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Zwei-Klassen-Internet: Warum YouTube manchmal ruckelt

S

spiegel-Netzwelt

Guest
YouTube-Videos tröpfeln nur durch die Leitung? Die Telekom*hat schnelle Abhilfe versprochen, die Kapazitäten für die Übertragung sollen verdreifacht werden. Künftig könnte garantierte Daten-Geschwindigkeit extra kosten - zunächst allerdings nur die Anbieter.

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J

Janina Dufaux

Guest
Verstehe ich das richtig, dann ist einen Flatrate gar keine echte, wenn doch nur wieder bestimmter Service bezahlbar gemacht werden soll?
 
S

Simba Fuhr

Guest
Die Flat bleibt eine Flat.
Aber wenn man nicht extra zahlt muss man sich hinten anstellen, denn die Datenpakete werden zurück gestellt bis die der zahlenden Kunden durch sind.

Flat beschreibt ja nicht die Geschwindigkeit als viel mehr das Volumen.
 
Y

Yistin Usher

Guest
Wenig verwunderlich, dass solche Vorschläge grade von der Telekom zu hören sind.

Man darf eines nicht übersehen: Der Bonner Konzern ist nicht nur Internetprovider!
Die Telekom ist auch Programmanbieter, dort vertrieben unter Produktnamen wie
"Entertain".

So, und nun dürft ihr mal alle raten, warum die Telekom dritte Dienste wie Youtube bezahlen lassen möchte? Denn für "Entertain" wird der Zuschlag dann eher nicht fällig - da zahlt man dann eher für irgendwelche zusätzlichen Programmpakete, Zweitdecoder und ähnliches.

Die Telekom möchte die Netzneutralität lieber heute als morgen aufheben - es wäre der Schlüssel, das eigene Angebot im größten DSL-Kundenmarkt zu priorisieren und alle anderen durch zusätzliche Kosten an die Wand zu drücken.

Wie immer: Cui Bono? - Wer profitiert davon?

Deswegen sind ja auch die Anbieter im eco nicht unbedingt dafür - sie bieten in aller Regel kein eigenes TV/Radio-Programm an und haben nichts dadurch zu gewinnen.

Ich gehe davon aus, das in wenigen Jahren ein zusätzliches Kriterium bei der Auswahl der Provider auftauchen wird: Was dreht der ab, was lässt er durch, wofür muss ich extra zahlen? Ich geh auch davon aus, das z. B. auch Onlinegamer da noch mehr zur Kasse gebeten werden als heute, wo man für das Abschalten eines Bitsicherungsdienstes - also weniger Leistung durch den Provider - eine monatliche Zusatzgebühr erhebt: Die Telekom nennt das FastPath.
 
Y

Yistin Usher

Guest
Vielleicht noch was Technisches als Randbemerkung:

Bevor nun alle auf die Provider einschlagen: Es kann auch durchaus noch andere Ursachen haben, wenn ein Stream ruckelt oder ein download langsam ist. Mitunter ist der Provider, an dem ich hänge, ja nicht der Provider, an dem mein "Gegenüber", also irgend ein Webserver hängt. Eine Ursache können z.B. datenleitungen in die USA oder andere Länder sein, oder die "Übergabepunkte" von einem Netzbetreiber zu einem anderen.

Eine deutlich häufigere Ursache liegt aber in unseren Telefonnetzen begründet. ISDN und DSL müssen durch das gleiche Kabel, ohne sich zu stören. Aus diesem Grund kommt die Teilung in z.B. 16 Mbit Down und 1Mbit Up zustande.

Diese Teilung ist bei manchen Datendiensten jedoch fatal: Jedes heruntergeladene Datenpäckchen erzeugt bei diesen Diensten eine kurze Rückantwort "Angekommen". Diese Quittungspakete sind relativ klein - der Uplink ist aber mit 1 MBit auch vergleichsweise eng. Läuft z.B. ein Videostream und gleichzeitig ein Download, geht das mit 16 MBit Downlink-Bandbreite ganz gut. Nur macht der Uplink die Quittungspakete nicht mehr mit. Es kommt zu einem Stau an Quittungspaketen.

Kommt nun so ein Quittungspaket nicht rechtzeitig beim Absender an, geht der Absender von einem Fehler aus und sendet das vermeintlich fehlende Datenpaket erneut. An der Stelle beginnt dann der Videostream zu ruckeln...... Etliche verlorengeglaubte Datenpakete werden neu gesendet, der Datenstrom besteht plötzlich aus neuen und nochmal gesendeten Paketen.

Das ist eine nach meinen Beobachtungen durchaus häufige Ursache für schwankende Datenübertragung, ruckelnde Videos usw. Wer Abhilfe schaffen will, sollte einen Blick in das Handbuch seines Routers werfen: Stichwort: Paketpriorisierung.
 

Silvan Tobias

Superstar
Man darf eines nicht übersehen: Der Bonner Konzern ist nicht nur Internetprovider!
Die Telekom ist auch Programmanbieter, dort vertrieben unter Produktnamen wie "Entertain".
Wie immer: Cui Bono? - Wer profitiert davon?

Genau aus diesem Grund bin ich auch beim Internet für eine Entbündelung zwischen Angebot und Transportleistung, ähnlich wie bei der Elektrizität.

Wenn die Telekom den bisherigen Kurs weiter reitet, wird der BNetzA gar nichts anderes übrig bleiben.
 

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