hatte sich ein kleines Zimmer in einer verlassenen Wohneinheit der Oase angemietet. Der Ort war trostlos. Die Oase steht seit jeher unter der militärischen Kontrolle der Bakah. So waren es auch hauptsächlich deren Stammesmitglieder, die dort anzutreffen waren. Sie würden - nachdem die Oase fertig ausgebraben und wieder aufgebaut war - sich wieder in ihre Camps zurückziehen. Es sind Nomaden, keine Stadtmenschen. Zeus besuchte die Bakah regelmässig in einem naheliegendem Camp. und es freute ihn zu sehen, dass es seinen alten Freunden gut ging.

    Dennoch fühlte er sich irgendwie nicht wohl. Einsam in den Mauern der Oase. Er mag es von Menschen umgeben zu sein. Irgendwann, eines Tages, erreichte ihn die Nachricht, das Saphronicus sich im Krieg mit Tyros befindet. Die Kämpfe waren schon weit fortgeschritten, als er von dieser Kunde erfuhr. Sollte er zurückkehren? Wenn ja, wie? Sein Tarn war direkt am Abend der Ankunft verschwunden. Er kam nicht mehr von der Nahrungssuche zurück. Also musste er sich für die Rückreise ein neues Tier besorgen. Fussmarsch, auch wenn ein Krieger im Kriegerschritt ettliche Passang zurücklegen kann, kam nicht in Frage. Ein Tharlarion - niemals.
    Weitere Tage vergingen, hier und da unterbrach etwas Geplänkel mit ein paar Taluna den tristen Wüstenalltag.

    Schreie, das klingen von Stahl rissen Zeus vom Fell. Es war Nachmittag, die Sonne stand noch hoch, es war heiss, aber nicht zu heiss um nicht einen Fuss vor die Türe zu setzen. Schreie, Kampfgeräusche. Er ging auf das Dach seiner Wohneinheit, und sah wie eine handvoll Taluna in der Oase waren. Selbstverständlich waren sie bereits von den Bakah, welche die Oase schützen, entdeckt und angegriffen worden. Die Krieger waren aber in der Unterzahl, so dass Zeus nicht lange zögerte, und mit den schweren Bolzen seiner Armbrust versuchte die Taluna zu verscheuchen. Er hasst Panther und Taluna. Seine Vergangenheit ist begraben, aber manche Dinge kann er nicht vergessen.

    Die Übermacht der wütenden Mädchen war erdrückend. Es dauerte nicht lange, bis er überwältigt und gefesselt wurde. Taluna innerhalb der Stadtmauern? Es war ein Skandal, unvorstellbar, was war passiert? Diese Antwort wurde ihm für den Moment verwehrt. Gefesselt und geknebelt brachten die Biester ihn und Sylvie - welche ebenfalls gefangen wurde, durch die Wüste, einige wenige Pasang, in ihr Lager. Das Lager der Sa-Lar Torvis.

    Ein stechender Schmerz erschütterte Zeus auf dem Weg in das Panthercamp. Eine von diesen Mädchen, so schien es, hatte in seinen rechten Oberschenkel gebissen. Er schrie. Entsetzen stand in seinem Auge. Die Panther waren unterdessen eifrig damit beschäftigt, diese Wilde von seinem Bein zu lösen. Ein kleines Stückchen Fleisch hat sie ihm aus dem Oberschenkel gerissen. Fassungslos, und den Schmerz vom Adrenalin nicht mehr spürend, starrte Zeus auf die Leute. "Was ist das für ein... Ding?" schrie er. "Eine Mamba" war die knappe Antwort einer der Frauen.

    Kurze Zeit später fand sich Zeus im Camp wieder, angebunden an ein Kreuz. Erschöpft öffnete er wieder die Augen, und bemerkte Sylvie in seiner Nähe. Seine Augen konzentrierten sich aber auf die anwesenden Frauen, und waren ständig auf der Suche nach diesem Geschöpf, welches man eine Mamba nennt. Diese Mambas sind primitive Geschöpfe auf Gor, die ähnliche wie Panther, wohl in Rudeln zusammen leben. Im Gegensatz zu allen anderen menschlichen Lebewesen auf dem Planeten, machen die Mamba aber in der Frage des Hungers keinen Halt vor Menschenfleisch. Eine Barbarin erklärte Zeus mal, dass auf ihrem Planeten dieses Verhalten mit "Kanibalismus" bezeichnet werden würde. Zeus hielt all diese Geschichten für Märchen, die irgendwelche Poeten sich im Vollrausch nachts in einer Taverne erdacht haben. Nun spürte er die schmerzliche Warhheit an seinem Bein.

    Auf einmal wirkten die Frauen hektisch, zogen ihre Bögen. Etwas huschte durch das Dickicht des Camps, welches mitten in einem bewachsenen Dschungelausläufer steht. Schreie, Kampflärm, zischende Pfeile. Minuten später stellte sich heraus, dass Light, der Schmied der Oase der Zwei Scimitar, irgendwie in das Camp eingedrungen sein musste, und den Held spielen wollte. Nicht sehr intelligent. Er zählte nun ebenfalls zu den Gefangenen, und Zeus war sichtlich erleichtert, als diese widerliche Mamba in ihm ein neues Opfer gefunden hatte.

    Eine Panther mit - so erinnert er sich - roten Haaren schnitt Zeus dann die Klamotten vom Leib, und freute sich anscheinend sichtlich über den Geldbeutel, den er mit sich geführt hatte. Es war der kümmerliche Rest seines Geldes, alles andere hatte er nachts zuvor ausgegeben um einen Tarn zu erstehen. "Ich habe gewusst, ich hätte letzte Nacht schon nach Saphronicus abreisen sollen", knurrte er zwischendurch, wütend über die missliche Lage in der er sich befand. Er schaute immer wieder zu seiner Mitgefangenen Sylvie, die aber offensichtlich nicht ganz so ruppig behandelt wurde wie er. Es stellte sich heraus, dass das Tor der Oase nicht verschlossen war, und die Mamba auf Nahrungssuche in die Oase rannte. Die Panther haben sie aufgenommen, und versuchten sie zu zähmen, und folgten ihr natürlich in die Oase, um schlimmeres zu verhindern. Jedoch wurden sie sehr schnell entdeckt, und das Unheil nahm den bekannten lauf.

    Die Mädchen legten einen etwas lächerlichen und notdürftigen Verband um Zeus verwundeten Oberschenkel, aus dem eine etwa 5cm grosse Bisswunde klaffte. Ihnen schien das Verhalten dieser Mamba unangenehm zu sein, vielleicht einfach nur deswegen, weil sie wussten: Sollte es bekannt werden, wem sie da Obdach gewähren, würde der ganze Stamm massiv in Gefahr sein. Diese Mamba wurde anscheinend bereits in der Region gesucht, bisher waren es nur einzelne Geschichten, aber nun sah Zeus es mit eigenen Augen.

    Nach kurzer Zeit tauchte eine andere Frau auf, auch eine Wilde. Aber sie gehörte nicht zu dem Stamm. Zeus traf sie Tage vorher schon kurz am Handelsposten. Ein recht interessantes Mädchen, welches viele Namen trug: Sandra, Sonja, Sabine... sie wechselte alle paar Minuten ihren Namen. Dieses Mädchen wollte für ihren Stamm handeln, Waren und Materialien beschaffen. Zeus wurde eines der Handelsobjekte.

    Wie die Priesterkönige es wollten, wurde Zeus kurze Zeit später von diesem Mädchen den Bakah angeboten, welche nach kurzen Zögern auch einige Medikamente im Gegenzug boten. Die junge Panther stellte sich geschickt an, und drückte Zeus immer wieder ihren Speer in den Rücken, damit er sich nicht umdrehte und vielleicht einen Angriff starten konnte. In dem Moment wo der Handel so gut wie abgeschlossen war tauchte Sylvie mit einer Panther in Zeus Rücken auf. Auch sie wurde freigelassen, es muss irgendein Geschäft gegeben haben. Sylvie kennt viele dieser Panther aus ihrer Zeit, als sie einsam in einem Zelt auf einer kleinen Ruine wohnte.

    Im Bakah Camp angekommen, lies Zeus den Biss dieses Monsters behandeln. Es würde nur eine kleine Narbe zurückbleiben, und man versicherte ihm, er hätte Glück gehabt. Völlig entnervt von den Vorkommnissen setzte er sich anschliessend zu den anderen Bakah ans Feuer, und der Paga floss wie an so manch anderem Abend wie in Strömen.

    Einen Tarn hatte er letzte Nacht erstanden, mit dem er nach Saphronicus zurückkehren wollte. Nun wurde ihm sein Geld gestohlen, von diesem rothaarigen Biest. Angeregt und nicht bei vollem Verstand vom Alkohol des Pagas fasste er einen Tollkühnen, wenn auch etwas irrwitzigen und wahnsinnigen Plan: Er brauchte etwas von Wert, was er notfalls auf der langen Reise in den Norden wieder zu Geld machen kann. Er erinnerte sich, wie er vor ettlichen Jahren als junger Tarnreiter, mit seinem Tarn nach Rarir fliegen sollte, um dort - wie es Brauch ist - ein Mädchen zu entführen, und sich diese zu unterwerfen. Könnte er soetwas nochmal schaffen?

    Mit leisen Flügelschlägen, fast schwebend, gleitete sein Tarn durch den Nachthimmel über Oase der Vier Palmen. Das Tier war geschwächt durch die Entbehrungen, die ein Aufenthalt für Tarns in dieser Region nunmal zwangsläufig mit sich führt. Lange überleben diese Tiere selten bei diesem Klima. Zeus beobachtete das emsige Treiben unten auf dem Marktplatz der Oase. Viele Sklavinnen waren zu sehen, die zwischen den Freien hin und her huschten. Ein paar Leute standen vor der Taverne, angetrunken, so wie Zeus selbst. Er fühlte sich angespannt, ungewohnt nervös, und versuchte das Gefühl mit dem Pagakrug, den er bei sich führte, loszuwerden. In einem moment eines Anflugs von totaler Gleichgültigkeit und Wahnsinn setzte er mit seinem Tarn nicht weit von der Taverne zur Landung an. Viel Platz war nicht, aber wer rechnet denn auch damit das jemand versucht sein Tier dort zu landen?
     
  11. Sucarab Schwartzman

    Sucarab Schwartzman Superstar

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    Hmm... das ist doch ein Wink mit dem Zaunpfahl :lol:

    Sucarab sitzt in der Kriegerhalle der Festung von Saphronicus und durchblättert lustlos die Kriegsberichte von allen Fronten.
    Mit einem mal stutzt er... greift nach dem Papier und liest es stirnrunzelnd ein zweites mal:
    "Wegen Fahnenflucht in Kriegszeiten wird gesucht: Zeus Edelmann"
    Sucarab seufzt kopfschüttelnd... lässt den Blick wandern über die Söldner, die draussen auf die Namen der neusten Deserteueren warten, hungrig auf die Jagd nach Blut und Gold...


    Armer Zeus :twisted:
     
  12. Vilandra Miles

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    Ähm... die Oase is vom Handelsposten immer gerade aus. Also, nich das die Söldner versehentlich nach rechts abbiegen, ne *hust
     
  13. Tescia Binder

    Tescia Binder Aktiver Nutzer

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    Häh ? Ich komm grade durcheinander mit dem Zeitlichen Ablauf....

    Ich dachte Zeus und Sylvie waren bei uns zu Gast, bevor er nach Saphronicus geflogen ist ?? Zumindest meckerte der Zeusel was, das er doch früher hätte fliegen sollen und das er gar nicht wisse, wie er sich jetzt ohne Geld den Flug leisten kann.... etc...

    Ach Zeus... Erm... Willst du deinen Gürtel und den leeren Geldbeutel wiederhaben oder kann ich das behalten ? ;)

    Tes
     
  14. Zeus Edelman

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    Moooooment, die Story da endet ja genau am besagten Abend, Tes, der Teil den du meinst kommt gleich ;)

    Und Suca, freut mich das du noch lebst. Dann muss Zeus ja einer falschen Info aufgesessen sein IC, aber auch dazu im nächsten Teil der Story mehr ;)

    @Vila, sowas kennt man ja... Panther Raiden wollen, aber das Bakah Lager stürmen. Als man dann geschlagen war muss wohl OOC was gekommen sein wie "Scheisse, falsches Camp!". Allerdings sind die dann wohl auch noch nicht zu euch, sondern erstmal auf Uthar drauf *g
    Lang ist es her, Sylvie kennt die Story besser, ich nur vom hörensagen.

    Wie wärs mit einer kleinen halbwegs befestigten Strasse zu meiner... äh zu der Oase, mit Passangsteinen etc?
     
  15. andera Shermer

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    nur mal so aus interesse wie ist den der kurs so gerade ?

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    zitieren geübt
     
  16. Vilandra Miles

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    Das kommt davon, wenn man nach Mini-Map spielt und eifrig zu den grünen Punkten läuft. Weil... unser Camp war nämlich leer zu dem Zeitpunkt. *lol*
    Manchmal isses halt Pech, wenn Camps gut besetzt sind. Dann kommt unter Umständen sowas bei raus.

    /me überlegt, ob sie nicht besser kleine Wegweiser vom Handelsposten bis zur Oase aufstellt
     
  17. Zelmo Boucher

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    Watt? Da hat sich ne tarnreitende Saufnase zum Sheik machen lassen, die nicht nur ein Ex-Kajrus, sondern auch noch fahnenflüchtig ist und in Saphro als Deserteur per Haftbefehl gesucht wird???

    *lacht sich scheckich*

    Najagut, so lange er weiter gegen Paga-, Likör- und Weiber-Lieferungen oder dann und wann mal nen schicken Teppich fürs Rathaus so entscheidet wie der Pasha der Bakah das will, soll mir das recht sein...
     
  18. Becky Nemeth

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    /me nickt und reicht vila mal ein paar Bretter und Farbe, sowie eine Schablone mit dem Schriftzug: "Zum Raid dort entlang"
     
  19. Zeus Edelman

    Zeus Edelman Superstar

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    Zeus streckte sich. Durch ein kleines Fenster lugten die ersten Sonnenstrahlen eines neuen Morgens. Langsam kletterte er aus seinen Fellen, schaute vor das etwas unbequeme, rustikale Bett - welches nur aus ein paar Brettern und alten Fellen bestand. Vor dem Bett liegt ein blondes, zierliches Mädchen, am Fussgelenkt angekettet. Zeus gähnte, warf sich seine Tunika über, und stieg die Leiter hinunter.

    Sein Heimstein leuchtete im Licht eines kleines Feuers. Ein paar Ecken vom Stein sind mittlerweile beschädigt, von den vielen Strapazen welche sein Heimstein bereits überstehen musste.

    Einst stand dieser Stein in der Tahari, in der Oase der Zwei Scimitar. "Tahari..." murmelte Zeus leise, und kratzte sich an den Kopf.

    Erinnerungen wurden wach. Erinnerungen an das Mädchen, welches er einst Nachts volltrunken mit einem völlig abgemagerten und dem Tode nahestehenden Tarn aus der Oase der Vier Palmen entführt hatte. Das es die Cousine vom Emir der Oase war hatte er zu dem Zeitpunkt nicht gewusst. Nur den eindeutigen Regularien der goreanischen Gesellschaft hatte er es zu verdanken, für diese Tat nicht gejagt und getötet zu werden. Sie hatte sich ihm unterworfen.

    Zeus, seufzt einmal laut, schaut dann vom Heimstein zu seinen Vorräten. Einige Fässer standen in der Ecke herum, unter anderem ein Fass mit etwas Paga drinn. Paga. Zeus wirkt verärgert, knurrt zu sich selbst "Dieses Zeug bringt mich immer wieder in Schwierigkeiten"

    Einst hatte man Zeus mit dem Wiederaufbau der Oase der Zwei Scimitar beauftragt. Der Stamm der Bakah hat ihn - aus alter Verbundenheit und Vertrauen - zum Sheik der Oase ernannt. Zeus genoss die neue Position. Der Sheik einer Oase ist in etwa zu vergleichen mit einem Administrator in den mittleren Regionen Gors. Aber er fühlte sich stark, und aufgrund des recht unsicheren Status der Oase eher wie ein Ubar denn eines Administrators. Der Paga sollte auch hier wiedermal eine entscheidende Rolle spielen. Eines Nachts, sein alter Tarn litt wie jeden Tag unter Hitze und Trockenheit der Wüste, sass er abermals an seinem Schreibtisch in dem Ratshaus der Oase. Er trank. Er trank viel. Trotzdem wollte er unbedingt noch etwas fliegen. So stieg er auf seinen Tarn, und flog Richtung Dschungel, der immer wieder die Region der Tahari zwischen den Oasen durchquert.

    Es kam wie es kommen musste. Zeus verlor die Kontrolle über das Tier, welches den Moment der Schwäche sofort bemerkte, und sich gegen seinen Reiter wendete. Im Nachhinein konnte er von Glück reden, dass er vom Tier in einen kleinen Fluss gestürzt ist. An das, was unmittelbar darauf folgte, erinnert Zeus sich nur noch lückenhaft.

    Zeus erwachte nach etwa einer Hand in einer Höhle. Bei ihm war seine Sklavin, die er vor kurzem als freie Frau entführt und sich ihm unterworfen hatte. Sie hatte ihn - wie sie nachher erzählte - gesucht, und an einem Ufer vom Fluss gefunden. Mit Mühe brachte sie ihn in eine Höhle, oberhalb des Dschungels, und pflegte ihn gesund. Viel Zeit verging, bis Zeus wieder voll bei Kräften war. Immer wieder traf er auf Taluna, welche durch den Dschungel streunten, und so wie er auf der Jagd nach Nahrung waren. Ein paar wenige Weggefährten von früheren Zeiten begegneten ihm. Doch hielt er es für besser, wenn alle dachten er wäre tot. Er, der Sheik der Oase der Zwei Scimitar, wollte nicht, dass der Heimstein der Oase durch seinen leichtfertigen Umgang mit dem Paga, seinen Launen, noch weiter beschmutzt wird.

    Lange grübelte er über sein Schicksal nach, über all die Dinge, welche in den letzten Monaten passiert sind. Zeus, einst stolzer Krieger und Tarnreiter aus Port Kar, der durch einen Zufall in die Wüste gekommen ist, war ein alter, verwirrter und schwacher Mann geworden.

    Eines Nachts, er hatte sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, lies er seine Sklavin frei, nahm ein Bündel mit seinen Habseeligkeiten - unter anderem seinen Heimstein - und verlies die Höhle im Dunkel der Nacht.


    Sein Blick suchte wieder nach seinem Heimstein, der in einer kleinen Vitrine lag. Er schaute sich um. Ein Haus, aus Stein gebaut, massiv, und noch nicht alt. Es war nach einem Erdbeben neu gebaut worden.

    Zeus öffnete die Tür, ging vor das Haus. Er schaute sich um. Irgendwo in der Ferne kreischten ein paar Tiere herum. Hörte sich eindeutig nach Vulos an. Ein Bosk schien ebenfalls von der Morgensonne geweckt zu sein. Ein verschlafener Ort. Keine Stadtmauern. Ein Handelsort. Reich an Waren, schon bald würden die Händler wach werden, und dort wieder eifrig ihre Marktstände aufbauen.

    Er schloss seine Augen, atmete tief durch, spürte den Wind und den Geschmack der Luft, der Thassa war nicht weit. Lange hatte er diesen Duft nicht mehr wahrgenommen.

    Erneut erinnerte er sich an die Geschehnisse.

    Mit seinem Bündel und seinem Heimstein, machte er sich auf den Weg zu seinem Geburtsort. Die Reise in Richtung Norden war nicht einfach. Bis zu 60 Pasang an einem Tag kann ein Krieger im Fussmarsch zurücklegen. Allerdings ist Zeus nicht mehr austrainiert, er war dick geworden, müde, er hatte sich gehen lassen. Er nutzte die Zeit der Reise, um wieder mit seinem täglichen Training anzufangen. Mit ein paar Gelegenheitsarbeiten verschaffte er sich den nötigen Proviant und Reisemöglichkeiten.

    Port Kar, seine Geburtsstadt, lag nach der langen Reise endlich vor ihm. Doch was er vorfand war ihm fremd geworden. Er hielt es dort nicht lange aus. Ein paar Nächte in den Tavernen, wo er die eine oder andere Freundschaft zu einigen Kriegern schloss, und er verliess den Ort wieder.


    Zeus öffnete die Augen, schaute auf den Brunnen am Marktplatz. Mit der Seilwinde holte er einen Eimer mit Wasser hoch, erfrischte sich. Er spannte seine Muskeln an, und fühlte wie er wieder zu alter Stärke gefunden hatte. Er war nun Krieger von diesem Handelsort.


    Es ist noch noch nicht lange her, dass er die Wüste verlies. Nachdem er in Port Kar ebenso wenig glücklich wurde, zog es ihn dann doch wieder für einen Moment in die ihm bekannte Gegend, der Tahari. Auf seinem Fussmarsch entdeckte er eine Ruine. Wie sich im Nachinein herausstellte waren es die Ruinen der Oase der Silbersteine, auch Stones of Silver genannt. Es schien dort niemand zu sein, und ein Sandsturm zog auf, welcher die weitere Reise unmöglich machte. Also suchte er sich ein verlassenes Gebäude, und richtete sich ein. Einige Tage vergingen, immer wieder ging er in den angrenzenden Dschungel, und auch ab und zu zum nahe gelegenen Handelsposten. Nahrung, Salz und Wasser - jeden Tag galt es diese Dinge erneut zu beschaffen. Taluna machten Zeus das Leben nicht einfacher, doch es gelang ihm fast jedesmal die wilden, verhassten Mädchen zu verscheuchen.


    Erfrischt vom Wasser ging Zeus zurück in sein Haus. Ein scharlach rotes Banner, aus etwas durchlöchertem Stoff, hing an seinem Haus. Die Farben eines Kriegers. Jeder sollte wissen, wer in diesem Haus wohnt. Er war wieder stolz auf seine Kastenzugehörigkeit. Er ging die Leiter hinauf, und sah das seine blonde Sklavin noch immer vor dem Bett schlief. Er nannte sie Su, er hatte sie aus der Wüste mitgebracht. Sie gehörte einem etwas sonderbaren Fischer, der sie ihm für ein paar lausige Lebensmittel überlassen hatte. Sie war nicht wirklich ausgebildet, doch erwies sich als recht intelligent, und Zeus schätzte damals die vielen Unterhaltungen in der Einsamkeit der Ruinen.

    Die Ruinen. Zeus erinnerte sich erneut. Nach und nach gesellten sich mehr Bewohner in die Ruine der Oase der Silbersteine. Hier und da gab es ein paar Arbeitsangebote, doch so richtig konnte Zeus sich nicht damit anfreunden. Es verging kein Tag, an dem es nicht irgendein Zwischenfall in der Region gab. Diese Taluna sind eine Plage. Es wurde gefährlich in der Ruine, selbst für einen Krieger. Hilfe gegen die Horden der Sleenmädchen gab es nicht. Er beschloss den Ort wieder zu verlassen. An Bord eines Schiffes zog es Zeus wieder an den Thassa, seine Sklavin, seinen Heimstein und ein paar letzte Habseeligkeiten im Gepäck.


    Zeus seufzte, als er seine Sklavin Su vor dem Bett sah. Viel hatte sie von der Ortschaft noch nicht gesehen. Die Reise hatte sie krank werden lassen. In der Wüste gab es eh nicht viel zu essen, geschwächt war sie bei Reisebeginn, so war es für sie wohl etwas zuviel.

    "Die wird schon wieder", murmelte er zu sich selbst. Zeus griff sein Schwert, und verlies das Haus. Er ging über den Marktplatz, hinter die Taverne. Dort war ein kleiner See, an dem er immer mehrere male am Tag trainiert und schwimmt.

    In diesem Ort gibt es kaum Taluna oder Panther. Wenn, dann kommen sie zum Handeln. Aber es wird viel Wert darauf gelegt das sie nicht störend in den Alltag eingreifen. Auch dies sicherzustellen ist nun Zeus Aufgabe. Denn er ist wieder ein starker Krieger geworden, hat die Vergangenheit hinter sich gelassen.
     
  20. Sylvie Munro

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    Wie? Was? Ach so... Aalso, das waren die Jungs aus Schendi, damals lebten die Bakah noch in den Wastelands, und an diesem Abend standen ein paar Krieger und ich oben auf der Stadtmauer von Sand Sleen, um über den Umbau des Camps nachzudenken.
    Am frühen Abend, es war schon recht dunkel, bemerkten wir eine sich nähernde Schar von Leuten. Wir beobachteten sie, griffen aber nicht ein. Wir waren sehr erstaunt, als die Fremden sich anschickten, mittels Enterhaken und Seilpfeilen in unser Camp einzudringen. Nun, wir sind eigentlich gastfreundlich, aber das war zu viel. Wir zogen unsere Waffen und machten sie nieder, was erstaunlich einfach war.
    Umso größer war unsere Überraschung, als wir merkten, wen wir da in den Staub geschickt hatten, und groß war das Gelächter, als herauskam, dass sich die Angreifer im Camp geirrt hatten...

    Lachend ließen wir die arg zerknirschte Schar wieder ziehen, bis wir merkten, welche Richtung sie einschlugen. Es war wieder nicht die zum gesuchten Panther-Camp, sondern sie zogen direkt auf die Burg der Uthar zu. Lachend rannte ich hinterher und klärte sie über ihren Irrtum auf.
    Noch heute erzählt man sich diese Geschichte unter gröhlendem Gelächter an den Lagerfeuern der Bakah.

    /me schaut zu Zelmo: "Du, wenn uns dieser Ex-Bakah, der jetzt ständig friert, hier Söldner vorbei schickt, darf ich dann mal hin und ihn zu uns einladen? Bittöööö..."

    Doch doch, rechts abbiegen ist OK. Eignet sich prima für ein Picknick im Grünen, wobei sich hübsche, leicht bekleidete Frauen liebevoll um die Gäste kümmern - Haarschnitt inklusive.